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Vollständige Version anzeigen : Linkshändiges Kleinkind...


Nicky
16.04.2004, 15:01
Hallo in die Runde,


ich habe schon mal hier gepostet, da bei meinem inzwischen 14 Monate altem Sohn die Zeichen auf Linkshändigkeit stehen.


Dieser Verdacht verhärtet sich immer mehr, er greift seinen Löffel stur mit links und auch Stifte werden mit links gehalten. Natürlich geb ich ihm weiterhin alles mittig.


Nun hat Niklas, mein Sohn, große Probleme damit aus einer Schnabeltasse zu trinken. Egal wie oft ich es ihm zeige: Er dreht die Tasse immer wieder mit dem Schnabel nach oben. Wodurch natürlich nichts herauskommt...


Wir haben den Umstand jetzt dadurch behoben das wir einen Becher für Kleinkinder gekauft haben der nicht einen Schnabel besitzt sondern in der Mitte einen Strohhalm hat.


Nun meine Frage: Ist das auch ein Indiz? Meine Mutter, die sich auch mit dem Thema auseinandersetzt, meinte das ich das mal erfragen solle. Da Linkshänder doch oftmals anfangs in Spiegelschrift schreiben sind wir der Meinung das sich auch so ein Phänomen einstellen könnte. Immerhin ist bei Linkshändern ja die rechte Gehirnhemisphäre dominanter und da sich das auch auf das Sehen auswirkt könnte es sich doch auch darin äußern das Niklas die Tasse verkehrt herum hält, oder?


Was meint Ihr dazu?


Übrigens habe ich noch etwas festgestellt: Da Niklas ja nun schon sehr früh alle Anzeichen zeigt habe ich versucht andere "betroffenen" Rechtshändigen Mütter zu finden. Ich denke einfach das es schön sein müßte sich über die Erfahrungen mit linkshändigen Kleinkindern auszutauschen. Aber ich werde überall abgestempelt mit der Bemerkung "Linkshändigkeit sei doch nicht schlimm und ich solle Niklas einfach lassen".


Natürlich empfinde ich Linkshändigkeit nicht als schlimm sondern als völlig natürlich. Ich möchte nur als Mutter sicher stellen das ich ihn optimal fördern kann falls er einer sein sollte und ich möchte mich einfach über die ganz alltäglichen und normalen kleinen Problemchen austauschen können die uns wahrscheinlich bald begegnen werden.


Warum reagieren die Menschen so gereizt auf die einfache Frage ob sie Erfahrungen mit Linkshändigkeit gemacht hätten und wie sie mit ihren Linkshändigen Kleinkindern umgegangen sind? Und warum sind die Linkshänder da meist noch viel kritischer und teilweise sogar richtig agressiv?


Das verstehe ich nicht, immerhin ist doch mein einziger Wunsch mich mit dem Thema auseinanderzusetzen und die bestmögliche Förderung für Niklas bieten zu können!


Liebe Grüße

Nicky

Lotteflue
16.04.2004, 22:29
Hallo Nicky


Nun hat Niklas, mein Sohn, große Probleme damit aus einer Schnabeltasse zu trinken. Egal wie oft ich es ihm zeige: Er dreht die Tasse immer wieder mit dem Schnabel nach oben. Wodurch natürlich nichts herauskommt...

Wir haben den Umstand jetzt dadurch behoben das wir einen Becher für Kleinkinder gekauft haben der nicht einen Schnabel besitzt sondern in der Mitte einen Strohhalm hat.

Nun meine Frage: Ist das auch ein Indiz? Meine Mutter, die sich auch mit dem Thema auseinandersetzt, meinte das ich das mal erfragen solle. Da Linkshänder doch oftmals anfangs in Spiegelschrift schreiben sind wir der Meinung das sich auch so ein Phänomen einstellen könnte. Immerhin ist bei Linkshändern ja die rechte Gehirnhemisphäre dominanter und da sich das auch auf das Sehen auswirkt könnte es sich doch auch darin äußern das Niklas die Tasse verkehrt herum hält, oder?

Was meint Ihr dazu?


