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Vollständige Version anzeigen : Problem mit der Händigkeit kurz vor der Einschulung (lang)


Rike
04.08.2003, 21:44
also noch ein Versuch - dann halt ohne email addy...


Mein Problem ist Folgendes:


mein Sohn kommt in vier Wochen in die Schule und hat sich überhaupt noch nicht entschieden, ob er Rechts- oder Linkshänder ist - er war als Kleinkind eindeutiger Linkshänder, malt und "schreibt" auch mit links, aber wenn man ihn mal rechts malen läßt (z.B. die Ergotherapeutin zu Testzwecken) hält er den Stift rechts viel lockerer - und sonst macht er fast alles, was er neu lernt mit rechts - z.B. jetzt so sägen und bohren usw. - kann natürlich auch wieder nur Nachahmung sein...


Er ist vor ein paar Monaten von seiner Ergotherapeutin getestet worden, da schien er in vielem "aktuellen" wie z.B. Licht anschalten etc. eher Rechtshänder zu sein, auch hat er den Stift in der rechten Hand lockerer gehalten und seine nachgemalten Figuren sahen mit rechts sicher nicht schlechter aus, als mit der "geübten" linken Hand. Aber zu Hause WILL er nur mit links schreiben bzw. malen...


Es ist bei ihm auch diagnostiziert, daß er nicht überlagerte Reflexe hat, d.h. er kann z.B. nicht nach rechts oder links schauen, ohne die Arme mit zu drehen etc.


Eine Freundin hat mir jetzt das Buch "das linkshändige Kind in der Grundschule" geliehen - da gibt es ein extra Kapitel über Kinder mit Minimaler Cerebraler Dysfunktion bzw. Teilleistungsstörungen, die die Symptome eines umgelernten Linkshänders aufweisen könnten - aber was man dann mit diesen Kindern macht, sagt da auch keiner :-(

Und laut Aussage unserer Ergotherapeutin ist der Begriff der MCD inzwischen überholt - dazu habe ich auch einen Artikel im Netz gefunden...


Irgendwie habe ich jetzt so das Gefühl, daß mein Sohn - auch für mich - so in eine Ecke mit dem Etikett "behindert" abgeschoben wird - wobei das sicher in der Hinsicht stimmen würde, daß ihn diese Probleme wirklich behindern - aber es hat halt so einen negativen Beigeschmack und ich weiß jetzt v.a. gar nicht, wie ich damit und mit dem in meinen Augen langsam wirklich "drohenden" Schulanfang klar kommen soll...


Soll er denn nun als Linkshänder schreiben lernen oder lieber doch rechts oder guckt da die Lehrerin sowieso noch mal - oder wenn ich mit ihr drüber sprechen sollte (denke ich mir mal so) - wann am besten? Wir hatten keinen Elternabend vor der Einschulung, die Schule für die i-Tüpferl fängt am 2.9. an und am 9.9. ist Elternabend - aber da kann ja wohl auch schlecht jede Mutter über ihr Kind reden... Dann meinte noch mein Mann, er würde der Lehrerin gar nicht soo viel erzählen über nicht überlagerte Reflexe und Händigkeit - das würde das Kind so abstempeln und wenn sie fit ist, sieht sie die Dinge, die Probleme machen von selbst - hmpf... Seine neue Erzieherin sieht NICHTS (bzw. hat gesehen - er ist ja raus aus dem Kiga) - aber eigentlich ist es sooo offensichtlich...


Was meint Ihr denn so zu dem Problem? Bisher hieß es immer, man kann die Händigkeit ja nicht forcieren, dafür müssen irgendwelche Bahnen im Gehirn ausgereift sein und das kommt ganz plötzlich (wir machen auch täglich solche Übungen etc.) - aber jetzt rückt der Schulanfang näher und ich mach mir halt Gedanken... Denn umgeschulter Rechtshänder wäre ja wohl auch fatal...


