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Rückschulung / Umschulung Schreibhandwechsel / unerkannte Linkshändigkeit

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  #21  
Alt 12.08.2018, 14:27
Samuel167 Samuel167 ist offline
 
Beiträge: 104
Standard AW: Umgeschulte Linkshändigkeit und Neuroplastizität

Zitat:
Zitat von Judith Bremer Beitrag anzeigen
Doch: auch wenn ein Linkshänder nie mit links geschrieben hat, findet die Bewegungsplanung immer zuerst in der dominanten Gehirnhälfte statt.
Diesen Hinweis halte ich für sehr wichtig, da es sich dabei um Erkenntnisse handelt, die meines Wissens durch den Psychiater Stefan Klöppel sogar wissenschaftlich nachgewiesen wurden.

Ich habe dazu auch schon mal in einem anderen Thread ein paar Zeilen geschrieben:

http://www.linkshaenderforum.org/for...ad.php?t=17457

Im Klartext heißt das, dass ein ULH in seinem Gehirn ein Leben lang die verschiedensten Umwege gehen muss, um die vorbereitenden Planungsvorgänge und die tatsächlichen Ausführungsvorgänge miteinander in Einklang zu bringen.

Dass es dadurch zu Fehlschaltungen und Falschübermittlungen von Informationen im Gehirn kommen kann, scheint naheliegend.

Ich stelle mir das in etwa so vor:

https://www.youtube.com/watch?v=Q79xveHsxpk


Diese Schwierigkeiten bei der Informationsübermittlung in den Gehirnen von umgeschulten Linkshändern lassen sich meines Erachtens nicht durch die Neuroplastizität des Gehirns aufheben oder (vollständig) kompensieren.

LG
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  #22  
Alt 12.08.2018, 15:33
Marina Neumann Marina Neumann ist offline
 
Beiträge: 1.715
Standard AW: Umgeschulte Linkshändigkeit und Neuroplastizität

Neuroplastizität hin, Neuroplastizität her, man kann aus einem Linkshänder keinen Rechtshänder machen.
Die Lateralität des Gehirns ist biologisch determiniert, ebenso die Rollenverteilung zwischen beiden Händen in eine dominante und eine nicht dominante.
Liebe Grüße von Marina Neumann
__________________
Dipl.-Psych. Marina Neumann
Psychologische Psychotherapeutin
www.linkerhand.de
Beratungsstelle für Linkshänder

Autorin von: "Natürlich mit links - Zurück zur Linkshändigkeit - Befreiter leben mit der starken Hand"
und
"Natürlich mit links - Schreiblernheft für Linkshänder"
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  #23  
Alt 12.08.2018, 16:09
Judith Bremer Judith Bremer ist offline
 
Beiträge: 167
Standard AW: Umgeschulte Linkshändigkeit und Neuroplastizität

Hallo Marina,
das war jetzt nicht die Frage.

Hallo Samuel,
Zitat „Diese Schwierigkeiten bei der Informationsübermittlung in den Gehirnen von umgeschulten Linkshändern lassen sich meines Erachtens nicht durch die Neuroplastizität des Gehirns aufheben oder (vollständig) kompensieren.“

Das sehe ich auch so. Leo fragte aber nach konkreten Gründen, warum dies so ist.

Wie erklärt man die Schwierigkeiten, die eine Umschulung mit sich bringt, trotz der Neuroplastizität des Gehirns.
Also, warum hat der Mensch mit bestimmten Problemen zu tun, obwohl sein Gehirn doch in der Lage ist sich neu zu strukturieren. Hierauf sollen wir Antworten finden.

Herzliche Grüße
__________________
Judith Bremer Schleswig-Holstein, Kappeln
Diplompädagogin
tel./fax: 04642 - 924843
email: Kontakt@Judith-Bremer.de

www.Judith-Bremer.de


Autorin von: "Einfach links schreiben
"
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  #24  
Alt 12.08.2018, 16:56
Samuel167 Samuel167 ist offline
 
Beiträge: 104
Standard AW: Umgeschulte Linkshändigkeit und Neuroplastizität

Zitat:
Zitat von Judith Bremer Beitrag anzeigen
Wie erklärt man die Schwierigkeiten, die eine Umschulung mit sich bringt, trotz der Neuroplastizität des Gehirns.
Also, warum hat der Mensch mit bestimmten Problemen zu tun, obwohl sein Gehirn doch in der Lage ist sich neu zu strukturieren. Hierauf sollen wir Antworten finden.
Hallo Judith,

ich glaube, dass die Erkenntnisse von Prof. Klöppel die Frage schon beantworten, zumindest teilweise.