Dazu kann ich nichts sagen.


Übrigens habe ich noch etwas festgestellt: Da Niklas ja nun schon sehr früh alle Anzeichen zeigt habe ich versucht andere "betroffenen" Rechtshändigen Mütter zu finden. Ich denke einfach das es schön sein müßte sich über die Erfahrungen mit linkshändigen Kleinkindern auszutauschen. Aber ich werde überall abgestempelt mit der Bemerkung "Linkshändigkeit sei doch nicht schlimm und ich solle Niklas einfach lassen".

Natürlich empfinde ich Linkshändigkeit nicht als schlimm sondern als völlig natürlich. Ich möchte nur als Mutter sicher stellen das ich ihn optimal fördern kann falls er einer sein sollte und ich möchte mich einfach über die ganz alltäglichen und normalen kleinen Problemchen austauschen können die uns wahrscheinlich bald begegnen werden.

Warum reagieren die Menschen so gereizt auf die einfache Frage ob sie Erfahrungen mit Linkshändigkeit gemacht hätten und wie sie mit ihren Linkshändigen Kleinkindern umgegangen sind? Und warum sind die Linkshänder da meist noch viel kritischer und teilweise sogar richtig agressiv?


Das liegt eventuell daran, dass sie selbst umgeschult sind, aber nicht damit konfrontiert werden wollen (Schattenseiten ansehen). Die letzten Tage schrieb hier jemand, die Oma würde sie immer total anfahren, wenn sie das Gesräch darauf lenke oder so. Das ist wahrscheinlich das gleiche Thema.


Das verstehe ich nicht, immerhin ist doch mein einziger Wunsch mich mit dem Thema auseinanderzusetzen und die bestmögliche Förderung für Niklas bieten zu können!


Am besten zum ansprechen geeignet sind vielleicht Mütter mit älteren Linkshänderkindern? Die wissen vielleicht auch mehr als ganz "frische" und sind nicht mehr so unvertraut und aggressiv?


Ansonsten hier das Forumarchiv durchlesen. Es steht viel interessantes drin.


Lotteflue

Olli
17.04.2004, 02:32
Hallo Nicky

Nun hat Niklas, mein Sohn, große Probleme damit aus einer Schnabeltasse zu trinken. Egal wie oft ich es ihm zeige: Er dreht die Tasse immer wieder mit dem Schnabel nach oben. Wodurch natürlich nichts herauskommt...


Wir haben den Umstand jetzt dadurch behoben das wir einen Becher für Kleinkinder gekauft haben der nicht einen Schnabel besitzt sondern in der Mitte einen Strohhalm hat.


Nun, ihr könnt euren Sohn eigentlich auch schon (ab ca. 10 Monat) aus einer normalen Tasse trinken lassen (natürlich zuerst noch mit Unterstützung) - haben wir auch gemacht und es klappte prima.


Nun meine Frage: Ist das auch ein Indiz? Meine Mutter, die sich auch mit dem Thema auseinandersetzt, meinte das ich das mal erfragen solle. Da Linkshänder doch oftmals anfangs in Spiegelschrift schreiben sind wir der Meinung das sich auch so ein Phänomen einstellen könnte. Immerhin ist bei Linkshändern ja die rechte Gehirnhemisphäre dominanter und da sich das auch auf das Sehen auswirkt könnte es sich doch auch darin äußern das Niklas die Tasse verkehrt herum hält, oder?

Was meint Ihr dazu?

Nicht unbedingt, da die Augen nicht über kreuz mit dem Gehirn vernetzt sind und man schließlich mit beiden Augen sieht. Außerdem wäre das ja keine spiegelbildliche, sondern eine oben/unten Verwechslung, oder?


Er kann einfach noch nicht das -Schnabel nach unten- mit dem Trinken in Verbindung bringen. Für ihn ist es bildlich Richtig, wenn der Schnabel nach oben zeigt. Hier ist eine "richtige" Tasse auch eine wichtige Erfahrung, weil er sehen kann, wie sich das Getränk bewegt/seinen Mund nass macht.


In diesem Sinne

viel Erfolg und nicht alzuviel nasse Fußböden.