Viele Grüße

Rike

Dr. Noll
05.08.2003, 12:55
Eine Freundin hat mir jetzt das Buch "das linkshändige Kind in der Grundschule" geliehen - da gibt es ein extra Kapitel über Kinder mit Minimaler Cerebraler Dysfunktion bzw. Teilleistungsstörungen, die die Symptome eines umgelernten Linkshänders aufweisen könnten - aber was man dann mit diesen Kindern macht, sagt da auch keiner :-(

Man lässt sie einfach gewähren, den das wächst sich bis zum Erwachsenenalter aus und hinterlässt keine Schäden.

Und laut Aussage unserer Ergotherapeutin ist der Begriff der MCD inzwischen überholt - dazu habe ich auch einen Artikel im Netz gefunden...


Man gibt dem Kind zwischenzeitlich immer mal einen anderen Namen, meint aber im Prinzip das Gleiche wie MCD.


Soll er denn nun als Linkshänder schreiben lernen oder lieber doch rechts oder guckt da die Lehrerin sowieso noch mal - oder wenn ich mit ihr drüber sprechen sollte (denke ich mir mal so) - wann am besten?


Lassen Sie ihn unbedingt testen, von einem kompettenten LH-Berater. Nur so wissen Sie wirklich, welche Händigkeit Ihr Kind hat und machehn nichts falsch.


Dann meinte noch mein Mann, er würde der Lehrerin gar nicht soo viel erzählen über nicht überlagerte Reflexe und Händigkeit - das würde das Kind so abstempeln und wenn sie fit ist, sieht sie die Dinge, die Probleme machen von selbst


mit der Lehrerin vorher drüber reden ? Unbedingt ! Die meisten Grundschullehrerinnen sind sehr nett und wollen helfen. Zusammen mit ihr würde ich, mit dem Ergebnis der Testung, eine Strategie festlegen.


... Denn umgeschulter Rechtshänder wäre ja wohl auch fatal...

Genau !



Dr. Noll

ursa
05.08.2003, 13:38
Hallo Rike,


wieso bist du denn so unsicher bezüglich der Händigkeit. Hat dich denn der Test der Ergotherapeutind darauf gebracht, an dem zu zweifeln, was dein Sohn tut. Wenn du schreibst, er will nur links schreiben und malen, dann kommt es mir vor, als sei er selbst nicht im Zweifel. Nur die Tatsache, dass die Ergebnisse mit der linken Hand nicht besser sind halte ich nicht für so gravierend. Kinder, die motorische Probleme haben (nicht Behinderung), sind manchmal mit der eigentlich dominanten Hand nicht so deutlich besser. Es kann auch sein, dass sie ungern mit der Hand die Körpermitte überqueren und es dadurch zu so unklaren Testergebnissen kommt. Vielleicht hängt die Tatsache, welche Hand dein Sohn benutzt davon ab, wo sich der Gegenstand (Lichtschalter) in Relation zum Körper befindet. Da kann die ergotherapeutische Behandlung helfen, genau wie bei den nicht überlagerten Reflexen.

Ansonsten stimme ich mit dem überein, was mein Vorredner gesagt hat. Wenn eine Testung noch einzurichten ist, ehe die Schule beginnt, kann euch das vielleicht helfen. Allerdings bleibt euch, wenn ihr bis dahin nicht sicherer seit als jetzt, wohl nichts anderes übrig, als die wahrscheinlichste Händigkeit zur Schreibhand zu bestimmen. Ich glaube kaum, dass die Schule da weiterhelfen kann. Man kann froh sein, wenn die Lehrer darauf achten, wie die Linkshänder sitzen und worauf bei der Schreibhaltung zu achten ist.


Viel Glück

ursa

Susanne
06.08.2003, 10:16
Hallo, Rike,


ich würde unbedingt so schnell wie möglich einen kompetenten Berater suchen.


Ich war vor einiger Zeit auf einer Schulung für praktizierende Ergotherapeuten zum Thema Linkshänder und weiß, dass dieses Thema Ergotherapeuten zwar interessiert und sie meist sich auch informieren. Aber selbst eine solche zweitägige Schulung kann aus ihnen eben keine Menschen machen, die sich mit dieser Thematik tiefgreifend auskennen. Aber solche Linkshänderberater gibt es ja schließlich und ich würde keine Kosten und Mühen scheuen, jetzt noch möglichst schnell eine Testung oder notfalls wenigstens eine telefonische Beratung zu organisieren.


