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Vollständige Version anzeigen : Was hilft meinem Sohn wirklich für das 1. Schuljahr?


Sandra
29.08.2001, 23:50
Hallo! Erstmal muß ich sagen (schreiben) das ich wirklich froh bin dieses Forum gefunden habe, dann mittlerweile bin ich recht verzweifelt. Mein Sohn ist vor einer Woche in die Schule gekommen. Das er Linkshaender ist war nie ein Problem und ich habe auch nie versucht ihn umzuschulen. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich sogar stolz und bin immer wieder erstaunt wie super er alles in der sogenannten "rechten" Welt meistert. Nun aber mein Problem was benötigt ein Kind wirklich für die Schule damit ihm bestimmte Sachen leichter fallen? Es gibt ja eine riesengroße Auswahl an Artikeln für Linkshaender, was ich vorher nicht wußte. Braucht er z.B.: wirklich Spitzer, Lineal, Schreibunterlage, Stifte, Hefte, Zeichenblöcke usw. extra für Linkshaender??????

Die einzigsten Aussagen zu meinem Problem waren bis jetzt: "Alles Quatsch, er muß lernen mit den Sachen umzugehen die meißten sind nun mal Rechtshaender. Früher gab es sowas auch nicht".


Aber ich möchte ihm doch helfen und da die ganzen Artikel nicht gerade preiswert sind möchte ich nicht alles kaufen, wenn er es dann doch nicht braucht. Eine Scheere für Linkshaender und eine Schreibunterlage für zu Hause hat er. Leider benutzt er die Unterlage nicht. Seine Blätter liegen immer gerade und er bewegt immer den ganzen Oberkörper und rutscht auf dem Stuhl immer hin und her wenn er malt, was für die Schule bestimmt nicht von Vorteil ist. Ich habe aber darauf geachtet das links neben ihm in der Schule niemand sitzt, das wäre bestimmt nicht gut gegangen.

Gibt es eine Möglichkeit heraus zu finden was er braucht und was ihm wirklich hilft? Aufgefallen in der esten Woche ist mir nur, das im das Schreiben von Buchstaben und Zahlen leichter fällt wenn ich es ihm mit der linken Hand vormache. Na ja, und das mit dem Bleisift spitzen klappt auch nicht so gut und mein Sohn mußte mir erstmal erklären warum. Was mir echt peinlich war, weil ich seitdem dieses Gefühl nicht mehr los werde: "ch habe mich nicht richtig gekümmert und informiert!"

Ich bin über jeden Tip dankbar, da ich nicht eine einzige Person kenne die Linkshaender ist. Und je mehr ich mich über dieses Thema informiere um so unsicherer und verwirrter werde ich! DANKE schon mal im vorraus :-) Sandra

Olli
30.08.2001, 01:01
Hallo!

Nun aber mein Problem was benötigt ein Kind wirklich für die Schule damit ihm bestimmte Sachen leichter fallen? Es gibt ja eine riesengroße Auswahl an Artikeln für Linkshaender, was ich vorher nicht wußte. Braucht er z.B.: wirklich Spitzer, Lineal, Schreibunterlage, Stifte, Hefte, Zeichenblöcke usw. extra für Linkshaender??????


Empfehlenswert hierzu ist vielleicht das Buch:"Das Linkshändige Kind in der Grundschule" von Johanna Barbara Sattler, das ausfürlich auf diese Problematik eingeht.

Aber allgemein braucht man meiner Meinung nach (es gibt hierzu sicherlich auch andere Meinungen), wirklich das meiste von diesen Sachen nicht. Natürlich gibt es - wie überall - Sachen die ganz nützlich sind - andere wiederum sind totaler quatsch. Was z.B. sollte einen Links- von einem Rechtshänderzeichenblock unterscheiden. Das beste wäre wenn Dein Sohn einige Sachen ausprobieren könnte und dann selbst entscheidet, ob diese ihm entgegen kommen, oder nicht.

