Vollständige Version anzeigen : Lehrerin sagt, man muss auf gar nix achten ...
katrin Katrin ELK
13.09.2004, 21:13
Hallo,
also meine Tochter 5 schreibt und malt mit links. Seit Mitte August ist sie in der Vorschule und lernt dort fleißig (na ja sie macht mit ;o) ).
Ich habe viele Jahre mit einer LH in der Schule zusammen gesessen, sie schrieb mit dieser typischen Hakenhaltung, war stest langsam und ihr tat ständig die Hand weh ... Das hat sich bei mir sehr eingeprägt, DAS will ich bei meiner Tochter vermeiden!
Nun bin ich aber RH, und ich bat die Lehrerin um Mithilfe.
Das Ergebnis steht in der Überschrift.
In Hamburg gibt es leider keine LH-Beratung und scheinbar stehen LH hier völlig allein da!
Ich habe mir Literatur besorgt (und gelesen *gg) und z.B. mache ich mit meiner Tochter solche Übungen von Bögen in der empfohlenen Haltung.
Aber in der Schule achtet keiner auf die Heftlage (eine entspr. Unterlage ist unerwünscht!), auf die Handhaltung ... und nun bockt sie hier rum. Sie will lieber so schreiben, wie sie es bequem empfindet (wischt dabei aber ständig über die Schrift) und jault, in der Schule müsse sie es auch nicht so machen ...
In meiner Familie finde ich keine Unterstützung.
Habt ihr einen Tipp, wie ich -außer logische Argumentation- meine Tochter zum Üben und vor allem dazu bewegen kann, dass sie auch SO in der Schule schreibt?
Viele Grüße
Katrin
>Hallo,
>also meine Tochter 5 schreibt und malt mit links. Seit Mitte August ist sie in der Vorschule und lernt dort fleißig (na ja sie macht mit ;o) ).
>Ich habe viele Jahre mit einer LH in der Schule zusammen gesessen, sie schrieb mit dieser typischen Hakenhaltung, war stest langsam und ihr tat ständig die Hand weh ... Das hat sich bei mir sehr eingeprägt, DAS will ich bei meiner Tochter vermeiden!
>Nun bin ich aber RH, und ich bat die Lehrerin um Mithilfe.
>Das Ergebnis steht in der Überschrift.
>In Hamburg gibt es leider keine LH-Beratung und scheinbar stehen LH hier völlig allein da!
>Ich habe mir Literatur besorgt (und gelesen *gg) und z.B. mache ich mit meiner Tochter solche Übungen von Bögen in der empfohlenen Haltung.
>Aber in der Schule achtet keiner auf die Heftlage (eine entspr. Unterlage ist unerwünscht!), auf die Handhaltung ... und nun bockt sie hier rum. Sie will lieber so schreiben, wie sie es bequem empfindet (wischt dabei aber ständig über die Schrift) und jault, in der Schule müsse sie es auch nicht so machen ...
>In meiner Familie finde ich keine Unterstützung.
>Habt ihr einen Tipp, wie ich -außer logische Argumentation- meine Tochter zum Üben und vor allem dazu bewegen kann, dass sie auch SO in der Schule schreibt?
>Viele Grüße
>Katrin
Hallo Katrin,
wäre Celle für Euch ein zu weiter Weg? Da nämlich gibt es eine Lh-Beratung. Was Näheres wüßte ich jetzt auch nicht.
Aber warum ist denn eine entsprechende Unterlage in der Schule unerwünscht?
Es gibt eine Tinte, die angeblich auch dann nicht verwischt, wenn man mit der linken Schreibhand über das Geschriebene fährt, weil beim Schreiben des 2. Wortes angeblich das 1. geschriebene Wort schon getrocknet ist. Sie ist u. A. bei Lafüliki zu beziehen. Susanne wollte dem auch nachgehen und vielleicht schreibt sie hier ja mal, was davon zu halten ist (GRUß an Susanne :-))
Detlef
Katja Allani
14.09.2004, 19:04
Hallo Katrin,
es ist leider oft so, dass der Lehrer in der Schule mehr Gewicht bei den Kindern in schulischen Dingen haben als wir Eltern.
Es ist wenig hilfreich, das Problem im Konflikt zu lösen. Dass deine Tochter mit der richtigen Hand "falsch" schreibt ist übrigens das kleinere Übel, das Wichtigste ist, dass sie als LH links schreibt.
Zwei Ideen, ob diese passen, weiß ich nicht: Könntest du mit deiner Tochter eine feste Übungszeit ausmachen mit der ihr beide leben könnt? Vielleicht fühlt sie sich etwas gedrängelt und möchte etwas mehr in Ruhe gelassen werden.
Vielleicht kannst du auch mit der Lehrerin einen Gesprächstermin vereinbaren und ihr unter vier Augen deinen Wunsch erklären.
Übrigens lässt sich ein unauffälliger Kompromiss zu der Unterlage finden: Mit kleinen Tesakrepp- oder Tesafilmmarkierungen auf dem Tisch könnte die erwünschte Heftlage markiert werden.
Ansonsten hat deine Tochter vielleicht mehr Glück mit der nächsten Lehrerin, die ja mit Beginn der ersten Klasse ansteht.
Viele gute Grüße
Katja
Andreas TULH, ELK
14.09.2004, 20:09
>Hallo Katrin,
>>In Hamburg gibt es leider keine LH-Beratung und scheinbar stehen LH hier völlig allein da!
>Versuche es mal hier:
>Heike und Frank Steinkopf (Beratung, Tests, Vorträge), in: Lerntherapeutische Praxis Steinkopf, Email frank-steinkopf@t-online.de, Breite Str. 31-33, D-25524 Itzehoe, Tel 04821-65469
>und Bahnhofstr. 2A, D-25746 Bärbel, Tel 0481-67940.
>und in Norderstedt: Tel.: 040-51322646
>Gehört Norderstedt schon zu Hamburg?
>
>>Ich habe mir Literatur besorgt (und gelesen *gg) und z.B. mache ich mit meiner Tochter solche Übungen von Bögen in der empfohlenen Haltung.
>Finde ich gut!
>
>>Habt ihr einen Tipp, wie ich -außer logische Argumentation- meine Tochter zum Üben und vor allem dazu bewegen kann, dass sie auch SO in der Schule schreibt?
>Kinder in der ersten Klasse kennen die Probleme, die durch eine Umschulung auf die nicht dominante Hand entstehen können häufig noch nicht.
>Warum sollen sie sich dann zurückschulen. Ich betreue gerade auch solch einen Fall. Eventuell muss man warten, bis das Kind die Umschulungsfolgen kennen gelernt hat.
***********************
Hallo,
ist das nicht ein wenig viel verlangt "warten, bis das Kind die Umschulungsfolgen kennen gelernt hat" ?
Ich habe die Folgen jedenfalls erst viel zu spät bemerkt und schule jetzt
mit über vierzig um. Bewusst abzuwarten erscheint mir wie unterlassene Hilfeleistung.
Gruss
Andreas
Liebe Katrin,
Ich habe selbst keine Kinder, und bin deshalb wohl nicht kompetent in Erziehungsfragen, dafür kann ich Ihnen von meiner persönlichen Erfahrung als linkshändige Grundschülerin, seinerzeit in den 60er Jahren im damals roten Hessen berichten. Eingeschult 1966, meine Mutter war durchaus bereit mich „umschulen“ zu lassen, sie empfand es als Makel dass ich das einzige linkshändige Kind unter beinahe 40 Mitschülern war, traf ich auf eine verständnisvolle Lehrerin die mir das Linksschreiben erlaubte. Was damals noch nicht selbstverständlich war.
Das bedeutete, ich durfte einfach links schreiben und malen und kritzeln, und weiter wurde nichts mehr beachtet, und das war das Beste was mir widerfahren konnte!!
Gut, ich benötigte einen speziellen teureren Füller, weil beim „Pelikano“ aus der damaligen Zeit sträubte sich bei mir die Feder, aber das Problem hat man heute doch nicht mehr , oder etwa doch ?
Ich kenne keine „Hakenhaltung“ beim Schreiben, was ist denn das??! Vielleicht schreibe ich einen kleinen Tick langsamer als meine rechtshändigen Mitmenschen (und früheren Mitschülerinnen), bin daran gewöhnt zu „schieben“ anstatt zu „ziehen“ und habe trotzdem eine flüssige Schrift.
Vielleicht hat bei Ihrer damaligen Mitschülerin auch immer Mami oder Omi nebendran gesessen wenn sie ihre Hausaufgaben gemacht hat??
Seit beinahe 40 Jahren „wische“ ich über das Papier beim Schreiben. Zugegeben, das ist meist ärgerlich. Da ich aber darum weiß und, der Vorteil jetzt noch gegenüber Ihrer Tochter, den sie aber in späteren Jahren auch haben wird, ich kann als Erwachsene wählen womit ich schreibe. Ich vermeide Füller (obwohl ich die schön finde), Filzstifte und sehr glatte Unterlagen wie gewachstes Papier. Und wennschon, die Tatsache „Links“ und damit individuell anders sein (und schreiben, und malen)zu dürfen, überwiegt manches Ärgernis.
Ich kenne auch keine „speziellen Unterlagen“ für Linkshänder. Wozu soll das denn gut sein? Hab ohne solche Krücken Schreiben gelernt. Da höre ich auch immer noch die Stimme meiner Mutter, „mein armes Kind, muß mit der linken Hand schreiben (was schon Strafe genug ist, und besonders für mich als Mutter), und kriegt dafür noch eine schlechte Note im Schönschreiben. Das ist ungerecht“
Stimmt!!. Das ist ungerecht!! Aber kein Grund das Kind so zu behandeln als hätte es eine Behinderung, mit speziellen Ein- und Unterlagen…und mütterlichen Eifer diese auch ja in der Schule zu benutzen. Mein armes, linkshändiges, linkisches Kind. Das beinahe alles „mit links“ macht wovon ich RH nichts weiß.
Bestürzend zu erfahren, dass sich anscheinend seit den 60er Jahren doch nicht soviel geändert hat wie ich dachte und hoffte. Daß man Individualisten immer noch pädagogisch –therapeutisch kleinzukriegen versucht.
