Vollständige Version anzeigen : Versuch der Beweisführung-Jesus war Linkshänder
Hallo Michael,
meine Großmutter sagte mal: " Die Menschen brauchen nur Religion und Mathematik". Mathe um 1 von 2 zu unterscheiden zu können und Relgion um hörig zu sein.
Kannst dich dieser Meinung anschliessen?
MFG Peter.
Micha.el
02.02.2010, 09:01
Hallo Peter77,
in gewisser Weise hatte Deine Großmutter durchaus recht. Ich denke, daß die Religion in der Tat durchaus ungewollt zu einer bestimmten Hörigkeit geführt hat. Besonders das alte Testament war ja bis Christi Geburt auch so etwas wie ein Gesetzbuch, daß in seiner Form ein Ordnungssystem darstellte, das erst dadurch das Zusammenleben von vielen Menschen auf engstem Raum in großen Städten ermöglichte.
Die Bibel verhinderte also, vereinfacht ausgedrückt, daß die Menschen sich gegenseitig den Schädel einschlugen und sie an eine höhere Instanz glauben ließen.
Vielfach lassen die meisten Menschen heutzutage diesen Glauben an eine höhere Instanz leider vermissen.
Der Nachteil ist natürlich, daß viele Menschen obrigkeitshörig wurden und auch heute noch sind. Man denke nur an die Kreuzzüge oder den Wahnsinn des dritten Reiches.
Ich glaube, daß diese Hörigkeit und Ergebenheit einer Obrigkeit gegenüber heute leider immer noch lebendig ist. Warum sonst werden heute immer noch manche Monarchen in diversen Käsblättchen verherrlicht und regelrecht angebetet? Bei den sog. Stars aus dem Medien-, Musik- und Sportbereich ist es schließlich nicht anders.
Andererseits hat die Religiösität natürlich auch unsere gesamte Kultur sich so erst evolvieren lassen, wie sie jetzt ist.
Der Glaube vieler Menschen wurde eben leider nur allzu oft schamlos für Geld- und Machtinteressen ausgenutzt, wobei das wirklich Essentielle der Religionen übersehen wurde.
Christus hat wirklich existiert und war sicherlich ein sehr gebildeter Mann, der in seinem psychischen Wachstum den meisten Menschen seiner Zeit haushoch überlegen war. Er verstand es die Massen zu überzeugen und zu mobilisieren wie kaum ein anderer seiner Zeit und dies unter Verurteilung jeglicher Gewalt. Wie sonst könnte es sein, daß man 2000 Jahre später noch überall auf der Welt von ihm weiß? Er steht in einer Reihe mit Budda, Mohamed und auch vielen anderen Weisen dieser Welt.
Lt. Ken Wilber (Epileptiker, Biochemiker, Buddist und bestechender Vertreter der transpersonalen Psychologie) hatten diese Menschen, als damals am weitesten entwickelte Persönlichkeiten, Einblicke in psychische Bereiche, die heute noch den meisten Menschen versagt sind. Man muß sich immer vor Augen halten, daß das Ego, auf das heute noch viele zu stolz sind, und das sich zum Teil ins Überdimensionale auf zu blähen droht, eine Erfindung der Evolution ist, die erst ca. 10.000 Jahre alt ist.
Ich kann mir übrigens auch gut vorstellen, daß J.C. ein Linkshänder war. ---Oder warum gibt es von ihm, der ja zweifelsfrei lesen könnte, --er kannte alle alten Schriften--, keinerlei eigene schriftliche Überlieferungen?
Vielleicht findet die Theologie und die Geschichtsforschung hier nochmal eine Antwort.
Wäre doch faszinierend oder?
VG
Michael
Ich kann mir übrigens auch gut vorstellen, daß J.C. ein Linkshänder war. ---Oder warum gibt es von ihm, der ja zweifelsfrei lesen könnte, --er kannte alle alten Schriften--, keinerlei eigene schriftliche Überlieferungen?
Michael
Hallo Michael,
was genau hat das eine mit dem anderen zu tun?
LG
Ayline
Micha.el
03.02.2010, 05:12
Hallo Ayline,
ja wie, ----das eine und das andere? Was meinst Du ist das eine und was das andere?
Alles ist mit allem verwoben in diesem Universum!!
LG
Michael
Micha.el
03.02.2010, 09:49
Ayline, --nochema ich,
glaube, ich weiß jetzt was Du meinst.
--Stell' Dir doch mal vor J.C. wäre ein Linkshänder gewesen und die Bösen würden sich zu seiner Linken und die Guten zu seiner Rechten versammeln.
Also für mein Lebensgefühl als Linkshänder sind mir die weniger angenehmen Zeitgenossen zu meiner Linken auch lieber.
Ich finde diesen gedanklichen Brückenschlag jetzt nicht so besonders abwegig.
Wenn Du Ken Wilber gelesen hättest, wärst Du vielleicht selbst auf so eine Idee gekommen. Ich kann jetzt nicht aus seinen Büchern zitieren, ist mir ehrlich gesagt auch zu aufwendig, jedoch ist einer der Grundgedanken seiner Bücher, daß die Evolution ein Ziel hat, mal ganz simpel ausgedrückt, etwa so:
Aus Geist entsteht Materie (Urknall) vor ca. 15 Milliarden Jahren, -vor ca. 4 Milliarden Jahren entsteht unser Sonnensystem eher am Rande unserer Galaxie (Durchmesser ca. 100.000 Lichtjahre, 100 Milliarden Sterne, Abstand zum Zentrum 28.000 Lichtj.), ---vor, -bin jetzt nicht ganz sicher, --ca. 1 Milliarde Jahren erste Aminosäuren auf dem Planet Erde, vor ca. 500 Millionen Jahren die ersten Insekten, Saurier vor ca. 200 Millionen Jahren bis ca. vor 50 Millionen Jahren.
Danach erste Kleinsäuger, erste Vormenschen (Australopithecine) vor ca. 6 Millionen Jahren bis zum modernen Homo Sapiens vor 100.000 Jahren.
In der Zeitspanne dieser letzten 100.000 Jahre Entwicklung des menschlichen Bewußtseins mit seinem Ego. "Ich" sagen, oder stammeln, die Menschen erst etwa seit Erfindung des Ackerbaus vor ca. 10.000 Jahren
Ken Wilber sagt nun bzw. postuliert, daß wir jetzt "Halbzeit der Evolution" (das ist der Titel eines seiner Bücher) haben, also der Mensch sich auf halber Strecke zurück zu Gott befindet.
Ich für meinen bescheidenen Teil bin in Anbetracht dieses o.g. Zeitstrahles etwas optimistischer als Ken Wilber und glaube, daß die Menschen, sofern sie sich nicht selbst oder unseren Planeten ausrotten bzw. zerstören, durchaus früher zu einem göttlichen Bewußtsein gelangen können. Zahlen kann man hier natürlich nicht nennen, aber ich denke, daß es in den nächsten 50 bis 100 Generationen passieren wird. Der Mensch wird ein kosmisches Bewußtsein erlangen und dabei wird er auch die Nichtigkeit seines Ego's erkennen müssen. Der Weg der Transzendenz geht nur über den Tod des eigenen Ich's, --sagt K.W., und da ist er mit allen Theologen und östlichen wie westlichen Philosophen in dieser Welt einer Meinung.
Anders ausgedrückt ist das Ego in etwa so eine Fehlentwicklung bei unserem Bewußtsein wie es auch die Dino's waren, --kann während der Evolution schon mal vorkommen......
--Dies nur um die gedankliche Verbindung zwischen Evolution, Spiritualität und auch unserem Thema hier, der Linkshändigkeit, ein bißchen zu erläutern. So ungefähr sehe ich jedenfalls die Welt. Bestimmt werden einige jetzt wieder sagen, --och,-- Du machst Dir's ja einfach, wenn's ja alles so einfach wäre!
Dem könnte ich dann nur entgegenen, daß ich auch nicht tagelang hier zitieren, abschreiben oder zusammenkopieren kann und lediglich versucht habe das Wesentlichste zusammen zu fassen. Auch möge mich bitte niemand auf die genauen o.g. Zahlen festnageln, aber so ungefähr, adhoc aus dem Hinterkopf, oder sonst einem Teil meines langsam aber sicher vergammelnden Neo Kortex, stimmen sie.