Wenn bei ULH die Planungs- und Koordinationsfunktionen ein Leben lang in der dominanten Hemisphäre verbleiben, heißt das doch, dass diese Gehirnfunktionen der Neustrukturierung (oder Neuroplastizität) eben nicht zugänglich sind - aus welchen Gründen auch immer.

D. h., das Argument "Neuroplastizität" greift hier einfach nicht.

LG
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  #25  
Alt 12.08.2018, 16:57
Marina Neumann Marina Neumann ist offline
 
Beiträge: 1.715
Standard AW: Umgeschulte Linkshändigkeit und Neuroplastizität

Hallo Judith,
ich denke, dass das genau die Frage war und ist.
Das Gehirn ist eben nicht unendlich anpassungsfähig, weil die Dominanz beider Gehirnhälften eben biologisch vorgegeben ist. Die rechte Gehirnhälfte beim LH bleibt immer die dominante und wenn diese nicht wirklich am Leben teilnehmen kann, kommt es zu Problemen bzw. der LH kann seine rechtshemispherischen Potentiale nicht wirklich entfalten.
Dasselbe gilt für die dominante linke Hand, auch sie bleibt immer die geschicktere etc.
Wenn das alles egal ist, warum sollte man als ULH dann die RS machen?
Man kann die Biologie nicht völlig außen vorlassen oder auch ignorieren.
Liebe Grüße von Marina Neumann
__________________
Dipl.-Psych. Marina Neumann
Psychologische Psychotherapeutin
www.linkerhand.de
Beratungsstelle für Linkshänder

Autorin von: "Natürlich mit links - Zurück zur Linkshändigkeit - Befreiter leben mit der starken Hand"
und
"Natürlich mit links - Schreiblernheft für Linkshänder"
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  #26  
Alt 12.08.2018, 18:11
Dori Dori ist offline
 
Beiträge: 289
Standard AW: Umgeschulte Linkshändigkeit und Neuroplastizität

Zitat:
Zitat von Judith Bremer
Zitat:
Zitat von Dori
„Wenn die Umschulung unbewusst und in den ersten 2-3 Lebensjahren vor sich geht, lernt das Gehirn nicht direkt um.“

Doch: auch wenn ein Linkshänder nie mit links geschrieben hat, findet die Bewegungsplanung immer zuerst in der dominanten Gehirnhälfte statt.

Das war evtl. ein Missverständnis. Ich stimme dir in dem Punkt absolut zu, dass die dominante Hemisphäre immer zuerst reagiert (ausgehend von der Hemisphärendominanz-Theorie).
Neuroplastizität heißt ja nicht, dass Neuronenverbände zerstört und neue aufgebaut werden. Beim ULH wird das Netzwerk erweitert. Der Weg für die Informationsübertragung wird länger.


Was ich meinte mit "nicht direkt umlernen": Wenn ein Kind von Anfang an bestimmte Handlungen nur mit rechts ausführt, wird von Anfang an die "verlängerte Leitung" angelegt.

Wenn ich dagegen ein und die selbe Handlung mal mit rechts, mal mit links ausführe, stehen zwei Informationswege für das Gehirn zur Wahl. Das irritiert viel mehr, als wenn die Verarbeitung sofort auf den "langen Weg" geschickt wird.
Bildhaft würde ich das so ausdrücken: Ein Leichtathlet, der beim Startschuss zwar weiß, ich muss sofort loslaufen, aber sich gestresst nicht entscheiden kann, ob er auf der Rundbahn nach links oder rechts starten muss.


Ich vermute, dass ULH, die erst mit Schuleintritt oder später umgeschult wurden, mehr mit Irritationen zu tun haben. Da mehr eingefahrene Bahnen bereits bestehen für links (und rechts kommt dann noch dazu).

Neuronale Netze bestehen fort, auch wenn sie nicht mehr genutzt werden. Eine komplette Revision der "langen Leitung" gibt es bei ULH wohl nicht. Aber indem mit der RS immer mehr neuronale Verknüpfungen für den "leichten Weg" geschaffen werden, desto flüssiger klappt die Verarbeitung wieder.


Soweit zum Hemisphärendominanz-Modell. Das bewährt sich in der Praxis ja ganz gut. Wissenschaftlich ist es schon überholt.


Zur Ursprungsfrage
Mit der langen Leitung könnte man die Schwierigkeiten ganz bildhaft erklären. Es wird ein zusätzlicher Umweg bei der Informationsverarbeitung gemacht und führt durch die Auswahl von (vereinfacht) zwei Wegen zu Irritationen.
__________________
Man muss es nicht allen recht machen
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