Liebe Katrin , lange Rede kurzer Sinn. Soviel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben . Mein Fazit als Linkshänderin ( keine Pädagogin, keine Therapeutin, keine Mutter, und somit absolut inkompetent):
Lassen Sie Ihre Tochter einfach links schreiben und malen, auch wenn sie übers Papier wischt, und das Blatt vielleicht ein bisschen „komisch“ hält. Das sieht nur so aus für euch Rechtshänder. Und wenn es jetzt sogar diese tolle Tinte gibt die man nicht mehr verwischen kann, von der ich übrigens bisher auch noch nichts wusste, das wäre genau das Richtige.
Die Lehrerin, die sagt man müsste gar nichts beachten hat nach meiner persönlichen Lebenserfahrung absolut Recht.
Und „Fräulein Gernand“, meine Grundschullehrerin von 1966-1969, soll an dieser Stelle für einen Preis vorgeschlagen werden: Sie hat intuitiv das Richtige getan und mir damit einen unschätzbaren Dienst für mein weiteres Leben erwiesen.
Hallo!
Ich hatte es so verstanden, daß Katrins Kind zwar seine linke Hand, aber nicht in der empfolenen Schreibhaltung nutzt.
Das gleiche Problem haben wir zur Zeit nämlich auch.
<A href="http://f18.parsimony.net/forum31983/messages/6498.htm" target="_top">http://f18.parsimony.net/forum31983/messages/6498.htm</A>
Inzwischen lasse ich ihn schreiben, wie er will, mir ist lieber er schreibt überhaupt wieder, als eine Totalverweigerung zu provozieren.
Vielleicht bestelle ich ihm wirklich diese schnelltrocknende Tinte, bisher habe ich immer noch gehofft, daß das "Lernen aus den Folgen = aus dem Verwischen funktioniert. Aber es führt nur zu Frustration und nicht zu einer Änderung der Haltung.
Dann soll er lieber mit dieser "Wundertinte" schreiben und die Hand über die Zeile führen als daß er sich irgendwann doch noch diesen Haken "aussucht".
Schade eigentlich, denn er hatte es wirklich gut drauf. Aber dieses "Nicht "anders" sein wollen"... ich versteh es schon...
Liebe Grüße, Tine
>Das bedeutete, ich durfte einfach links schreiben und malen und kritzeln, und weiter wurde nichts mehr beachtet, und das war das Beste was mir widerfahren konnte!!
[schnip]
>Aber kein Grund das Kind so zu behandeln als hätte es eine Behinderung, mit speziellen Ein- und Unterlagen…und mütterlichen Eifer diese auch ja in der Schule zu benutzen.
Ach, wie schön, Du sprichst mir aus dem Herzen! Es ist schon wirklich frech, wie teilweise mit den Kindern umgegangen wird. Früher hat man sie gezwungen, mit der "erwünschten Hand" zu schreiben, heute zwingt man sie in die "erwünschte Schreibhaltung"... und wundert sich, wenn sie sich wehren.
Was hatten wir doch für ein Glück, daß wir damals noch nicht von wohlmeinenden Therapeuten umflattert wurden und so schreiben durften, wie wir wollten.
Hallo!
<i>Ach, wie schön, Du sprichst mir aus dem Herzen! Es ist schon wirklich frech, wie teilweise mit den Kindern umgegangen wird. Früher hat man sie gezwungen, mit der "erwünschten Hand" zu schreiben, heute zwingt man sie in die "erwünschte Schreibhaltung"... und wundert sich, wenn sie sich wehren. </i>
*schluck*
Ich "zwinge" mein Kind zwar zu nichts, ich schlage ihm maximal etwas vor, trotzdem berühren mich diese Worte unangenehm.
Ich denke ich habe schon das Recht, meinem Kind bestimmte Dinge zu zeigen.
Ich zeige ihm z.B. , mit welchen Bewegungen es sich gut über Wasser halten kann. Findest es andere, eigene OK (macht mein Sohn so...). Ich lasse es aber NICHT zu, daß es von anderen ins Wasser geworfen wird, solange es noch nicht shcwimmen kann, nur weil sie meinen, er sie ja "alt genug" dafür ("früher" war das durchaus eine Methode, Kinder zum "schwimmen" zu bringen.
Ähnlcih sehe ich es mit dem Schreiben.
Wenn ich weiß, daß mein Kind aus einer Sache Schaden nehmen kann (wie z.B. einer Hakenhand) versuche ich, es davor zu schützen.
Gut, daß früher alles so viel besser und toleranter war und die Kinder ihre Freiheit hatte... auch die Freiheit sich umschulen zu lassen ?...
Schlimm, diese Eltern heute, die ihre Kinder und ihre Bedürfnisse ernst nehmen und ihnen helfen wollen, ihren Weg zu finden...?
"Frech" finde ich, wenn andere Leute darüber urteilen wollen, ob der Umgang mit meinem Kind respektvoll ist oder nicht... ohne mehr über uns zu wissen, als daß ich mir Gedanken um eventuelle später Schäden mache!
Tschüß, Tine
Katrin ELK
15.09.2004, 19:56
Hallo Tine,
also ich denke auch, einen "Richtigschreibdrill" sollte man genauso vermeiden wie umschulen, schon klar.
Aber wie du schon schreibst, ich würde einem RH auch zeigen, wie beim Stricken die Wolle läuft ... . Und Schwimmen gildet auch ;o)
Liebe Grüße
Katrin
Katrin ELK
15.09.2004, 20:07
Hallo Katja,
im Konflikt möchte ich natürlich weder mit meiner Tochter noch der Lehrerin kommen.
Die bestimmte Übungszeit geht bei uns leider nicht. Ich bin mit drei kleinen Kindern allein, ...
Mir ist auch wichtig, dass sie bei links bleibt (sie war schon früh links), aber da ist (auch) ein Problem ... An der Tafel wechselt sie die Hände (guckt sich von den anderen ab) und die Lehrerin nennt das "Beidhändig".
U.a. habe ich bei solchen "Unter vier Augengesprächen" versucht klar zu machen, was ich unter "beidhändig", verstehe, aber es wird weiterhin nicht darauf geachtet.
Die Unterlage ist deshalb unerwünscht, weil meine Tochter damit ja nicht "ihren" Weg finden könnte, das gleiche gilt dann ja auch für den Tesastreifen ... .
Die neue Lehrerin gibt es hier erst in der 3ten Klasse - und damit für den Füller (2te Klasse) zu spät ...
Liebe Grüße udn vielen Dank
Katrin
>Hallo Katrin,
>es ist leider oft so, dass der Lehrer in der Schule mehr Gewicht bei den Kindern in schulischen Dingen haben als wir Eltern.
>Es ist wenig hilfreich, das Problem im Konflikt zu lösen. Dass deine Tochter mit der richtigen Hand "falsch" schreibt ist übrigens das kleinere Übel, das Wichtigste ist, dass sie als LH links schreibt.
>Zwei Ideen, ob diese passen, weiß ich nicht: Könntest du mit deiner Tochter eine feste Übungszeit ausmachen mit der ihr beide leben könnt? Vielleicht fühlt sie sich etwas gedrängelt und möchte etwas mehr in Ruhe gelassen werden.
>Vielleicht kannst du auch mit der Lehrerin einen Gesprächstermin vereinbaren und ihr unter vier Augen deinen Wunsch erklären.
>Übrigens lässt sich ein unauffälliger Kompromiss zu der Unterlage finden: Mit kleinen Tesakrepp- oder Tesafilmmarkierungen auf dem Tisch könnte die erwünschte Heftlage markiert werden.
>Ansonsten hat deine Tochter vielleicht mehr Glück mit der nächsten Lehrerin, die ja mit Beginn der ersten Klasse ansteht.
>Viele gute Grüße
>Katja
Katrin ELK
15.09.2004, 20:38
danke für die Adressen.
Nein, Norderstedt ist noch nicht eingebürgert ;o)
Das Problem ist, diese Adressen sind zwar bei Hamburg, aber trotzdem weit weg.
>>>Kinder in der ersten Klasse kennen die Probleme, die durch eine >>>Umschulung auf die nicht dominante Hand entstehen können häufig noch >>>nicht.
>>>Warum sollen sie sich dann zurückschulen. Ich betreue gerade auch solch >>>einen Fall. Eventuell muss man warten, bis das Kind die Umschulungsfolgen >>>kennen gelernt hat.
Aber das würde ja heißen, ich soll sie wechseln lassen?
Denn das Interesse an rechts ist erst in der Schule aufgetaucht.
Liebe Grüße
Katrin
Katrin ELK
15.09.2004, 20:59
Hallo Tine,
ja, richtig.
Lena schreibt mit links. Allerdings wischt sie über ihre Schrift - was jetzt mit dem Bleistift zwar noch nichts macht, aber spät. in der 2ten Klasse muss sie mit dem Füller schreiben ...
Und ich weiß jetzt schon, wenn das dann Probleme gibt, schreibt sie gar nicht mehr ...
Ja genau, sie ist auch so eine "ja nicht anders sein!" Ich versuche sie zu unterstützen, dass es okay ist, dass ja auch nicht jeder blonde Haare hat usw... Aber sie sieht eben, dass ihre Freunde es anders machen ...
Das hat zur Folge, dass sie an der Tafel schon die Hände wechselt ...
Was ist das denn für Wundertinte?
Liebe Grüße
Katrin
>Hallo!
>Ich hatte es so verstanden, daß Katrins Kind zwar seine linke Hand, aber nicht in der empfolenen Schreibhaltung nutzt.
>Das gleiche Problem haben wir zur Zeit nämlich auch.
><A href="http://f18.parsimony.net/forum31983/messages/6498.htm" target="_top">http://f18.parsimony.net/forum31983/messages/6498.htm</A>
>Inzwischen lasse ich ihn schreiben, wie er will, mir ist lieber er schreibt überhaupt wieder, als eine Totalverweigerung zu provozieren.
>Vielleicht bestelle ich ihm wirklich diese schnelltrocknende Tinte, bisher habe ich immer noch gehofft, daß das "Lernen aus den Folgen = aus dem Verwischen funktioniert. Aber es führt nur zu Frustration und nicht zu einer Änderung der Haltung.
>Dann soll er lieber mit dieser "Wundertinte" schreiben und die Hand über die Zeile führen als daß er sich irgendwann doch noch diesen Haken "aussucht".
>Schade eigentlich, denn er hatte es wirklich gut drauf. Aber dieses "Nicht "anders" sein wollen"... ich versteh es schon...
>Liebe Grüße, Tine
Katrin ELK
15.09.2004, 21:05
Hallo Detlef,
ja, Celle ist zu weit. Leider.
