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Linkshändigkeit und Mischhändigkeit

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    Linkshändigkeit und Mischhändigkeit




    Hallo,

    hier ein interessanter Artikel zum Thema Mischhändigkeit. Bin gespannt auf Eure Kommentare.



    Minderheit mit Zwischenstufen - scinexx.de



    #2
    Ihr Ergebnis war bemerkenswert konstant: Rund drei bis vier Prozent der Personen machten tatsächlich alles nur mit links und waren hierbei auch deutlich geschickter als mit der anderen Hand, 60 bis 70 Prozent nutzen ausschließlich die rechte Hand. 25 bis 33 Prozent aber waren Mischhänder, deren Handpräferenz von der jeweiligen Tätigkeit abhing.
    Bei den ganzen sogenannten Wissenschaftlern geht es meiner Meinung nach um Menschen, die innerhalb der sogenannten Wissenschaft das bereits geprüfte für wahr, fast schon unfehlbar ansehen. Solange die Wissenschaftler im allgemeinen nicht verstehen, dass solche Aussagen wie
    Rund zehn bis 15 Prozent aller Menschen bevorzugen heute mindestens bei einigen Tätigkeiten ihre linke Hand.
    einfach nur komplett wertlos sind, so lange sind auch alle darauf aufbauenden Schlussfolgerungen in der Regel unbedeutend und sinnfrei.
    Man hört ja von medialer Seite immer mehr die Frage: Warum ist das so?
    Besser wäre es, wenn wieder Kritik an den Grundsätzen geübt werden würde mit der Frage:
    Ist das denn wirklich so? Oder: Hat es vielleicht einen ganz anderen Zusammenhang?

    Heute sind sich Wissenschaftler einig, dass die Händigkeit keine „Entweder-Oder“-Eigenschaft darstellt, sondern ein Kontinuum – eine lückenlose Skala, auf der nahezu alle Zwischenstufen vertreten sind.
    Diese Aussage ist derart unkonkret verfasst. Ich kann aber erahnen, was damit gemeint ist. Sollte es also eine Händigkeit geben, so gibt es aus Sicht unserer Wissenschaftler keine wirkliche bevorzugte Weise. Da kann ich bedingt sogar Zustimmen, weil Hände nunmal vieles Können, was in der wilden Natur nicht vorkommen würde, zum Beispiel auf einer Tastatur, Wörter eingeben. Wieso sollte man also die Tasten genau nach der Art der Händigkeit anschlagen.
    Aber mit diesem Satz eine bevorzugte Seite zu leugnen als zweite Möglichkeit würde schon an Willkür grenzen. Da bin ich ganz klar der Meinung, zumindest bei mir selbst: Manche Dinge sind ganz klar eine „Entweder-Oder“-Eigenschaft.
    Meiner Vorstellungskraft nach, ist jeder Organismus als Ganzes in einer Art Wirbel, also gedreht aufgebaut. Und eine Drehung kann eben nicht symmetrisch sein. Deshalb ist eine Drehrichtung grundsätzlich bevorzugter als die andere.
    Ich glaube sogar, dass wir in eine Richtung gepolt sind, damit uns das Entscheiden aus dem Bauch heraus erleichtert in schwierigen Situationen schnell zu reagieren.

    Nicht alle Linkshänder sind gleich.
    Es gibt Männer mit einem hohen Testosteronspiegel, andere mit einem geringem. Ja, wenn es das eine gibt, dann gibt es auch das andere. Aber ein Mann mit einem hohen Östrogenspiegel verglichen mit einer Frau mit einem geringen Östrogenspiegel, bleibt immer noch ein Mann. Jeder Mensch trägt sowohl männliche als auch weibliche Energie in sich. Mal mache ich etwas mit Links, mal mit Rechts oder dann eben ergänzend.
    Intersexualität würde ich analog als das bezeichnen, was eine angeborene Mischhändigkeit wäre: Sie ist nicht der Regelfall, gehört aber ebenso beachtet und respektiert wie andere Formen auch.
    Kann sein, dass der geschlechtliche Vergleich von mir nicht ganz so gut gewählt ist.

    Der Beitrag müsste noch mal viel detailierter verfasst sein, um gute Schlüsse daraus zu ziehen. Aber so wirkt der für mich wieder wie ein typischer Beitrag: Wir versuchen irgendwie "neue" Erkenntnisse in die bereits vorliegenden Statistiken zu drücken. Irgendwie muss das schon zusammenpassen.

    Kommentar


      #3


      Hallo Niko,

      ich frage mich bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen und allem was ich hier im Forum so an Theorien lese immer:
      „Deckt sich das mit dem, was ich in der Realität beobachte und erlebe?“

      Beim obigen Artikel ist das – zumindest aus meiner Sicht - der Fall, deshalb habe ich ihn hier gepostet.