Grüße
Michael
Hallo Michael,
du sagst:"Der Weg der Transzendenz geht nur über den Tod des eigenen Ich's"...Das schliesst sich doch gegenseitig aus. Das wär zu ideal.
MFG Peter
Micha.el
03.02.2010, 19:23
Hallo Peter,
mit dem Tod des eigenen Ich's ist ja nicht gemeint, daß der Organismus stirbt, oder wie soll ich Deinen Einwand verstehen?
Und weiter, --wenn wir uns zurückschulen müssen wir zumindest in gewisser Weise auch in Kauf nehmen daß unser Ich sich ändert, oder? Ist also auch eine Form der Bewußtseinsänderung. Wir können und sollen es ja nicht abschaffen.
Psychisches Wachstum heißt, lt. dieser schlauen Leute wie Ken Wilber, auch, daß die vorangegangene Evo-Stufe integriert werden muß, ---also "Tod" ist eine vielleicht nicht so glückliche Beschreibung, aber wie soll man's in Worte fassen?
Besser ausgedrückt könnte es wohl heissen, daß man das alte Ego hinter sich läßt.
Mit Ken W.'s Terminologie wäre dann eine Rückschulung eine translatorische Transformation, also eine Veränderung/Gesundung des Ego's auf ein und derselben Bewußtseinsebene.
Gruß
Michael
Hallo Michael,
was ich meinte war: Du vermutest, dass Jesus LH war, weil es von ihm keine schriftlichen Überlieferungen gibt. An der Schrift kann man laut einschlägigen Graphologen aber nicht erkennen, ob sie mit links oder rechts geschrieben wurde. Beim Hebräischen wahrscheinlich nochmal weniger als beispielsweise unserer Schreibschrift, einfach von der Art der Buchstaben her.
LG
Ayline
Micha.el
05.02.2010, 12:55
Hallo Ayline,
sagen wir mal, ich ziehe es in Betracht, daß Jesus ein LH war. So weit ich weiß, wurden die ältesten Bibelübersetzungen (NT) aus dem Griechischen und später aus dem Lateinischen übersetzt. Das AT wurde sicherlich oftmals auch aus dem Hebräischen übersetzt und hier tritt ja J.C. noch nicht in Erscheinung, schließlich wurde er ja wegen seiner Erklärung Sohn Gottes zu sein gekreuzigt.
Kannst Du Hebräisch, und wenn ja, kennst Du das alte Testament so gut, um sagen zu können, daß da doch erhebliche Differenzen zu unseren deutschen AT-Bibeln bestehen?
Gehört jetzt wirklich nicht mehr hierher wäre aber doch interessant. Es gibt einige Leute, die behaupten, daß das AT auch viele Parallelen zum Koran aufweist. Auch ein interessantes Thema, das eher noch weniger hierher gehört. ----Da wird's ja schon fast wieder politisch.....
LG
Michael
Micha.el
05.02.2010, 16:40
Vielleicht gestattet man mir den Hinweis an dieser Stelle, daß dieser Thread seitens der Administration von "Wer kennt negative Bibelstellen" abgeschnitten wurde und jetzt hier unter "Themen out off topic" läuft.
Ich finde es schade, daß man das gemacht hat, da ich, wie gesagt selbst überzeugter Christ bin und leider eben die Bibel-Fehlinterpretationen macht- und geldgieriger Menschen dafür verantwortlich mache, daß es in den letzten 2000 Jahren mit der Linkshändigkeit soweit gekommen ist.
Dies ist uns nur leider nicht im Bewußtsein, und es wäre dringend erforderlich dies gerade zu rücken. Wenn man die Threads zerschnippelt, geht das natürlich nicht.....und die Linkshändigkeit schadet sich selbst.......
VG
Michael
Die Beiträge wurden verschoben, weil sie mit dem ursprünglichen Thema
"wer kennt negative Bibelstellen über Linkshändigkeit" nichts mehr zu tun haben.
Über Bibelthemen kann gern hier im Forum - Themen out off topic - diskutiert werden.
Der Administrator
Hallo Michael,
freut mich sehr zu hören, dass du überzeugter Christ bist, das bin ich nämlich auch :)
Das mit dem Hebräischen meinte ich so: jüdische Kinder bekommen seit jeher eine Ausbildung in Lesen und Schreiben in der Synagoge. Jesus war wahrscheinlich Rabbi, dh er hat das ganze AT auswendig gekannt.
Ich hab immer noch nicht verstanden, wie du zu dem Schluss kommst, dass Jesus LH gewesen sein kann. Verstehe das bitte nicht als Angriff, LH bekommen bei mir auf Anhieb Extrasympathiepunkte, und daher interessiert mich dein Gedankengang echt.
@Admin: Gute Idee, den Thread zu verschieben. Wir sind off topic geraten und ich habe mich nicht ganz getraut, alle Gedanken aufzuschreiben, weil ich niemanden nerven wollte.
Gute Nacht und LG
Ayline
Micha.el
06.02.2010, 08:12
Hallo zusammen, hallo Ayline,
zunächst finde ich es mittlerweile auch gut, daß der Thread verschoben wurde, und dies obwohl ich der Meinung bin, daß die letzten Beiträge durchaus zum vorherigen Thema, "Wer kennt negative Bibelstellen", gepasst haben.
Ja, Ayline, wie komme ich auf die Idee zu vermuten oder auch in Betracht zu ziehen, daß Jesus LH war.
Gegenfrage: warum nicht, schließlich habe ich mir quasi auf die Fahne geschrieben, daß zumindest annäherend die Hälfte aller Menschen LH sind.
und dann war es, wie gesagt, in erster Linie dieses Bildnis von Dürer, "Das jüngste Gericht", wo er die schlechten Menschen zu seiner Linken, also dann logischer Weise zu seiner starken Linken, in die Hölle fahren läßt, während er die "Guten" auf der Seite seiner emotionalen rechten Hand in die Himmelreiche führt.
Ich denke auch immer wieder, daß man beim Lesen dieser zig mal übersetzten Texte, eben dies, ----daß sie mehrfach übersetzt wurden und auch sehr alt sind, sich ständig vor Augen halten muß.
Weiterhin glaube ich, daß zumindest viele ULH's ein sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinnn haben, - paßt auch zu Christus.
Das Jesus ein Rabbi war, ist, glaube ich, ziemlich sicher, zumindest wird er in den Bibelübersetzungen, die ich habe, immer wieder so angesprochen. Ich vermute auch, daß man damals eben einen jeden, der predigte, dann sozusagen automatisch zum Rabbi gemacht hat.
Hauptsächlich geht es mir jedoch um diese Verteufelung der Linkshändigkeit. Hier haben die Leute in den letzten 2000 Jahren irgendwie etwas falsch verstanden. Meiner Meinung nach rührt dies aus der Identifikation (von RH's/Schriftgelehrten) mit einem Gottgleichen, wie J.C., dem Richter und dem Mächtigen.
Hinzu kommt die Abneigung der LH's, --allgemein, zum Schreiben, ---wohlgemerkt mit Gänsekiel und Tinte.
Wenn die Tinte so richtig fett auf dem Papier war, kam man sicher als LH noch viel schlechter voran als sowieso, --egal ob mit links oder rechts geschrieben. Ich bin mir sicher, daß die Lese- Schreibschwäche der LH's vor der Erfindung des Kugelschreibers noch wesentlich ausgeprägter war, als heute.
Bestimmt hieß LH auch noch vor z.B. 200 bis 300 Jahren so viel wie ----hoffnungsloser Analphabet. --Somit konnten ja auch nach den ersten Bibelübersetzungen ins Deutsche dennoch viele das ganze nicht lesen und mußten schlichtweg glauben, was von der Kanzel gepredigt wurde.
Ich weiß ja, daß die meisten, die so etwas wie meine Schreiberei hier lesen denken, was soll das, --ist doch alles Schnee von gestern, aber ich glaube schon, daß es so ungefähr jedenfalls gewesen sein muß und es wichtig ist sich dies bewußt zu machen.
Hierbei denke ich an die Abkehr der Menschen von den Religionen und auch, daß ein Ethikunterricht in der Schule einen echten Glauben nicht ersetzen kann. Die Menschen laufen Gefahr keine Ideale mehr zu haben und die Moral bleibt auf der Strecke, --sieht man doch überall.
Bibelfehlinterpretationen haben dann dazu auch noch beigetragen.