Also die Schule besteht darauf, dass die Kinder selber ihren Weg finden (sollen). Ist so auch von der Schulleitung gewünscht.
So eine Unterlage würde da aber das Kind "in eine Richtung" drängen, und ist somit nicht erwünscht.
In der Klasse sind mehrere LH, aber scheinbar bin ich die einzige Mutter, die sich überhaupt Gedanken macht. Die angesprochenen folgen dem "das wird sich finden".
Diese Wundertinte ist ja sehr interessant! Sicher teu(r)er, aber wenn´s hilft. Udn das merkt die Lehrerin ja auch nicht ;o)
Später ist der Füller ja eh wieder out, aber durch die Jahre muss ich meine Tochter erstmal bringen ...
Liebe Grüße
Katrin
>Hallo Katrin,
>wäre Celle für Euch ein zu weiter Weg? Da nämlich gibt es eine Lh-Beratung. Was Näheres wüßte ich jetzt auch nicht.
>Aber warum ist denn eine entsprechende Unterlage in der Schule unerwünscht?
>Es gibt eine Tinte, die angeblich auch dann nicht verwischt, wenn man mit der linken Schreibhand über das Geschriebene fährt, weil beim Schreiben des 2. Wortes angeblich das 1. geschriebene Wort schon getrocknet ist. Sie ist u. A. bei Lafüliki zu beziehen. Susanne wollte dem auch nachgehen und vielleicht schreibt sie hier ja mal, was davon zu halten ist (GRUß an Susanne :-))
>Detlef
Liebe Amalie,
gut und mutig gebrüllt, Schwester Löwin!! Finde ich toll daß mal ein bißchen frischer provokanter Wind ins Forum kommt. Kompliment!
Magst du mir erzählen wie es dir so ergeht, als Linkshänderin in einer "rechten" Welt?
(Herz!!)liche Grüße
Gudrun
>Liebe Tine und Katrin,
Nun kommen Sie doch mal runter vom hohen Roß und seien Sie nicht so selbstgerecht. Wer hat denn gesagt, dass früher alles besser gewesen sei und es verwerflich wäre wenn Eltern sich um ihre Kinder sorgen??!! Das ist doch glatt in die eigene Tasche gelogen.
Auch wenn es Ihnen nicht so gefällt, Amalie und ich sind erwachsene Frauen die einmal vor vielen Jahren dasselbe Schicksal mit Euren Kindern teilten, nämlich linkshändig in einer Welt von Rechtshändern zu sein.
Und das Schlimmste waren für mich nicht die Schwierigkeiten mit dem Füller und der Tinte und der verwischten Schrift. Das Schlimmste für meine kindliche Seele damals war dass ich als „behindert“ und „linkisch“ angesehen wurde.
Daß ich es einfach nie richtig machen konnte, wie sehr ich mich auch anstrengte, weil ich immer gegen meine Motorik arbeiten mußte.
Was für eine gewaltige seelische und körperliche Belastung! Und dass ich wenigstens so schreiben durfte wie ich wollte, war wirklich eine Entlastung. Vielleicht habe ich auch deshalb noch heute keine „Hakenhand“?
Und ich bleib bei meiner Meinung, viel hat sich anscheinend seit damals wirklich nicht verändert.
Noch ein kleiner Tipp von einer Linkshänderin: Links ist man ein Leben lang, und nicht nur ein paar Schuljahre. (Und ich bin es doch gerne, trotz alledem).
Warten Sie mal ab, bis Ihre Kinder Basteln, Werken, Handarbeiten in der Schule kriegen. Dagegen ist das Schreibenlernen ein Kinderspiel, „mit links“ sozusagen. Aber vielleicht wird das heute auch gar nicht mehr unterrichtet, und diese Sorge entfällt.
Mit linkslastigen Grüßen
Gudrun
Hallo!
<i>Nun kommen Sie doch mal runter vom hohen Roß und seien Sie nicht so selbstgerecht.</i>
Was ist denn das für eine Kommunikation unter erwachsenen Menschen???
Wer hat es sich denn erlaubt ein Urteil über ander hier zu fällen? ("Frech"...)
DAZU gehört mMn eine große Portion Selbstgerechtheit.
<i>Auch wenn es Ihnen nicht so gefällt, Amalie und ich sind erwachsene Frauen die einmal vor vielen Jahren dasselbe Schicksal mit Euren Kindern teilten, nämlich linkshändig in einer Welt von Rechtshändern zu sein. </i>
Was sollte mir denn daran nicht gefallen? Daß sie erwachsen sind oder daß sie LH sind? ICH bin allerdings auch erwachsen, eventuell umgeschulte LH, Mutter von 4 Kindern, habe beruflich mit Kindern gearbeitet ...
Ich finde meinen Sohn genau so wie er ist richtig. Bislang war die LH kein großes Thema bei uns, lediglich das Verwischen der Schrift ist zur Zeit ein Problem und genau dafür suchen wir Abhilfe.
<i>Und das Schlimmste waren für mich nicht die Schwierigkeiten mit dem Füller und der Tinte und der verwischten Schrift. Das Schlimmste für meine kindliche Seele damals war dass ich als „behindert“ und „linkisch“ angesehen wurde.
Daß ich es einfach nie richtig machen konnte, wie sehr ich mich auch anstrengte, weil ich immer gegen meine Motorik arbeiten mußte. </i>
Das Problem hat mein Sohn bisher noch nicht, unter anderem vermutlich, da er gute (Lh-gerechte) Materialien zur Verfügung hat.
Als "behindert" hat er sich noch nie gefühlt, er war bisher immer stolz auf seine LH.
"Linkisch" ist er auch kein bischen, sondern im Gegenteil bis auf eine leichte feinmotorische Schwäche, die aber nichts mit der Händigkeit zu tun hat, sehr gewand und geschickt.
Daß er es jetzt doof findet, sein Blatt schräg zu legen und dadurch die Schrift verwischt, finde ich schade, aber es ist seine Entscheidung, die ich natürlich respektiere. Trotzdem bin ich froh, ihm gezeigt zu haben, wie es auch anders geht, denn nur so hat er die Möglichkeit wirklich zu entscheiden.
Heute hat er (übrigens mit freiwillig schräg gelegtem Blatt, allerdings nicht schräg genug um gar nicht zu verwischen) 3 Seiten einer eigenen Geschichte geschrieben und will morgen weiterschreiben. Also denke ich mal, das "Tief" ist überwunden.
<i>Was für eine gewaltige seelische und körperliche Belastung! Und dass ich wenigstens so schreiben durfte wie ich wollte, war wirklich eine Entlastung. Vielleicht habe ich auch deshalb noch heute keine „Hakenhand“?</i>
Es tut mir wirklich leid für sie, daß sie mit solch einer Belastung groß geworden sind und offenbar immer noch darunter leiden. Trotzdem möchte ich sie bitten, ihre eigene Geschichte nicht auf andere Kinder bwz. Eltern-Kind-Beziehung zu projezieren.
<i>Und ich bleib bei meiner Meinung, viel hat sich anscheinend seit damals wirklich nicht verändert. </i>
Nun, da bin ich anderer Meinung und bin sehr froh darüber.
<i>Noch ein kleiner Tipp von einer Linkshänderin: Links ist man ein Leben lang, und nicht nur ein paar Schuljahre. (Und ich bin es doch gerne, trotz alledem).</i>
Meinen sie ich bin dumm??? Das ich denke die Händigkeit "verwächst" sich oder irgend so etwas?
Oder daß mir nicht bewußt ist, daß ein LH Zeit seines Lebens auf "Hindernisse" stoßen wird? Nun, vielleicht können auch wir "frechen" Mütter etwas dafür tun, daß es immer weniger Stolpersteine für LH gibt.
Ich möchte, daß mein Sohn weiterhin gerne Linkshänder ist, OHNE ein "trotz alledem".
Ein Tief hat wohl jedes Kind mal, der eine ärgert sich über seine Haarfarbe, der andere über seine Nase, er hatte eben mal kurz mit seiner Händigkeit gehadert (Die Tochter einer Bekannten übrigens ist sauer, weil sie KEIN LH ist und doch so gerne eine wäre).
Dann darf ich als Mutter durchaus helfend und tröstend zur Seite stehen. Ich werde mein Kind in so einer Situation NICHT alleine lassen - außer es wünscht sich genau das.
<i>Warten Sie mal ab, bis Ihre Kinder Basteln, Werken, Handarbeiten in der Schule kriegen. Dagegen ist das Schreibenlernen ein Kinderspiel, „mit links“ sozusagen. Aber vielleicht wird das heute auch gar nicht mehr unterrichtet, und diese Sorge entfällt.</i>
Nun, mein Sohn hat durchaus Werken und Kusterziehung in der Schule, er werkt mit dem Papa, stickt solche Fadenbilder, malt und bastelt sehr kreativ mit den unterschiedlichsten Materielien, bastelt sich selber Lernmaterial (Rechenschlange...)...
Bisher haben wir da in seiner LH noch keinerlei "Problem" sehen können und erwarten auch nicht, daß es eins wird.
Allerdings "erlauben" wir uns, uns Gedanken darüber zu machen, WIE wir ihm eine Arbeit zeigen, wie wird das Holz am besten eingespannt, so daß er problemlos mit links sägen kann? Welches Werkzeug ist geeiget, welches nicht?
Für einen Hinweis an die Lehrein, daß er mit einer RH-Zackenschere einfach nicht sauber arbeiten KANN (weil er die Linie nicht sieht und das Papier immer wegknickt), war sie sehr dankbar und hat gemeinsam mit dem Kind nach Alternativen gesucht.
Wir "erfrechen" uns auch, ihm Haltungen und Bewegungsabläufe zu zeigen, die ihm (eventuell) das Arbeiten vereinfachen. Entscheiden muß letztendlich er.
Tschüß, Tine
... die, statt irgendwelche Rösser zu besteigen, lieber danach schaut, welche Bedürfnisse ihre Kinder ihr signalisieren.
>Ich "zwinge" mein Kind zwar zu nichts, ich schlage ihm maximal etwas vor, trotzdem berühren mich diese Worte unangenehm.
Hmm. Es ist schon interessant, daß ich zwar ganz allgemein gesprochen habe, Du diese Worte aber offenbarauf Dich persönlich beziehst. Ist da vielleicht, allen Worten der Verteidigung zum Trotz, ein Fünkchen schlechtes Gewissen am Werk?
Hallo,
<i>>Ich "zwinge" mein Kind zwar zu nichts, ich schlage ihm maximal etwas vor, trotzdem berühren mich diese Worte unangenehm.
