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Vollständige Version anzeigen : Zu schnell?


Nany
25.02.2006, 15:34
Ich habe das Gefühl, als ob ich mich beinah dafür entschuldigen müsste, nach einer kurzen Weile erst krakeligen Ausprobierens jetzt schon unkrakelig schreiben zu können. Aber es geht ja nunmal schon flüssig in mässigem Tempo und mir gefällt die Schrift sogar schon. Endlich sieht das mal lebendig aus.(: Die Wörter neigen sich manchmal von links nach gerade oder gerade nach links, das macht mir aber zumindest jetzt noch nichts. Mein Freund sagt, man käme nicht auf die Idee, dass das jemand Ungeübtes mit links geschrieben hätte. Ich hab vor zwei Wochen d a s Körpergefühl (und Körperhaltungen) ausprobiert, wodrin das Schreiben flüssig läuft. Ich fühlte irgendwie: das gibt es! und dann kam das auch bald plötzlich. Ohne die Vorgaben von Frau Sattler wäre ich wahrscheinlich so schnell und vielliecht sogar nie drauf gekommen... Ich schreib jetzt noch nicht täglich mehr als ein paar Worte (Einkaufs/Merkzettel), aber an manchen Tagen schreibe ich ein bis zwei Din-A-5 Seiten 'Merkzettel' mit Gedanken, die mir gerade einfallen, von denen ich jemand erzählen will. Muss mich jetzt zeimlich bremsen. Und nu? Jetzt hängen mir so Gedanken, wie: 'das geht zu schnell, die Überlastung merkst du nicht, bevor es zu spät ist, die Chemie braucht Zeit, sonst wirds gefährlich..' usw im Nacken. Ich will mit rechts aber nichtmal mehr den Einkaufszettel schreiben! Die paar Wörter jeden Tag und ab und zu ne DinA-5-Seite,.. sind doch schon ok?? Ich hab ein Übungsheft mit diesen niedlichen feinmotorischen Übungen mit reisigem Spaß - zwischendrin auch mal mit Bauchangst-Gefühl, worauf zB die Erinnerung an einen Kindheitsalptraum hochkam - durch, und ich weiss jetzt nicht, wieviele ich davon machen soll(te) oder was für Anhaltspunkte man überhaupt ansetzt, ab wann ''man schreiben darf''. (???)

Zum Glück habe ich in punkto Schreiben absolut keinen Druck und kann mich ganz nach mir selber richten. Ich arbeite beruflich nur am PC.




Liebe Grüsse

Nany

MatthiasW
25.02.2006, 15:57
Hallo Nany!


Ich habe ganz unterschiedliche Erfahrungen bezüglich des Rückschulungsverlaufs gemacht.

Wenn ich vorher wüsste, die Rückschulung verläuft so oder so und könnte auch noch in Wochen oder Monaten angeben wann sie abgeschlossen ist, dann währe ich ein Wahrsager. Das bin ich aber nicht.


Jede Rückschulung hat ihren eigenen Verlauf.


Es gibt Rückschüler, die frage ich in der Beratung warum sie denn noch mit der rechten Hand schreiben, ihre Schreibgeschwindigkeit mit der linken Hand ist ausreichend genug um locker im Beruf bestehen zukönnen, wobei natürlich berücksichtigt werden muss, dass die Rückschulung, in diesem Fall nicht das motorische Training, sondern die Neuverdrahtung im Gehirn auch Kraft und auch Zeit benötigt.

Bei anderen muss ich bremsen, da die linke Hand ersteinmal feinmotorisch gefördert werden muss, bevor überhaupt mit konkreten Schreibübungen begonnen werden kann.

Und dazwischen gibt es jedemenge Abstufungen.

Jeder Rückschüler muss für sich selbst entscheiden wie schnell er vor geht und in welchem Umfang (Zeit und Menge) er mit der linken Hand schreibt.


Viele Erwachsene sind erstaunt, wie schnell sie die Rückschulung umsetzen und bei anderen dauert es und sie haben das Gefühl als kommen sie nicht vom Fleck.


Ich freue mich für Dich, das es bei Dir bis jetzt so reibungslos und schnell läuft und hoffe, das es so weiter geht.

