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  #1  
Alt 27.07.2018, 15:02
Dunno Dunno ist offline
 
Beiträge: 3
Standard Frage zum Prozess der Rückschulung

Hallo liebe Community,
ich bin jetzt seit ca. 1-2 Wochen komplett auf die linke Hand gewechselt.
Heute ist mir aufgefallen, dass ich Verlangen hatte meine rechte Hand zu benutzen.
Ich wollte dem Verlangen nicht entgegenwirken und fing an mit meiner rechten Hand ein gekochtes Ei in Scheiben zu schneiden.Ich bemerkte dass meine rechte Hand/Arm sehr schwach geworden ist. Es ist noch möglich die Feinmotorik zu benutzen, jedoch mit einer geringen Ausdauer. Das hat mich verwundert, dass es in 1-2 Wochen schon so weit gekommen ist.


Ich bin inzwischen so weit, dass ich schön mit der linken Hand schreiben kann, jedoch nicht so schnell, wenn ich schnell schreibe, schreibe ich meist größer und unleserlich.
Dazu noch benutze ich die sogenannte Hook-Grip Methode, weil es für mich am meisten Sinn ergibt den Stift so zu halten.


Ich wollte zu all dem noch hinzufügen, dass ich einen IQ-Test gemacht habe 1 Woche nachdem ich die Hand gewechselt habe. Das Ergebnis war verblüffend, ich habe 10 Punkte höher abgeschnitten als letztes mal. Was mich jedoch wundert ist, ich habe zwar die Aufgaben viel besser gemeistert als vorher, doch ich war viel langsamer als sonst und mein Gedächtnis ist schlechter geworden, ich weiß nicht was für einen Zusammenhang das hat, vielleicht muss ich für eine längere Zeit meine linke Hand benutzen, um Dinge die noch nicht automatisiert sind zu automatisieren.



Könnt ihr mir eure Ansichten zu den von mir beschriebenen Erfahrungen erläutern ?
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  #2  
Alt 27.07.2018, 23:10
Dori Dori ist offline
 
Beiträge: 289
Standard AW: Frage zum Prozess der Rückschulung

Hook Grip? Sehe ich das richtig, dass du den Stift wie einen Mörser in der Hand/Faust hältst? So bekommst du aber keine feinmotorische Steuerung in den Schreibprozess. Du kannst natürlich den Stift halten wie du willst, dennoch als Gedanke - mit einer ergonomischen Stifthaltung bekommt man auch bei längerem Schreiben über mehrere Seiten am Stück weniger Schwierigkeiten.


Zitat:
Zitat von Dunno
Das Ergebnis war verblüffend, ich habe 10 Punkte höher abgeschnitten als letztes mal.
Same here. Allerdings lag bei mir 1 Jahr RS dazwischen.
Durch die RS wird das Gehirn nochmal, ähnlich wie in der Pupertät, umstrukturiert. Bestehende neuronale Netze lösen sich vielleicht nicht auf, aber es werden neue gebildet. Da ist es ganz normal, dass das Gedächtnis erst mal unzuverlässiger wird. Das ist wie ein plötzlicher Sturm, der eine Brücke beschädigt und ein neuer Weg entstehen muss, um über das Wasser zu kommen. Wenn man die kaputte Brücke benutzt, kommt man vielleicht trotzdem an, aber nicht so konfortabel wie früher.

Die Analogie ist jetzt nicht ganz 1:1 natürlich, aber so ungefähr.



Du bist doch schön länger in der RS als diese zwei Wochen, oder? Ich kann es mir schwerlich vorstellen, dass sich die Muskeln deiner rechten Hand in nur 2 Wochen so weit zurückgebildet haben, dass du etwas merkst. Hast du deine rechte Hand denn gar nicht mehr verwendet? Auch nicht um Türen zu öffnen, nach etwas zu greifen etc.? Richtig unteraktiviert wird die Muskulatur ja eigentlich nur im Gips...
__________________
Man muss es nicht allen recht machen
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  #3  
Alt 28.07.2018, 01:24
Samuel167 Samuel167 ist offline
 
Beiträge: 104
Standard AW: Frage zum Prozess der Rückschulung

Hallo Dunno,

was versprichst Du Dir jetzt konkret davon, im Rahmen der Rückschulung von jetzt auf gleich komplett auf die linke Hand zu wechseln und Deine rechte Hand sozusagen in den Vorruhestand zu schicken?

Die Rückschulung ist meines Erachtens kein „Schalter-Umlegen“ sondern ein organischer Wachstumsprozess, bei dem man einige (auch unliebsame) Überraschungen mit einkalkulieren sollte.

Es gab hier im Forum schon einige Berichte von Usern, die der Meinung waren, sie kämen schneller voran, wenn sie von heute auf morgen alle möglichen Tätigkeiten auf links umstellen. Wenn ich mich recht entsinne, haben sie alle – früher oder später – Schiffbruch erlitten mit dieser Methode.

Wer die Rückschulung unter dem Aspekt/der Erwartungshaltung angeht, dass man dadurch intelligenter wird (Stichwort IQ-Tests), kann dies gerne tun.

Mir persönlich ist im Verlauf meiner Rückschulung immer deutlicher vor Augen getreten, wer ich in meinem Wesenskern eigentlich bin und wie sehr ich an mir SELBST in all den Jahren vorbeigelebt habe, ohne mir dessen bewusst zu sein.