>Hmm. Es ist schon interessant, daß ich zwar ganz allgemein gesprochen habe, Du diese Worte aber offenbarauf Dich persönlich beziehst. Ist da vielleicht, allen Worten der Verteidigung zum Trotz, ein Fünkchen schlechtes Gewissen am Werk?</i>
*lach* Nein, ein schlechtes Gewissen habe ich ganz gewiß nicht.
Nur, wenn im Forum zur Zeit genau 2 Mütter Anfragen wegen der Scheibhaltung ihrer Kinder laufen haben, ist die Bemerkung wohl nicht wirklich "allgemein".
Und wenn es nicht so gemeint gewesen wäre, hätte ein "Tut mir leid, daß du dich angesprochen fühlst, dich hatte ich doch gar nicht gemeint" auf eine nette Weise wieder Klarheit geschaffen, statt mit einem erneuten "Hieb" die Sache noch zu vertiefen.
Ich könnte nun gleichfalls darüber philosphieren, ob wohl ein schlechters Gewissen über die Bemerkung über Mütter der Grund für gafür ist, getreu dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" zu handeln. Aber was soll´s... Hilfreich ist das für keinen.
Da du ansonsten zu meinem Posting nichts zu sagen hast, gehe ich davon aus, daß ein echter Austausch gar nicht gewünscht ist.
"Die Energie folgt der Aufmerksamkeit"
Darum möchte ich meine Aufmerksamkein lieber wieder konstruktiven Gesprächen zuwenden, die meine Energien in eine Richtung lenken, die mich vorwärts bringt. Auf konkrete Fragen und Ansprachen antworte ich natürlich weiterhin gerne.
Ich wünsche noch viel Freude an der weitern Diskussion. Ich finde es gut, daß hier eine Plattform ist, wo sich Betroffene über ihre aktuellen oder auch vergangenen Probleme austauschen können. Nicht gut finde ich es aber, wenn aus den eigenen Erlebnissen Urteile oder Vorürfe werden.
Viele Grüße, Tine
Hallo,
vielen Dank für Ihre interessante und sachliche Antwort. Ja, ich bin völlig Ihrer Meinung. Vieles wäre früher einfacher gewesen wenn es mehr geeignete technische Hilfsmittel wie Scheren und all solche Dinge gegeben hätte. Das Problem war ja auch immer daß es meist niemanden gab der einen auf links anleiten konnte. Mein Freund z.B. ist umgewöhnter Linkshänder und berichtet zu seiner Ausbildung als Mechaniker von denselben Erfahrungen wie Sie . Deshalb finde ich es ein tolles Projekt wenn Sie als Linkshänder andere Linkshänder anleiten und unterrichten.
Nach meiner Meinung gibts aber schon die Frage: Wann geht liebevolle und aufmerksame Anleitung in "übertriebenes Geglucke" (sorry!) mit immer neuen zusätzlichen speziellen Gerät, ich sag mal flapsig "Krücken" dazu, über? Wie ist Ihre Ansicht dazu? Das interessiert mich.
Übrigens ist mein Anliegen zu zeigen, daß auch das "Frei laufen lassen" nicht zwangsläufig zum Schlechten führen muß.
Und unterschiedliche Meinungen finde ich gut, davon lebt doch auch so ein Forum, oder?
Die Jugendjahre waren schon nicht immer einfach. Trotzdem fühle ich mich heute gar nicht mehr so benachteiligt, ich habe mich mit meinem Anderssein gut eingerichtet und genieße es sogar. Selbst die kleinen Widrigkeiten des Alltags amüsieren mich manchmal sogar, z.B. wenn ich wie heute am Bankautomat stehe und die Karte erst beim dritten Versuch richtig herum reinbekomme.
Für Ihr Anliegen wünsche ich Ihnen viel Erfolg.
Herzliche Grüße
...da hab ich doch nicht etwa ins Schwarze getroffen? Sie müssen sich doch mir gegenüber nicht rechtfertigen wie Sie Ihre Kinder erziehen ?!
Herzlichen Dank für ihr Mitgefühl. Das baut mich auf, wirklich!!
Ihrem Sohn wünsche ich, daß er auch weiter gerne und mit viel Freude Linkshänder ist und sich von schwierigeren Phasen nicht entmutigen lässt.
Freundliche Grüße
Lotteflue
16.09.2004, 22:45
>Ja genau, sie ist auch so eine "ja nicht anders sein!" Ich versuche sie zu unterstützen, dass es okay ist, dass ja auch nicht jeder blonde Haare hat usw... Aber sie sieht eben, dass ihre Freunde es anders machen ...
>Das hat zur Folge, dass sie an der Tafel schon die Hände wechselt ...
*ärger*
Jeder ist anders! Jeder ist einzigartig! Jeder macht IRGENDWAS ANDERS als andere.
Vielleicht sollten wir als Eltern unsere "Anders"artigkeit (z.B. mehr Kinder als die normale deutsche Familie, bewusst Second Hand Kleidung tragen(Umweltschutz) usw.) besonders bzw. noch mehr betonen. Oder bekommen Menschen, die gern viele Kinder mögen weniger weil die meisten Menschen hier in Deutschland nur ein oder zwei Kinder haben *ungläubig guck*
Wir müssen unsere "Anders"art, Einzigart sehr betonen, sie den Kindern bewusst zeigen und erklären, warum wir das tun und nicht anders. Wir müssen sie selbstbewusst vertreten, dann werden unsere Kinder dem folgen.
Sie verleugnen sich ja sonst selbst und rennen der Herde hinterher, stecken ihre wichtigen Dinge zurück.
Vielleicht hilft euch das in eurer "Argumentation" etwas weiter? Vielleicht müssen unsere "Andersartigkeiten" mal wieder hervorgeholt und den Kindern gezeigt werden? Schaut einfach mal, was es bei euch so tolles gibt!!!
Grüsse
Lotteflue
Katrin ELK
16.09.2004, 23:12
dazu kann ich nur einen Tipp geben!
Wir haben auch diese Maltafel. In meiner naiven Rechtshändigkeit hatte ich auf das Detail bei dem Wunsch nach so einer Tafel gar nicht beachtet. Aber natürlich kam den Mangel schnell zu Tage. In meinem Ärger schrieb ich an den Hersteller, immerhin mit dem ERfolg, dass ich einen zusätzlichen Stift geschickt bekam. Nun können beide Kinder (RH und LH) sogar gleichzeitig malen ;o)
Liebe Grüße
Katrin
Katrin ELK
16.09.2004, 23:36
<<<Hast du in der Familie oder im Bekanntenkreis eine/n umgeschulten Linkshänder/in, der deiner Tochter glaubwürdig schildern kann, welche Folgen ein Schreiben mit der nicht dominanten Hand haben kann?>>>
Meine Schwester ist eine umgeschulte. Aber sie selber hat große Probleme, sowohl mit der Händigkeit als auch ihr ganzen Leben -in allen Bereichen- in Griff zu bekommen.
Natürlich könnte ich versuchen, meiner Tochter das aufzuzeigen, aber ich denke, es wäre auch nicht fair meiner Schwester gegenüber.
Ansonsten finde ich es erschreckend, wei wenige LH ich kenne ...
Und mein Mann ist da auch keine Hilfe, er ist selber LH, aber zum Einen selten hier (also "abgucken" fällt weg) und zum Anderen der Auffassung, mit ihm hätte man so einen Wirbel auch nicht gemacht ... .
Ich kenne mich -inzwischen- gerade was Literatur und Material weit besser aus ...
<<<Versuch mal mit deiner tochter darüber zusprechen wie wichtig es ist das der Linkshänder alles mit der linken Hand erledigt und der Rechtshänder alles mit der rechten Hand tut.>>>
Danke, für die Bestätigung. Ja, das tue ich -bei jeder Gelegenheit. Ich frage auch hin und wieder "mit welcher Hand malst/schreibst du?" und im Kiga zeigte sie immer links. In der Schule war es immer häufiger rechts oder erstmal auf die Hände gucken udn sich entscheiden ... An der Tafel schrieb sie dann rechts usw. Ich habe sie Anfag der Woche noch mal gefragt udn es kam spontan wieder die linke Hand - auch bei der Tafelfrage. Ich freue mich darüber, ist schon ein Anfang. Mit dem Schräglegen und dem "vonuntenSchreiben" geht es insofern, wenn sie Lust hat und sich konzentriert, weiß sie wie es geht. Nur macht sie es in der Schule (noch?) nicht. Aber vielleicht eines Tages ;o)
Ich arbeite mit deiner und eurer Hilfe daran.
Liebe Grüße
Katrin
>>Ja genau, sie ist auch so eine "ja nicht anders sein!" Ich versuche sie zu unterstützen, dass es okay ist, dass ja auch nicht jeder blonde Haare hat usw... Aber sie sieht eben, dass ihre Freunde es anders machen ...
>>Das hat zur Folge, dass sie an der Tafel schon die Hände wechselt ...
>*ärger*
>Jeder ist anders! Jeder ist einzigartig! Jeder macht IRGENDWAS ANDERS als andere.
>Vielleicht sollten wir als Eltern unsere "Anders"artigkeit (z.B. mehr Kinder als die normale deutsche Familie, bewusst Second Hand Kleidung tragen(Umweltschutz) usw.) besonders bzw. noch mehr betonen. Oder bekommen Menschen, die gern viele Kinder mögen weniger weil die meisten Menschen hier in Deutschland nur ein oder zwei Kinder haben *ungläubig guck*
>Wir müssen unsere "Anders"art, Einzigart sehr betonen, sie den Kindern bewusst zeigen und erklären, warum wir das tun und nicht anders. Wir müssen sie selbstbewusst vertreten, dann werden unsere Kinder dem folgen.
>Sie verleugnen sich ja sonst selbst und rennen der Herde hinterher, stecken ihre wichtigen Dinge zurück.
>Vielleicht hilft euch das in eurer "Argumentation" etwas weiter? Vielleicht müssen unsere "Andersartigkeiten" mal wieder hervorgeholt und den Kindern gezeigt werden? Schaut einfach mal, was es bei euch so tolles gibt!!!
>Grüsse
>Lotteflue
Hallo Lotteflue, hallo Katrin!