Bitte beobachte dich genau und nimm Tempo raus, wenn du anfängst zu schlingern.

Ein Tipp, täglich die Schwungübungen nicht vergessen und evtl. ein Bild mit Wasserfarbe oder ... malen.


Liebe Grüße

Matthias

Nany
25.02.2006, 18:18
Ich habe das Gefühl, als ob ich mich beinah dafür entschuldigen müsste, nach einer kurzen Weile erst krakeligen Ausprobierens jetzt schon unkrakelig schreiben zu können. Aber es geht ja nunmal schon flüssig in mässigem Tempo und mir gefällt die Schrift sogar schon. Endlich sieht das mal lebendig aus.(: Die Wörter neigen sich manchmal von links nach gerade oder gerade nach links, das macht mir aber zumindest jetzt noch nichts. Mein Freund sagt, man käme nicht auf die Idee, dass das jemand Ungeübtes mit links geschrieben hätte. Ich hab vor zwei Wochen d a s Körpergefühl (und Körperhaltungen) ausprobiert, wodrin das Schreiben flüssig läuft. Ich fühlte irgendwie: das gibt es! und dann kam das auch bald plötzlich. Ohne die Vorgaben von Frau Sattler wäre ich wahrscheinlich so schnell und vielliecht sogar nie drauf gekommen... Ich schreib jetzt noch nicht täglich mehr als ein paar Worte (Einkaufs/Merkzettel), aber an manchen Tagen schreibe ich ein bis zwei Din-A-5 Seiten 'Merkzettel' mit Gedanken, die mir gerade einfallen, von denen ich jemand erzählen will. Muss mich jetzt zeimlich bremsen. Und nu? Jetzt hängen mir so Gedanken, wie: 'das geht zu schnell, die Überlastung merkst du nicht, bevor es zu spät ist, die Chemie braucht Zeit, sonst wirds gefährlich..' usw im Nacken. Ich will mit rechts aber nichtmal mehr den Einkaufszettel schreiben! Die paar Wörter jeden Tag und ab und zu ne DinA-5-Seite,.. sind doch schon ok?? Ich hab ein Übungsheft mit diesen niedlichen feinmotorischen Übungen mit reisigem Spaß - zwischendrin auch mal mit Bauchangst-Gefühl, worauf zB die Erinnerung an einen Kindheitsalptraum hochkam - durch, und ich weiss jetzt nicht, wieviele ich davon machen soll(te) oder was für Anhaltspunkte man überhaupt ansetzt, ab wann ''man schreiben darf''. (???)

Zum Glück habe ich in punkto Schreiben absolut keinen Druck und kann mich ganz nach mir selber richten. Ich arbeite beruflich nur am PC.

Liebe Grüsse
Nany




Hallo

Wenn ich vorher wüsste, die Rückschulung verläuft so oder so und könnte auch noch in Wochen oder Monaten angeben wann sie abgeschlossen ist, dann währe ich ein Wahrsager. Das bin ich aber nicht.


neee (; das war ja für mich auch keine Frage nach der Rückschuldauer, sondern einfach ob das mit dem Schreiben bei mir zu schnell, und zwar wegen der Gehirnchemie! und so, läuft. Ich hab eigenlich nur bißchen Sorge, weil man davon ja spricht und das angeblich nicht unbedingt merken soll, wenn man zu schnell schon schreibt. Jedenfalls hab ich das so gelesen. Anfangs kam bei mir manchmal etwas Schwindel auf obwohl es innerlich sofort gut getan hat. Dann hab ich das Nachspuren oder Schreiben gleich unterbrochen. Manchmal Stunden, manchmal einen Tag und als ich mal Stress hatte, auch zwei tage.

Es tauchen von Anfang an viele Gefühle in vielen Richtungen auf, und es tut trotzdem nur noch gut zu malen, nachzuspuren und schreiben, weil das Angenehme haushoch überwiegt. Mir wirds mittlerweile nicht mehr schwindelig und ich kann mich eigentlich auf meine Wahrnehmungen verlassen, (dass ich nichts übergehe), weil ich viel mehr dazu neige, eher überempfindlich auf alles mögliche zu reagieren. Aber da gibts ja die Dinge, die gesagt werden und die verunsichern mich noch.