Die richtige Adresse dafür ist die erste deutsche Beratungsstelle für Linkshänder in München. Dort werden von Frau Dr. Sattler Linkshänderberater ausgebildet und wird sicher jemand empfohlen werden können. (Unsere Testung war übrigens in Stutttgart, bei eine Ergotherapeutin. Diese Kombination ist ja für euch vermutlich auch sinnvoll.)


Die E-Mail-Adresse ist info@linkshaender-beratung.de. Es gibt auch eine telefonische Beratungsstunde mittwochs von 14 bis 15 Uhr unter der Nummer 089/268614. Die Adresse und weitere Informationen steht unter "Adressen" auf der sehr guten und umfangreichen "Linkshänderseite".


http://www.linkshaenderseite.de/index.html


Ganz persönlich tendiere ich auch dazu, zu denken, dass wenn Dein Sohn zu Hause nur links malen und schreiben will, dass dann auch die dominante Hand ist. Möglicherweise hat er Erlebnissen gehabt oder denkt aus irgendwelchen Gründen, dass von ihm eine bestimmte Händigkeit "erwartet" wird. Kinder kooperieren ja auch oft, ohne dass Erwachsene die Ursache einer bestimmten Reaktion herausfinden können. Meine Tochter wollte vor zwei Jahrenunbedingt wie der Papa schreiben. Erst als das linkshändige ältere bewunderte Nachbarsmädchen auch mit der linken Hand schreib, fand sie es dann doch "toll", Linkshänderin zu sein. Wir hatten es da also verhältnismäßig einfach. Ihr steckt aber in einer viel verzwickteren Situation. Ich drücke Euch sehr die Daumen, dass Ihr in dieser knappen Zeit in der Ferienzeit noch eine kompetente Beratung organisieren könnt!


Lehrerinnen sind meines Erachtens selten informiert, was Linkshändigkeit betrifft, und selbst wenn, können sie nicht bei so vielen Kindern nur ab und zu mal auf die Handhaltung oder ähnliches Rücksicht nehmen. Aus diesem Grund versuche ich ja nun vor dem Schulbeginn meiner Tochter sie selbst dazu zu bringen, auf die Schräglage des Blattes zu achten und ihr ev. eine Unterlage zubestellen. Ich glaube, von Tine stammte dieser Tipp, den ich sogleich übernommen habe. Ich spiele mit ihr die Situation durch, das ihr jemand den Stift in die rechte Hand zu geben versucht und sie wehrt sich lachend. Das Gleiche werde ich wohl bald noch mit der Schräglage des Blattes machen, so soll sich dageben wehren, wenn ihr jemand das Blatt geradezurücken versucht.


Natürlich würde ich das Gespräch mit der Lehrerin suchen, aber auf gar keinen Fall am Elternabend, dafür ist der nicht da, da ist die Lehrerin sicher auch etwas nernös und muss ja sämtliche Eltern "in Schach halten". Sie wird aber sicher Elternsprechzeiten haben, für die man sich rechtzeitig anmelden muss. Auch vor oder nach dem Unterricht sind Lehrer anderweitig beschäftigt und daher nicht "ansprechbar".


Ich denke, man muss auch aufpassen, dass man nicht in die Ecke der "spinnigen Mutter" gestellt wird, die sich eben irgendwas angelesen hat. Deshalb ist es sicher hilfreich, auf etwas schriftliches hinweisen zu können, also beispielsweise eine Testbericht mit Empfehlungen, notfalls auch der Lehrerin ein passendes Buch zur Verfügung stellen, obwohl sie die gekürzte Fassung sicher eher lesen würde. Gut ist da der Merkzettel, den man von Lafüliki zugeschickt bekommt, wenn man etwas bestellt.




(Diesen Text schicke ich jetzt aus Zeitmangel ohne Korrektur.)


Liebe Grüße

Susanne mit sechsjähriger Tochter, beide LH

Rike
06.08.2003, 11:54
und ich werde mich gleich heute (ist ja praktischerweise Mittwoch) mal schlau machen, ob es in für uns erreichbarer Nähe Linkshänderberater gibt... Um halt doch möglichst noch einen ganz kompetenten Tester zu haben...