Wäre nicht super sinnvoll, wenn die Lehrer zu Beginn eines Schuljahres oder eben, wenn die "Problematik" auftaucht, weil Kinder gehänselt werden oder sich von vornherein freiwillig anpassen, um Sprüchen gleich aus dem Wege zu gehen, vor der ganzen Klasse mal zu sagen, daß Linkshänder und Rechtshänder gleich gut sind, daß sich niemand wegen seiner Linkshändigkeit schämen muß, nur weil es in der Klasse mehr Rechts- als Linkshänder gibt und daß die Sprüche darüber daher kommen, daß die Eltern und/oder Großeltern oder auch Uropa und Uroma einfach Angst vor der Linkshändigkeit hatten und dachten, sie wäre was böses oder Linkshänder wären krank oder etc.?
Detlef
Katrin ELK
16.09.2004, 23:42
Hallo,
>Vielleicht sollten wir als Eltern unsere "Anders"artigkeit (z.B. mehr Kinder als die normale deutsche Familie, bewusst Second Hand Kleidung tragen(Umweltschutz) usw.) besonders bzw. noch mehr betonen. Oder bekommen Menschen, die gern viele Kinder mögen weniger weil die meisten Menschen hier in Deutschland nur ein oder zwei Kinder haben *ungläubig guck*
Ja, das ist eine Idee.
Aber bei deinem text fällt mir auch auf, "anders" ist nicht überall "anders"!
Also ich habe drei Kinder, mehr als der deutsche Durchschnitt!
Aber ich wohne in einem Teil der Stadt , ein Dorf für sich so ein typisches Neubaugebiet eben da, wo alle viele Kinder haben ;o)) Also wir sind nur außerhalb des Dorfes "anders".
Aber du hast vollkommen Recht, darauf werde ich zukünftig mehr Betonung legen. Jeder ist eben anders!
Liebe Grüße
Katrin
Lotteflue
16.09.2004, 23:47
Hi
>Nun kommen Sie doch mal runter vom hohen Roß und seien Sie nicht so selbstgerecht. Wer hat denn gesagt, dass früher alles besser gewesen sei und es verwerflich wäre wenn Eltern sich um ihre Kinder sorgen??!! Das ist doch glatt in die eigene Tasche gelogen.
Wer hier wohl vom hohen Ross steigen muss *g*?
>Auch wenn es Ihnen nicht so gefällt, Amalie und ich sind erwachsene Frauen die einmal vor vielen Jahren dasselbe Schicksal mit Euren Kindern teilten, nämlich linkshändig in einer Welt von Rechtshändern zu sein.
Unsere Kinder sind jetzt Kinder und waren vor vielen Jahren noch gar nicht geboren.
>Und das Schlimmste waren für mich nicht die Schwierigkeiten mit dem Füller und der Tinte und der verwischten Schrift. Das Schlimmste für meine kindliche Seele damals war dass ich als „behindert“ und „linkisch“ angesehen wurde.
So wie es ausschaut, haben Sie heute noch immer an diesen Verletzungen zu knabbern.
>Daß ich es einfach nie richtig machen konnte, wie sehr ich mich auch anstrengte, weil ich immer gegen meine Motorik arbeiten mußte.
>Was für eine gewaltige seelische und körperliche Belastung! Und dass ich wenigstens so schreiben durfte wie ich wollte, war wirklich eine Entlastung. Vielleicht habe ich auch deshalb noch heute keine „Hakenhand“?
Oben schreiben Sie, dass Sie diese gar nicht kennen.
>Und ich bleib bei meiner Meinung, viel hat sich anscheinend seit damals wirklich nicht verändert.
Ja doch, einiges ;-)
>Noch ein kleiner Tipp von einer Linkshänderin:
Warum muss denn Linkshänderin extra betont werden *g*?
>Links ist man ein Leben lang, und nicht nur ein paar Schuljahre. (Und ich bin es doch gerne, trotz alledem).
Hat jemand anderes behauptet?
>Warten Sie mal ab, bis Ihre Kinder Basteln, Werken, Handarbeiten in der Schule kriegen.
Zeigefinger hoch!
Achtung, hier spricht die Obermama....
Wie gottvoll, dass hier endlich mal aufgeklärt wird von jemand, der es weiss *lol*
>Dagegen ist das Schreibenlernen ein Kinderspiel, „mit links“ sozusagen. Aber vielleicht wird das heute auch gar nicht mehr unterrichtet, und diese Sorge entfällt.
Wenn man schreiben lernen kann, wie man will und rechtshändig basteln und handwerken gezeigt bekommt schon.
Verarbeiten Sie Ihre alten Verletzungen, dann wird es Ihnen besser gehen. Sie werden sehen.
Grüsse
Lotteflue
Hallo Katrin!
Nur eine Idee... vielleicht kannst du deiner Tochter ein hübsches (oder, je nach Wunsch natürlich auch ein "ccoles" ;o) Armkettchen um das linke Handgelenk machen? Natürlich nur, wenn sie das möchte.
So hätte sie in den Momenten, wo sie vor Aufregung durcheinander ist, eine Erinnerung.
Außerdem... wenn sie mit Links an der Tafel schreibt, können die Klassenkameraden das Kettchen besser sehen...
Liebe GRüße, Tina
Katrin ELK
17.09.2004, 00:00
HAllo Detlef,
jein, also wenn eine Lehrerin (in D sind ja es meist Frauen) wirklich dahinter steht:ja!
Aber wenn es in so einem Fall wie bei uns, so abgeht "Hauptsache keine Probleme machen, egal wie", denke ich, kommt es bei den Kindern nicht so an.
Die Lehrerin meiner Tochter hat mir ja sogar selber gesagt, dass meine Tochter an der Tafel die Hand wechselt! Aber nicht unter dem Aspekt "Achtung" sondern sie behauptet steif und fest, daran könne man sehen, dass sie beidhändig ist!
Jegliche Versuche ihr zu erläutern, dass meine Tochter zuvor bestimmte Tätigkeiten IMMER mit links ausgeführt -nie gewechselt hat, dass der Begriff "beidhändig" so nicht richtig ist ... du solltest mal ihren Blick dabei sehen!
Ich denke, die Lehrkräfte müssten selber mehr von der Problematik wissen und kennenlernen.
Aber in Hamburg wurde vor einigen Jahren das "Lehrer-Arbeitszeit-Modell" eingeführt, ich verrate kein Geheimnis, dass den Kindern damit sehr viel verloren gegangen ist und für solche -so wieso nie dagewesenen- zusätzlichen Informationen kein Platz ist ...
Liebe Grüße
Katrin
Katrin ELK
17.09.2004, 00:02
Na klar!
SUUUUUUUUUUUUUUUUUPER Idee!
Sie hat einen Ring geschenkt bekommen. Finde ich nett, aber schulisch unpraktisch.
Aber unter diesem Aspekt! Dann darf sie in tragen -links natürlich ;o)))
Liebe Grüße
Katrin
Hallo noch mal!
Ersten muß die Unterschrift natürlich Tine heießn und 2. Ist mir noch was eingefallen: Auf der Lafüliki-Seite gibt es ein Bilderbuch, das man acuh online anschauen kann. Da ist die Sache mit der Händigkeit mMn ganz gut erkärt.
Vielleicht kannst du das mit deiner Tochter mal anschauen oder ihr (falls sie sich für Igelchen schon zu groß fühlt) eine ähnliche Geschichte erzählen.
Meine Kinder gucken sie sich immer mal wieder gerne an.
<A href="http://www.lafueliki.de/shop/kinderbuch.html" target="_top">http://www.lafueliki.de/shop/kinderbuch.html</A>
Tschüß und alles gute für euch, Tine
Lotteflue
17.09.2004, 00:15
>Liebe Katrin,
>Ich habe selbst keine Kinder, und bin deshalb wohl nicht kompetent in Erziehungsfragen, dafür kann ich Ihnen von meiner persönlichen Erfahrung als linkshändige Grundschülerin, seinerzeit in den 60er Jahren im damals roten Hessen berichten. Eingeschult 1966, meine Mutter war durchaus bereit mich „umschulen“ zu lassen, sie empfand es als Makel dass ich das einzige linkshändige Kind unter beinahe 40 Mitschülern war, traf ich auf eine verständnisvolle Lehrerin die mir das Linksschreiben erlaubte. Was damals noch nicht selbstverständlich war.
Sie hat ebenso ein Problem. Wenn sie <b>das</b> als Makel ansieht. Meinen sie nicht auch?
>Seit beinahe 40 Jahren „wische“ ich über das Papier beim Schreiben. Zugegeben, das ist meist ärgerlich. Da ich aber darum weiß und, der Vorteil jetzt noch gegenüber Ihrer Tochter, den sie aber in späteren Jahren auch haben wird, ich kann als Erwachsene wählen womit ich schreibe.
Jetzt in der Schulzeit aber noch nicht und darum geht es ja.
>Ich vermeide Füller (obwohl ich die schön finde), Filzstifte und sehr glatte Unterlagen wie gewachstes Papier. Und wennschon, die Tatsache „Links“ und damit individuell anders sein (und schreiben, und malen)zu dürfen, überwiegt manches Ärgernis.
>Ich kenne auch keine „speziellen Unterlagen“ für Linkshänder. Wozu soll das denn gut sein?
Haben Sie gar keine Idee?
>Hab ohne solche Krücken Schreiben gelernt.
Irgendwie gehts halt immer.
>Da höre ich auch immer noch die Stimme meiner Mutter, „mein armes Kind, muß mit der linken Hand schreiben (was schon Strafe genug ist, und besonders für mich als Mutter), und kriegt dafür noch eine schlechte Note im Schönschreiben. Das ist ungerecht“
Sie hat eben ein Problem.
>Stimmt!!. Das ist ungerecht!! Aber kein Grund das Kind so zu behandeln als hätte es eine Behinderung, mit speziellen Ein- und Unterlagen…und mütterlichen Eifer diese auch ja in der Schule zu benutzen.
Wer hat denn hier sein Kind als behindert behandelt? Na?
Verwechseln Sie möglicherweise heutige Hilfestellung mit Ihrerzeits Nichtbeachtung und haben ein Problem damit, dass heutige Kinder Aufmerksamkeit bekommen, die Ihnen verwehrt wurde?
Sowas tut weh, sehr weh. Nicht wahr?
Aber man kann die alten Wunden heilen und dann kann Neues entstehen.
>Mein armes, linkshändiges, linkisches Kind. Das beinahe alles „mit links“ macht wovon ich RH nichts weiß.
Deshalb machen sich nicht wenige (meist) Mütter kundig.
Das ist ungeheuerlich, nicht?