Nun, dies wird wohl aber schlecht möglich sein. Deshalb mein Meinung: Wichtig ist auf jeden Fall ein Linkshänderfüller, da dieser der größeren Beanspruchung, die durch das Schieben der linken Hand verursacht wird, standhalten muß. Außerdem empfehle ich noch den Spitzer, der dem natürlichen Bewegungsablauf für einen Linkshänder besser gerecht wird und falls Du Deinem Sohn die Stifte nicht mehr anspitzen willst. Der Rest muß nicht sein, da diese Dinge sich nicht wesentlich von normalen Sachen unterscheiden (die Stifte sind dreieckige Lernstifte (die Probleme beim anspitzen bereiten), um ein besseres handling (neudeutsch) zu ermöglichen und die es auch als normale Nicht-Linkshand-Stifte im jedem Schreibwarenhandel gibt / bei den Heften sind es im Prinzip nur die Ringhefte die einem Linkshänder die größten Probleme bereiten, da die Ringe genau unter der Schreibhand liegen / beim Linkshänderlineal fangen die Zahlen auf der rechten Seite an, weil Linkshänder ihre Linien gern von rechts nach links ziehen - hier kann man aber ein durchsichtiges Lineal nehmen, das man einfach umdreht, daß die Zahlen in Spiegelschrift zu sehen sind - so habe ich es in der Schule jedenfalls immer gemacht).


Olli

Barbara
30.08.2001, 11:00
Linkshänderschere ist sicher ganz wichtig. Füller auch. Das erste Mal, als ich
einen Linkshänderanspitzer benutzt habe, war toooolll! Denn würde ich deinem
Sohn unbedingt empfehlen! Warum? Mit einem Rechtshänderanspitzer habe ich
spätestens nach dem dritten Blei/Buntstift Blasen an den Fingern. Mit dem linken
ist das kein Problem.

Es gibt mitlerweile auch Linkshänder College Blocks. Bei denen ist die Ringbindung rechts, aber der Block ist so arrangiert, daß die Löcher zum heften links sind, so daß man einen normalen Ordner verwenden kann. Aber in der ersten
Klasse mußt du dir darüber noch keine Sorgen machen.

Was auch noch gut wäre, ist mit den Lehrern darüber zu sprechen. Viele LehrerInnen machen sich über die Händigkeit keine Gedanken und gehen davon aus, daß man mit links eine schlechte Handhaltung und Schrift haben müsse. Zwar wird eigentlich nicht mehr - so weit ich weiß - mit Zwang umgeschult, aber oft noch mit Überredung. Oder die Lehrer wissen es nicht besser. Für so ein Gespräch lohnt es sich bestimmt das Buch, daß Olli empfohlen hat, mitzunehmen (das gibt es übrigens auch in vielen Bibliotheken).

Nach einer Woche sind die Abläufe beim Schreiben noch nicht so automatisiert, daß es unmöglich wäre eine gute Handhaltung zu erlernen. Und darauf würde ich an deiner Stelle drängen, denn ich kenne leider viele Linkshänder die mit ihrer Hakenhaltung nicht sehr lange und schmerzfrei schreiben können. (Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel - aber ich denke, daß sollte man nicht ausprobieren.) Versuche, deinen Sohn immer wieder an die gute (weil angenehm und anatomisch freundlich) Handhaltung zu erinnern. Wenn die Lehrer an seiner Schule achten, wird ihm das sehr helfen. Und anderen linkshändigen Kindern dort auch. Das erwähnte Buch zeigt die Handhaltung und gibt auch ein paar Tipps für Handarbeiten und Handwerken und Übungen.

Barbara

Susanne G aus Heidelberg
31.08.2001, 10:53
Hallo,


besagtes Buch habe ich gerade gelesen.


Ich nehme an, Du brauchst ganz schnell die richtigen Tips, deshalb fasse ich sie mal zusammen:

(Sandra, Du weißt ja schon so viel, aber wenn ich jetzt schon mal was schreibe, schreibe ich lieber alles auf, was mir gerade einfällt, weil sicher auch mal andere Eltern hier was lesen.)


Was für Dein Kind jetzt zur Einschulung wichtig ist, ist:


1. Die richtige Handhaltung sofort richtig lernen, denn die läßt sich schon nach wenigen Wochen kaum noch korrigieren.

Wenn Dein Sohn die Schreibunterlage nicht benutzen will, dann könntest du eventuell einen Trick anwenden, indem du ihn mal mit Füller schreiben läßt.