Jeder Rückschüler muss für sich selbst entscheiden wie schnell er vor geht und in welchem Umfang (Zeit und Menge) er mit der linken Hand schreibt.


Ja klar, die Frage war ja, ob man auch als empfindlicher Mensch eventuell nicht merkt, dass irgendwas zuviel ist und die Quittung dann später kommen kann. Ich bin, wie du erwähntest, von der Geschwindigkeit überrascht und das macht mich grad unsicher, ob ich meinem Gefühl da wirklich trauen darf, wo's ja immerhin um soetwas wie das gehirn geht. Meine LHB ist zur Zeit im Karneval unterwegs (; und steht deswegen gerade nicht zur Verfügung. Sie sagte vor ein paar Wochen, Buchstaben und Worte sollte ich noch lassen, weil das für das Gehirn sehr anstrengend wäre und man das langsam angehen solle. Sie hatte ein wenig mit mir "geschimpft", als ich ihr erzählte, dass ich schon Schreibversuche mache,... sie kennt mich noch nicht so gut und dachte, ich hätte womöglich den Ehrgeiz mir was zu beweisen und mich zu zwingen oder ähnliches. Das ist es aber nicht.... ich habe "nur" mit links einfach meine Schatzkiste endlich gefunden. Aber vielleicht kann ja auch Freude zu Überforderung führen..


Bitte beobachte dich genau und nimm Tempo raus, wenn du anfängst zu schlingern.


Was meinst du genau mit schlingern?

Mach ich, das mich Beobachten...

(War früher oft im Negativen so, mittlerweile nützts mir aber gut.*g*)


..jetzt hau ich mich mal aufs Ohr (;


Ein Tipp, täglich die Schwungübungen nicht vergessen und evtl. ein Bild mit Wasserfarbe oder ... malen.


Ja, danke für deine Antworten! ((-:


Liebe Grüsse,

Nany

Doris ULH
25.02.2006, 18:25
Hallo,

ich überlege auch schon die ganze Zeit warum ich eigentlich mit rechts schreiben muss, geht doch auch mit links. Aber dann überfordere ich mich vielleicht, das habe ich früher nicht so wirklich gemerkt.Erst ranklotzen und dann total einbrechen-so hole ich keine Goldmedaille.Deshalb hält meine Ratio mich zurück nach dem Schreiben des Einkaufszettels und dem Malen eines Bildes mit links(süss, das Auenland aus Herr der Ringe mit Kindersonne!) nicht auch noch eben schnell mit häkeln anzufangen. Schneiden ging mit LH-schere schlecht. Dann habe ich mir eine gute mit langem Blatt gekauft, nicht so ein Kinderding und das geht problemlos.(Arme Kinder- so doofe Scheren).Aber du hast 120% recht, solange man kein Kopfweh, Schwindel etc. hat ist es schwer zu stoppen. Ganz liebe Grüsse Doris

Nany
25.02.2006, 18:58
Hallo,

ich überlege auch schon die ganze Zeit warum ich eigentlich mit rechts schreiben muss, geht doch auch mit links. Aber dann überfordere ich mich vielleicht, das habe ich früher nicht so wirklich gemerkt.Erst ranklotzen und dann total einbrechen-so hole ich keine Goldmedaille.Deshalb hält meine Ratio mich zurück nach dem Schreiben des Einkaufszettels und dem Malen eines Bildes mit links(süss, das Auenland aus Herr der Ringe mit Kindersonne!) nicht auch noch eben schnell mit häkeln anzufangen. Schneiden ging mit LH-schere schlecht. Dann habe ich mir eine gute mit langem Blatt gekauft, nicht so ein Kinderding und das geht problemlos.(Arme Kinder- so doofe Scheren).Aber du hast 120% recht, solange man kein Kopfweh, Schwindel etc. hat ist es schwer zu stoppen. Ganz liebe Grüsse Doris



Ich machs jetzt einfach nach Gefühl. Das Schreiben geht ohne Mühe, Krampf ect in mässiger Geschwindigkeit schon im Fluss. Was soll ich da übervorsichtig sein. Mir ist das total egal, wenn ich noch nicht ganz schnell schreiben kann, das sah ja mit rechts schon bei mittelschnell saumässig!! aus. Langsam geschrieben sahs aus, als hätts ein Roboter geschrieben. Robbi wars,.. mein heimlicher Exuntermieter, weisste..*g*