>Bestürzend zu erfahren, dass sich anscheinend seit den 60er Jahren doch nicht soviel geändert hat wie ich dachte und hoffte. Daß man Individualisten immer noch pädagogisch –therapeutisch kleinzukriegen versucht.
Weil man heutigen Kindern Hilfestellung gibt, die es vor vielen Jahren noch nicht gab?
Ich muss sagen, ich bin bin verwundert ;-)
>Liebe Katrin , lange Rede kurzer Sinn. Soviel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben . Mein Fazit als Linkshänderin ( keine Pädagogin, keine Therapeutin, keine Mutter, und somit absolut inkompetent):
>Lassen Sie Ihre Tochter einfach links schreiben und malen, auch wenn sie übers Papier wischt, und das Blatt vielleicht ein bisschen „komisch“ hält.
Sie haben ja auch kein Problem damit, wenn Tines Kind übers Papier wischt.
viele Grüsse
Katrin ELK
17.09.2004, 00:24
-
Lotteflue
17.09.2004, 00:29
Hallo Detlef
Ja, die Idee ist nicht schlecht. Nur leider kaum umsetzbar. Viele kennen sich ja überhaupt nicht aus damit und bewerten Umschulung auch als "nicht schlimm" und "man muss sich eben "anpassen" bzw. "zurechtkommen" usw.
Interessant das Wort! Wie wäre es mit zulinkskommen ,-)?
Und nicht selten wird wohl etwas bei Lehrern angestossen, womit einige nichts zu tun haben wollen, nämlich möglicherweise selbst umgeschult worden zu sein und ausserdem macht das Arbeit, wenn man sich da reinbegibt. Viele blocken da ab, Lehrer sind wohl nicht selten bis an ihre Grenzen gefordert heutzutage.
Ich kann das verstehen, auch wenns weht tut.
So können wir nur selbst schauen, wo man am besten was tun kann.
Elternabende zum Beispiel, also Gesamtelternabend zum Thema Linkshändigkeit und auch die Lehrer alle dazu ausdrücklich einladen usw.
Bei uns heissen diese Gesamtelternabende Themenabende. Da gibts immer mal wieder spezielle Themen dann. Das kommt gut an bei allen.
Grüsse
Lotteflue
Hei, Du
>Hallo Detlef
>Ja, die Idee ist nicht schlecht. Nur leider kaum umsetzbar. Viele kennen sich ja überhaupt nicht aus damit und bewerten Umschulung auch als "nicht schlimm" und "man muss sich eben "anpassen" bzw. "zurechtkommen" usw.
Kaum umsetzbar glaube ich nicht....ist ne frage von Zeit! Daß sich viele damit überhaupt nicht auskennen (wollen!!!!) ist ne Tragödie! Man hätte das Geld, das für die dusselige Rechtschreibreform draufgegangen ist, doch für die Händigkeitsthematisierung verwenden können! Dann hätten sich zwar mindestens genauso viele drüber angstaufgeregt, aber WIR wüßten wenigstens, daß DAS sinnvoll gewesen wäre!
>Interessant das Wort! Wie wäre es mit zulinkskommen ,-)?
Jo
>Und nicht selten wird wohl etwas bei Lehrern angestossen, womit einige nichts zu tun haben wollen, nämlich möglicherweise selbst umgeschult worden zu sein und ausserdem macht das Arbeit, wenn man sich da reinbegibt. Viele blocken da ab, Lehrer sind wohl nicht selten bis an ihre Grenzen gefordert heutzutage.
>Ich kann das verstehen, auch wenns weht tut.
Ja! Ulla Hundemer schreibt auf ihrer inzwischen mit Channeling ausgestatteten Hp ursprünglich (ist aber z. Zt. offline geschaltet) was über Inhalte eines Buches von Arno Gruen. Erschreibt über die Identifikation mit dem Agressor, was ungefähr bedeutet, daß wir immer wieder vor genau den selben Inhalten davonlaufen,weil wir sie nicht aushalten und uns von Kindesbeinen an eingetrichtert wurde, was gut und was böse ist und diese Verhaltenszusammenhänge sind den meisten Menschen nicht bewußt. Es findet lso auch keine Weiterentwicklung statt, keine Befreiung des Unterbewußten. Man ist sein eigener Sklave und der der Gesellschaft, aber weil man sich trotz mancher Widrigkeiten das Leben oft halbwegs oder sehr schön einrichten kann, nimmt man in Kauf....so ist der Mensch!
Ich habe vor ungefähr nem Jahr mal was darüber geschrieben, daß in der Bibel steht, daß der Liebe Gott die Sünden der Väter bis ins 3. und 4. Glied bestraft und daß ich diesen Vers heute so begreifen würde, daß einfach durch Angst entstandene Befangenheiten über Generationen vererbt werden und wir uns so "durchhecheln" ;-) Wenn der Vers wörtlich zu nehmen wäredann wäre das ganz schön fies von Gott, weil, was kann ich für die Dinge, die mein Ur- Ur- Opa mal verbrochen hat?! Er wirds wohl pädagogisch gemeint haben.
>So können wir nur selbst schauen, wo man am besten was tun kann.
Ja, und wir werden immer mehr :-))))))
>Elternabende zum Beispiel, also Gesamtelternabend zum Thema Linkshändigkeit und auch die Lehrer alle dazu ausdrücklich einladen usw.
>Bei uns heissen diese Gesamtelternabende Themenabende. Da gibts immer mal wieder spezielle Themen dann. Das kommt gut an bei allen.
Find ich superklasse! Das ist kreativ und es hört sich spannend an! Ich glaub, das wär auch was für Dich zum aktiv mitmachen, oder?
>Grüsse
>Lotteflue
Grüße, Detlef (jetzt wollte ich gerade noch nen "Dorfspruch" schreiben...ich verkneif mir das mal (Insider)
Lotteflue
17.09.2004, 01:14
Hallo Katrin
>Also die Schule besteht darauf, dass die Kinder selber ihren Weg finden (sollen). Ist so auch von der Schulleitung gewünscht.
Ist ja auch gut so finde ich. Du auch?
Wenn man alles vorgesetzt bekommt, man viel Verantwortung abgenommen bekommt, wird man nicht lernen, wie man etwas ohne Hilfe machen oder verändern kann.
Ich finde aber auch, dass bestimmte Dinge sage ich mal förderbar sind/sein sollten. Da du dich hier bezüglich Linkshändigkeit erkundigst, weisst du bestimmt, was ich meine?
>So eine Unterlage würde da aber das Kind "in eine Richtung" drängen, und ist somit nicht erwünscht.
Es kommt ja vor allen Dingen darauf an, wie man diese Wege aufzeigt. Wenn man sie z.B. als EINEN Weg, evtl. Alternative aufzeigt, kann man von drängen oder "zwingen" ja nicht reden.
Es kommt immer auf das Wie, die Art und Weise an. Das sag den mal und pauk den ordentlich was ;-)
>In der Klasse sind mehrere LH, aber scheinbar bin ich die einzige Mutter, die sich überhaupt Gedanken macht. Die angesprochenen folgen dem "das wird sich finden".
Meine Tochter hat es auch irgendwie gelernt. Ich hab sie einfach gelassen, wie sie es für sich selbst am besten konnte. Nun, sie hat es dann in der Hakenhaltung gemacht.
Dann bekamen wir I*nternet und ich konnte einiges in Erfahrung bringen.
In den höheren Klassen jetzt hat sie Probleme mit der Hakenhand bekommen, weil man mit dieser nicht so schnell schreiben kann. Ich hab ihr dann die Schreibhaltung von unten gezeigt als Alternative.
Heute schreibt sie gelegentlich von unten, aber meist mit einem Zwischending aus Hakenhaltung und von unten schreiben. Damit kommt sie gut klar.
Es kommt auf ihre Stimmung und ihre Power an. So wie es eben bei jedem ist.
>Diese Wundertinte ist ja sehr interessant! Sicher teu(r)er, aber wenn´s hilft. Udn das merkt die Lehrerin ja auch nicht ;o)
Hat jemand schon irgendwo gepostet, wie die heisst und wie der Hersteller lautet?
>Später ist der Füller ja eh wieder out, aber durch die Jahre muss ich meine Tochter erstmal bringen ...
Ich weiss jetzt nicht, ob du das mit dem Fineliner auf Patronenbasis schon gelesen hast? Dort könnte dann auch die Schnelltrockentinte rein.
Ich mag den ganz gern, muss auch immer schauen, dass meine Tochter den mir hier lässt. Es schreibt sich wohl gut mit dem.
Lotteflue
Lotteflue
17.09.2004, 01:25
Rehei Duhu!
>>Hallo Detlef
>>Ja, die Idee ist nicht schlecht. Nur leider kaum umsetzbar. Viele kennen sich ja überhaupt nicht aus damit und bewerten Umschulung auch als "nicht schlimm" und "man muss sich eben "anpassen" bzw. "zurechtkommen" usw.
>Kaum umsetzbar glaube ich nicht
Momentan meinte ich.
>....ist ne frage von Zeit!
Hoffentlich ;-)
>Daß sich viele damit überhaupt nicht auskennen (wollen!!!!) ist ne Tragödie! Man hätte das Geld, das für die dusselige Rechtschreibreform draufgegangen ist, doch für die Händigkeitsthematisierung verwenden können! Dann hätten sich zwar mindestens genauso viele drüber angstaufgeregt, aber WIR wüßten wenigstens, daß DAS sinnvoll gewesen wäre!
*g*
Ja, die war völligst fürn A****
>Ja! Ulla Hundemer schreibt auf ihrer inzwischen mit Channeling ausgestatteten Hp ursprünglich (ist aber z. Zt. offline geschaltet)
Wieso offline *ärger*
>was über Inhalte eines Buches von Arno Gruen. Erschreibt über die Identifikation mit dem Agressor, was ungefähr be*deutet, daß wir immer wieder vor genau den selben Inhalten davonlaufen,
Genau so ist das.
>weil wir sie nicht aushalten und uns von Kindesbeinen an eingetrichtert wurde, was gut und was böse ist und diese Verhaltenszusammenhänge sind den meisten Menschen nicht bewußt.
Und wenn doch, wird es verdrängt, weil es Schmerz und Arbeit be*deutet.
>Es findet lso auch keine Weiterentwicklung statt, keine Befreiung des Unterbewußten. Man ist sein eigener Sklave und der der Gesellschaft, aber weil man sich trotz mancher Widrigkeiten das Leben oft halbwegs oder sehr schön einrichten kann, nimmt man in Kauf....so ist der Mensch!
