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Forum für Linkshänder  - Das  Linkshänderforum  
  #1  
Alt 01.04.2018, 18:43
Max Max ist offline
 
Beiträge: 4
Standard Schwindel ohne Überanstrengung?

Ich mache jetzt seit Anfang des Jahres brav meine Übungen (täglich insgesamt 15 Min.) und jetzt dürfte ich in einem Tief sein, da ich unter lang anhaltendem "Schwindel" leide. Ich habe keine Gleichgewichtsstörungen in dem Sinn und bin im Endeffekt körperlich nicht eingeschränkt, aber es ist ein unangenehmes Gefühl. So als ob der Kopf die ganze Zeit arbeiten würde und das Raumgefühl nicht ganz stimmig ist. Schwer zu beschreiben. Dann gibt es wiederum Momente, wo ich komplett klar bin, leider zu wenig. Ich weiß, dass jeder Körper anders reagiert und solche Rückfälle vorkommen können bzw. alles seine Zeit braucht, was auch meine Beraterin bestätigt hat. Sie meinte, dass ich einfach die Übungszeit reduzieren soll. Meine Frage daher: Kann das Gehirn wirklich so empfindlich reagieren, dass es für mehrere Tage "außer Gefecht" ist? Erging es jemand ähnlich? Eine andere Ursache würde ich spontan ausschließen.
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  #2  
Alt 01.04.2018, 22:15
Gudrun K. Gudrun K. ist offline
 
Beiträge: 32
Standard AW: Schwindel ohne Überanstrengung?

Hallo Max,

ich kenne dieses "dumm im Kopf fühlen" ganz gut. Ich nenne es neuronale Neuvernetzung. Unsere Gehirne wurden durch die Umdressur quasi umprogrammiert. Und die RS sorgt dann für neue Veränderungen. Das ist Höchstleistung für den Organismsus. Ich nehme es als Signal für "Overload" und Einladung zum Ausruhen. Manchmal ist es wie ein partielles Pulisieren der Gehirnreion, die gerade überlastet ist, aber nicht wie Kopfschmerzen. Gedankensplitter, die in dem Zustand auftauchen, werden irgendwie redundant wiederholt. Ich folge dann einfach nicht den Gedanken, sondern versuche einfach, meine Körperempfindungen und Gefühle wahrzunehmen. Das "Problem" ist eher mentaler Natur: man denkt, man müsste was Sinnvolles tun, aber manchmal ist Hinlegen, Nichtstun und Nichtdenken das sinnvollste, was man machen kann.

Gibt es einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Übung und Auftreten des Zustands? Dann würde ich die Übung zeitlich so legen, dass ich danach eh Ausruhen kann.

Liebe Grüße

Gudrun K.
__________________
______________________________________

Ich bin ein Linksfittich und das ist gut so
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  #3  
Alt 01.04.2018, 22:26
Max Max ist offline
 
Beiträge: 4
Standard AW: Schwindel ohne Überanstrengung?

Nein, einen zeitlichen Zusammenhang gibt es bei mir nicht. Ich weiß jedoch, dass mein Körper oft zeitversetzt reagiert. Der Lösungsansatz "Nichtstun" brachte bei mir in der Tat Besserung. Nur ist das manchmal leichter gesagt als getan.
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  #4  
Alt 02.04.2018, 21:16
Willi Willi ist offline
 
Beiträge: 118
Standard AW: Schwindel ohne Überanstrengung?

So wie Du die Schwindelgefühle beschreibst, erinnert mich das sehr an eigene Erfahrungen. Ich gehe mal davon aus, Du meinst einen Schwankschwindel (abzugrenzen von sowohl Drehschwindel als auch Kreislaufschwindel bei dem es schwarz vor Augen wird) der sich eben in koordinativer Unsicherheit äußert, ohne, dass die geistigen Fähigkeiten eingeschränkt sind. Unsicherheit also eher als neues Ausprobieren bekannter Bewegungen denn als tatsächliche Sorge, zu stürzen o.ä.

Erlebt habe ich das zumeist nach vorherigen Rückfindungsfortschritten bzw. Lockerungen und mir das so erklärt, dass der Körper seine Raum-Lage-Wahrnehmung neu ordnen muss bzw. endlich kann. Wenn die Wahrnehmung durch ULH chronisch gestört ist, kann das ein Zeichen des Fortschritts sein. Da nun speziell Kopf- und Halsbereich mit verschiedenen Rezeptoren sehr wichtig für die Selbstwahrnehmung sind, erscheint irgendwie logisch, dass Schwindelgefühle dieser Art bei Neuausrichtung auch dort auftreten. Diese Gefühle hatten für mich spätestens dann den Schrecken verloren, als ich sie auch z.B. in den Beinen hatte. Mittlerweile sehe ich diese Art Schwindel als einen Zustand der Offenheit für Neuausrichtung, nicht als Überlastungsreaktion. Trotzdem ist es natürlich sinnvoll, dieser Offenheit Raum zur Entwicklung zu geben, sich also zu schonen. Das würde ich aber eher mit mäßiger und lockerer Bewegung machen als mit Nichtstun im Sinn von völliger Ruhe. Spazierengehen, speziell barfuß, sollte da nicht das schlechteste sein.

