Holly
20.05.2005, 11:54
Hallo Robert,
erstmal vorab:
Ich wollte dich, Robert, nicht verletzen, wenn das so war, tut mir das sehr Leid, denn ich weiß wirklich, wie schwer es ist, die Haltung der Eltern zu dem Thema zu verarbeiten.
Ich hab mich gestern bewusst aus der "Diskussion" herausgehalten, ich fand, es reichte. Aber jetzt möchte ich doch noch etwas dazu sagen:
Ich wollte mich lediglich über die Erfahrungen mit der Haltung der Mütter austauschen und habe auf meine wirklich ganz neutrale Frage, was deine Mutter denn gesagt HAT, folgende ebenso neutrale Antwort bekommen:
>Auf meine Frage: Wusstest Du eigentlich, daß ich LH bin?“ war ihre Antwort: „Ja, das wusste ich schon, als Du noch ganz klein warst. Von Anfang an. Erst neulich habe ich das unserer neuen Nachbarin erzählt, als die mir sagte, sie hätte eine linkshändige Tochter. Und ich sagte ihr, ich glaube, man hätte das bei Dir damals belassen sollen. Du hast Dich aber wirklich ganz alleine umgeschult!“
Wie hätte ich ahnen können, WIE und unter welchem Umständen sie es gesagt hat? Du hast es mit keinem Wort erwähnt.
Als ich dann geantwortet habe, habe ich dir bestimmt nicht weh tun wollen, oder die Haltung deiner Mutter relativieren wollen gegenüber der meiner Mutter, warum auch? Ich habe auch lediglich neutral erzählt, wie es bei mir war. Dass du es anders auffasst und dann gleich hochgehst, hat mich dann echt geschockt, ich fand das sehr übertrieben.
Und dann kam ja das:
>Holly reagiert für mich extrem überempfindlich auf Kritik.
Ich denke nicht, dass es ULH-typisch (oder überempfindlich) ist, sich in dem Fall zu rechtfertigen, wenn man so eine offensichtlich aggressive Antwort bekommt. Man kann nicht alles auf die US schieben, ist meine Meinung. Man muss einfach fair bleiben und sich genau überlegen, was man selber gesagt oder eben - wie hier - nicht gesagt hat.
>Manchmal muss man ein wenig streiten; das macht dann die Situation und die Positionen klarer, um dann den "Resetknopf" drücken zu können. Mir scheint, die wenigsten ULH haben das Streiten gelernt.
Da pflichte ich dir bei. Nur, ich habe ja gar nicht gestritten, weil ich nicht streiten will. Ich weiß, dass ich damit auch Probleme habe, dann meine Gedanken klar zu ordnen und in Worte zu fassen, und habe daher einfach gar nichts mehr gesagt dazu.
>Wir sind hier alle mehr oder weniger betroffen und geschädigt durch Umschulung.
Richtig, manche mehr, manche weniger.
>Ich forderte von Holly ein wenig mehr Mitgefühl, eine Bemerkung z. B. wie "Mann, das ist schon der Hammer, nicht?" oder so ähnlich. Kein Mitleid. Ich ziehe mich hier doch nicht nur einfach so öffentlich aus.
Du hast, wie Lotteflue schon richtig bemerkte, kein Recht, irgendwas zu "fordern". Und woher willst du wissen, wie viel Mitgefühl ich habe? Du hast ja an der Stelle, als man sich hätte über das eigentliche Problem austauschen können, die Diskussion auf deine Art beendet. Und - nebenbei bemerkt - was ist mit deinem Mitgefühl für andere Leute?
>Ich habe längst verstanden, ich habe von mir zu viel preisgegeben und von Holly zu viel erwartet.
Das einzige, was du preisgegeben hast, ist deine große Verletzung, die die Haltung deiner Mutter wohl verursacht. Und dann hast du gar nicht abgewartet, was ich noch zu sagen gehabt hätte, das ist ein Unterschied.
>Puh, bin froh, dass ich das durchgefochten und nicht frustriert und resigniert vorher aufgegeben habe.
Du hast das getan, was du mir vorgeworfen hast: dich nur den anderen gegenüber gerechtfertigt. Das ist jedermanns und jederfraus gutes Recht, das hat nichts mit ULH zu tun.
Das wollte ich jetzt nur nochmal gesagt haben.
Sorry an alle Mitleser, die jetzt genervt sind, aber das mein 1. und letztes Statement dazu.
Ich finde dieses Forum gerade so gut, weil der Umgangston ein netter ist. Das ist woanders nicht so. Ich hoffe, das bleibt auch so.
