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LHändigkeit erhöhtes Risiko für Autoimmunerkrankungen?!

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    #16
    Hallo AnneM,
    wie kommst Du darauf bzw. woher meinst Du zu wissen, dass in den Schlüsselpositionen der Neurologie oder Psychologie viele ULH sitzen?
    Arbeitest Du in dem Bereich? Ich glaube das so nicht.
    Abgesehen davon, wer erstmal eine Schlüsselposition erreicht hat, ist meistens wohl froh, diese erreicht zu haben. Da ist das innere Wachstum meistens kein Thema mehr.
    Liebe Grüße von Marina Neumann
    Dipl.-Psych. Marina Neumann
    Psychologische Psychotherapeutin
    www.linkerhand.de
    Beratungsstelle für Linkshänder

    Autorin von: "Natürlich mit links - Zurück zur Linkshändigkeit - Befreiter leben mit der starken Hand"
    und
    "Natürlich mit links - Schreiblernheft für Linkshänder"

    Kommentar


      #17
      Zitat von AnneM. Beitrag anzeigen
      Hallo in die Runde,
      es ist doch gut, dass in den Schlüsselpositionen der Neurologie und Psychologie viele ULH sitzen. Die müssten sich als selbst Betroffene doch brennend für diese
      Problematik interessieren; oder wissen diese Leute noch gar nicht, dass sie ULH sind oder möchten sie keine LH sein oder nehmen sie das Thema und die Literatur
      darüber nicht ernst?
      Gruß
      AnneM




      Moin Anne,

      du sagst oder fragst es sozusagen. Vllt ist einfach kein Interesse am Thema vorhanden, vllt. ist auch aufgrund von 1-4 Kindern, nem Vollzeitberuf ud noch anderen Dingen, die bespaßt oder befriedet werden wollen, keine Zeit da, oder vllt. können sich generell viele Leute, nicht nur Betroffene, garnicht vorstellen, das Handgebrauch das Gehirn massiv beeinflusst!?

      Bei den Schlüsselpositionen bin ich nicht firm......aber die Relation von mindestens 8 Millionen Linkshändern an 80 Millionen (+) Einwohnern sagt, das möglicherweise Lh`s oder uLh´S da sitzen. Es sei denn, sie sind aufgrund von Problematiken garnicht in der Lage, diesen Werdegang genommen zu haben. Ich hab da eben an den Herrn im Vorwort von Sattlers Buch gedacht. Denk ich manchmal dran.

      Das wäre jetzt schon alleine von den Zahlen her ein Thema für Micha.el!

      Auch nen Gruß und nen schönen Sonntag! Gestern wär man fast weggeweht

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        #18
        Bei der Aussage über die Schlüsselpositionen handelte es sich wohl eher um Mutmaßungen ohne belegbare Fakten, die auf der Theorie aufbauen, dass 50% aller Menschen Linkshänder sind. Dass es weit mehr als die allgemein angenommenen 10% sind ist klar, allerdings denke ich persönlich, dass man mit solchen Zahlen vorsichtig umgehen sollte, da es dafür keine Beweise gibt und man sich auch schnell unglaubwürdig macht. Was wiederum der Sache an sich schadet.

        Aber so ganz allgemein kann wohl angenommen werden:
        ... dass die meisten Rechtshänder weder Ahnung noch Interesse am Thema haben,
        ... viele erkannte Linkshänder sich auch nicht weiter fürs Thema interessieren und teilweise auch fröhlich von der Rechtshändergesellschaft verbreitetes Nicht-Wissen weitergeben
        ... und viele umgeschulte Linkshänder entweder zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind (Umschulung, Rückschulung, Leben aufholen, sekundäre Folgen der Umschulung bekämpfen, Scheitern im Leben und nicht wissen warum usw) oder den gesellschaftlichen Narrativ gefressen haben, "glücklich" mit ihrer Umschulung sind (vielleicht auch tatsächlich, das will ich nicht mal abstreiten) und gar nicht verstehen können, wie man mit der Umschulung unzufrieden sein kann, bringt doch so viele Vorteile.

        Man glaubt gar nicht wie sehr Menschen sich selbst unterdrücken können bzw an ihrer eigenen Unterdrückung aktiv mitwirken (nicht nur auf dieses Thema bezogen). Stockholmsyndrom und so.
        Gerade die wissenschaftlichen Paradigmen sind in Bezug auf Händigkeit mehr als festgefahren (Theorien und Ansätze, die an Bösartigkeit kaum zu übertreffen sind; kombiniert mit Händigkeit per Selbstdiagnose usw). Da rede nochmal jemand von Forschung sei objektiv. Und ohne ausreichende Finanzierung bekommt man in der Wissenschaft kaum ein Projekt durch.

        Das größte Unverständnis kann einem im Übrigen durchaus von belassenen Linkshändern oder solchen, die sich mit ihrer Umschulung arrangiert haben, entgegenkommen.
        Ich durfte mir erst wieder anhören, wie das denn überhaupt sein könne, dass man linkshändig ist und davon erst im Erwachsenenalter erfährt. Und man sich von den geldgierigen Linkshänderberatern nicht einreden lassen solle, man sei ein Linkshänder. Alles klar. Sowas tut jedes Mal aufs Neue weh.