Ich denke (fürchte) aber, daß mein Sohn eben genau zu diesen "beidhändigen" Kindern mit Teilleistungsstörungen gehört - also eben nach den bisherigen Tests bei der Ergotherapeutin und auch nach meinen Beobachtungen (und denen einer Erzieherin mit diversen Zusatzausbildungen, bei der er einen Kurs für Vorschulkinder gemacht hat) nicht klar als Linkshänder oder Rechtshänder eingeordnet werden kann - z.B. wechselt er in letzter Zeit immer öfter auch die Gabel beim Essen (hatte er früher immer links) - klar, kann alles wieder Nachahmung sein - auch wenn die Eltern vielleicht noch mit links gabeln (weil rechts das Messer ist) hat er immerhin zwei eindeutig rechtshändige Brüder...

Aber er macht halt auch so spielerische Sachen, wie heute an einer selbstgebauten Kurbel drehen, mit rechts...

Naja, aber ich hoffe, wenn das mit einem Termin noch klappen sollte vor der Einschulung (oder sonst halt möglichst bald) kann mir da vielleicht dann auch dieser Linkshänderberater sagen, wie wir mit der eventuellen (vorläufigen) Beidhändigkeit umgehen sollen... Bisher hieß es (für mich nachvollziehbar) immer, ihn einfach so machen zu lassen, wie er will - diese für die Händigkeit notwendige Bahnung im Gehirn käme irgendwann von selbst - aber jetzt "droht" halt die Schule...

Viele Grüße und Danke nochmal

Rike

Rike
06.08.2003, 11:56
wenn ich eben geschrieben habe, daß wir ihn einfach so machen lassen, wie er will, heißt das natürlich nicht, daß wir nicht versuchen, diese Bahnung zu fördern etc.

Er geht ja zur Ergotherapie und wir machen auch zu Hause regelmäßig Übungen.

Wollte ich nur noch mal erwähnt haben.

Rike

Susanne
07.08.2003, 10:01
Hallo, liebe Rike,


das habe ich schon herausgehört, dass Du ziemlich aktiv bist.


Hier mal, weil das bei Müttern ja irgendwie immer untergeht, ein grosses Lob dafür! (Darf ich das, so von Mutter zu Mutter?)


Ich gehe auch davon aus, dass es bei Deinem Sohn ziemlich schwierig sein dürfte, die Händigkeit festzustellen und dass sie irgendwie überlagert sein könnte. Und dass außerdem evetuell Probleme beim Schreibenlernen zu erwarten sind, die Du vermutlich durch eigene Aktivität wirst ausgleichen müssen. Von unserem Schulsystem ist da sicher nicht so viel zu erwarten.


Mit der Händigkeit ist es ja so, das weißt Du vermutlich, dass Dein Sohn sich auf eine Hand festlegen muss, denn wechselnder Handgebrauch ist insbesondere beim Schreiben nicht förderlich. Eben deshalb denke ich auch, dass hier eine kompetente Beratung von Nöten ist. Gut wäre es sicherlich, wenn Du die bisherigen Ergebnisse auch mit zur Verfügung stellen könntest, vielleicht kannst Du von der Ergotherapeutin Unterlagen, eventuell sogar Videos bekommen.


Ich habe mir vor kurzem nochmal das Video angesehen, dass beim Testen meiner Tochter vor zwei Jahren gemacht wurde und ich auf meinen Wunsch hin mit nach Hause bekam. Der Test dauerte ca. anderthalb bis zwei Stunden bzw. bei uns etwas weniger, weil meine Tochter (sie war gerade vier geworden und vorher zweieinhalb Stunden per Bus, Zug und Straßenbahn angereist) schlappgemacht hat. Aber gut eine Stunde war sie freudig bei der Sache. Besonders geschickt fand ich, wie die Testerin sie mühelos mit einem riesigen Vorrat an interessanten Gegenständen, die sie ihr in jeweils der richtigen möglichst hohen Geschwindigkeiten von der Händigkeitstestung abgelenkt hat. Meine Tochter interessiere sich bald nur noch dafür, welcher der vielen Kreisel sich schneller drehte, was man durch die verschiedenen Kaleidoskope sehen kann und ob sie es wohl hinkriegt, ganz viele Perlen aufzustecken oder Streichhölzer aufzutürmen. Es war ihr schon bewußt, dass es um die Händigkeit geht, hat es aber schnell vergessen. Dein Sohn ist ja weitaus älter, als sie damals war, aber bei erfahrenenen LH-Testern, jedenfalls wenn sie mit Kindern Erfahrung haben, denke ich doch, dass es trotzdem gut klappt. Das heißt nun nicht, dass es einfach sein wird - aber eine Entscheidung muss nun mal getroffen werden.