In der Schule lernen die Kinder vorerst nur mit dem Bleistift schreiben, erst, wenn der Füller dazu kommt, merken linkshändige Kinder, dass sie die Schrift verwischen, und biegen dann die Hand nach oben. Und dann entsteht die berüchtigte "Hakenhaltung" (habe ich auch, das wird meiner Tochter aber nicht passieren, dass schwöre ich!)

Ich habe wegen meiner vierjährigen Tochter, die häufiger mal Buchstaben schreiben will, mal mit Frau Dr. Sattler telefoniert, und sie meinte, ich solle meine Tochter eben doch mal mit Füller schreiben lassen, damit sie die Schräglage akzeptiert. Vielleicht probierst du das auch aus? (Ich habe es dann doch nicht mit ihr gemacht, weil meine Tochter seit Beginn des Sommers erst mal kein Interesse mehr an Buchstaben hat, und für das Schreiben in einer Linie ist sie sowieso viel zu klein.)

Es ginge auch jeder verschmierbare andere Stift, die Hauptsache ist, dass Dein Sohn den Sinn unmittelbar erkennen kann, warum er das Blatt schräg halten soll. Wenn Du Glück hast, merkt er das von ganz alleine, ohne Kommentar von Deiner Seite, das wäre vermutlich am besten.


2. Spitzer:

Der Linkshänderspitzer gehört zu den wenigen Dingen, die Frau Dr. Sattler unbedingt empfiehlt, also kaufen.


3. Lineal:

Nicht kaufen. Kinder, die schreiben lernen, müssen zunächst mal die Schreibrichtung von links nach rechts sicher beherrschen. Da könnte ein Lineal, bei dem sie die Zahlen von rechts nach links lesen, sie verwirren. Für manche Kinder ist das Lineal auch später nicht empfehlenswert. (Warum, weiß ich nicht mehr, ich glaube, im Buch steht dazu nicht viel.) Ich selbst denke, das Lineal gehört zu den (zunächst) weniger wichtigen Dingen.


3. Schere

Eine gute Linkshänderschere muß sein. Aber schon, wenn das Kind mit dem Schneiden anfängt, also etwa mit drei Jahren. Allerdings sind viele Linkshänderscheren, auch wenn sie vom gleichen Fabrikat sind wie die im Geschäft danebenliegene, gleich teure Rechtshänderschere, von schlechter Qualität und schneiden schlecht. Auch meine linkshändige Tochter hatte eine solche. Und ich habe mich gewundert, warum sie sich bei ihrem vierten Geburtstag geweigert hat, ihre Geschenk zu öffnen, genauer gesagt den Tesafilm aufzuschneiden, obwohl sie so gespannt auf den Inhalt war! Mittlerweile hat sie eine richtig scharfe Schere, die ich mir nur zu gerne von ihr ausleihe!

In den Bücher von Frau Dr. Sattler steht, man solle sich nicht wundern, wenn man seinem sechsjährigen Kind eine Linkshänderschere in die Hand drückt, und es damit schlechter schneidet als mit einer Rechtshänderschere, oder damti überhaupt nicht schneidenkann, denn dann hat es sich ja schon an die andere Handhabung gewöhnt. Mir war lange nicht bewußt, dass ich, wenn ich mit einer Rechtshänderschere schneide, über die Schere drübergucken muß, um die Schnittlinie zu sehen. Das kann ganz schön anstrengend sein.


4. Stifte

Die richtigen Stifte, das ist natürlich sehr wichtig, für Linkshänder in jedem Alter.

Schon für Vorschulkinder ist es wichtig, dass die Buntstifte und die Bleistifte einerseits eine weiche Mine haben und andererseits eine gute Handhaltung ermöglichen bzw. sogar nur eine gute Handhaltung zulassen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.

- Weiche Mine: Bleistifte (und auch Buntstifte) sollten die Härte 2B haben, weil ja Linkshänder die Stifte vorwiegend schieben und nicht ziehen.

- Handhaltung: Es gibt Dreieckstifte zu kaufen, die schon mal ganz gut sind, die man aber immer noch falsch halten kann. Es gibt Stiftehalter, etwa walnußgroße Gummistücke, die man auf Stifte aufschiebt, die noch viel eher die richtige Handhabung "erzwingen" und dadurch eine weniger verkrampfte Handhaltung beim Schreiben ermöglichen. Davon gibt es viele verschiedene Ausführungen und Größen, falls in der Schulklasse nicht sowieso welche verlangt werden, dann würde ich mich bei einem Linkshändergeschäft beraten lassen, vielleicht bei LÄFÜLIKI, dem Laden für das linkshändige Kind, die schienen mir am meisten Auswahl davon zu haben, als ich mir die ganzen Kataloge angeguckt habe.


