Lena
17.01.2004, 19:31
Hallo zusammen,
nun habe ich eine Frage.
Meine Tochter ist 11 Jahre alt (wird bald 12) und geht in die 5. Klasse Realschule. Um es möglichst kurz vorab auf den Punkt zu bringen:
Ich habe den Eindruck, dass sie sich evtl. in der 1. Klasse selber auf die rechte Hand (um ?)-geschult hat und eigentlich von Natur aus LH ist.
Lohnt sich ein Test in einer Beratungsstelle und kann sie sich eigentlich so mitten in der 5. Klasse rückschulen lassen? Wie muss eine Rückschulung u.U. professionell begleitet werden und wann sollte die Rückschulung starten (in den großen Ferien)?
Nun eine kurze Ausführung zu meiner Vermutung.
Im Kleinkindalter, als sie das Zähneputzen lernte, hatte sie monatelang große Mühe, die Bewegungen zu koordinieren. Sie bewegte z.B. lange Zeit den Kopf, um die Zähne zu putzen, und nicht den Arm, der die Zahnbürste hielt. Man merkte es ihr an, dass sie offensichtlich die Bewegungsabläufe nicht flüssig hinbekam. (Dies bemerkte ich an der rechtshändigen Tätigkeit sehr deutlich, ansonsten hat meine Tochter nie zuvor auffällige oder unauffällige Kinderarztbefunde gehabt betr. irgendwelcher motorischer oder feinmotorischer Störungen). Damals haben wir ihr das Zähneputzen mit rechts gezeigt; heute schule ich mich ja zurück auf die linke Hand.
Die Einschulung wurde aufgrund mangelnder Schulreife um ein Jahr zurückgestellt.
Als sie mit 7 dann eingeschult wurde, bemerkten wir bis einschließlich heute: Sie drückt viel zu stark die Stifte auf. Das ist echt "unnormal", mit welchem Druck sie schreibt oder malt.
In der 1. Klasse hat sie abwechselnd mit links und mal mit rechts geschrieben und fragte uns mehrmals, auf welche Hand sie sich denn festlegen "soll". Wir haben ihr die freie Wahl gelassen, allerdings habe ich damals aufgrund meiner Unerfahrenheit gesagt: "Wenn es Dir mit beiden Händen gleich gut geht zu schreiben, dann nimm doch lieber die rechte Hand."
Ich vermute, dies war der Auslöser, dass sie sich verkehrt geschult haben könnte.
Seit der ersten Klasse hat das Kind definitiv zwar keine Leseschwäche, aber eine ausgeprägte Rechtschreibschwäche. Nun kam ab der 5. Klasse Englisch hinzu und die Rechtschreibung in deutsch und englisch sind mit Verlaub gesagt, Horror.
(Eine Lehrerin hatte in der 3. Klasse eine Legasthenie vermutet, dies hat sich jedoch nicht bestätigt.)
Wenn sie heute testweise mal mit links malt und das gleiche Bild mit rechts, sind die Bilder nahezu deckungsgleich. Sie malt sehr gut mit links (aber das Bild jetzt war ein Test, sie malt sonst auch nur rechts).
Ihre Schrift sieht nicht "rund" aus. Sondern stockend, teilweise "eckig".
Nahezu alles macht sie auch im täglichen Leben mit der rechten Hand. In Mathe ist sie ein As und ihr Orientierungssinn ist so gut, dass es mich stets verblüfft.
Nun frage ich mich, was ich tun soll.
Wenn ich sie heute frage, wie sich für sie die linke Hand anfühlt, sagt sie "sehr gut", aber sie hat von selbst kein Interesse daran, diese Hand möglicherweise öfters mal zu gebrauchen, und ich will sie nicht verwirren oder schlimmstenfalls -jetzt- falsch schulen.
Ich glaube, ein Test wäre sinnvoll, oder? Wie geht das vonstatten, braucht man dazu eine Überweisung des Kinderarztes?