Gruß Holly
erstmal vorab:
Ich wollte dich, Robert, nicht verletzen, wenn das so war, tut mir das sehr Leid, denn ich weiß wirklich, wie schwer es ist, die Haltung der Eltern zu dem Thema zu verarbeiten.
Ich hab mich gestern bewusst aus der "Diskussion" herausgehalten, ich fand, es reichte. Aber jetzt möchte ich doch noch etwas dazu sagen:
Ich wollte mich lediglich über die Erfahrungen mit der Haltung der Mütter austauschen und habe auf meine wirklich ganz neutrale Frage, was deine Mutter denn gesagt HAT, folgende ebenso neutrale Antwort bekommen:
>Auf meine Frage: Wusstest Du eigentlich, daß ich LH bin?“ war ihre Antwort: „Ja, das wusste ich schon, als Du noch ganz klein warst. Von Anfang an. Erst neulich habe ich das unserer neuen Nachbarin erzählt, als die mir sagte, sie hätte eine linkshändige Tochter. Und ich sagte ihr, ich glaube, man hätte das bei Dir damals belassen sollen. Du hast Dich aber wirklich ganz alleine umgeschult!“
Wie hätte ich ahnen können, WIE und unter welchem Umständen sie es gesagt hat? Du hast es mit keinem Wort erwähnt.
Als ich dann geantwortet habe, habe ich dir bestimmt nicht weh tun wollen, oder die Haltung deiner Mutter relativieren wollen gegenüber der meiner Mutter, warum auch? Ich habe auch lediglich neutral erzählt, wie es bei mir war. Dass du es anders auffasst und dann gleich hochgehst, hat mich dann echt geschockt, ich fand das sehr übertrieben.
Und dann kam ja das:
>Holly reagiert für mich extrem überempfindlich auf Kritik.
Ich denke nicht, dass es ULH-typisch (oder überempfindlich) ist, sich in dem Fall zu rechtfertigen, wenn man so eine offensichtlich aggressive Antwort bekommt. Man kann nicht alles auf die US schieben, ist meine Meinung. Man muss einfach fair bleiben und sich genau überlegen, was man selber gesagt oder eben - wie hier - nicht gesagt hat.
>Manchmal muss man ein wenig streiten; das macht dann die Situation und die Positionen klarer, um dann den "Resetknopf" drücken zu können. Mir scheint, die wenigsten ULH haben das Streiten gelernt.
Da pflichte ich dir bei. Nur, ich habe ja gar nicht gestritten, weil ich nicht streiten will. Ich weiß, dass ich damit auch Probleme habe, dann meine Gedanken klar zu ordnen und in Worte zu fassen, und habe daher einfach gar nichts mehr gesagt dazu.
>Wir sind hier alle mehr oder weniger betroffen und geschädigt durch Umschulung.
Richtig, manche mehr, manche weniger.
>Ich forderte von Holly ein wenig mehr Mitgefühl, eine Bemerkung z. B. wie "Mann, das ist schon der Hammer, nicht?" oder so ähnlich. Kein Mitleid. Ich ziehe mich hier doch nicht nur einfach so öffentlich aus.
Du hast, wie Lotteflue schon richtig bemerkte, kein Recht, irgendwas zu "fordern". Und woher willst du wissen, wie viel Mitgefühl ich habe? Du hast ja an der Stelle, als man sich hätte über das eigentliche Problem austauschen können, die Diskussion auf deine Art beendet. Und - nebenbei bemerkt - was ist mit deinem Mitgefühl für andere Leute?
>Ich habe längst verstanden, ich habe von mir zu viel preisgegeben und von Holly zu viel erwartet.
Das einzige, was du preisgegeben hast, ist deine große Verletzung, die die Haltung deiner Mutter wohl verursacht. Und dann hast du gar nicht abgewartet, was ich noch zu sagen gehabt hätte, das ist ein Unterschied.
>Puh, bin froh, dass ich das durchgefochten und nicht frustriert und resigniert vorher aufgegeben habe.
Du hast das getan, was du mir vorgeworfen hast: dich nur den anderen gegenüber gerechtfertigt. Das ist jedermanns und jederfraus gutes Recht, das hat nichts mit ULH zu tun.
Das wollte ich jetzt nur nochmal gesagt haben.
Sorry an alle Mitleser, die jetzt genervt sind, aber das mein 1. und letztes Statement dazu.
Ich finde dieses Forum gerade so gut, weil der Umgangston ein netter ist. Das ist woanders nicht so. Ich hoffe, das bleibt auch so.
Gruß Holly