Ich merk das jetzt schon: Es wird automatsich mit der Zeit schneller werden. Brauch da nix zu forcieren. Und ich schreib ja noch keine "Romane" (später aber, hehe) und lasse das Schreiben jetzt einfach nach meinem Gefühl zu. Punkt.(-;



Auch ganz liebe Grüsslis,

Nany

als Gast Bärbel
25.02.2006, 22:44
Hallo Nany,


Schlingern oder zittrig? Ich habe morgens und nachmittags während der Zugfahrt 15 Minuten Schwungübungen gemacht. Abends gab es wieder Schwungübungen und anschließend das ABC Buchstabe für Buchstabe. Meinem Schriftbild sah ich sofort an, wenn eine Pause notwendig war.


Hab keine Angst. Du hast Dich bewußt für eine Rückschulung entschieden und achtest jetzt genauer auf die Warnsignale des Körpers. Setz Dir weiterhin keinen Termin. Nimm das Übungsheft oder die Vorlagen Deiner Therapeutin so oft und so lang, wie Du Lust hast. Du merkst selbst am besten, wenn Du eine Ruhepause brauchst.


Welches Übungsheft nimmst Du? Ich habe aus dem Auer-Verlag die Hefte Schreiben lernen Schritt für Schrift viele Tiere helfen mit und Tintenklecks Schreiblehrgang Vereinfachte Ausgangsschrift für Linkshänder. In beiden Heften gibt es Schwungübungen und gleichzeitig die Möglichkeit Bilder auszumalen.


Ab wann man schreiben darf? Meinst Du damit das Üben von Buchstaben, Wörtern, Sätzen oder das "richtige" Schreiben? Wenn Du Dich fit dafür fühlst. Wichtig: "richtiges" Schreiben erst, wenn Du fühlst, die Zeit ist reif und dann (der Ratschlag meiner Therapeutin) nur noch mit links. Sonst wird das Gehirn überlastet.


IMMER MIT DER RUHE und viele Glücksmomente beim Üben.

Bärbel

als Gast Bärbel
26.02.2006, 07:20
Hallo Doris,


Schneiden ging mit LH-Schere schlecht. Dann habe ich mir eine gute mit langem Blatt gekauft, nicht so ein Kinderding und das geht problemlos.(Arme Kinder- so doofe Scheren).


Nimm`s nicht übel: Die doofen Scheren sind für kleine Hände. Die stumpfe Klinge ist zur Sicherheit.


Helau und Alaaf

Bärbel

Doris ULH
26.02.2006, 09:27
Hm, das macht natürlich Sinn, aber könnte es nicht kleine Scheren mit runder Spitze für die Sicherheit geben, die aber SCHNEIDEN? Kleine Hände haben doch noch weniger Kraft,da sollte das Ding doch wenigstend leichtgängig sein ? Vielleicht so wie früher, da war da eine Verstellschraube dran um den Andruck zu regeln und die Schere zum Schleifen auseinander zu nehmen. Naja, jetzt habe ich ja eine. LIebe Grüsse Doris

als Gast Bärbel
26.02.2006, 10:41
Ich habe ganz unterschiedliche Erfahrungen bezüglich des Rückschulungsverlaufs gemacht.


Hallo

Du gehörst zu den Experten, die auch für Laien verständlich erklären können. Egal ob Motorradfahren, Handwerksgeräte oder der Ablauf des Schreibenlernens.


Es gibt Rückschüler, die frage ich in der Beratung warum sie denn noch mit der rechten Hand schreiben, ihre Schreibgeschwindigkeit mit der linken Hand ist ausreichend genug um locker im Beruf bestehen zukönnen, wobei natürlich berücksichtigt werden muss, dass die Rückschulung, in diesem Fall nicht das motorische Training, sondern die Neuverdrahtung im Gehirn auch Kraft und auch Zeit benötigt. Bei anderen muss ich bremsen, da die linke Hand ersteinmal feinmotorisch gefördert werden muss, bevor überhaupt mit konkreten Schreibübungen begonnen werden kann.