Interessant Dein Hinweis zum Lesen und Schreiben lernen in der Synagoge, ich wußte bisher nur, daß es im Islam so ist.
Die orthodoxen Juden lernen heute noch das AT auswendig?
---Oh- Gott, ich glaube , das sind fast 1000 Seiten..............
Es ist wirklich sehr schwer alle Gedanken hier aufzuschreiben, ich will ja ebensowenig jemanden nerven oder gar verletzen.
Michael
Hallo Michael,
hmm, spannend. Dürer war aber kein Zeitgenosse von Jesus und kann daher nix von seiner Händigkeit gewusst haben. Google sagt, dass Dürer selber LH war. Das heißt - jetzt mal nur so gesponnen - dass die "Guten" vom Maler aus auf der linken Seite des Bildes sind, dh auf der, die er selbst besser zeichnen kann... nur so ein Gedankenknoten.
Rabbi konnte nicht jeder werden (hab da mal einen Vortrag zu gehört, von dem sehr viel hängen geblieben ist, weil ich es super interessant fand). Das war eine große Ehre. Man musste einen Rabbi finden, der einen als Schüler annahm. Diese Annahme geschah durch die Worte "Folge mir nach" (!!!!!). Und u.a. bestand die Ausbildung des Rabbis darin, das AT auswendig zu lernen, dh nicht alle jüdischen Kinder mussten das. Ich glaube, man fing mit Mose an, und wenn man dann einen Lehrer fand, machte man mit dem Rest weiter etc. pp., bis man halt zum Rabbi ausgebildet war, und dazu wurden nur die besten der besten ausgesiebt. Dh jedes jüdische Kind konnte lesen und schreiben, das gehörte zur Grundausbildung, aber nicht das ganze AT auswendig.
Sooo. Das mit der Schreibabneigung finde ich spannend, hab so noch nie drüber nachgedacht. Meine Erklärung für die Ablehnung der LH war einfach, dass Menschen Angst vor Fremdem haben und sich gern an die Allgemeinheit anpassen. Alles andere incl. Gerüchten und Vorourteilen entwickelt sich dann von selbst.
Das mit dem Ethikunterricht stimmt, ich sehe das aber noch ein wenig krasser. Ohne Glauben würde mir echt was fehlen, und ich kenne viele, die keinen Glauben haben und irgendwie auch keine richtige Lebensperspektive oder keinen Sinn in ihrem Leben sehen. Wir denken immer, dass wir ach so unabhängig und frei sind, aber dabei machen wir es uns super schwer.
LG, schöner Austausch übrigens, freut mich, mit dir zu schreiben,
Ayline
Micha.el
07.02.2010, 06:55
Hallo Ayline,
ja, das mit dem Austausch geht mir ebenso, es gibt ja leider viel zu wenige Menschen, die diese Themen überhaupt interessieren, und dabei wäre es so wichtig und hilfreich.
Man kann in seiner eigenen Seele wühlen, man kann nach Macht, Reichtum und Anerkennung streben und sonst alles Mögliche anstellen in dieser Welt, wenn man jedoch keinen Glauben hat, was bleibt dann am Ende... so richtig am Ende, ---genau... Nichts und sonst gar nichts. Deswegen kann man Menschen ohne Glauben eigentlich nur bedauern und ich bin auch froh, daß es noch andere Menschen gibt die ähnlich denken wie ich.
Ja der Albrecht Dürer hat dieses zweifelsfrei tolle Bild, glaube ich, einfach so gemahlt, wie er es sich beim Lesen von Matthäus 25 vorgestellt hat. Über Händigkeit wird er dabei vermutlich gar nicht nachgedacht haben.
Nicht uninteressant finde ich auch die Assoziation: Schlechte Menschen, ---Böcke mit Hörnern und Teufel.
In Ken Wilbers Büchern wird der Teufel als Typhon beschrieben. Der Typhon ist der animalische Teil in unsererm Unterbewußtsein.
Mir kommt es so vor, daß bereits die Menschen damals, wie auch gerade Christus, dies, wenn auch nur ansatzweise, aber dennoch erahnten.
2000 Jahre vor Sigmund Freud ahnten die Menschen also etwas vom Unterbewußtsein!
Typhonische Darstellungen gibt es übrigens auch in z.B. den Höhlenmalereien von Trois Feres, wo paläolithische Jäger sich selbst mit Hörnern, Geweihen und ähnlichen dargestellt haben. --ein absolut faszinierendes Thema. Damals hatten diese Frühmenschen vor 20000 bis 50000 Jahren bereits ihre spirituellen Vostellungen, die ihnen Kraft und Energie für das harte Überleben gaben!!??!
Ich finde es überaus bemerkenswert, daß Du so viel über Religionen weißt.
Ich selbst weiß noch viel zu wenig über den jüdischen und islamischen Glauben. Ich will das aber unbedingt noch nachholen. Wenn man es sich zeitlich erlauben kann, und das kann ich, sollte man sich damit beschäftigen, --meine ich. Nur so kann man doch die anderen Menschen eher verstehen. Natürlich wäre es noch gut ihre Länder zu bereisen, jedoch ist das halt ein bißchen teurer.
Bei mir war es mit dem Gauben so, daß ich eigentlich immer ein wenig geglaubt habe, jedoch wie wohl die meisten Mitmenschen, so meine Zweifel hatte. Ich sah schlichtweg Widersprüche zwischen Religionen und den Wissenschaften. Z.B.: Seele, was soll das sein, ---wenn ich tot bin fließt nicht mehr das geringste Ionenströmchen in meinem Gehrin, --also was soll da sein, --mit der Seele, ---beim Exitus?
Mittlerweile stehe ich da drüber. So flach ist es eben nicht. Man muß sich nur vor Augen halten, daß unser Geist, sofern wir nicht dement werden bis zum Ende vollkommen lebendig und aktiv bleibt. Klar der Körper kommt nicht mehr ganz mit, aber das ist doch nicht so wichtig.
Ich weiß für mich, daß ich nicht dement werde und habe mir auch vorgenommen dies für andere zu verhindern, --im Rahmen meiner Möglichkeiten. Wenn Du meine ersten Threads gelesen hättest, --vielleicht hast Du ja, ----wüßtest Du, daß ich denke, daß viele ULH's, --zumindest die, die sich dessen so gar nicht bewußt werden, --dement oder sonst wie vorzeitig krank werden. Hier hat die Wissenschaft bis jetzt jedenfalls kläglich versagt, jedoch will ich jetzt nicht wieder vom Thema abdriften.
Bei mir haben dann vor vielen Jahren irgendwann ein paar Relais geklickt und plötzlich war mir alles sonnenklar, es gab keine Widersprüche mehr zwischen Wissenschaften und Spiritualität, und ich bin für diese Einsichten zutiefst dankbar. Ich frage immer weniger gläubige Mitmenschen wo sie noch welche sehen und bin gerne bereit sie auszuräumen, jedoch merkt man leider oftmals nicht wenn andere nicht so recht klarkommen mit dem was man sagt bzw. gar nicht richtig zuhören.
Dann war's mal wieder vergebliche Liebesmüh.
Ayline, es würde mich freuen, wenn Du weiterhin ein bißchen hier schreiben würdest, wie gesagt, da gibt es Einiges was ich von Dir lernen kann.
Wie kamst Du zu deinem Interesse für Sprachen?
LG
Michael
Andreas56
07.02.2010, 11:16
Guten Morgen Michael et al.
Komme aus der Versenkung ...hab deine Kommentare gelesen.
Ich hab irgendwoher gehört das in Israel um das Jahr null die Landes bzw Umgangssprache "assyrisch" war. Und diese Sprache wurde von rechts nach links geschrieben. daraus wurde geschlossen dass das technisch nur mit "links" möglich war und voila Jesus schrieb demnach links. Das schmeichelt uns, den ULHs natürlich, wenn es denn so war.
Jetzt fällt mir auch ein ...beim Schreiben ...von wem ich das habe.
Nämlich...
wir haben vor 20 Jahren in Nachbarschaft von "Assyrern" gewohnt. Diese Menschen haben eine Religionsgemeinschaft die sich auf Jesus direkt bezieht. Ich glaube sie waren aus dem Libanon. ihre Kinder spielten mit unseren Kindern und so hab ich das im Gespräch erfahren.Also nicht gerade sehr wissenschaftlich erarbeitet. trotzdem werf ich das mal hier in die Runde als Impuls für eine Theorie die falsifiziert....schönes Wort!... werden darf.