Aber nicht alle ;-) Bloss gut *g*
>Ich habe vor ungefähr nem Jahr mal was darüber geschrieben, daß in der Bibel steht, daß der Liebe Gott die Sünden der Väter bis ins 3. und 4. Glied bestraft und daß ich diesen Vers heute so begreifen würde, daß einfach durch Angst entstandene Befangenheiten über Generationen vererbt werden und wir uns so "durchhecheln" ;-) Wenn der Vers wörtlich zu nehmen wäredann wäre das ganz schön fies von Gott, weil, was kann ich für die Dinge, die mein Ur- Ur- Opa mal verbrochen hat?! Er wirds wohl pädagogisch gemeint haben.
Natürlich kannst du nichts dafür. Aber das weisst du ja. Nur wenn es niemand bearbeitet, landet es eben bei dir usw. usf. Das geht nicht nur bis in die 3. oder 4. Generation, sondern ewig weiter, bis es endlich mal einer aufarbeitet. Das ist bei jedem Strickmuster so. Wenn niemand anders strickt, wir es immer so weitergehen.
Aber mit Sünden hat das nichts zu tun.
Wenn man es dann aufarbeitet, wird es nicht mehr weitervererbt, sondern ist gelöst :-)))
>>So können wir nur selbst schauen, wo man am besten was tun kann.
>Ja, und wir werden immer mehr :-))))))
>>Elternabende zum Beispiel, also Gesamtelternabend zum Thema Linkshändigkeit und auch die Lehrer alle dazu ausdrücklich einladen usw.
>>Bei uns heissen diese Gesamtelternabende Themenabende. Da gibts immer mal wieder spezielle Themen dann. Das kommt gut an bei allen.
>Find ich superklasse! Das ist kreativ und es hört sich spannend an! Ich glaub, das wär auch was für Dich zum aktiv mitmachen, oder?
Hihi *ggg* mach ich ja :-)))
>>Grüsse
>>Lotteflue
>Grüße, Detlef (jetzt wollte ich gerade noch nen "Dorfspruch" schreiben...ich verkneif mir das mal (Insider)
LOL, ich krieg mich nicht mehr ein. Der war gut *ggg*
viele Grüsse
Lotteflue
Katrin ELK
17.09.2004, 09:26
Moin moin,
ja, grds. finde ich gut, dass die Schule solche Freíheit lässt.
Aber wie alle Freiheiten sollte es "Grenzen" geben.
Ich meine damit z.B. dass die Lehrerin zu dem Wechsel der Hände an der Tafel nict einfach schweigt, sondern meine Tochter darauf aufmerksam macht und ihr hilft (nicht drängt). Oder dass z.B. sie daran erinnert wird, den Zettel schräg zu legen (wenn sie sich weigert ist okay, aber sie denkt schlicht nicht daran, alle anderen Kinder am Tisch tun das ja auch nicht!).
Verstehst du? ich will keinesfalls einen Drill erreichen! Aber Hilfestellungen.
Matthias hatte das ja oben auch erwähnt, dass er in der Ausbildung solche Hilfestellungen vermisst hätte.
Das Problem ist, dass die Schzule offenbar ein Problem damit hat *gg Es kommt mir vor, als würde das Thema unter den Tisch gekehrt werden.
Alle LH tun so, als hätten sie es ja auch problemlos geschafft, alle RH tun so als wüssten sie gar nicht, dass LH nicht genauso "behandelbar" ist wie Kurzsichtigkeit (so nach dem Motto Brille auf alles gut bzw. Stift in die linke Hand und alles okay).
Z.B. habe ich meiner Tochter Schleifebinden in zwei versch. Varianten beigebracht. Obwohl sie zu "meiner RH" tendiert, lasse ich sie hin und wieder auch die andere Variante binden (so im Spiel, jetzt versuchen wir mal ob es so auch geht...), ich möchte einfach, dass sie weiß, es gibt mehrere Wege (mit gleichem Ziel) und sie soll sich ihren aussuchen.
Genauso Rollerfahren. Einfach mal spielerisch hin udn wieder testen, wie ist das mit dem anderen Bein? Besser? Ungewohnt? Blöde?
Übrigens macht mein Sohn (eindeutig RH) natürlich auch diese Experimente mit!
Ich hoffe, dass ich damit dem "Nachahmungseffekt" etwas reduziere.
Nur in der Schule WEISS niemand, dass die Kinder sich das abgucken, also entsprechend dem (RH)Vorbild lernen.
Versteh mich richtig, wenn es so gut für meine Tochter ist, okay! Aber mir ist wichtig, dass ihr gezeigt wird, dass es auch andere Möglichkeiten gäbe.
Verstehst du? Ich habe irgendwie Probleme mich da richtig auszudrücken.
Nein, den fineliner kenne ich nicht. Gibt es den auch im Geschäft oder nur über diesen Versand?
Liebe Grüße
und ein schönes WE
Katrin
>Hallo Katrin
>>Also die Schule besteht darauf, dass die Kinder selber ihren Weg finden (sollen). Ist so auch von der Schulleitung gewünscht.
>Ist ja auch gut so finde ich. Du auch?
>Wenn man alles vorgesetzt bekommt, man viel Verantwortung abgenommen bekommt, wird man nicht lernen, wie man etwas ohne Hilfe machen oder verändern kann.
>Ich finde aber auch, dass bestimmte Dinge sage ich mal förderbar sind/sein sollten. Da du dich hier bezüglich Linkshändigkeit erkundigst, weisst du bestimmt, was ich meine?
>>So eine Unterlage würde da aber das Kind "in eine Richtung" drängen, und ist somit nicht erwünscht.
>Es kommt ja vor allen Dingen darauf an, wie man diese Wege aufzeigt. Wenn man sie z.B. als EINEN Weg, evtl. Alternative aufzeigt, kann man von drängen oder "zwingen" ja nicht reden.
>Es kommt immer auf das Wie, die Art und Weise an. Das sag den mal und pauk den ordentlich was ;-)
>>In der Klasse sind mehrere LH, aber scheinbar bin ich die einzige Mutter, die sich überhaupt Gedanken macht. Die angesprochenen folgen dem "das wird sich finden".
>Meine Tochter hat es auch irgendwie gelernt. Ich hab sie einfach gelassen, wie sie es für sich selbst am besten konnte. Nun, sie hat es dann in der Hakenhaltung gemacht.
>Dann bekamen wir I*nternet und ich konnte einiges in Erfahrung bringen.
>In den höheren Klassen jetzt hat sie Probleme mit der Hakenhand bekommen, weil man mit dieser nicht so schnell schreiben kann. Ich hab ihr dann die Schreibhaltung von unten gezeigt als Alternative.
>Heute schreibt sie gelegentlich von unten, aber meist mit einem Zwischending aus Hakenhaltung und von unten schreiben. Damit kommt sie gut klar.
>Es kommt auf ihre Stimmung und ihre Power an. So wie es eben bei jedem ist.
>>Diese Wundertinte ist ja sehr interessant! Sicher teu(r)er, aber wenn´s hilft. Udn das merkt die Lehrerin ja auch nicht ;o)
>Hat jemand schon irgendwo gepostet, wie die heisst und wie der Hersteller lautet?
>>Später ist der Füller ja eh wieder out, aber durch die Jahre muss ich meine Tochter erstmal bringen ...
>Ich weiss jetzt nicht, ob du das mit dem Fineliner auf Patronenbasis schon gelesen hast? Dort könnte dann auch die Schnelltrockentinte rein.
>Ich mag den ganz gern, muss auch immer schauen, dass meine Tochter den mir hier lässt. Es schreibt sich wohl gut mit dem.
>Lotteflue
Lotteflue
17.09.2004, 10:32
>Moin moin,
Gleichfalls!
>ja, grds. finde ich gut, dass die Schule solche Freíheit lässt.
>Aber wie alle Freiheiten sollte es "Grenzen" geben.
Naja, nicht alle sollten begrenzt werden ;-)
>Ich meine damit z.B. dass die Lehrerin zu dem Wechsel der Hände an der Tafel nict einfach schweigt, sondern meine Tochter darauf aufmerksam macht und ihr hilft (nicht drängt). Oder dass z.B. sie daran erinnert wird, den Zettel schräg zu legen (wenn sie sich weigert ist okay, aber sie denkt schlicht nicht daran, alle anderen Kinder am Tisch tun das ja auch nicht!).
>Verstehst du? ich will keinesfalls einen Drill erreichen!
Ja, ich weiss. Das merkt man ja auch.
>Aber Hilfestellungen.
Das ist das, was früher fehlte, was jetzt von einigen als "Verziehen, Geklucke" etc. bezeichnet wird, nur weil sie selbst Entbehrungen leiden mussten und meinen andere müssen deshalb auch diese Entbehrungen erleiden. Es ist Neid.
>Matthias hatte das ja oben auch erwähnt, dass er in der Ausbildung solche Hilfestellungen vermisst hätte.
>Das Problem ist, dass die Schzule offenbar ein Problem damit hat *gg Es kommt mir vor, als würde das Thema unter den Tisch gekehrt werden.
Vielleicht kann man ja mal so einen Themenabend bei euch organisieren und explizit auch die Lehrer und Erzieher dazu einladen ;-)
>Alle LH tun so, als hätten sie es ja auch problemlos geschafft,
Ja klar, nur ja keine Schwäche eingestehen *g*
>alle RH tun so als wüssten sie gar nicht, dass LH nicht genauso "behandelbar" ist wie Kurzsichtigkeit (so nach dem Motto Brille auf alles gut bzw. Stift in die linke Hand und alles okay).
Also Aufklärungsbe*darf! Festnageln ;-)
>Z.B. habe ich meiner Tochter Schleifebinden in zwei versch. Varianten beigebracht. Obwohl sie zu "meiner RH" tendiert, lasse ich sie hin und wieder auch die andere Variante binden (so im Spiel, jetzt versuchen wir mal ob es so auch geht...), ich möchte einfach, dass sie weiß, es gibt mehrere Wege (mit gleichem Ziel) und sie soll sich ihren aussuchen.
>Genauso Rollerfahren. Einfach mal spielerisch hin udn wieder testen, wie ist das mit dem anderen Bein? Besser? Ungewohnt? Blöde?
>Übrigens macht mein Sohn (eindeutig RH) natürlich auch diese Experimente mit!