Anders man man wohl allgemein annehmen dürfte, kann man die Händigkeit nicht einfach danach beurteilen, in welche Hand das Kind beispielsweise eine Nagelbürste nehmen würde. Sondern es geht auch um die Bewegung. Es sit also nciht so einfach, das selbst zu beurtielen, wenngleich die Beobachtungen der Eltern natürlich wichtig sind. Vielleicht schreibst Du eine Weile mal alles auf, was du beobachtest? (Ich finde allerdings, dass man aufpassen muss, dann man dann trotzdem noch unbeobachtete Augenblicke läßt, die man in Ruhe genießen kann.)


Übrigens habe ich gestern mal bewußt auf meine Tochter geachtet, bei der die Händigkeit ja nun wirklich fest steht und auch gefestigt ist. Sie nimmt die Gegenstände trotzdem oft die die Hand, die gerade am nächsten liegt. Gestern legte ich ihre Gabel mal nicht links hin und prompt aß sie rechts. Dann legte sie die Gabel mal weg und machte irgendwas, bei dem sie auch wegschaute. Ich legte die Gabel schnell exakt in der Mitte hin, mit den Griff zu ihr, und sie griff dann ohne zu zögern mit links zu, ohne weiter darüber nachzudenken. Auch die Zahnbürste hat sie öfter mal in der der rechten Hand, wenn die Zahnbürste gerade dort liegt, das liegt aber auch oft daran, dass sie sich mit links gerade auf dem Waschbecken abstützt oder etwas Ähnliches. Ich habe ihr aber auch schon mal darauf hingewiesen, dass ihre Schere für die andere Hand gedacht sei, wenn sie rechts schneiden wolle, könne ich ihr gerne eine andere Schere raussuchen. Das fand sie nach zwei Jahren links schneiden überflüssig,sie nahm die Schere schnell in die andere Hand.


All diese Tätigkeiten wie Schneiden, Essen, Zähneputzen, auch Schleifebinden oder Stricken sind von der Händigkeit her betrachten ja sicher interessant - sicher mag es leichte Schwierigkeiten geben, wenn man dafür die nicht dominante Hand nimmt - aber das ist alles kein Vergleich mit der Relevanz der Schreibhand. Von daher wüsnche ich Euch aus tiefstem Herzen die Chance, die Schreibhand noch herausfinden zu können und alle Probleme bewältigen zu können!


Ach, jetzt gehen wir mal frühstücken, bis später. Viel Glück!


Ich würde mich freuen, von Euch zu hören!


Liebe Grüße


Susanne


P.S.: Falls Du dort noch nicht gelesen hast, im Archiv stehen auch noch etliche interessante Beiträge, insbesondere zur Einschulung linkshändiger Kinder.

Katja Allani
10.08.2003, 14:25
Hallo Rike,

vielleicht hilft es dir, der Einschulung deines Sohnes gelassener entgegenzusehen, wenn du davon ausgehst, dass der wechselnde Handgebrauch, den er zeigt, ja nicht hauptsächlich Zeichen einer Störung ist, sondern eher ein Zeichen der GESUNDUNG. Nach ganz langer Zeit scheinen die Gehirnhälften deines Sohnes die Aufgabenverteilung neu zu sortieren. Die Teile des Gehirns, die gestört waren, lernen jetzt, ihre Aufgaben zu übernehmen. Die Teile, die als Ersatz Aufgaben übernommen (kompensiert)haben, lernen jetzt, diese abzugeben.


Dieser Prozess sollte so wenig wie möglich gestört werden. Oft spüren KInder intuitiv, was das Richtige ist.Ich schließe mich der Meinung von Dr. Noll an.


Herzliche Grüße

Katja