Das ist mitunter ein sehr schmerzhafter (aber vielleicht auch heilsamer) Prozess, der einen schon mal an den Rand einer Lebenskrise führen kann, vor allem, wenn man die Rückschulung – so wie ich – erst jenseits der 45 angegangen ist.

Auch auf solche Dinge sollte man gelegentlich hinweisen.

Ich brauche keinen IQ-Test, um ein glücklicher Mensch zu sein.
Ich möchte meine Bedürfnisse erkennen, meine Talente entfalten (so weit das noch möglich ist) und Menschen um mich haben, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin.


Liebe Grüße

Geändert von Samuel167 (28.07.2018 um 02:31 Uhr).
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  #4  
Alt 28.07.2018, 08:40
Micha.el Micha.el ist offline
 
Beiträge: 1.023
Standard AW: Frage zum Prozess der Rückschulung

Hallo Dunno,


das was Dori und Samuel geschrieben habe finde ich sehr gut und ich kann mich dem nur anschließen. Ergänzen würde ich, als eine meiner neueren Einsichten, dass das Schreiben mit der dominanten Hand im Grunde eine Art Gestikulieren mit den Fingerspitzen darstellt, ---so komisch das klingen mag.

Ich habe jahrelang in der Rückschulung LH viel zu sehr aus der Schulter heraus geschrieben. Die Bewegung muß in erster Linie aus der Hand kommen. Das halte ich für sehr wichtig!
Wir RS'ler müssen also vor allem die Feinmotorik der Hand bis in die Fingerspitzen der drei wichtigen Finger, Daumen, Zeige- und Mittelfinger trainieren.
In der Folge ändert sich bei uns, ---auch dies mag ruhig komisch klingen, die Sicht auf die Welt um uns herum. Emotionalität und Rationalität erhalten bei unserer Selbstwahrnehmung eine völlig neue Wertung.

Geändert von Micha.el (28.07.2018 um 08:56 Uhr).
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  #5  
Alt 28.07.2018, 14:17
Marlis Marlis ist offline
 
Beiträge: 72
Standard AW: Frage zum Prozess der Rückschulung

Zitat:
Zitat von Dunno Beitrag anzeigen


Ich bin inzwischen so weit, dass ich schön mit der linken Hand schreiben kann, jedoch nicht so schnell, wenn ich schnell schreibe, schreibe ich meist größer und unleserlich.
Dazu noch benutze ich die sogenannte Hook-Grip Methode, weil es für mich am meisten Sinn ergibt den Stift so zu halten.

Hallo Dunno,
gleich vorweg, so viel kann ich nicht zum Thema beitragen, ich hoffe sehr, da schreiben noch andere was zu.
Ich musste jetzt auch erst mal gockeln, was du mit Hook-Grip meinst? So ganz sicher bin ich mir da nicht, also du meinst dein Daumen ist unten (eingerollt) und andere Finger umschlingen ihn? Oder die sogenannte Hakenhand? Aber egal was, es macht überhaupt keinen Unterschied, sobald man eine falsche Stifthaltung hat, wird man NIE auf eine befriedigende Geschwindigkeit kommen, also so dass man z.B. in der Uni ne Std. problemlos, auch schmerzfrei, mitschreiben kann.
Ich füge noch einen engl. Link zu, hab das nicht gelesen, da werden aber viele Stifthaltungen aufgezeigt.
Ich hab nämlich bei meinen Kindern immer wieder Probleme mit falscher Stifthaltung. Meine LH, bald 9 J., probiert immer noch so einiges durch, auch Hakenhand (ja, sie möchte tatsächlich nicht das Blatt drehen, sie hat aber in der Schule, sehr kleine Tische, auch immer recht wenig Platz, leider), Stift auf Ringfinger auflegen usw. Aber wenn sie mal zur Abwechslung ganz zufällig den Stift richtig hält, schreibt sie sehr schnell, mit Sauberkeit und ordentlicher Schrift hat sie es noch nicht so, aber es ist fast immer gut leserlich
Meine RH Tochter hat immer noch das Problem, dass sie den Stift fast senkrecht hält, ähnlich wie im Link "closed web space", damit hat sie mir schon sehr viele Füller ruiniert, drückt auch zu fest auf. Leider lässt sie sich schwer überzeugen, dass sie mit der richtigen Stifthaltung viel erfolgreicher wäre und auch weniger Handschmerzen hätte. Sie ist jetzt 11 1/2 und wechelst immer noch sehr oft die Stifthaltung, bei ihr wirkt es sich auf ihre schulischen Leistungen aus: sie ist zu langsam! Jetzt auf der weiterführenden Schule tatsächlich ein riesen Problem, zudem hat sie auch noch eine leichte ADHS, also ihr fällt es schon sehr schwer sich "nur" aufs schreiben zu konzentrieren.

Kurzum, ich rate dir dringend davon ab, eine falsche Stifthaltung dir anzutrainieren, da kannst du nur verlieren. Finde ich ähnlich wie mit dem PC-Tippen. Musste letzt lachen, weil mir jemand doch tatsächlich weiss machen wollte, er könne mit seinem 3-Finger-Gehacke genaus schnell tippen, wie jemand der es richtig gelernt hat, lol, absoluter Humbug, schon allein dadurch dass ich nie auf die Tasten schauen muss, spar ich mir den Weg mit dem Kopf hin und her, usw.

LG, Marlis

https://theanonymousot.com/2013/03/2...-pencil-grasp/
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