Finde ich toll. Meist hört man nur, du musst das so und so machen, sonst ist es falsch.
>Ich hoffe, dass ich damit dem "Nachahmungseffekt" etwas reduziere.
>Nur in der Schule WEISS niemand, dass die Kinder sich das abgucken, also entsprechend dem (RH)Vorbild lernen.
Man muss die Leute dafür sensibilisieren.
>Versteh mich richtig, wenn es so gut für meine Tochter ist, okay! Aber mir ist wichtig, dass ihr gezeigt wird, dass es auch andere Möglichkeiten gäbe.
>Verstehst du? Ich habe irgendwie Probleme mich da richtig auszudrücken.
Ne, finde ich nicht. Ich versteh das schon und man merkt, was du willst und meinst.
>Nein, den fineliner kenne ich nicht. Gibt es den auch im Geschäft oder nur über diesen Versand?
Ich hab den bei McGeiz gekauft. Von Schneider ein Tintenroller für Patronen für 2,50 €
>Liebe Grüße
>und ein schönes WE
>Katrin
Dir bzw. euch auch
Lotteflue
>...da hab ich doch nicht etwa ins Schwarze getroffen? Sie müssen sich doch mir gegenüber nicht rechtfertigen wie Sie Ihre Kinder erziehen ?!
>Herzlichen Dank für ihr Mitgefühl. Das baut mich auf, wirklich!!
>Ihrem Sohn wünsche ich, daß er auch weiter gerne und mit viel Freude Linkshänder ist und sich von schwierigeren Phasen nicht entmutigen lässt.
>Freundliche Grüße
manche sehen nur, was sie sehen wollen und fühlen sich, egal wie man reagiert, nur noch mehr in ihrer verqueren ansicht bestätigt, was sie dann nur noch bissiger macht. solche leute wollen sich nur aufregen - selber schuld!
Rosalind
17.09.2004, 11:57
>Aber wenn es in so einem Fall wie bei uns, so abgeht "Hauptsache keine Probleme machen, egal wie", denke ich, kommt es bei den Kindern nicht so an.
>Die Lehrerin meiner Tochter hat mir ja sogar selber gesagt, dass meine Tochter an der Tafel die Hand wechselt! Aber nicht unter dem Aspekt "Achtung" sondern sie behauptet steif und fest, daran könne man sehen, dass sie beidhändig ist!
>Jegliche Versuche ihr zu erläutern, dass meine Tochter zuvor bestimmte Tätigkeiten IMMER mit links ausgeführt -nie gewechselt hat, dass der Begriff "beidhändig" so nicht richtig ist ... du solltest mal ihren Blick dabei sehen!
Katrin, wenn du magst, kannst du mich kontaktieren. Ich bin Lehrerin im Hamburger Raum, arbeite seit langem in der Benachreiligtenförderung und bin über meine Arbeit wieder auf die Problematik gestoßen. Ich bin selbst umgeschulte Linkshänderin, habe lange das Ausmaß der durch die Umschulung verursachten Probleme nicht erkannt.
Vieeleicht hört deine Lehrerin auf eine Kollegin?
>Ich denke, die Lehrkräfte müssten selber mehr von der Problematik wissen und kennenlernen.
In der Tat! Sie würden sich damit auch Einiges im Unterricht einfacher machen!
Gruß
Rosalind
Rosalind
17.09.2004, 12:05
>Hallo,
>vielen Dank für Ihre interessante und sachliche Antwort. Ja, ich bin völlig Ihrer Meinung. Vieles wäre früher einfacher gewesen wenn es mehr geeignete technische Hilfsmittel wie Scheren und all solche Dinge gegeben hätte. Das Problem war ja auch immer daß es meist niemanden gab der einen auf links anleiten konnte. Mein Freund z.B. ist umgewöhnter Linkshänder und berichtet zu seiner Ausbildung als Mechaniker von denselben Erfahrungen wie Sie . Deshalb finde ich es ein tolles Projekt wenn Sie als Linkshänder andere Linkshänder anleiten und unterrichten.
>Nach meiner Meinung gibts aber schon die Frage: Wann geht liebevolle und aufmerksame Anleitung in "übertriebenes Geglucke" (sorry!) mit immer neuen zusätzlichen speziellen Gerät, ich sag mal flapsig "Krücken" dazu, über? Wie ist Ihre Ansicht dazu? Das interessiert mich.
Also, der Unterschied ist schon gewaltig. Ich hatte jahrelang in meiner Ausbildungswerkstatt sowohl rechts- wie linkshändige AusbilderInnen und auch rechtshändige, linkshändige und reichlich umgeschulte Azubis. Nur wenn die Handgriffe der Händigkeit gemäß gelernt werden, finden die Azubis zu einem flüssigen Arbeitsrhythmus, ohne übermäßige Flüchtigkeitsfehler, und ohne die Gefahr späterer Erkrankungen wie z.B. Sehnenscheidenentzündungen
>Übrigens ist mein Anliegen zu zeigen, daß auch das "Frei laufen lassen" nicht zwangsläufig zum Schlechten führen muß.
Sicher! Einer meiner Standardsprüche im Unterricht ist: selber denken macht schlau! Aber deswegen muss doch nicht jede und jeder in allen Bereichen das Rad neu erfinden! Es gibt schließlich noch mehr zu tun!
Rosalind
Hallo Rosalind,
ich weiß nicht wie sich Katrin da jetzt entscheiden wird, aber ich freue mich, daß Du Dich als Vermittlerin anbietest!!!! Auch finde ich das mit der Benachteiligtenförderung interessant. Was für Inhalte habt ihr da so und mit welchen Hürden müßt ihr Euch auseinandersetzen?
Eines meiner Anliegen wäre, die Leute, die sich mit der Händigkeitssache beschäftigen und was dafür tun möchten bzw. schon dabei sind, besser zu vernetzen und zwar nicht nur die "Fachleute", die sich ja bei Tagungen wie jetzt in Bamberg (schrieb Matthias ja gestern) treffen, sondern alle Menschen, die die Möge haben, da was zu tun! Kirstins Vorhaben der Gründung eines Linkshändervereins ist schon ein guter Ansatz.
Jedenfalls ist es gut, wenn man weiß, was in einer der größten D Städte in der Benachteiligtenförderung getan wird, weil man sich dann da vielleicht was abgucken kann oder Interessierte darauf verweisen oder selbst einen Kontakt herstellen könnte, womit wieder mehr erreicht wäre und das Ganze schneller größere Kreise ziehen könnte! :-)
Magst Du vielleicht auch noch schildern, wie sich für Dich und bei Dir persönlich das mehr Wissen über die Thematik auf Deinen Umgang mit Schülerinnen und Schülern ausgewirkt hat und wie die Schüler reagieren? Ich hoffe, das ist nicht zu persönlich gefragt!
Also, Gruß, Kompliment für Deinen Einsatz, so oder so weiterhin alles Gute und ein gutes Auseinandersetzen mit Deiner eigenen umgeschulten Händigkeit wünscht
Detlef
Katrin ELK
17.09.2004, 16:40
Hallo Rosalind!
Das wäre ja toll!
Wir sind im Hamburger Osten, wäre das okay?
Ich würde gerne anregen, dass die Lehrerin Tipps bekommen kann.
Ich habe schon das Gefühl, dass ich "nerve", aber wenn es eine neutrale Person ist, ist es evt. anders/besser?
Was meinst du, wie so ein Kontakt aussehen könnte?
Würde mich echt freuen, wenn das klappt!
Liebe Grüße
Katrin
>Nur, wenn im Forum zur Zeit genau 2 Mütter Anfragen wegen der Scheibhaltung ihrer Kinder laufen haben, ist die Bemerkung wohl nicht wirklich "allgemein".
Oh, da habe ich doch glatt übersehen, die vielen ähnlich gearteten Forenbeiträge der letzten Monate schnell noch zu vergessen! Ich bitte vielmals um Entschuldigung!
>statt mit einem erneuten "Hieb" die Sache noch zu vertiefen.
Wenn mir jemand grundlos _mehrfach_ Hiebe verpaßt, dann nehme ich mir nach einer Weile die Freiheit, zurückzuschlagen. Das funktioniert nicht nur im realen Leben so, sondern auch im Internet. Viele Leute vergessen das allzu leicht, teilen aus und wundern sich dann über das Echo.
>ob wohl ein schlechters Gewissen über die Bemerkung über Mütter der Grund für gafür ist
Ich weiß zwar nicht, was für eine Bemerkung Du meinst, aber lassen wir das. Kommunikation mit Leuten, die einfach so auf andere losgehen und sie gewissermaßen auch noch von hinten anfallen, finde ich viel zu anstrengend, als daß ich dieses Trauerspiel in die Länge ziehen wollte.
Rosalind
20.09.2004, 14:30
>Hallo Rosalind!
>Das wäre ja toll!
>Wir sind im Hamburger Osten, wäre das okay?
>Was meinst du, wie so ein Kontakt aussehen könnte?
>Würde mich echt freuen, wenn das klappt!
>Liebe Grüße
>Katrin
Meine email: EMB47@web.de
Gruss
Rosalind
>>Nur, wenn im Forum zur Zeit genau 2 Mütter Anfragen wegen der Scheibhaltung ihrer Kinder laufen haben, ist die Bemerkung wohl nicht wirklich "allgemein".
>Oh, da habe ich doch glatt übersehen, die vielen ähnlich gearteten Forenbeiträge der letzten Monate schnell noch zu vergessen! Ich bitte vielmals um Entschuldigung!
>>statt mit einem erneuten "Hieb" die Sache noch zu vertiefen.
>Wenn mir jemand grundlos _mehrfach_ Hiebe verpaßt, dann nehme ich mir nach einer Weile die Freiheit, zurückzuschlagen. Das funktioniert nicht nur im realen Leben so, sondern auch im Internet. Viele Leute vergessen das allzu leicht, teilen aus und wundern sich dann über das Echo.
>>ob wohl ein schlechters Gewissen über die Bemerkung über Mütter der Grund für gafür ist
>Ich weiß zwar nicht, was für eine Bemerkung Du meinst, aber lassen wir das. Kommunikation mit Leuten, die einfach so auf andere losgehen und sie gewissermaßen auch noch von hinten anfallen, finde ich viel zu anstrengend, als daß ich dieses Trauerspiel in die Länge ziehen wollte.
Hallo Amalie,
ich an Tines Stelle hätte mich von Deinem Beitrag auch angesprochen gefühlt.
Detlef
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