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Vollständige Version anzeigen : Linkshändiger Sohn


Katja Mövens
24.07.2002, 10:00
Hallo,


wer kann mir helfen? Ich habe einen linkshändigen und -füßigen Sohn. Er ist jetzt 4 1/2 Jahre. Mein Problem: Ich bin mit der linken Hand absolut unfähig. D.h. ich kann ihm beispielsweise Handgriffe im Haushalt o.ä. nicht zeigen. Ich habe versucht mich ihm gegenüber zu setzen und dann die Hand zu führen, aber das funktioniert auch nicht. Zur Zeit versucht er immer wieder mit der rechten Hand zu malen oder zu essen, was zwangsläufig nicht so gut funktioniert. Wir haben in der Verwandtschaft und Bekannschaft leider nur eine umgeschulte Linkshänderin (meine Schwester), die ihm auch nicht helfen kann. Wo finde ich konkrete Hilfe?

Lotteflue
24.07.2002, 15:17
Hallo!

Wie sieht es im Kindergarten oder mit anderen Müttern aus dem Kiga aus?

Manchmal haben Erzieher davon Ahnung, wenn sie schon mal linkshändige Kinder betreut haben.

Vielleicht kennen sie auch ein größeres Kind, an das sie Dich verweisen können!?

Oder zu einer Linkshänderberatung gehen.

Links findest Du oben im Forum.

Die Fachleute hier können da aber bestimmt Näheres sagen als ich.




Lotteflue

Katja Mövens
25.07.2002, 17:24
Hallo Lotteflue,


im KIGA hat er eine Erzieherin die auch umgeschult wurde (vor mehr als 30 Jahren), aber wenn ich mich in unseren Ort umsehe scheint er ein EInzelfall zu sein. Was ich eigentlich nicht so recht glaube.

Da fällt mir noch eine Frage ein: Arbeiten alle Beratugsstellen, die im link genannt sind nach dem Prinzip von Fr. DR. Sattler?


Gruß Katja

Katja Allani
27.07.2002, 20:17
Hallo Katja,

vielleicht ist es gut (außer dass du dir vielleicht professionelle Hilfe suchst und als Mutter macht man sich viele Gedanken), die Händigkeit deines Sohnes nicht vor ihm so zu thematisieren, dass er sich dabei unwohlfühlen könnte. Es könnte sein, dass er kombiniert "mit mir stimmt etwas nicht, also versuche ich zu sein wie die anderen (rechtshändig)".

Eine Hilfe, die mithelfen könnte, ihn wieder auf den Weg zu bringen, wären Spiele, die die Feinmotorik fördern, ohne dass er es merkt und ohne, dass er hauptsächlich malt. Empfehlung: "Geschickte Hände" von Sabine Pauli und Andrea Kisch (Vlg.modernes lernen.

Viele Grüße auch eine Katja.

Tine
29.07.2002, 18:57
Hallo Katja!


Unser Sohn (5,5) ist auch Linkshänder.


Wir sind ganz ganz damit gekommen, in bei vielen Handlungen einfach ausprobieren zu lassen, wie es für ihn am Besten geht. Wer sagt den, daß "unsere Art" etwas zu tun, unbedingt die Beste oder einzig richtige ist...

Wir haben eigentlich nie seine Hand geführt, sondern alles nur langsam und betont vorgemacht (Spiegelbildlich).


Wo wir allerdings von Anfang an sehr darauf geachtet haben, war eine korrekte Stifthaltung.

Damit hatte er auch langer Zeit Probleme. Der Durchbruch kam, als sseine kleine Schwester diese dicken Dreiecksbuntsstifte bekam. Damit lernte er ganz schnell die richtige Haltung und hat sie dann auf alle anderen Stifte übertragen. Viele haben auch sehr gute Erfahrungen mit diesen "Aufsteckern" für die Malstifte gemacht, die eigentlich gar keine "falsche Haltung " zulassen.


Beim Schleife binden haben wir ihm den Trick mit den "Hasenohren" gezeigt:

Zuerst einen ganz normalen Knoten. Dann mit beiden(!) Bändeln ein "Hasenohr" (eine SChlaufe) machen, so daß ein Schwänzchen bleibt... Beide Hasenohren verknoten, straffziehen,... fertig. So hat er es ganz fix gelernt.


Wir haben auch da wo es sich ergeben hat mit ihm über seine LH gesprochen. Wir haben ihm z.B. erklährt, warum er eineandere Schere hat als wir.Und wir haben ihm schon auch gesagt, daß LH ein bischten was Besonderes sind...Er ist richtig stolz darauf und achtet selber darauf, daß z.B. sein Löffel auf der anderen Seite liegt...


Natürlich haben wir es auch nicht zu sehr in die Mitte gehoben: Ein Bekannter meinte mal: "Wie geschickt du bist ... obwohl du LH bis"!

Das fanden wir nicht so toll und haben das auch gesagt. Links zu "arbeiten ist ja schließlich normal für unser Kind.


Uns war es sehr wichtig, über seine LH mit ihm zu reden, weil wir denken, das dadurch, daß es ihm bewußt ist, und er es positiv erlebt, ein gewisser Schutz vor einer Umschulung da ist.


Um welche Handlungen geht es denn ganz konkret? Vielleicht können wir ja noch einen Tipp geben.


Liebe Grüße, Tine

Lotteflue
29.07.2002, 22:16
Viele haben auch sehr gute Erfahrungen mit diesen "Aufsteckern" für die Malstifte gemacht, die eigentlich gar keine "falsche Haltung " zulassen.


Welche meinst Du? Diese dreieckigen langen Teile?


Er ist richtig stolz darauf und achtet selber darauf, daß z.B. sein Löffel auf der anderen Seite liegt...


Das ist prima!


Lotteflue

Lotteflue
29.07.2002, 22:19
Hallo!


aber wenn ich mich in unseren Ort umsehe scheint er ein EInzelfall zu sein. Was ich eigentlich nicht so recht glaube.


Das glaube ich auch nicht!


Da fällt mir noch eine Frage ein: Arbeiten alle Beratugsstellen, die im link genannt sind nach dem Prinzip von Fr. DR. Sattler?


Darauf kann ich leider keine Antwort geben, da wissen unsere Leute vom Fach besser Bescheid.


Lotteflue

Tine
29.07.2002, 23:04
Hallo Lotteflue!


Es gibt verschiedene solche Aufstecker. Beim Lafüliki heißen sie Schreibhilfen.


Wir haben die von Jacko-o. Leider nützen sie uns nichts, weil keine Anleitung dabei war und wir alleine noch nicht rausgekriegt haben wie rum sie für LH gehören.

Ich wollte deswegen schon mal hinschreiben, aber... na ja.

Im Lafüliki gibt es unter "Schreibhilfen" 4 verschiedene, aber die kenne ich nicht. Hier im Forum hat mir jemand mal diese länglichen("Tri-Go"?)beschrieben, die scheinen OK zu sein...

Wie gesagt, bei unserem Sohn haben die dicken Dreiecksbuntstifte den Durchbruch bewirkt. Beim Zeichnen hält er jetzt auch alle anderen Stifte richtig.

Wir werden sehehn, wie er im Kiga bei den Vorschulübungen zurechtkommt. Eventuell kaufen wir ihm trotzdem noch neue Aufstecker/Schreibhilfen.


Liebe Grüße, Tine