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Festellen wie eng der Corpus Callosum ist?

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  • Festellen wie eng der Corpus Callosum ist?

    Die einen machen die Rückschulung ziemlich locker mit, während die anderen manchmal Qualen nach sich ziehen. Ich glaube, dass ich eine Mischung von beiden bin. Ich erinnere mich noch, als ich die Nachspurübungen, ganz am Anfang, etwas zu lange durchgeführt habe und fünf Minuten später das Gefühl hatte, als ob mein Gehirn gleich mit Zunder explodieren würde. Selbst heute noch merke ich, dass ich bereits nach einigen Seiten eine abgeschwächte Version dieser "Hemisphärenexplosion" habe. Muskelkater im Gehirn, so würde ich es beschreiben. Dann gibt es wiederrum einige, die stundenlang schreiben können, sich gut fühlen oder manchmal so gar sehr wenig von der Entlastung spüren.

    Wie ist es bei euch? Es gibt sicherlich welche, die Tics, Stottern usw. hatten und in der Rückschulung wie ich schwerer zu kämpfen haben, und einige, die sicherlich kaum Umschulungssymptome hatten und durch die Rückschulung einfach zu sich finden mit einem gesteigerten Selbstwertgefühl und einer Lockerheit im Alltag. Glaubt ihr, dass der Schwierigkeitsgrad der Rückschulung, damit gleichzusetzen ist, wie eng der Balken im Gehirn ist?

    Bin gespannt auf die Diskussion

  • #2
    Hallo Tamer,

    freut mich mal wieder von Dir zu hören und das gleich mit einer sehr interessanten Frage.
    Ich hatte als, sagen wir mal sichtbare Umschulngsfolge, in der Pubertät etwas gestottert, konnte es mir allerdings selbst abgewöhnen. Eine sehr unangenehme Begleiterscheinung neben den totalen Erschöpfungszuständen zu Beginn der Rückschulung, in den ersten Wochen, ist jedoch heute immer noch, ein zeitweise völlig ungewolltes auf die Zunge beißen beim Sprechen. Gerade heute Abend ist dies wieder passiert. Hier demonstriert sich mir eindeutig eine Fehlkoordination zwischen rechter und linker Hemisphäre, die ja nunmal über das Corpus Callosum stattfindet.
    Ich muß hinzufügen, dass ich meinen LH-Schreibstil seit etwa Sommer noch einmal geändert habe, ---weniger oder garnicht mehr aus der Schulter und hoffentlich jetzt nur noch aus der Hand.
    Auch habe ich in letzter Zeit wieder ab und zu einen leichten Tic im linken Augenlid.

    Hätte ich von Anbeginn der Rückschulung, also ab 2009, so LH geschrieben, wäre ich diese schmerzhafte Begleiterscheinung sicherlich schon los.
    Ich denke, dass dies sicherlich mit dem Grad der Vernetzung beider Hemisphären zusammenhängt. Früher kannte ich das auf die Zunge beißen nicht, jedenfalls kann ich mich daran nicht erinnern. Ich stimme Dir auch voll zu, dass die Umschulungsfolgen von Mensch zu Mensch in ihrer Intensität völlig variieren können und halte auch weiter an meiner These fest, dass diese geschlechtsspezifisch sind, würde es mir allerdings eher nicht als meßbare, räumliche Nähe (Enge) der beiden Gehinrhälften vorstellen, sondern eben nur als Vernetzung.

    LG Michael

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