Während der letzten Ergotherapiestunde haben wir mit der Stoppuhr gemessen, wie lange ich mit rechts und links brauche. Der Test war prima, so hatte ich nach einiger Zeit eine Vergleichsmöglichkeit.


Ungern denke ich an das Diktat zurück. Bis dato hatte ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, was alles abläuft, bis der Text auf dem Papier steht.


Nach den Übungsheften mit Schwung- und Schreibvorlagen für die 1./2. Lehrgangsstufe habe ich mir ein Diktatheft (diesmal aus dem Ravensburger Buchverlag) für die 3. Klasse gekauft. Ich stelle an mir fest, daß nichts neu ist sondern mit links alles leichter fällt.


Die in der einschlägigen Literatur beschriebenen Nebenwirkungen sind nicht aufgetreten. Ich würde es eher als flüchtige Erscheinung bezeichnen, ein Umpolen zwischen den Gehirnhälften. Eine Lampe geht aus, eine Lampe geht an, dazwischen leuchtet hell die Notfallbeleuchtung.


Helau und Alaaf

Bärbel

als Gast Bärbel
26.02.2006, 10:45
Hallo Doris,


Vielleicht so wie früher, da war da eine Verstellschraube dran um den Andruck zu regeln und die Schere zum Schleifen auseinander zu nehmen. Naja, jetzt habe ich ja eine.


Wir leben leider in einer Wegwerfgesellschaft. Wo gibt es noch Scherenschleifer?


Helau und Alaaf

Bärbel

Doris ULH
26.02.2006, 12:46
Also da wo ich kaufe gibt es Messerschleifer, für Scheren gehen die auch. Wir versuchen diesen ex- und hopp-Wahn nicht mitzumachen.Hat aber auch Nachteile.Mein Grosser(13) hasst es das er hier auf dem Dorf als "das Biokind "bezeichnet wird. Mir würde das schmeicheln, das sieht er aber, glaube ich ,anders.Hier geht es noch zu wie in den 80 er Jahren, mit Orangenlimo und blauen Lutschern. Liebe Grüsse

Doris

Rosa
27.02.2006, 09:58
Ich habe morgens und nachmittags während der Zugfahrt 15 Minuten Schwungübungen gemacht. Abends gab es wieder Schwungübungen und anschließend das ABC Buchstabe für Buchstabe. Meinem Schriftbild sah ich sofort an, wenn eine Pause notwendig war.


Meine Güte, das wären für mich anfangs aber die absolut falschen Tipps gewesen!!!

Mehr als 1x täglich max. 1o Minuten Schwungübungen waren einfach nicht drin. Einmal habe ich 15 Minunten Schwungübungen gemacht, Ergebnis: 1 Woche komplette Benommenheit, Wattegefühl im Kopf, extremer Schwindel und Übelkeit. Hatte richtig etwas Panik, das das nun so bleibt!!! Mit dem Schreiben bin ich nach wie vor sehr vorsichtig, schreibe eher selten und dann nicht besonders viel. Ich bekomme da auch sehr schnell Krämpfe in den Fingern. Trotzdem schrieb ich schon nach ein paar Monaten so, daß sich niemand über das Schriftbild gewundert, geschweige denn meine Linkshändigkeit in Frage gestellt hätte. Ein weiteres Phänomen ist, das ich selber große Unterschiede bemerke, d.h. mal sperrt sich meine Hand und mein Gehirn richtig gehend dem Schreiben, mal fühlt es sich so an, als könne es gar nicht mehr besser werden.

Ähnliches, aber in weit angeschwächter Form beim Zeichnen. Allerdings hatte ich da niemals Schwindelgefühle, Kopfweh oder ähnliches und ich habe problemlos 1-2 Stunden sehr konzentriert und vor allem effektiv (gar kein Vergleich mit rechts) am Stück zeichnen können.

Ich musste für mich vor allem den Drill die Disziplin, meine extreme Ungeduld und Erwartungshaltung heraus nehmen, nur so konnte ich langsam Freude am Tun entwickeln.

Tja, so unterschiedlich kann's sein.


Rosa