Grüße
Willi
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  #5  
Alt 03.04.2018, 08:15
Detlef Detlef ist offline
 
Beiträge: 644
Standard AW: Schwindel ohne Überanstrengung?

Hallo Max,

ich hätte Dir dazu eigentlich schon gestern was schreiben wollen, fand dann aber, das alles, was ich zu sagen gehabt hätte, von Gudrun K. schon sehr schön anschaulich gesagt war!

Auch ich hatte, ungefähr 2-3 Wochen nach Beginn meines 1. Rs-Versuches, mit Benommenheit zu tun! Die legte sich nach 2 Tagen wieder. Bin damals aber nicht mit "kleinem Training" angefangen, sondern gleich mit komplexer Handschrift, auch beruflich, in die Vollen gegangen! Insofern taugt das vllt. nur als halber Vergleich mit Deiner jetzigen Situation.

Ansonsten bin ich, wie angedeutet, ganz bei Gudrun K., wenn sie sagt, das man sich auch mal zurücklehnen sollte, weil sich das Gehirn neu ordnen muss! Ich habe das damals leider nicht gemacht.
Ob man sich dann in "Nichtstun" übt, oder lieber leicht joggt oder so, sagt einem dann vllt. das eigene Gefühl!?

Den zeitlichen Versatz, den Du hast, kenne ich von mir auch. Da werde ich irgendwann mal näher drauf eingehen.

LG von
Detlef
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  #6  
Alt 03.04.2018, 12:59
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 961
Standard AW: Schwindel ohne Überanstrengung?

Hallo zusammen,

Rückschulungsberichte finde ich gut, --eben vor allem, wenn die nicht so tollen Symptome auch mal geschildert werden. Das Thema Schwindel hatten wir bereits des öfteren, aber was mir besonders hilfreich war und ist, ---ist Gudruns Beschreibung, ----"das partielle Gehirnpulsieren"!

Das habe ich auch mehrmals während der RS erlebt und könnte die oder den eine/n oder auch andere durchaus beunruhigen. Ich hatte das am Anfang der RS, also so vor evtl. 8 Jahren und auch später immer mal wieder. Klar, ich wußte gleich, dass es nichts ganz so Schlimmes sein konnte, aber etwas beklommen hat es mich schon gemacht. Für mich erfreulich war dann, dass irgendwann, --glaube es war letztes Jahr, auch das Bauchhirn, --sprich der Solar Plexus, meinte er müsse "pulsieren".
Für mich sind derartige Symptome ein Anzeichen dafür, dass größere neuronale Bündel (Axone) neu verschaltet werden. Das Ganze erinnert in der Wahrnehmung ja auch an die berühmten sog. Ticks, die ich ja auch bestens kenne. Das Auftreten war im Gegensatz dawzu allerdings immer nur sehr kurzzeitig und stand in keinem zeitlichen Zusammenhang zu irgendwelchen Schreib,-Schwung- oder sonstigen Übungen. Schwindel war, wenn ich mich recht erinnere, letztes Jahr auch noch mal dabei.

Wer dabei noch behauptet, dass umgeschulte Händigkeit keine Auswirkungen auf den Gesamtorganismus hat, ist ein, --naja, --eben, ----ein Ignorant!
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  #7  
Alt 04.04.2018, 10:37
Marina Neumann Marina Neumann ist offline
 
Beiträge: 1.664
Standard AW: Schwindel ohne Überanstrengung?

Hallo Max,
welche Übungen machst Du brav jeden Tag 15 Min. lang?
Mechanisches Üben nach einer vorgegeben Zeit halte ich für wenig sinnvoll.
In der RS ist es vielmehr empfehlenswert, jeden Tag ein wenig zu üben und immer dann aufzuhören, wenn der Körper oder das Gefühl sagt, dass es jetzt genug ist. Das kann bedeuten, dass man jeden Tag unterschiedlich lang übt,
aber das ist nicht wichtig. Ich empfehle jedem ULH, den ich in der RS begleite, beim Üben immer auch nach innen zu horchen und dem eigenen Lerntempo zu folgen und sich nicht zu überfordern.
Liebe Grüße von Marina Neumann
__________________
Dipl.-Psych. Marina Neumann
Psychologische Psychotherapeutin
www.linkerhand.de
Beratungsstelle für Linkshänder

Autorin von: "Natürlich mit links - Zurück zur Linkshändigkeit - Befreiter leben mit der starken Hand"
und
"Natürlich mit links - Schreiblernheft für Linkshänder"
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