Ich habe sämtliche Buntstifte für meine vierjährige Tochter von Lyra gekauft. Diese Firma scheint, ohne dass es drauf steht, auch bei den Buntstiften weiche Minen zu verwenden. Es gibt von den Buntstiften und von den Bleistiften dicke und dünne sowie kurze und normal lange Versionen. Der dicke Bleistift heißt dabei "Schreiblernstift". Auch diese Stifte leihe ich mir sehr gerne von meiner Tochter aus, weil es so angenehm ist, damit zu schreiben. Die Stifte von LYRA habe ich auch in fast sämtlichen Linkshänder-Versand-Prospekten wiedergefunden, aber es gibt sie auch in normalen Schreibwarengeschäften.


5. Schreibunterlage

Natürlich ist eine solche Schreibunterlage sinnvoll, also ist es gut, dass Ihr schon eine habt. Wesentlich ist natürlich die Schräglage des Blattes, ob nun mit oder ohne Unterlage, und das zu Hause und in der Schule. Es gibt ja auch die etwas verkleinerte Unterlage, die dann in der Schule auf dem Tisch liegen soll, aber wenn Dein Sohn die Unterlage schon zu Hause nicht benutzt, wird er das in der Schule wohl ganz sicher nicht benutzen. Da braucht man sicher die Unterstützung der Lehrerin bzw. des Lehrers. Und die haben da oft wenig Ahnung. Sogar, wenn sie selbst Linkshänder sind, haben sie oft alle unangenehmen Erfahrungen vedrängt und behaupten: "Ich bin auch ohne alle Unterstützung zurechtgekommen und mir hat es auch nicht geschadet!" oder Ähnliches und damit wenig Hilfreiches. Unterstützung von jemandem zu erwarten, bloß weil er selbst Linkshänder ist, führt da leider zu wenig. Ich habe irgendwo gelesen, man sollte dem Lehrer ein Exemplar von dem Buch "Das linkshändige Kind in der Grundschule" von Frau Dr. Sattler schenken, wenn das eigene Kind eingeschult wird. Aber vielleicht tut es ja auch ein Merkblatt, in dem das Wichtigste zusammengefasst wird. Sowas war mal als Beilage bei einem der Kataloge dabei war, die ich mir bestellt hatte (mail mich mal an, wenn Du willst, dann schreib ich Dir, bei welchem Laden es vermutlich war). Und, soviel ich weiß, will die Linkshänderberatungsstelle in München, also Frau Dr. Sattler, eine solche Information erstellen, ich weiß aber nicht, ob es das schon gibt. Falls ja, wäre das sicherlich die qualitativ beste Variante.

Ich sehe gerade, in dem Link unten findest du die Information als Zip-Datei zum Herrunterladen.


#6. Und zu guter Letzt:

Außer dem Schreibenlernen gibt es noch vieles, bei dem man als Eltern eines linkshändigen Kindes sicher hellhörig sein sollte. Dazu gehört, welches Instrument das Kind lernen soll, ob es davon Linkshänderversionen gibt und ob der Lehrer überhaupt der geeignete ist. Zum Beispiel sind Linkshändergitarren absolut akzeptiert, während man bei Streichintrumenten auf große Schwierigkeiten stößt.

Linkshänderblockflöten gibt es auch.

In der musikalischen Früherziehung laufen die Kinder jo oft im Kreis, aber fast immer in der für Linkshänder "falschen" Richtung.


Beim Sport: Linkshänder bekommen oft die "richtige" Haltung eines Schlägers gezeigt, nur eben leider rechtshändig. Hier muß man wohl im rechten Augenblick wachsam sein.

Auch auf die Linksfüßigkeit oder Linksohrigkeit oder Linksäugigkeit achten, also etwa beim Hochsprung ausprobieren lassen, welches der "Sprung"-Fuß ist.