Ach ja ...manchmal ist es schon für mich zu viel des rechtshirnigen Denkens bzw bewußtmachens. Mir kommt dann die Frage :
Was bringts das wenn Jesus als Sohn Gottes, oder als Rabbi, oder als sonst was (hat Seneca nicht über ihn geschrieben?) Linkshänder war oder am Ende umgeschulter Rechtshänder war, weil er so schreiben musste?
Und dann auch die Frage: Wenn Glaube in mir ist muß er rein faktisch auch in Gott sein und dann sollte es doch auch von Ihm eine Antwort oder mehrere geben ...wenn ja welche hast Du, michael, bekommen?
So reden wir hier also am Sonntagmorgen bundesweit über Gott Jesus und uns.
Was für eine Welt?
Danke fürs Lesen...
Andreas
Moin,
sollte Jesus als Erlöser die komplette Schöpfung repräsentieren, wie er auch als der "neue Adam" bezeichnet wurde, ist in ihm Mann wie Frau, Rechtshänder wie Linkshänder und die Diskussion, was er nun war ist irrelevant. Als Mensch war er wohl ein Mann (wenn viel aus seinem Leben darauf hinweist, das er die volle, emotionale Palette vertreten hat) und kann eine Händigkeit gehabt haben.
Die Betrachtung von Jesus als historische Person ist da sicherlich interessant, aber letztlich für Glaubensfragen unwichtig. Glaube ich aber an seinen göttlichen Auftrag, wäre es typisch menschliche Eingrenzung (was wir ja gerne mit allem göttlichen tun) wenn wir ihn auf sein Geschlecht, seine Händigkeit, seine Typologie etc. festschreiben.
Als Schöpfung (Adam) enthielt der Mensch das Bild Gottes (Mann/Frau - Rechts/Links u.s.w.) Jesus wurde als der "neue Adam" bezeichnet, demzufolge hat er getrenntes vereint.
Ihn da auf eine Händigkeit festlegen zu wollen ist dann kontraproduktiv, weil zu niedrig angesetzt. Aber wie gesagt - ich beziehe das nicht auf den Mensch Jesus - der kann auf alles mögliche festgesetzt werden, sondern auf Jesus als Gott.
Im übrigen... Ihr sagt, Ihr seid "überzeugte" Christen. Gehört dieser Zusatz eigentlich immer dazu? Lt. Definition ist ein Christ ein Nachfolger von Jesus und wenn ich nicht überzeugt davon bin, folge ich ihm nicht nach, bin also auch kein Christ. Ein überzeugter Christ ist so etwas wie ein bäriger Bär oder eine blumige Blume... Nicht bös gemeint :o
Allen Heiden und Christen einen schönen Sonntag
Stefan
Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag, Christen, Moslems, Juden, Buddhisten, Geschwistern der NAK, allen die anderen Religionsgemeinschaften angehören und allen Nichtgläubigen.
Stefan, ich möchte alle einschliessen, denn nicht alle Nichtchristen sind Heiden.
Übrigens: die Predigt in den evangelischen Kirchen bezog sich heute auf:
Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
nächsten Sonntag:
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen, und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Micha.el
07.02.2010, 14:24
Hi Andreas,
freut mich wirklich sehr, wieder mal etwas von Dir zu hören. Dein Hinweis mit der assyrischen Sprache ist sehr wertvoll. Man muß ja auch immer bedenken, daß damals das heutige Israel ein ziemlicher Schmelztiegel war mit wohl einem reichlichen Sprachengewirr und Latein und eventuell auch Griechisch als quasi Amtsprachen.
Superhinweis, wirklich, ---danke, ---muß ich mir ins Hirn brennen.
Ja, was bringt die wage Erkenntnis, daß J.C. LH war, außer dem schmeichelhaften Gefühl, daß er dann einer von uns war.
Andreas, ---jetzt muß ich tief Luft holen, ---Du bist noch jung und dynamisch ( ---na gut, --nur 2 Jahre jünger als ich, aber, dennoch) und ich habe es schon so oft von mir gegeben, daß ich nicht mehr weiß wann, wie oft, oder auch zu wem auch immer, ---jedoch ist es eine wissenschaftlich basierte Kenntnis, daß das sog. Kognitive im Menschen sich im 6. Lebensjahrzehnt durchaus noch steigern kann.
D.h. wir alten Oma's und Opa's können vielleicht nicht mehr so doll durch die Gegend hüpfen wie vor 30 bis 40 Jahren, dafür jedoch Einsichten und Erkenntnisse haben, die unseren jüngeren Mitmenschen noch versagt sind.
-Ein Umstand übrigens, der diversen Personalchefs entweder oftmals entgangen ist, bzw. die Firmen suchen sowieso nur die Flexibiliät und Schnelligkeit der Jugend.
----Will also sagen, daß wir etwas im fortgeschrittenen alter Befindlichen durchaus auch Einblicke in die höheren psychischen Bereiche haben können, ---sicher werden das jetzt einige belächeln, ist mir aber egal, --simpel ausgedrückt sind dies tatsächlich seherische Qualitäten.
J.C. war übrigens für mein Dafürhalten nicht so jung, wie ihn die Bibel gemacht hat. Ich habe dieses etwas langatmige literarische Werk jetzt eingehend genug studiert, um sagen zu können, daß es nur einen einzigen Hinweis im NT zu seinem Alter gibt, der da lautet:
----" Und dieser ist doch keine 50 Jahre alt.........
Er wirkte mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach ein bißchen jünger als er tatsächlich war, ---vermute ich.
--Ich war im Vermuten übrigens immer ganz gut und in meiner ersten Firma deswegen für meine Kostenschätzungen fast berühmt, wir waren mal über 6000 Leute.
Ein bißchen ein Problem habe ich mit Deinem letzten Satz, ----Antworten von Gott.
--das ist eben der Witz der Sache mit den Religionen und dem Glauben, ---die Antworten müssen wir selber finden! So leicht macht es uns Gott nicht, jedoch hilft er einem trefflich herauszufinden ob wir die Richtigen gefunden haben.
Das ist nicht's weiter als der Weg der Evolution, --der kann und muß Sackgassen haben.
Was Stefan oben schreibt, finde ich auch sehr interessant, ----würde ihm jedoch raten sich einmal die Bedeutung seiner eigenen Hände für ihn und seine Persönlichkeit selbst so richtig bewußt zu machen. Die Hände sind eine wahre Meisterleistung der Natur/Gottes, wie unser gesamter Organismus und die übrige Welt um uns herum auch, was um Himmels willen ist daran kontraproduktiv, wenn man sich um die Händigkeit von J.C. oder einem selbst Gedanken macht??? --Es kommt eben darauf an wie man es sieht und versteht!
Sie lasen das Wort zum Sonntag
@ Ursula: Kor. 13, 1- 13 muß ich nochmal im ganzen Kontext lesen, --sehr schöne Stelle, -----viele Grüße
@Michael
was um Himmels willen ist daran kontraproduktiv, wenn man sich um die Händigkeit von J.C. oder einem selbst Gedanken macht?
zu a) Meine Aussage zur Kontraproduktivität bei Jesus bitte auch im Kontext meiner Formulierung sehen. Sie bezog sich auf den Kontext "neuer Adam" und Jesus als Gott - nicht auf Jesus im Allgemeinen. Da ist es mir schlichtweg egal, welche Händigkeit er hatte. Sie bezog sich schon gar nicht darauf, das man sich keine Gedanken dazu machen darf, kann, sollte. Falsch verstanden?
b) Von der Beschäftigung mit der eigenen Händigkeit bei mir selbst, überhaupt beim Menschen habe ich gar nicht als kontraproduktiv gesprochen.
@Ursula
Stefan, ich möchte alle einschliessen, denn nicht alle Nichtchristen sind Heiden.
Sorry, das war ein total missverständlicher Gebrauch des Wortes von mir. Es ist ja nur noch negativ belegt und kann verschiedene Bedeutungen haben - da danke ich für Deine Erweiterung... Ich wußte, was ich meinte :D (Das reicht aber nicht)
Zitat aus Wikipedia, Begriff Heide: "In jüdischen Schriften wird einerseits zwischen dem Volk Israel und den Gojim (Einzahl Goj), was zum Beispiel in der Septuaginta mit ΕΘΝΟΣ (ethnos = Volk) übersetzt wurde, unterschieden..."
