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Vollständige Version anzeigen : UHL- und Rückschulungsloby


unbekannt
09.08.2004, 16:24
Je mehr ich darüber nachdenke, desto dringender erscheint mir die vor einiger Zeit in Erwägung gezogene Gründung eines Vereins für Linkshänder. Wir haben einfach keine Lobby in Deutschland. Wir müssen politisch aktiv werden, uns in die Bildungspolitik einmischen, müssen erreichen, dass in die Pädagogikausbildung Augenmerk auf den Umgang mit dem linkshändigen Kind - sei es nun Grundschule oder Kindergarten - gelegt wird, wir müssen dafür sorgen, dass auch Linkshändern bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes alle Wege offen stehen und ihnen nicht aufgrund der Händigkeit manche Berufswege verschlossen bleiben.

Wenn wir es nicht tun, wer soll es dann tun?




Alles schön und Gut und vollauf zu unterstützen!


Dafür ist Fr. Dr. Sattler schon mächtig am kämpfen. Auch schon mit beachtlichem Erfolg! (Wobei ich nicht meine, ihr Erfolg genüge) Allerdings legt Fr. Dr. Sattler nach Aussagen einiger Eltern, die einen Vortrag von ihr über die Förderung von linkshändigen Kindern in der Grundschule angehört haben, offenbar den Schwerpunkt nicht auf Umschulungsfolgen.(kann das sein?) Also/Zumindest erschloss sich diesen Eltern auch nicht der Sinn einer Linkshänderförderung.


Der Forschungsarbeit von Fr. Dr. Sattler habe ich es zu verdanken, dass ich auf die Umschulungsfolgen und meine eigene Pseudorechtshändigkeit gestoßen bin - zunächst einmal Rettung für mich in letzter Sekunde, sozusagen. Endlich, endlich verstand ich mich! Seither bin ich mit meiner kompletten, also auch gedanklichen Rückschulung beschäftigt, in der Hoffnung, dadurch wenigstens ein paar der für mich unerträglichen Punkte abzuschwächen, damit auch ich mich endlich mal lebensfähig fühle. Ich betrachte mich geradezu als Musterexemplar eines ULH, mit bis auf zwei, allen von Fr. Dr. Sattler beschriebenen Umschulungsfolgen. Manchmal traue ich mich gar nicht, ihr Buch: "Der Umgeschulte Linkshänder..." weiterzuempfehlen, weil ich dadurch das Gefühl habe, wer das liest, durchschaut mich wirklich vollständig.

Mittlerweile kann ich sagen: ja, für mich hat sich durch die Rückschulung sogar schon erstaunliches getan! Allerdings kämpft man doch sehr allein, wird und bleibt unverstanden. Ich wünsche mir auch eine Lobby für ULH und solche, die sich zurückschulen! Fr. Dr. Sattler betreibt vor allem Prävention und ja, sie klärt nebenbei auch über Umschulungsfolgen auf, aber meiner Meinung nach nicht genug! Vor allem fühlt man sich, nachdem man besagtes Buch gelesen hat hängen gelassen! Jetzt weiß man also, wie verquer man in der Birne ist - und was nun damit tun?! Ich bin ein Nervenbündel, Psychowrack und arbeitslos. Ich für mich sah keine andere Möglichkeit, das Wagnis einer Rückschulung einzugehen, sonst hätte ich mich gleich aufhängen können, weil ich am Leben teil haben, auch meinen gesellschaftlichen Beitrag geben und arbeitsfähig sein möchte! Rückschulung kostet viel Kraft und viel Mut. Wie hilfreich wäre da ein wenig Unterstützung!


P.S: schlage ein neues Kürzel vor: PRH für Pseudorechtshänder


Grüße!

