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Vollständige Version anzeigen : Lehrer verklagen ?


Tom
21.04.2004, 14:05
Hallo erstmal !


Ich wurde vor etwa 12 Jahren von meinem Lehrer gezwungen mit rechts zu schreiben.

Nun ist ja die Umschulung nach heutiger Sicht ja als Körperverletzng anerkannt.

Mir stellt sich nun die Frage ob man mit einer Klage irgendwelche Erfolgschancen hätte ?!


Wenn jemand was dazu weis, bzw. denkt würde ich mich über eine antwort sehr freuen !!


gruss, Tom

Linke
21.04.2004, 14:12
>Hallo erstmal !

>Ich wurde vor etwa 12 Jahren von meinem Lehrer gezwungen mit rechts zu schreiben.

>Nun ist ja die Umschulung nach heutiger Sicht ja als Körperverletzng anerkannt.

>Mir stellt sich nun die Frage ob man mit einer Klage irgendwelche Erfolgschancen hätte ?!

>Wenn jemand was dazu weis, bzw. denkt würde ich mich über eine antwort sehr freuen !!

>gruss, Tom


Geht es Dir um Geld oder inneren Frieden?


Wenn es Dir um Geld geht, klage!

Geht es Dir um inneren Frieden, lebe einfach bewußt jeden Tag neu.


Freundliche Grüße

Linke

Tom
21.04.2004, 14:23
>Geht es Dir um Geld oder inneren Frieden?

>Wenn es Dir um Geld geht, klage!

>Geht es Dir um inneren Frieden, lebe einfach bewußt jeden Tag neu.

>Freundliche Grüße

>Linke




Im Prinzip geht es mir um beides, meiner Meinung nach ist ein "Schmerzensgeld" auch ein Beitrag zum inneren Frieden. Geld macht ja bekanntermassen nicht glücklich, aber es hätte etwas von Genugtuung !

Stellt sich immer noch die Frage nach den Erfolgschancen einer Klage! Eine Niederlage könnte ich mir nämlich gar nicht leisten.


mfg, Tom

Kirstin Krap
21.04.2004, 15:17
Hallo Tom,


ein paar Fragen von mir:


(1) In welchem Bundesland bist du zur Schule gegangen?

(2) Hast Du Beweise für eine (gewaltsame) Umschulung?

(3) Wieso haben Deine Eltern nichts unternommen? Wie stehen sie dazu?

(4) Was genau willst Du erreichen?


Ich persönlich würde von einer Klage abraten. Anders wäre die Situation, wenn ich als Elternteil vor der Situation stehe, dass mein Kind in der Schule (gewaltsam) zum rechts schreiben gezwungen wird, obwohl es Linkshänder ist. In dem Fall würde ich zumindest auf Unterlassung klagen, damit mein Kind sich ohne Probleme entwickeln kann. Ein Wechsel der Schule wäre allerdings der erste Schritt.


In Deinem Fall denke ich, dass es mehrere Gründe für ein Scheitern einer solchen Klage gibt: Wenn im Lehrplan Deines Bundeslandes das Umschulen vorgeschrieben ist bzw. zu diesem Zeitpunkt war, kann dem Lehrer kaum ein Vorwurf gemacht werden. Abgesehen davon denke ich, dass eine Körperverletzung nach 12 Jahren verjährt ist. Du solltest Dich lieber mit Deinen Eltern auseinandersetzen und sie fragen, warum sie eine Umschulung zugelassen haben. Sowas nenne ich auch Verletzung der erzieherischen Pflichten, denn im Grunde genommen haben Deine Eltern Dich damals allein gelassen und waren schlicht und einfach nicht für Dich da.


Versuche einfach, das beste aus Deinem Leben zu machen, erwäge eine Rückschulung (nach einer Beratung evtl. einschließlich Händigkeitstestung) und gehe Deinen eigenen Weg.


Viel Glück dabei wünscht Kirstin

suzie
22.04.2004, 22:59
Hallo Tom,

als ich vor ca. 30 Jahren zur Grundschule gegangen bin, war das 'LInkshänder-

umschulen' schon out. Aber seither rühmt man sich des Nicht-Umschulens-auf-Rechtshändig-schreiben. Als ob das ausreichend wäre!

Ich habe einen linkshändigen Sohn und die Lehrer waren nicht in

der Lage, ihm das Schreiben richtig beizubringen (eindeutig Aufgabe der Schule!)

Bin leider zu spät darauf aufmerksam geworden und bin ziemlich wütend darüber.

Meinem Sohn hilft das leider nicht mehr.

Das einzige was ich tun konnte, war, die Lehrer eindringlich zu bitten, Linkshänder richtig schreiben zu lehren


Frage: Was hast du wirklich von einer Anklage????


Herzlichen Gruß

Suzie

Sarah
24.04.2004, 08:05
>Frage: Was hast du wirklich von einer Anklage????


Zum einen denke ich mal eine Genugtuung, und zum anderen wäre es auch mit einiger Sicherheit ein Urteil, was in die Zeitungen kommt (was natürlich fatal wäre, wenn der Rechtsstreit verloren würde). Würde er aber gewonnen, wäre es prima Öffentlichkeitsarbeit.