Es würde mir jetzt keinen Spaß machen, das genau zu erläutern, denn ich mache um Foren, in denen solche Dinge diskutiert werden i.d.R. einen großen Bogen. Ich hab's nicht bös gemeint, Heide ist für mich jedenfalls keine wertende sondern beschreibende Einheit.
Hier im Forum bin ich, weil ich meine Ylvy begleite und selbst etwas mehr über meine Händigkeit herausfinden möchte und bin ein wenig der Verlockung erlegen, bei dem Thema Jesus und Händigkeit. :) Generell bin ich aber Religions-Diskussions-Abstinenzler und hier droht doch ein Rückfall. :eek:
Jetzt aber ab mit mir - in den Topic-Bereich.
Micha.el
07.02.2010, 16:47
Hallo Stefan,
richtig, --habe ich falsch verstanden bzw. verstehe ich immer noch nicht.
--neuer Adam, Jesus als Gott, Jesus im allgemeinen, --vielleicht noch im Besonderen.
Non capisko.....!!
Klar, --Jesus ist eine Menschwerdung Gottes, ------meine Meinung: Genau wie wir alle Rh's, Lh's, Heiden usw.......
Neuer Adam? Tut mir leid so wörtlich nehme ich die etwa 4000 Jahre alte Genesis von Mose nicht. Da wird mir zuviel reininterpretiert, glaube ich.
Rückfall? Wohin? in ein abgrundtiefes Loch?
Gruß
Michael
Micha.el
07.02.2010, 17:05
Moin, moin,
nochmals--
---zu den überzeugten Christen hätte ich noch zu sagen, daß ich in meinem Leben schon so viele Christen in Kirchen habe rennen sehen und ich froh wäre, wenn sie nicht nur überzeugt wären, so wie ich, sondern wenigsten nicht so elende Heuchler wären, daß es geradezu zum Himmel stinkt!
In welcher philosophisch-spirituellen Richtung würdest Du Dich denn einordnen? Würde mich mal interessieren?
Gruß
Michael
@Michael
Finde ich nicht tragisch, das Du mich nicht verstanden hast. So etwas kommt vor. Ich möchte auch nicht weiter ins Detail gehen.
Liebe Grüße,
Stefan
Micha.el
07.02.2010, 19:14
Hallo Stefan,
finde ich auch nicht tragisch, es gibt vieles, was wir alle noch nicht verstehen. Mir war nur der Begriff des "neuen Adam" völlig neu, so in etwa ahne ich mittlerweile, was Du damit sagen willst. Wenn ich die Genesis lese und mir vielleicht etwas mehr die Evolution, wie sie tatsächlich stattgefunden hat, dazu vorstelle, halte ich die Beschreibungen darin für gar nicht so "entrückt". Deswegen habe ich mit dem Adam vielleicht ein bißchen ein Problem, ----logisch mit seiner aus ihm herausgeschnitzen Eva natürlich genauso, ---wo es doch eigentlich genau umgekehrt ist. Will sagen, daß das Mannchen in der Evo schließlich, wie fast ein jeder weiß, von der Natur aus dem Weibchen sozusagen herausgeschnitzt wird, ---ist doch die Sache mit dem degenerativ erscheinenden Y- Chromosom. Vielleicht war der gute alte Mose auch noch ein LH und hat ein bißchen was verwechselt.....?...:)
LG
Michael
*räusper*
Dann doch noch mal...
Die Genesis beschreibt keinen historischen Vorgang, sondern einen geistlichen Vorgang mit Entsprechungen in der Historie. Sie mit der Evolutionstheorie abgleichen zu wollen ist stressig, sowohl für Fundamentalisten als auch für Evolutionstheoretiker. :)
Sollte man ganz lassen, aber beide Seiten werden das nicht tun. Also, frommer Wunsch am Sonntag.
Man muß früh-orientalische Erzählweise und Mentatlität begreifen plus ein wenig Inspiration beim Verfassen des Berichtes glaubend voraussetzen und dann ist es immer noch schwierig.
Die Eva aus der entnommenen Rippe des Mannes zur Rippe gemacht = zur Stütze desselben, weil er sonst nicht klarkommt... alleine im Weltall... Sorry, aber auch dafür haben die meisten Fundamentalisten und auch die meisten Wissenschaftler zu wenig Humor.
Letztlich steht da ganz viel drin, was richtig zu denken geben könnte, wenn man "das Wort" (huuu... schauder) weder wörtlich noch in einer wiederlegenden Haltung liest.
Wieder nichts in Kontroverse zu Deinen Äußerungen sondern lediglich meine Gedanken.
Zum neuen Adam zitiere ich Wikipedia, Adam und Eva (http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_und_Eva):
Diesem „alten (Menschentypus) Adam“ wird Jesus Christus als der eine „neue Adam“ gegenübergestellt, dessen Kreuzestod und Auferstehung ein Leben über die Mächte des Todes hinaus ermöglichen. Siehe auch Sündenfall. Diese Interpretation wird aber nicht von der Ostkirche akzeptiert, wo die Erbsünde unbekannt ist; es heißt nur, dass der Tod durch Adam und Eva in die Welt gebracht wurde.
Ich hatte diese Formulierung einfach "reingeballert" - so ohne Kontext, das war ziemlich uncool von mir... Ich seh's ja ein. Mea culpa. Einzig mir tatsächlich wichtige Aussage war: Für mich ist die Händigkeit von Jesus nicht wichtig im Zusammenhang mit dem, was er mir sonst bedeutet.
Kirche und Kirchengeschichte - was da schon alles gesagt, getan und behauptet wurde - das hat für mich keine Relevanz. Letztlich war es organisierte Religion, die Christus getötet hat - und das hat sie - metaphorisch - immer wieder getan. So, jetzt habe ich doch noch ein Statement abgegeben... :eek:
Aber wenn ich entdecke, das ich tatsächlich "links" bin (Dies ist doch das Forum von Gregor Gysie, oder?) dann ist es für mich etwas, das mich meinem schöpfungsgemäßen Zustand näher bringt und ich bin Gott dafür dankbar.
Und nein, ich rede von Schöpung, nicht von Evolution, auch wenn ich kein Kreationist bin. Und nein, nein - das mag ich nicht erklären :)
Sorry, das ich vorhin so kurz angebunden war. Generell hat es eine sehr lange Geschichte, das ich religiöse Diskussionen meide und nichts mit Dir zu tun und ich bin ja schliesslich auf das Thema angesprungen.
So long, and thanks for all the fish
Stefan
Hallo ihr,
eine endlich einmal hochinteressante weil facettenreiche Diskussion zu dem Thema! Wird so etwas nämlich in jeglichem anderen Forum diskutiert so wird man schnell mit Bibelzitaten "erschlagen", und der Einwand, dass die Bibel erstens eine ziemlich willkürliche Zusammenstellung vorhandener Überlieferungen ist sowie zweitens Irren menschlich ist und die Schriften ziemlich sicher von Menschen überliefert und übersetzt wurden, mit der Begründung gegen die Wand geknallt dass die Bibel ausschließlich das "Werk Gottes" sei, und damit sei jedes Wort darin, egal in welchr Übersetzung, überhaupt nicht einmal zu hinterfragen sei. Oder aber sie wird als ein Haufen zusammengewürfelter Unfug hingestellt, je nachdem in welcher Gesellschaft man diskutieren möchte. ;)
Da ihr schon so viel vorgelegt habt fällt der Einstieg natürlich nicht ganz einfach, ich versuchs einfach mal. ;) Hallo Michael,
du sagst:"Der Weg der Transzendenz geht nur über den Tod des eigenen Ich's"...Das schliesst sich doch gegenseitig aus. Das wär zu ideal.
Hallo Peter,
mit dem Tod des eigenen Ich's ist ja nicht gemeint, daß der Organismus stirbt, oder wie soll ich Deinen Einwand verstehen?
Besser ausgedrückt könnte es wohl heissen, daß man das alte Ego hinter sich läßt.
Mit Ken W.'s Terminologie wäre dann eine Rückschulung eine translatorische Transformation, also eine Veränderung/Gesundung des Ego's auf ein und derselben Bewußtseinsebene.