Ich bleibe unbekannt, das schützt mich vor Direktangriffen

Dr. Noll
09.08.2004, 20:48
>Dafür ist Fr. Dr. Sattler schon mächtig am kämpfen. Auch schon mit beachtlichem Erfolg! (Wobei ich nicht meine, ihr Erfolg genüge) Allerdings legt Fr. Dr. Sattler nach Aussagen einiger Eltern, die einen Vortrag von ihr über die Förderung von linkshändigen Kindern in der Grundschule angehört haben, offenbar den Schwerpunkt nicht auf Umschulungsfolgen.(kann das sein?) Also/Zumindest erschloss sich diesen Eltern auch nicht der Sinn einer Linkshänderförderung.

>Der Forschungsarbeit von Fr. Dr. Sattler habe ich es zu verdanken, dass ich auf die Umschulungsfolgen und meine eigene Pseudorechtshändigkeit gestoßen bin - zunächst einmal Rettung für mich in letzter Sekunde, sozusagen. Endlich, endlich verstand ich mich! Seither bin ich mit meiner kompletten, also auch gedanklichen Rückschulung beschäftigt, in der Hoffnung, dadurch wenigstens ein paar der für mich unerträglichen Punkte abzuschwächen, damit auch ich mich endlich mal lebensfähig fühle. Ich betrachte mich geradezu als Musterexemplar eines ULH, mit bis auf zwei, allen von Fr. Dr. Sattler beschriebenen Umschulungsfolgen. Manchmal traue ich mich gar nicht, ihr Buch: "Der Umgeschulte Linkshänder..." weiterzuempfehlen, weil ich dadurch das Gefühl habe, wer das liest, durchschaut mich wirklich vollständig.

>Mittlerweile kann ich sagen: ja, für mich hat sich durch die Rückschulung sogar schon erstaunliches getan! Allerdings kämpft man doch sehr allein, wird und bleibt unverstanden. Ich wünsche mir auch eine Lobby für ULH und solche, die sich zurückschulen! Fr. Dr. Sattler betreibt vor allem Prävention und ja, sie klärt nebenbei auch über Umschulungsfolgen auf, aber meiner Meinung nach nicht genug! Vor allem fühlt man sich, nachdem man besagtes Buch gelesen hat hängen gelassen! Jetzt weiß man also, wie verquer man in der Birne ist - und was nun damit tun?! Ich bin ein Nervenbündel, Psychowrack und arbeitslos. Ich für mich sah keine andere Möglichkeit, das Wagnis einer Rückschulung einzugehen, sonst hätte ich mich gleich aufhängen können, weil ich am Leben teil haben, auch meinen gesellschaftlichen Beitrag geben und arbeitsfähig sein möchte! Rückschulung kostet viel Kraft und viel Mut. Wie hilfreich wäre da ein wenig Unterstützung!

>P.S: schlage ein neues Kürzel vor: PRH für Pseudorechtshänder

>Grüße!

>Ich bleibe unbekannt, das schützt mich vor Direktangriffen




Es ist richtig: Frau Dr. Sattler legt den wesentlichen Wert auf Prävention, und das ist auch ein sehr wichtiger Teil der Geschichte.

Dabei verliert sie die anderen Punkte aber nicht aus dem Sinn, aber ihre ganze Kraft ist mit dem, was sie tut, völlig ausgelastet.

Meine Präferenz liegt ebenfalls in der Prävention, und ich helfe Frau Dr. Sattler bei ihrem Engagement ehrenamtlich als freier Mitarbeiter der Beratungsstelle in München.

Es ist aber auch wichtig, die angesprochene Seite mit zu unterstützen, und daher freue ich mich, dass es hier einen Anstoß dafür gibt.

Alles, was jetzigen und künftigen Linkshändern das Leben erleichtert, ist wichtig.

Es wäre schön, wenn da wirklich was rauskäme.

Ich würde zwar, da ich mit meiner Familie, Beruf und ehrenamtlichen Engagement(in auch noch anderen) Dingen gerne, wenn gewünscht, den Kontakt zur Beratungsstelle nach München herstellen. Ich weiß, wie schwer Frau Dr. Sattler da zu erreichen ist, da habe ich es etwas leichter.