Olli

Lotteflue
17.04.2004, 13:25
Hallo

Hat die Tasse eigentlich zwei Henkel oder nur einen?


Lotteflue

Nicky
17.04.2004, 21:46
Hallo,


wir haben mehrere ausprobiert. Mit zwei Henkeln oder ganz ohne Henkel, nur einen Henkel haben wir ihm niemals gegeben. Bei allem ist es das gleiche Ergebnis, er dreht den Schnabel nach oben.


Aus einer normalen Tasse kann er übrigens mehr oder weniger trinken aber wir wollen das er jetzt im Frühjahr/Sommer wegen den Bienen und Wespen nicht aus einem normalen Becher trinkt...


Liebe Grüße

Nicky

Nicky
17.04.2004, 21:50
Hallo Olli,

Niklas kann aus einer normalen Tasse trinken. Zwar noch mit leicher Unterstützung, aber er bekommt es hin. Wir möchten aber das er jetzt, wenn er mit mir den ganzen Tag im Garten ist, nicht aus einer Tasse ohne Schnabel oder Strohhalm trinkt da ich Angst vor den Bienen und Wespen habe.


Daher ist der Strohhalm-Becher für ihn ideal. Im Herbst bekommt er dann wieder normale Tassen und Becher, aber jetzt ist es mir und seinem Vater einfach lieber.


Es wäre halt interessant gewesen zu wissen ob es damit zusammenhängen könnte. Auf die Idee kamen wir weil im Buch von B. Sattler (Der umgeschulte Linkshänder) die Sehnervkreuzung eingezeichnet war...


Liebe Grüße

Nicky

Lotteflue
18.04.2004, 12:01
Hallo Nicky


Vielleicht mag er einfach diesen Schnabel nicht im Gesicht haben, sieht es als Gefahr, wo man ohne diesem Ding auf der anderen Seite einfach besser trinken könnte (ihr habt ja auch nicht sowas an eurer Tasse)


Die Sache im Sommer haben wir so gelöst, es gibt Flaschen, die so einen Verschluss haben, wie Sportler oder Radfahrer oft an ihren Flaschen haben. Natürlich die Getränke, die dort drin sind, sind meist für Erwachsene ;-)

Die haben wir dann getrunken und die Flaschen ausgewaschen und dann die Kindergetränke reingefüllt.

Z.B.bei Hoffman gibt es O2 - Getränke (Mineralwasser mit Sauerstoff in verschiedenen Varianten), die Flaschen fand ich ganz besonders gut, weil die nur Trinken rauslassen, wenn mit dem Mund "dran gezogen" wird und man den Verschluss komplett zum reinigen auseinandernehmen kann.

Natürlich sollten keine kohlensäurehaltigen Getränke rein, weil es sonst bei Wärme rausspudeln würde.

Vielleicht eine Alternative?


Lotteflue

Nicky
18.04.2004, 20:51
Hallo Lotteflue,


also die Trinkhalmbecher finde ich schon super. Er kommt gut mit denen klar, sie haben einen Tropfschutz und sind für unterwegs mit einer Kappe verschließbar. Die Trinkhalme sind integriert, auseinanderbaubar und müssen nicht täglich ersetzt werden. Sie haben außerdem ein Ventil dass das Auslaufen verhindert.

Dadurch das der Strohhalm genau in der Mitte sitzt kann ich auch nichts falsch machen in Bezug auf Links- oder Rechtshändigkeit. Und Niklas kommt sehr gut damit klar!


Ich fand das nur im Zusammenhang mit seiner sehr deutlichen Linkshändigkeit interessant und wollte wissen ob da ein Zusammenhang besteht!


Aber danke für die Tipps, solche Flaschen werden sicher ab nächstes Jahr für Niklas interessant sein!


Liebe Grüße

Nicky

Linke
21.04.2004, 11:17
Albert Einstein konnte mit vier Jahren noch nicht sprechen.

Seine Eltern waren ratlos und machten sich große Sorgen.


Langfristig war dieses "Problem" allerdings kein Problem, wie wir alle wissen.