Wenn ich mich recht entsinne ist das AT in aramäisch überliefert und geschrieben worden. Ich habe mir mal vor ein paar Jahren die Mühe gemacht, da es mich wirklich interessiert und besonders die Schöpfung des Menschen für eine Frau doch sehr irritierend erscheinen muss, anhand einer damals noch vorhandenen Internetseite einzelne Passagen nicht nur aus dem Aramäischen wörtlich zu übersetzen, was für einen Satz jeweils viele verschiedene Deutungsmöglichkeiten ergibt, sondern auch insbesondere die "Namen" nochmals zu zerlegen, also zu hinterfragen. Dabei ist mir sehr aufgefallen, dass insbesondere die im AT verwendeten "Namen" so gesehen keine sind, sondern in ihnen wiederum eine Beschreibung steckt. Wenn also von "Adam" die Rede ist muss ich verstehen was "Adam" bedeutet. So ist es bei den gesamten Texten aus dem Aramäischen in der Bibel.
Auffällig ist es auch bei der Beschreibung des Garten Eden: Es handelt sich mitnichten um physische Flüsse die diesen begrenzt haben. Als "Flüsse" werden in alten Texten immer die Grenzübergänge von Welten bezeichnet, das wissen wir noch aus den griechischen Sagen. Wenn jemand der dazu mit genügend Wissen gerüstet ist mal für die Allgemeinheit herausfinden würde wie die tatsächlichen Übersetzungen der Flussnamen sind wäre das genial wünschenswert. Ich nehme an dass manche das bereits herausgefunden haben. Wo dieses Wissen versteckt wird und warum bleibt die andere Frage.
Einen konnte ich in meiner Unweisheit ml hinterfragen, dessen Bedeutung nämlich den aramäisch/hebräischen Wort für "gehen", "fern" entspricht. Wie man sieht ist die Sprache hier wirklich vielschichtig, und eine weitere Translation für das Wort dürfte (neusprachlich) sein: Raum. Eine der Begrenzungen von "Eden" ist also "Raum" - das macht auch wissenschaftlich Sinn. Aus solchen Gründen finde ich, dass das Wissen damals sogar sehr gross war - vielleicht grösser als heute, wo wir (Menschen) glauben alles zu wissen und doch nicht verstehen.
Das Griechische dann wieder hat diese Vielsinnigkeit zumindest in dieser Zeit nicht mehr (*interessant ab wann, da es ja auch aus den indogermanischen Sprachen also dem Orient stammt), im Gegenteil wurde versucht Begriffe aus der ganz anderen Gedankenwelt des vorderen Orient in ebensolche griechischen zu pressen, wohl damit im weitesten Sinne "der Grieche" sie verstehe. Wusstet ihr dass das Urgriechisch übrigens auch mal von rewchts nach links geschrieben wurde?) Dabei kamen dann auch neue Wortschöpfungen heraus, welche das Aramäische als Begrifflichkeit gar nicht kennt. "Dämon" ist so ein Beispiel. Fernerhin ist es sehr wichtig zu verstehen dass gerade solche Begriffe wie die vielzitierte "Schlange" mehrere, auch lautmalerische Bedeutungen haben: "der/die/das die Zischende" z.B. - als zischend kann durchaus auch anderes beschrieben werden, oder je nach Kontext "der/die/das Zusammengerollte", was in den Übersetzungen für den europäischen Markt dann alles als "Schlange" übersetzt wurde. Wenn man aber solche differenzierten Bedeutungen einheitsübersetzt wundert es nicht mehr dass der Inhalt nicht mehr rüberkommt, ja gar nicht mehr rüberkommen kann. Ich nehme an, die Vielschichtigkeit ist auch Absicht, denn nur der der reif ist kann den Inhalt wirklich nachvollziehen. Mit der Fehlübersetzung kann es natürlich keiner mehr.
Zum Adam und der Eva und der Rippe bleibt da zu sagen dass meines Wissens, es ist schon eine Zeit her dass ich das auseinandergefitzelt habe, das gleiche aramäische Wort hier einmal für "Rippe", woanders dann aber für "Arche", also das als Boot interpretierte, übersetzt wurde, und dieser gängigen Vorstellung haften nun die meisten (nicht des Hebräischen mächtigen) Bibelleser an.
Wenn es also eine Rippe aber auch ein Boot sein kann, welches wiederum mit dem Wort "Arche" zusammenhängt, also auch mit dem Wort "Ark" (Arc de Triomphe, Jeanne D´Arc bspw.), dann bedeutet dieses doch, dass das Ursprungswort vieldeutig am ehesten etwas Gebogenes bezeichnet, im weitesten Sinne einen "Bogen" - was im technischen auch ein Lichtbogen sein kann. Was dieses nun wirklich sein mag darüber kann sich jeder Mensch frei Gedanken machen - oder Gott fragen, denn der Zugang zu diesem steht nicht nur jedem Menschen frei sondern ist so viel ich annehme, sogar gewünscht. :)
Dann nehme ich mal den Bogen zurück zur Menschwerdung:
Nachdem Adam, der Mensch, erschaffen war befand "er" sich nun inmitten von lauter Tieren, war der Mensch ja schließlich selbst eins und konnte dementsprechend alle um ihn herum auch "nur" als "Tiere" identifizieren. Das fand Gott (das im AT tatsächlich verwendete Wort zumeist "Elohim" und nicht "Gott" und auch nicht "Jehova") wohl armselig, anscheinend wollte er den von ihm als letztes geschaffenen Menschen nun auch nicht so darben lassen, ergo legte er ihn in eine Trance, schuf über einen Bogen oder einen Strahl eine zweite Persönlichkeit, deren Namen als "Lebende" oder "Quelle des Lebens" gedeutet werden kann. Dann schloss er das Fleisch wieder - die erste OP am offenen Gehirn, würde ich mal sagen. Tatsächlich kommt mir gerade die Frage, warum er das Fleisch wieder schloss wenn es ein reingeistiger Schöpfungsakt war. Vielleicht ist dieses auch nur eingefügt um es bildlicher zu gestalten.
Als sich die beiden erblickten erkannten sie sich (vorher nämlich hat Adam rein gar nichts erkannt), als "iysch" und "iyschah". Da die hebräische Übersetzung nur "Mann und Frau" hergibt habe ich tatsächlich mal einen aramäischen Freund gefragt, was den "Iysch" bedeutet. Das Ergebnis ist so einfach wie verblüffend: Es bedeutet "Ich"! Die indogermanischen Sprachen liegen tatsächlich in manchen wesentlichen Ausdrücken so nahe beieinander, dass der im Hebräischen als "Ehemann" verwendete Ausdruck eigentlich einfach nur "Ich" bedeutet. Nun geht es aber weiter, denn Iyschah ist eine Abwandlung davon - ob es nun "Ich-göttlich" (im Zusammenhang mit der altägyptischen "göttlichen Silbe") oder "Ich-königlich" (das Wort "Shah" bedeutet eindeutig "König", eventuell wurden die zwei "sh"-Laute zusammengezogen) heisst, mögen andere analysieren.
Der Bogen zu Jesus: Im Zusammenhang mit Jesus wird auffallend häufig von "Braut" und "Hochzeiten" geschrieben, ich meine auch noch etwas in Erinnerung zu haben dass Jesus selbst mal als "Braut" bezeichnet wird. Meines Erachtens deutet dies vielmehr darauf hin, dass Jesus jemand ist der "das göttliche Ich", also das Wort das auch für "Braut, Ehefrau" verwendet wird, darstellt.
Er ist damit gleichgesetzt mit der reinen Quelle des Lebens, jener mysteriösen zweiten Persönlichkeit welche in uns (Menschen) geschaffen ist.
