Rosalind
12.10.2004, 19:28
Jetzt habe ich in diesem Buch weitergelesen, und bei der Lektüre ist mir ein mehr als 10 Jahre zurückliegender beruflicher Konflikt wieder eingefallen. Vielleicht nützt die Schilderung ja jemand:
Benachteiligtenförderung, die Lerngruppe bestand aus mehr als 20 Menschen zwischen 16 und 25 mit den unterschiedlichsten Biographien und aktuellen Lebenssituationen.
Meine sozialpädagogische Kollegin, umgeschulte Linkshänderin wie ich, wollte unbedingt aus diesen sehr verschiedenen Individuen eine Gruppe formen. Ich sah den Sinn nicht ein, das Ziel Projektes war auch ohne Gruppenidentität gut zu erreichen. Ich sah auch kein Problem darin, das etliche der Süßen sich partout nicht an sogenannten fröhlichen Gruppenaktivitäten beteiligen wollten. Solange sie ihren Pflichten nachkamen, fand ich, war der Rest ihre Sache. Meine Kollegin beharrte auf ihrem Standpunkt. Auf meine Nachfragen, warum denn unbedingt eine Gruppe geformt werden müsse, bekam ich mehrfach lediglich zur Antwort, das sei doch klar. Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt und ich habe gesagt, sie rede wie Mathe- und Physiklehrer, bei denen es denn öfter mal heißt: "wie man leicht sieht"... "nach einigen elementaren Umformungen", die SchülerInnen/StudentInnen würden von solchen Sätzen schließlich auch nicht schlauer. Danach war der Krach perfekt.
Rosalind
Benachteiligtenförderung, die Lerngruppe bestand aus mehr als 20 Menschen zwischen 16 und 25 mit den unterschiedlichsten Biographien und aktuellen Lebenssituationen.
Meine sozialpädagogische Kollegin, umgeschulte Linkshänderin wie ich, wollte unbedingt aus diesen sehr verschiedenen Individuen eine Gruppe formen. Ich sah den Sinn nicht ein, das Ziel Projektes war auch ohne Gruppenidentität gut zu erreichen. Ich sah auch kein Problem darin, das etliche der Süßen sich partout nicht an sogenannten fröhlichen Gruppenaktivitäten beteiligen wollten. Solange sie ihren Pflichten nachkamen, fand ich, war der Rest ihre Sache. Meine Kollegin beharrte auf ihrem Standpunkt. Auf meine Nachfragen, warum denn unbedingt eine Gruppe geformt werden müsse, bekam ich mehrfach lediglich zur Antwort, das sei doch klar. Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt und ich habe gesagt, sie rede wie Mathe- und Physiklehrer, bei denen es denn öfter mal heißt: "wie man leicht sieht"... "nach einigen elementaren Umformungen", die SchülerInnen/StudentInnen würden von solchen Sätzen schließlich auch nicht schlauer. Danach war der Krach perfekt.
Rosalind