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Phasen der Rückschulung?

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  • Phasen der Rückschulung?

    Liebe Forumsschreiber,
    habt Ihr auch den Eindruck, dass sich die Rückschulung in Phasen vollzieht? Es gibt Zeiten, in denen schreibe ich gern mit links. Und dann gibt es Zeiten, in denen ich mich gar nicht dazu aufraffen kann zu schreiben.
    Und dann habe ich lange den Eindruck, es geht gar nicht voran und dann mache ich unbemerkt doch wieder Fortschritte.
    Wie ist das bei Euch?
    Liebe Grüße, Monja
    Findefuchs 🦊

  • #2
    Hi Monja

    zum einen liegt meine Rückschulung Jahrzehnte zurück. Zum anderen war ich keine Erwachsene wie du, sondern eine schulpflichtige Jugendliche. Ich musste jeden Tag Hausaufgaben schreiben und die habe ich dann - langsam schreibend - mit links geschrieben. Wohingegen ich im Unterricht schnell mitschreiben musste: Das habe ich solange noch mit rechts gemacht, bis ich auch mit links schneller schreiben konnte.

    Anders ist es, wenn man freiwillig Tagebuch schreibt, um das links schreiben zu üben. Das kann man machen, wann man will oder auch mal tagelang nicht.

    Jolien
    Mein Motto: "Ächtz, ächtz, muss ich das schon wieder mit Rechts machen???" - "Nein, lieber mit Links, denn das bringt's!"

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    • #3
      Das mit den Fortschritten bzw "Rückschritten" ist mir auch schon aufgefallen.

      Ich habe, auch wenn dir Schrift super ist, immer noch das Gefühl ne Ewigkeit zu brauchen bis der Text fertig ist. Ich habe dann mal ein Tag die Zeit gestoppt und 2 Wochen später wieder. Und ich war tatsächlich etwas schneller. Zwar waren ist nur 20 sek oder so aber weniger war es auf jeden Fall.

      Ich glaube in 6 Monaten könnte es wieder anders aussehen. Aber dafür muss ich echt jeden Tag was machen. Habe mal paar Tage nicht geschrieben, dann wieder angefangen und es kam mir vor, als bräuchte ich wieder länger.

      Oder ich mache Dinge seit kurzem automatisch links ohne es "bewusst" zu steuern. Und dann "ertappe" ich mich dabei, manches doch wieder mit rechts zu machen, weil ich in der Situation einfach daran gewöhnt bin das so zu machen.

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      • #4
        Ich denke, das ist ein ganz normaler Verlauf. Es ist zwar ein anderes Feld, aber beim Klavierspielen geht es mir genauso. Übe ich ein neues Stück ein, komme ich die ersten Tage im Grunde sehr flott voran. Aber sobald es dann darum geht, kleinere Passagen zu verbessern oder eingeschlichene Fehler zu korrigieren, ist es ein langwieriger Prozess mit Fortschritten und Rückschritten. Oft ist es ernüchternd, weil ich denke, überhaupt nicht voranzukommen. Aber man kommt immer voran, auch wenn man einige Rückschritte macht. Man muss nur konsequent dran bleiben UND sich nicht überfordern bzw. nicht in das Zwanghafte reinkommen. Denn sobald es zum Zwang wird, geht es - zumindest bei mir - überhaupt nicht mehr voran.

        Beim Klavierspiel mache ich es daher meist so. Ich übe die entsprechenden Stellen, und sobald ich in mir merke, dass es unangenehm und lästig wird und/oder ich beim Üben nun mehr Fehler mache als vorher, höre ich auf und gehe auf Abstand. Manchmal reicht es, einfach mal raus zu gehen, etwas spazieren zu gehen, manchmal braucht es das, einfach mal darüber zu schlafen. Manchmal braucht es das auch mal Tagelang nicht zu üben.

        Es ist zwar ein anderer Bereich, aber ich denke, es ist auf jede Sache übertragbar, die man erlernen möchte. Solange man an der Sache dran bleibt, wird man aber ganz sicher weiter kommen. Letztendlich muss man sich ja auch der Sache bewusst sein, dass man bei so einer Umschulung ja mehr als nur etwas Neues lernen muss, sondern eben auch noch das Alte aus dem Kopf bekommen muss. Das ist das Gleiche beim Klavierspielen, sobald sich da Fehler eingeschlichen haben. Eingeschlichene Fehler zu korrigieren, ist um ein Vielfaches schwieriger als es von Anfang an richtig zu erlernen. Aber es ist dennoch machbar. Also dran bleiben lohnt sich immer.

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        • #5
          Hallo Mikey,
          spielst Du auf einem Linkshänderklavier oder gespiegelten Keyboard?
          Und schreibst und liest Du die Noten überkopf wie Herr Loso?
          Gruß
          AnneM

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          • #6
            Hallo AnneM.,
            nein, ich bin kein Linkshänder; zumindest denke ich das. Ich sehe mich eher als Beidhänder an, da ich einerseits mit beiden Händen ziemlich geschickt bin und für einige Sachen bevorzugt die linke Hand verwende, wo andere eben die rechte verwenden, und ebenso für andere Sachen bevorzugt die rechte verwende, wie die Mehrheit aller Menschen. Bei so manchen Tätigkeiten wechsel ich auch die Hand stetig, so beim Besenkehren.

            Bezogen auf das Klavierspiel ist es so, dass ich schon früh feststellte, dass ich mit der linken Hand irgendwie viel geschickter/schneller bin und auch blind viel besser Intervalle größer als die None spielen kann als mit der rechten Hand. Teils spiele ich auch mal eine Melodie mit der linken Hand, die für die rechte vorgesehen ist. Da ich dabei kein Problem mit dem Umdenken habe, spricht das letztlich ebenso dafür, dass ich wohl beidhändig bin.

            Noten lese ich dabei nur einmal und dann habe ich sie im Kopf. Ich spiele also in aller Regel ohne Noten.

            LG
            Mikey

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            • #7
              Ja, Monja, so erlebe ich das auch! 2 Schritte vor, einer zurück. Zumindest fühlt es sich so an.
              Evolution hat sich aber immer auch in Schüben entwickelt.
              Es scheint also ganz normal zu sein! :-)
              LG

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