      Ich kann nicht alles nachvollziehen was Du schreibst, sehe aber, dass wir letztendlich fast zum selben Ergebnis kommen:



      Zitat von Niko Beitrag anzeigen

      (...) Mischhändigkeit (...): Sie ist nicht der Regelfall, gehört aber ebenso beachtet und respektiert wie andere Formen auch.

      Kommentar


        #4
        Samuel167,
        Das finde ich sehr gut, dass man trotz unterschiedlicher Meinung, ähnlich gute Möglichkeiten entwickelt mit der Situation umzugehen.
        Ich habe das mit den Geschlechtern so gewählt, dass ich meinte: Mann oder Frau ist (fast) immer eindeutig zu bestimmen, daraus folgt, Linkshänder oder Rechtshänder (fast) immer auch. Das ist meine Meinung.
        Mischhändigkeit ist der Ausnahmefall.

        „Deckt sich das mit dem, was ich in der Realität beobachte und erlebe?“
        Ich bin da in meiner Beobachtungsgabe eingeschränkter als Du, sicher die Händigkeit zu analysieren bei anderen Menschen. Ich habe immer eine starke Vermutung, aber mit Sicherheit das zu sagen, da halte ich mich noch sehr zurück. Ist man mit jemand anderem darüber im Gespräch, möchte man diesen ja nicht stark verunsichern. Ich werde aber immer besser. Vielleicht konntest du auch einiges von mir nicht nachvollziehen, weil ich mir viele Eigene Gedanken und Vermutungen gemacht habe, die unabhängig von der Wissenschaft sind.

        Kommentar


          #5


          Zitat von Niko Beitrag anzeigen
          Samuel167,
          Das finde ich sehr gut, dass man trotz unterschiedlicher Meinung, ähnlich gute Möglichkeiten entwickelt mit der Situation umzugehen.
          Das ist genau mein Ansatz:
          Unterschiedliche Meinungen in einem „Diskussionsforum“(!), so wird das Forum ja auf der Homepage bezeichnet, sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
          Entscheidend ist, wie man damit umgeht.



          Ich bin da in meiner Beobachtungsgabe eingeschränkter als Du, sicher die Händigkeit zu analysieren bei anderen Menschen.

          Nur damit ich hier nicht falsch verstanden werde:

          Ich beobachte in meinem privaten und beruflichen Alltag nicht permanent Menschen und analysiere ihre Händigkeit.

          Vielleicht hätte ich anstatt „was ich (…) beobachte“ besser schreiben sollen „was mir auffällt“ bzw. „was mir aufgefallen ist“.

          Natürlich habe ich bei manchen Menschen die Vermutung, das könnte ein ULH sein, aber ich thematisiere das in der Regel dann nicht.

          Grundsätzlich ging es mir auch mehr um die belassenen LH in meinem Umfeld.
          Und da ist mir halt bei vielen aufgefallen, dass sie – wie im obigen Artikel - oft gar keine so ausgeprägten LH sind und einiges, teilweise auch anspruchsvollere Tätigkeiten mit rechts machen – ohne Probleme damit zu haben.



          Zu Entweder-Oder-Eigenschaft:

          Grundsätzlich glaube ich auch, dass es in Bezug auf die Händigkeit so etwas wie ein ENTWEDER-ODER-Prinzip gibt:
          Ich würde da allerdings eher von einer ENTWEDER-ODER-VERANLAGUNG sprechen, nicht so sehr von einer ENTWEDER-ODER-Eigenschaft.


          Wenn ich Dir mal auf das Glatteis folgen darf, dass wir Sexualität mit Händigkeit vergleichen, dann würde ich Intersexualität eher mit Beidhändigkeit/Ambidextrie vergleichen. Dabei handelt es sich jeweils um eine Zwischengruppe, bei der die Einordnung nach einem Entweder-Oder-Prinzip in der Tat manchmal schwierig ist:
          Intersexuelle Menschen lehnen für sich manchmal die Bezeichnung „Mann“ oder „Frau“ ab.
          Menschen mit stark ausgeprägter Beidhändigkeit lehnen für sich manchmal die Bezeichnung „LH“ oder „RH“ ab.


          Mischhändigkeit würde ich eher mit Bisexualität vergleichen, d. h. die betroffene Person weiß, was sie ist / lässt sich nach einem Entweder-Oder-Prinzip bestimmen, fährt aber "zweigleisig".

          Es ist mir klar, dass solche Vergleiche immer irgendwie hinken, ist auch nur meine persönliche Sichtweise.
          Bitte keine falschen Schlussfolgerungen daraus ableiten.



          Schöne Grüße

          Zuletzt geändert von Samuel167; 01.08.2021, 10:53.

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