Vollständige Version anzeigen : Rückschulung und Autofahren
Hallo zusammen,
ich schule seit Mai d.J. zurück. Dabei geht es mir sehr gut. In den ersten Monaten hatte ich ständig Schwindelgefühle, die nun aber seit einigen Wochen kaum noch auftreten, aber ich spüre schon sehr die psychische Anstrengung, die es kostet.
Ich bin seit fünf Jahren nicht mehr Auto gefahren. Am vergangenen Freitag haben wir uns einen Leihwagen gemietet, um von Bremen ins Ruhrgebiet (und wieder zurück) zu fahren. Da mein Mann keinen Führerschein hat, bin ich die ganze Strecke (ca. 650 km) allein an einem Tag gefahren.
Autofahren ist ja eine sehr rechtsseitig ausgerichtete Tätigkeit: ständig ist der rechte Fuß auf Gaspedal und Bremse konzentriert, man schaltet rechts und man fährt rechts.
Ich habe mich beim Fahren zwar recht wohl gefühlt und fuhr auch sicher. Am darauffolgenden Samstag war jedoch nichts mit mir anzufangen und auch gestern war ich noch schrecklich müde. Erst heute erhole ich mich allmählich.
Nun möchte ich gerne wissen, ob das Gefühl der Überanstrengung auch etwas mit der Rückschulungssituation zu tun hat.
Wie habt ihr das Autofahren während der Rückschulung erlebt und gehandhabt?
Gruß, Barbara
Barbara schrieb:
>Ich bin seit fünf Jahren nicht mehr Auto gefahren. Am vergangenen Freitag haben wir uns einen Leihwagen gemietet, um von Bremen ins Ruhrgebiet (und wieder zurück) zu fahren. Da mein Mann keinen Führerschein hat, bin ich die ganze Strecke (ca. 650 km) allein an einem Tag gefahren.{Umorganisation des origianltextes}Ich habe mich beim Fahren zwar recht wohl gefühlt und fuhr auch sicher. Am darauffolgenden Samstag war jedoch nichts mit mir anzufangen und auch gestern war ich noch schrecklich müde. Erst heute erhole ich mich allmählich.<
650 km and einem Tag sind sogar fuer geuebte Autofahrer ziemlich viel; wenn Du 5 Jahre nicht gefahren hast, genuegt das wohl fuer die Ermuedung. "Wohl gefuehlt" ja klar. Konzentration tut ja nicht weh.
>Autofahren ist ja eine sehr rechtsseitig ausgerichtete Tätigkeit: ständig ist der rechte Fuß auf Gaspedal und Bremse konzentriert, man schaltet rechts und man fährt rechts.<
Einerseits ja, andererseits ist die Kupplung links und man sitzt links, ich finde das fuehlt sich nett und okay an...
>Nun möchte ich gerne wissen, ob das Gefühl der Überanstrengung auch etwas mit der Rückschulungssituation zu tun hat.
Das kann man nicht sagen. Ich glaube aber, dass Du Dich eben _nicht_ wohl gefuehlt haettest, wenn da ein Problem vorgelegen haette.
Tilman
Hallo Barbara,
wie Tilman bin ich auch froh, mit links kuppeln zu können und habe die entgegenkommenden Autofahrer lieber links von mir. Die Gangschaltung rechts ist schon zu diskutieren, andererseits habe ich auch (anders als beim Fahrrad, wo ich die Balance mehr mit der linken Seite halte) lieber die linke Hand am Lenkrad. Immerhin: Blinker ist links, Licht ist links, die Fensterheber sind in der Fahrertür (jedenfalls bei meinem Auto)...
Gegen Probleme mit der Schaltung gäbe es noch Automatikwagen, aber mit dem Gedanken könnte ich mich wohl nicht anfreunden.
Im übrigen: 650 km an einem Tag nach 5 Jahren Abstinenz: reife Leistung, hätte ich mich nicht getraut. Und dann noch Autobahn... Kein Wunder, daß Du k.o. bist.
Ich hoffe, Du hast dich inzwischen wieder erholt.
liebe Grüße
von Jana (die hoffentlich nie in Great Britain ans Lenkrad muß)
Peter (RH + ELHK)
06.10.2003, 01:25
Also ...
1. Respekt fuer die 650 km ohne Uebung
2. In England fahren sie zwar links, d.h. links ist der Schalthebel und rechts geht die Tuer auf ... (eigene Erfahrung aus GB beim 1. Mal) aber die Pedale sind "normal"
3. Die Anordnung und Bedienung von Gas, Kupplung und Bremse ist m.E. reine Gewoehnungssache. Habe diverse Motoraeder gefahren, die die Schaltung statt links, rechts hatten (alte Italiener oder Englaender) und dann zur besonderen Erschwernis mal den ersten Gang oben oder unten. "Normal" ist die Schaltung links und der erste Gang unten. Nach einer gewissen Gewoehnungsphase gings immer. Allerdings wenn Du dann immer das erste mal gebremst hast, krachte es laut und vernehmlich im Getriebe ... (aber bisher habens alle ausgehalten)
4. Ist der Mensch sowieso irgendwie ein Gewohnheitstier. Seit ein paar Tagen schreibe ich auf einer amerikanischen Tastatur - kein aehh halt ae oder das y statt links unten wie gehabt, an der Stelle wo sonst das Z sitzt.
OK, gibt ein paar Tippfehler mehr, aber wenn ich dann wieder an meinem deutschen Laptop sitze, mach ich die gleichen Fehler nur andersrum ;-)
Und wenn ich mich dann endlich dran gewoehnt habe, bin ich dann wieder in Deutschland
Ich denke Mal, dass Deine Ueberanstrengung nicht von der Anordnung der Bedienelemente kommt, sondern von den untrainierten 650 km.
Wenn ich als (trainierter) Fahrer mal 1200 km abrutsche, kannste mich am naechsten Tag auch in der Pfeife rauchen - und wenn ich mal schlecht drauf bin, reichen auch 500 km
Also, mach Dir keine allzugrossen Gedanken, "trainiere" mal lieber oefter
mfg Peter
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