So, jetzt habe ich meine Thesen auch für die Nachwelt erhalten, möge jede/r daraus finden was er mag. :) Ich finde nur, dass dieses zu Verstehen ganz gut zu Michaels hier passt:
Hallo Stefan,
finde ich auch nicht tragisch, es gibt vieles, was wir alle noch nicht verstehen. Mir war nur der Begriff des "neuen Adam" völlig neu, so in etwa ahne ich mittlerweile, was Du damit sagen willst. Wenn ich die Genesis lese und mir vielleicht etwas mehr die Evolution, wie sie tatsächlich stattgefunden hat, dazu vorstelle, halte ich die Beschreibungen darin für gar nicht so "entrückt". Deswegen habe ich mit dem Adam vielleicht ein bißchen ein Problem, ----logisch mit seiner aus ihm herausgeschnitzen Eva natürlich genauso, ---wo es doch eigentlich genau umgekehrt ist. Will sagen, daß das Mannchen in der Evo schließlich, wie fast ein jeder weiß, von der Natur aus dem Weibchen sozusagen herausgeschnitzt wird, ---ist doch die Sache mit dem degenerativ erscheinenden Y- Chromosom. Vielleicht war der gute alte Mose auch noch ein LH und hat ein bißchen was verwechselt.....?...:)
Meinst, er kam ein bisschen durcheinander - wegen seiner eigenen Y-Chromosomen (schade, darf nur 5 Grinsesmileys machen, denk dir einen!)? So wie oben angeführt macht es wieder Sinn, nur nicht so wie (religiös) überliefert und übersetzt. Jenes dient nur dem Machterhalt und Unterdrückung. Denn wenn ich annehme dass mit der OP am Menschen das Bewusstsein über einen "Bogen" geschaffen wurde, also über eine Verbindung zwischen dem Grosshirn und Mittelhirn/Kleinhirn, dann interpretiere ich ebenfalls dass es sich bei - huch, kleiner Gedankensprung ganz vom Anfang ganz ans Ende des Geschichtsbuches - "dem Tier" das seine Macht vom "Drachen" übernimmt, um die evolutionär im Gehirn arrangieren Bedürfnisse des Mittel- und des Kleinhirns handelt. Bibel und Wissenschaft passen also auch meines Erachtens sehr wohl zusammen, ich muss es nur verstehen wollen ohne es zu quetschen.
Man muß früh-orientalische Erzählweise und Mentatlität begreifen plus ein wenig Inspiration beim Verfassen des Berichtes glaubend voraussetzen und dann ist es immer noch schwierig.Exakt! Nur begreifen al die Abendländer diese, obwohl sie zu ihren eigenen Ursprüngen gehört, heute anscheinend weniger denn je obwohl sie sooo viel reisen und sich bilden. *böses Grinsen*
Die Eva aus der entnommenen Rippe des Mannes zur Rippe gemacht = zur Stütze desselben, weil er sonst nicht klarkommt... alleine im Weltall... Sorry, aber auch dafür haben die meisten Fundamentalisten und auch die meisten Wissenschaftler zu wenig Humor.Merci bien! Das ist genial! *smile mit wimpernklimpern*
Liebe Grüsse, freue mich dass ihr so interessante Themen anreisst - und vor allem, mal ganz anders!
Emily
@ Emily
Danke für Deinen Text. Uupsie, er ist nicht ganz einfach - dieweil er auch so richtig doll Gedankensprünge enthält und manche Sätze eher Deinen impulsiven Gedankenstürmen folgen und dabei die Regeln deutscher Satzgefüge verlassen
.
Where to go?
Ich als Autor (unveröffentlicht) würde sagen: Eigenen Text mal "beatalesen" - dann wieder zur Diskussion stellen.
Bei der Formel Glauben ungleich Religion allerdings Konsens, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Irgendwas gefällt mir an Deinem Text, aber *grusel* - Frau, lies das nochmal... :D#
Emily - Du antwortest auf mehreren Bewusstseinsebenen gleichzeitig - ist für einen Mann nicht ganz einfach - selbst für mich, als Frauenversteher nicht. Versuch mal einen Gang runter zu schalten, oder zwei. Dann versteh ich Dich wieder.
Greets
Stefan
Ui, Stefan überfordert. :D
Emily, deine Gedanken gefallen mir sehr gut, ich werde sie aber noch mindestens einmal lesen müssen und die Anstupser verarbeiten. Sehr interessante Ansätze, die du da bringst.
Hej, da bekommt man ja fast Lust, aramäisch zu lernen, um den Urtext zu lesen. Und vor allem bekomme ich gerade Lust daran, mich mit dieser Seite des Glaubens zu beschäftigen.
Das "Wort" war mir bisher eher fremd, weil ich den Umgang mit ihm in meiner persönlichen Umgebung eher trennend von Gott und Glauben empfand, als dass es mir im Glauben weitergeholfen hätte. Ist doch mein Umgang mit dem Glauben ein sehr direkter. Wenn ich ein Problem oder Frage habe, dann lese ich nicht in der Bibel - ich suche das Gespräch mit dem "Chef". :) Ich weiß, dass seine Antworten manchmal sehr indirekt kommen, manchmal auch sehr auf sich warten lassen, aber irgendwann ist sie da.
Auf jeden Fall, Emily, vielen Dank für die Anregung, da ist viel dabei, womit ich etwas anfangen kann. Auch wenn ich sicher noch etwas nachdenken muss. Das Wort bekommt auf diesem Wege Sinn.
Liebe Grüße und einen schönen Montag,
Ylvy
Micha.el
08.02.2010, 09:55
Danke Euch allen für diese vielen guten Gedanken,
für mich zeigt sich dabei wie sehr wir alle mit diesem Thema Genesis und vielleicht noch mehr mit dem Begriff des Paradieses ein Problem haben. Wieso beschäftigen sich die Menschen damit ansonsten seit Generationen?
Da halte ich mich doch am liebsten an meinen mir persönlich unbekannten spirituellen Lehrer, dem besagten K. Wilber, der so wunderbar schrieb, daß der Sündenfall ja nichts anders war, als die Bewußtwerdung des Menschen über seinen eigenen Tod.
Er beschreibt und erklärt dies in einer wirklich brillianten Art und Weise, jedoch will ich ganz bestimmt nicht für seine Bücher hier Werbung machen.
Zitieren möchte ich jetzt auch nicht, nur vielleicht noch kurz einen seiner Lieblingsbegriffe einflechten. Es ist das, was er die „Europäische Dissoziation“ nennt, ---die regelrechte Trennung von Körper und Geist, die natürlich verwerflich ist, ---und unter der wir alle in den westlichen Kulturkreisen leiden. Wir machen es uns alle manchmal, ----glaube ich auch, einfach zu schwer, besonders vielleicht bei Themen wie Religion, Genesis, Paradies usw..
Vermutlich sind wir Linkshänder hiervon auch besonders befallen. Nach meinen bisherigen Beobachtungen, und natürlich auch Selbstbeobachtungen, neigen wir vielfach zum Extremen, also auch zur intensiveren Dissoziation.
Wenn jemand möchte, kann sie/er ja eines oder mehrere der Ken Wilber Bücher (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/346634509X/httpmengeccli-21/) lesen.
Wilber ist Biochemiker, Epileptiker und Buddist und steht bei mir auch unter starkem ULH-Vedacht, jedoch beabsichtige ich nicht ihn ulh-mäßig zu missionieren.
Gerade diese Form der Kommunikation hier am Bildschirm läßt eigentlich nur eingeschränkt weitreichende Diskussionen zu und ganz besonders mein alter Win 98 PC in Verbindung mit der zunehmend schlechter werdenden Einwahl ins Netz macht dann die Angelegenheit für mich einfach zu zeitaufwendig. Andererseits ist ein ständiger Austausch von Zweizeilern sicher auch nicht das Gelbe vom Ei.
Where to go?
Marc und mir ging es schließlich nur darum die Negativbesetzung der Linkshändigkeit zu ergründen (Initialthread, ---dieser hier ist sozusagen nur eine Fortsetzung) und ich bilde mir ein, daß wir alle mit unseren Beiträgen durchaus ein bißchen etwas geraderücken konnten. Ich jedenfalls habe einiges dazugelernt, vor allem was das von rechts nach links Schreiben im frühen Orient bis heute betrifft.
Gruß an alle
Michael
P.S. @ Stefan: Fisch ist in der Tat gesünder (noch),----Gregor Gysie ist mir hier noch nicht begegnet, ----bei Deinen Sätzen würde ich auch hier und da noch ein Komma einfügen und ------ich mache mindestens ebenso viele Fehler.
Letztendlich ist mir der Mangel an Humor bei Kirchenvätern und vielleicht auch Wissenschaftlern wahrscheinlich genauso gleichgültig wie Dir.
@ Ylvy
Oh... Moin, moin... Ich hatte wohl gestern was falsches gegess... getrunken, denn heute morgen kann ich den Text von Emily verstehen.