Liebe Grüße
Lena
nun habe ich eine Frage.
Meine Tochter ist 11 Jahre alt (wird bald 12) und geht in die 5. Klasse Realschule. Um es möglichst kurz vorab auf den Punkt zu bringen:
Ich habe den Eindruck, dass sie sich evtl. in der 1. Klasse selber auf die rechte Hand (um ?)-geschult hat und eigentlich von Natur aus LH ist.
Lohnt sich ein Test in einer Beratungsstelle und kann sie sich eigentlich so mitten in der 5. Klasse rückschulen lassen? Wie muss eine Rückschulung u.U. professionell begleitet werden und wann sollte die Rückschulung starten (in den großen Ferien)?
Nun eine kurze Ausführung zu meiner Vermutung.
Im Kleinkindalter, als sie das Zähneputzen lernte, hatte sie monatelang große Mühe, die Bewegungen zu koordinieren. Sie bewegte z.B. lange Zeit den Kopf, um die Zähne zu putzen, und nicht den Arm, der die Zahnbürste hielt. Man merkte es ihr an, dass sie offensichtlich die Bewegungsabläufe nicht flüssig hinbekam. (Dies bemerkte ich an der rechtshändigen Tätigkeit sehr deutlich, ansonsten hat meine Tochter nie zuvor auffällige oder unauffällige Kinderarztbefunde gehabt betr. irgendwelcher motorischer oder feinmotorischer Störungen). Damals haben wir ihr das Zähneputzen mit rechts gezeigt; heute schule ich mich ja zurück auf die linke Hand.
Die Einschulung wurde aufgrund mangelnder Schulreife um ein Jahr zurückgestellt.
Als sie mit 7 dann eingeschult wurde, bemerkten wir bis einschließlich heute: Sie drückt viel zu stark die Stifte auf. Das ist echt "unnormal", mit welchem Druck sie schreibt oder malt.
In der 1. Klasse hat sie abwechselnd mit links und mal mit rechts geschrieben und fragte uns mehrmals, auf welche Hand sie sich denn festlegen "soll". Wir haben ihr die freie Wahl gelassen, allerdings habe ich damals aufgrund meiner Unerfahrenheit gesagt: "Wenn es Dir mit beiden Händen gleich gut geht zu schreiben, dann nimm doch lieber die rechte Hand."
Ich vermute, dies war der Auslöser, dass sie sich verkehrt geschult haben könnte.
Seit der ersten Klasse hat das Kind definitiv zwar keine Leseschwäche, aber eine ausgeprägte Rechtschreibschwäche. Nun kam ab der 5. Klasse Englisch hinzu und die Rechtschreibung in deutsch und englisch sind mit Verlaub gesagt, Horror.
(Eine Lehrerin hatte in der 3. Klasse eine Legasthenie vermutet, dies hat sich jedoch nicht bestätigt.)
Wenn sie heute testweise mal mit links malt und das gleiche Bild mit rechts, sind die Bilder nahezu deckungsgleich. Sie malt sehr gut mit links (aber das Bild jetzt war ein Test, sie malt sonst auch nur rechts).
Ihre Schrift sieht nicht "rund" aus. Sondern stockend, teilweise "eckig".
Nahezu alles macht sie auch im täglichen Leben mit der rechten Hand. In Mathe ist sie ein As und ihr Orientierungssinn ist so gut, dass es mich stets verblüfft.
Nun frage ich mich, was ich tun soll.
Wenn ich sie heute frage, wie sich für sie die linke Hand anfühlt, sagt sie "sehr gut", aber sie hat von selbst kein Interesse daran, diese Hand möglicherweise öfters mal zu gebrauchen, und ich will sie nicht verwirren oder schlimmstenfalls -jetzt- falsch schulen.
Ich glaube, ein Test wäre sinnvoll, oder? Wie geht das vonstatten, braucht man dazu eine Überweisung des Kinderarztes?
Liebe Grüße
Lena