Und sonst könnte man darauf achen, beim Stricken lernen wie beim Kartofeln schälen. Es gibt Kartoffelschäler, die für Links- und Rechtshänder geeignet sind,in U-Form, bei mir im Haushaltswarengeschäft kosten die 3 bis 5 DM.

Messer mit Wellenschliff, die für Rechtshänder sind, führen zu schiefen Schnitten, soviel ich weiß. Aber Brot schneidet Dein Sohn ja vermutlich noch nicht? Aber vielleicht will er mal Tomaten schneiden? Bei Messern kann ich Dir keine Auskunft geben, ob und was man da braucht.

Es gibt aber Linkshändertaschenmesser. Wenn Dein Sohn also sowieso ein Taschenmesser kriegen soll, mit sechs oder sieben ist das ja vielleicht je nach Kind das richtig Alter, könnte man also überlegen, ob man da nicht eins bestellt?


Beim Schnürsenkelbinden sollte man vielleicht einen Linkshänder bitten, es dem eigenen Kind zu zeigen.


Weitere Informationen findest Du hier:


http://www.linkshaenderseite.de/index.html

und dort speziell etwas auf der Seite:

http://www.linkshaenderseite.de/unterst.html#schreiben


Mehr fällt mir im Moment nicht ein, also erst mal ...


Liebe Grüße von Susanne aus Heidelberg

Barbara
31.08.2001, 11:35
Als ich in die Schule kam, wollte ich unbedingt ein Taschenmesser. Habe ich auch bekommen. Als "Pseudorechtshänderin" aber natürlich ein "rechtes". Daher ist es ein echtes Wunder, daß ich noch alle meine Finger habe und mir keine Sehne auf immer durchsäbelt habe. Immer wenn ich versucht habe es zu öffnen, mußte ich mit den Fingern schnell genug zu Seite zucken. Und ich erinnere mich an das schmerzhafte Mal, als ich nicht schnell genug war....

Nun, meine Eltern haben leider nicht erkannt, daß ich Linkshänderin war/bin. Statt dessen haben sie mich bei solchen Aktionen beobachtet und ihre Tochter zwar für "clever" aber leider "ungeschickt" gehalten. Seufz.

Heute habe ich ein Linkshändertaschenmesser (Schweizer Offiziermesser gibt es in mehreren Größen, sie sind sehr gut und nicht "sehr" viel teurer als die Rechtshändervariante) - und sie sind wunderbar! Das einzige, worauf ich achtgeben muß, ist, daß kein Rechtshänder es in die Finger bekommt.

Darum: wenn Sohnemann oder Töchterchen ein Messer haben wollen, würde ich unbedingt zum einem Linkshändermesser raten. Je nach Größe hat man Messer mit der richtigen Schneide, dito für Dosenöffner oder Schere. Und die Verletzungsgefahr ist gegenüber einem Rechtshändermesser geringer.

Barbara

Sandra
13.09.2001, 18:50
Hallo Susanne!


Erst mal vielen Dank für Deine tolle Antwort im Forum. Endlich habe ich
Hilfe bekommen mit der ich was anfangen konnte und habe gleich einige Sachen
für meinen Sohn gekauft. Zuerst der Spitzer. Du hättest das Gesicht von
Pascal sehen müssen als er seinen ersten Bleistift damit spitzte. Ein
breites grinsen über seinem Gesicht mit den Worten: "Das ist ja echt cool."

Dann hat er erst mal alle Bleistifte aus seiner Schulmappe gespitzt. Und was
auch ein Erfolgserlebnis für ihn war als er sein Brötchen mit seinem
"eigenen" Brötchenmesser aufgeschnitten hat. Ich hätte niemals gedacht das
so einfache Dinge des täglichen Lebens für einen Linkshänder so kompliziert
sein können. Und ich habe auch noch immer den Fehler gemacht und zu ihm
gesagt er soll sich nicht so ungeschickt anstellen und das hat natürlich das
Selbstbewusstsein von ihm nicht gerade gestärkt. Er meinte sogar mal zu mir,
er sei zu nichts zu gebrauchen. Kann man denn wirklich als Mutter so blind
sein? Aber ich habe immer nur auf andere gehört, die gesagt haben der
Linkshänder sich schon alles von alleine aneignen und habe mich deshalb
nicht so mit dem ganzen Thema auseinander gesetzt.