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          #19
          Allmählich dürfte wohl klar sein, dass wir als ULH oder auch als LH in der RS wenig Verständnis erwarten können, weder von der Wissenschaft noch von anderen Menschen aus dem eigenen Umfeld. So ist eben die derzeitige Realität. Es bringt nichts, dagegen anzukämpfen, dadurch wird sich für einen selbst nichts ändern. Viel wichtiger ist es, sich auf sich selbst zu besinnen, wenn man in der RS und die eigene allmähliche Gesundung in den Vordergrund zu stellen, finde ich.
          Die RS macht jeder ULH für sich selbst. Es entscheiden sich ja sowieso nur diejenigen dafür, die ein wenig Mut haben und die in ihrem eigenen Leben noch etwas verändern wollen. Mit diesem Prozess hat man dann lange zu tun und das ist gut so. ULH haben sich meistens selbst viel zu wenig in ihrem eigenen Leben an die erste Stelle gesetzt, stattdessen für andere gelebt. Mit der RS kann das anders endlich werden.
          Dipl.-Psych. Marina Neumann
          Psychologische Psychotherapeutin
          www.linkerhand.de
          Beratungsstelle für Linkshänder

          Autorin von: "Natürlich mit links - Zurück zur Linkshändigkeit - Befreiter leben mit der starken Hand"
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            #20
            Das war im Übrigen auf den Beitrag von AnneM bezogen. Persönlich sage ich schon fast gar nichts mehr, außer ich fühle mich "sicher" und habe das Gefühl, damit tatsächlich jemandem weiterzuhelfen. Allerdings kann das eigentlich auch nicht die Lösung sein, weil so ändert sich gesellschaftlich auch nichts. Und letztendlich dreht man sich damit im Kreis.

            Aber nochmal zurück zum eigentlichen Thema...

            Zitat von Marina Neumann Beitrag anzeigen
            Meine Erfahrungen mit ULH, egal ob es Kinder, Jugendliche oder Erwachsene waren, ist bis jetzt die, dass unter den Betroffenen auffällig viele eine Autoimmunerkrang hatten.
            Ich empfinde es als sehr wertvoll, solche Erfahrungen hier zu lesen.

            Macht es das dann nicht auch kompliziert herauszufinden, was jetzt von der umgeschulten Linkshändigkeit kommt und was von einer anderen Erkrankung? Ich hatte z.B. immer das Gefühl, dass mir zwar durch die Rückschulung viele Dinge einfacher fielen, aber die Erfolge, von denen andere berichteten (leistungsstärker, ausgeruhter, ausgeglichener usw), blieben großteils aus. Und jetzt weiß ich ja - vermutlich - auch warum...

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              #21
              Hallo Leo,
              wenn Du das Gefühl hattest und hast, dass Dir durch die RS Dinge leichter fallen, ist das doch schon etwas. Es ist sehr wichtig, jede kleine positive Veränderung bei sich selbst bewusst wahrzunehmen und zu wertschätzen.
              Die Umstellung auf links ist der erste und entscheidende Schritt in die richtige Richtung, aber sie ist kein Spaziergang und ein langer Prozess.
              Bis man selber dahinter kommt, was womit zusammenhängt, vergehen manchmal Jahre, das weiß ich von mir selbst. Wichtig sind Geduld, Beharrlichkeit
              und natürlich das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.
              Ich begleite derzeit u.a. ein sehr krankes Kind in der RS. Die Krankheiten sind natürlich nicht von heute auf morgen weg, können sie auch gar nicht sein, aber das Kind hat jetzt eine andere und glücklichere Ausstrahlung. Das ist viel, hat aber mit verbesserter Leistungsfähigkeit natürlich noch gar nichts zu tun.
              Bei der RS geht es entscheidend um eine innere gefühlsmäßige Veränderung.
              Ich empfinde z.B. ab und zu Freude beim Schuhe putzen mit links oder beim Schrauben mit dem Schraubenzieher etc. etc.
              Will sagen, dass ich in meinem Alltag mit links unerwartete freudige Momente erlebe, die ich mit rechts nie hatte. Das ist ein großer innerer Gewinn.
              Liebe Grüße von Marina Neumann
              Dipl.-Psych. Marina Neumann
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                #22
                Zitat von Marina Neumann Beitrag anzeigen
                Allmählich dürfte wohl klar sein, dass wir als ULH oder auch als LH in der RS wenig Verständnis erwarten können, weder von der Wissenschaft noch von anderen Menschen aus dem eigenen Umfeld. So ist eben die derzeitige Realität. Es bringt nichts, dagegen anzukämpfen, dadurch wird sich für einen selbst nichts ändern. Viel wichtiger ist es, sich auf sich selbst zu besinnen, wenn man in der RS und die eigene allmähliche Gesundung in den Vordergrund zu stellen, finde ich.
                Die RS macht jeder ULH für sich selbst. Es entscheiden sich ja sowieso nur diejenigen dafür, die ein wenig Mut haben und die in ihrem eigenen Leben noch etwas verändern wollen. Mit diesem Prozess hat man dann lange zu tun und das ist gut so. ULH haben sich meistens selbst viel zu wenig in ihrem eigenen Leben an die erste Stelle gesetzt, stattdessen für andere gelebt. Mit der RS kann das anders endlich werden.
                Hallo Marina,

                ich spreche für mich selbst, wenn ich sage, das mir dazu in meinem Umfeld Verständnis begegnet ist. Gleiches galt für Krankenhausaufenthalte. Der allgemeine Nenner hier sagt aber was anderes!

                Die Selbstbesinnung ist mitunter das, was der Rückschulungsprozeß erst ergeben oder ermöglichen soll. Das stellst du aber ja auch garnicht infrage.

                Ich betone auch gerne nochmal die aus meiner Sicht wichtigen Rahmenbedingungen generell. Das gilt aber nicht nur für uLh, sondern allgemein.

                Ja, ist wohl so.....Selbstverleugnung.....soundso-Effekt (Hab leider das Wort nicht parat, Leo nannte es)

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