Mein Email-Kontakt ist in der Eingangsseite dieses Forums; wer möchte, kann da gerne mit mir Kontakt aufnehmen.

Allerdings bin ich jetzt bis zum 5.9. in Urlaub (Gott sei Dank !).


Bis dahin


Dr. Noll

Dr. Noll
09.08.2004, 20:51
Nachtrag: mit Familie, Beruf und ehrenamtlichen EDngagement bin ich auch voll

a u s g e l a s t e t, dieses Wort habe ich vergessen hinzuschreiben.


Dr. Noll

Detlef
09.08.2004, 21:24
Hallo unbekannt und andere Interessierte!


Richtig, ich würde auch sagen, daß schon eine Menge getan wird, aber nicht nur von Frau Dr. Sattler, sondern auch von Teilnehmern dieses Forums, von Betreibern von Lh-Läden und auch von Ulla Laufs/Hundemer, denn die gehört hier auch erwähnt!

Prävention ist das oberste Gebot, wobei die Stadt München (glaub ich) neulich nichts besseres zu tun hatte, als erstmal Frau Dr. Sattler die jahrelang gewährten Zuschüsse für ihre Beratungsstelle wegzustreichen und sie damit in große Not zu bringen!! Soviel also zur Lobby von Linkshändern!

Klasse finde ich, wenn Leute wie die Claudia in Schulen oder Kigä`s direkt Lehrkräfte ansprechen und ihre Erfahrungen hier auch veröffentlichen!


Für Dich, unbekannt gibt es folgenden Tip: Du kannst Dich, um während Deiner Rückschulung mit anderen Rückschülern gemachte Erfahrungen auszutauschen, einem Mailring anschließen, den Sylvia Weber leitet. Dieser Mailring besteht aus Rückschülern und der Sylvia als Admin. Näheres kann sie Dir selber erklären, wenn Du Interesse hast. Ich selber gehöre diesem Ring seit ein paar Wochen auch an und es gab schon einigen Austausch und für mich auch einen guten Tip! Sylvia Webers Homepage ist www.linkshaenderberatungsstelle.de. Du kannst sie ja mal anschreiben oder auch anrufen.


Detlef

Kirstin Krap
10.08.2004, 09:36
...allerdings bin ich ab 19.8. für 6 Wochen auf Kur, komme also erst am 30.9. wieder heim. Aber ich denke, ich habe da eine Menge Zeit, um mir Gedanken zu machen und für mich ein Konzept zu erstellen.


Prinzipiell bin ich an weiteren Kontakten interessiet. Vielleicht kann mir ja hier der eine oder andere helfen. Ich suche:


<ul><li>engagierte Psychologen/Psychiater/Neurologen mit Interesse an der Thematik, eventuell sogar selbst Linkshänder</li>

<li>Juristen</li>

<li>Journalisten</li>

<li>Linkshänderberater</li>

<li>jede Menge anderer Helfer</li></ul>


Gut wären vor allem Kontakte in der Umgebung München, ggf. auch Leipzig, Berlin, Dresden (da ich privat auch ab und zu in der Gegend bin, wäre ein privates Treffen dort auch möglich). Generell bin ich aber auch an Email-Kontakten interessiert. Jede(r), der mitmachen möchte, der sich über das Normalmaß und die eigenen Interessen hinaus engagieren möchte, soll sich bei mir melden.


Dieses Postfach ist momentan mein einziges ganz ohne Spam, das heißt, da würde ich die Mails auch im Oktober noch wieder finden. Bitte keine Bange, wenn ihr nix von mir hört, aber ich bin wirklich 6 Wochen komplett vom Internet abgeschnitten...


Danke im Voraus und einen schönen Urlaub/Ferien/Sommer wünscht Kirstin