@ Michael
bei Deinen Sätzen würde ich auch hier und da noch ein Komma einfügen
Oh... es war gestern schlimmer als üblich. By the way... Sünde ist für mich schon etwas konkreter, dichter, und hängt dann doch mit Tod und jepp... der Auferstehung zusammen. Bin zwar kein Fundi und kein Kreationist, aber ein paar basischristliche Dinge glaube ich schon. ;)
@Emily
...darüber kann sich jeder Mensch frei Gedanken machen - oder Gott fragen, denn der Zugang zu diesem steht nicht nur jedem Menschen frei sondern ist so viel ich annehme, sogar gewünscht.
Ja, wie gesagt - so wirr warst Du gestern Abend gar nicht. Ich war nur nicht mehr ganz aufnahmefähig. Der Mann ist doch ein begrenztes Wesen. Im Bezug auf "das Buch" möchte ich noch anmerken, das Jesus seinen Leuten nie das Buch in gebundener Form prophezeit hat, sondern er hat gesagt, das nach seinem Abgang der "Geist Gottes" (wieder der Bogen zum "Ruach", dem Geist der am Beginn der Schöpfung über den Wassern schwebt) kommen wird und seine Nachfolger in alle Wahrheit leiten wird. Der Geist kam aber (siehe Pfingsten) nicht in Buchform. :) Das die Kirche so geistlos geworden ist hängt daran, das sie nie tut, was man ihr gesagt hat. Wie die kleinen Kinder. Selbst groß sein, selbst Gott sein - und das ist wieder die Haltung, die die ursprüngliche Sünde (Sund=Trennung) verursacht hat.
Das Buch ist wichtig, kann aber nur "durch de Geist" verstanden werden. ohne denselben ist es aber saugefährlich. Siehe Kirchengeschichte. So viel geistlose Anwendung. "Der Buchstabe tötet - der Geist macht lebendig" steht in der Packungsbeilage. Ja, liest das denn keiner?
Ich selbst lese es zur Zeit auch nicht, - habe es mir selbst etwas arg verleidet. Aber in Deinen Gedanken schwang da eine Orientierung mit, die mich an meine eigenen Wurzeln erinnert hat. Danke Dir.
Die Braut ist übrigens nicht Jesus, er ist der Bräutigam. :cool: Die Braut ist ein Bild für die Gemeinde (Eine Gruppe ungleich unserem Kirchenbegriff) mit der sich Jesus verbindet und in der er durch o.g. Geist wirkt...
So... hatte ich nicht irgendwann mal gesagt, ich wolle reli-diksussions-abstinent sein?
Tschüüs und schönen Tag
*noch hektisch ein paar Kommata setz*
Hallo Emily und Michael,
ich hab jetzt nicht ganz alles gelesen (bisschen müde...), wollte aber Folgendes beisteuern: Die Originalsprache vom AT ist Hebräisch. Diese Schrift geht von rechts nach links und ist meiner Meinung nach eine LH-Schrift, anders als zB Arabisch. Das geht auch von re nach li, aber Rik Smits hat festgestellt, dass die Buchstaben so geschrieben werden, dass ein rechtshändiger Schreiber immer so von oben nach unten durch die Zeile kringelt, dass er nicht durch sein eigenes Geschriebenes wischt. Auf so eine Schriftart fürs Deutsche für LH muss noch gewartet werden... ;)
Das mit den Flüssen hab ich eben in meiner Elberfelder Übersetzung nachgeguckt. Das ist eine möglichst textnahe Übersetzung. Da steht:
1. Fluss Pischon ("fließt durch das Land, wo Gold und Edelsteine sind")
2. Fluss Gihon ("fließt um das Land Kusch")
3. Fluss Hiddekel, angeblich der Tigris
4. Fluss Euphrat.
Euphrat und Tigris gibt es ja auf jeden Fall wirklich.
LG
Ayline
Micha.el
09.02.2010, 09:51
Hallo zusammen,
zunächst einmal wollte ich sagen bzw. schreiben, daß ich die Beiträge besonders von Emily, Stefan und Ayline für ganz toll, supergut, niveauvoll oder einfach ausgezeichnet halte. Emilys Beitrag werde ich mir ausdrucken und dies obwohl mein spiritueller Weg etwas anders aussah, ----mit Deiner Genehmigung, Emily,--- ist ja schließlich schon eine halbe Diplomarbeit.
Ich hätte gar nicht gewußt, wie ich das, was da an Information rüberkam, so einfach im Netz hätte recherchieren können.
Das Schreiben von rechts nach links im orientalischen Kulturkreis hat, glaube ich, eine ganz besondere Bedeutung auch für uns Europäer.
Ayline schreibt, daß man dort rechtshändig von rechts nach links schreibt. Das war mir unterschwellig bekannt, jedoch meine ich, daß dies im Hinblick auf die Psyche/Seele von großer Wichtigkeit sein kann.
Also, wenn ich nachdenke, --mach' ich manchmal:), --dann spüre ich hin und wieder, daß da irgendwas wie ein Impuls aus dem Urgrund des eigenen Selbst kommt, das man dann anschließend, sozusagen lautlos, im Geiste vor sich hinplappert. Denken, meine ich, ist mit Sprechen sehr stark verbunden und Sprechen wiederum mit Schreiben.
RH-Schreiben, --LH-Schreiben, --rechtshirnig, --linkshirnig und natürlich auch im Austausch über den Balken (Corpus Callosum, --flechte den Anatomiebegriff nur ein, damit ich ihn endlich selbst in den Kopf kriege), also so richtig an die evolutionär alten Hirnteile heran.
Ich weiß, jetzt würden bestimmt wieder einige sagen, daß dies ihnen zu simpel ist, jedoch ich stelle es einfach mal so hier in den virtuellen Raum, --bin halt auch ein kleiner E-Techniker.
Wenn man sich jetzt noch vor Augen führt, daß im Islam die linke Hand die unreine ist....
.....und ich weiß nicht wieviel Millionen von Moslems die eigentlich LH sind, sich mit dem rechtshändigen Schreiben quälen......
Anders ausgedrückt könnten wir auch durchaus jetzt in dem neuen, von Bernd initiierten Thread: "Dominante Hand beeinflußt......", weitermachen.
LG
Michael
Hallo an alle,
Hallo Emily und Michael,
ich hab jetzt nicht ganz alles gelesen (bisschen müde...), wollte aber Folgendes beisteuern: Die Originalsprache vom AT ist Hebräisch.Aramäisch - das Vorläufermodell.
Am nächsten verwandt ist das heutige armenisch. Da es aber nicht mehr so viele Armenier gibt da diverse Auslöschungen an ihnen angestrebt wurden ist es eher ziemlich selten einen zu treffen um sich auszutauschen. Ich habe Glück dass ich mit zweien tief verbunden bin.
Diese Schrift geht von rechts nach links und ist meiner Meinung nach eine LH-Schrift, anders als zB Arabisch.Meine ich auch dass es ursprünglich LH-Schrift ist, aber eigentlich auch Arabisch sowie Farsi, das alte Persisch, gehen von rechts nach links. Altägyptisch konnte von links nach rechts, von rechts nach links, UND von oben nach unten geschrieben werden. :D
Das geht auch von re nach li, aber Rik Smits hat festgestellt, dass die Buchstaben so geschrieben werden, dass ein rechtshändiger Schreiber immer so von oben nach unten durch die Zeile kringelt, dass er nicht durch sein eigenes Geschriebenes wischt.Nun ja, ich habe keine Ahnung wer Rik Smits ist. Ich habe ein bisschen Farsi, das dem Arabischen von der Schrift nahesteht, gelernt, damals mit rechts, aber wenn ich es heute rückblickend betrachte ist es einfach nur ideal um mit links geschrieben zu werden. Mit der rechten Hand muss man nämlich so wie hier bei uns, gegen den Fluss arbeiten - also eigentlich schieben. Mit links könnte man sehr gemütlich die Worte einschließlich der Punkte und Kringel ziehen.
Auf so eine Schriftart fürs Deutsche für LH muss noch gewartet werden... ;)
Das mit den Flüssen hab ich eben in meiner Elberfelder Übersetzung nachgeguckt. Das ist eine möglichst textnahe Übersetzung. Da steht:
1. Fluss Pischon ("fließt durch das Land, wo Gold und Edelsteine sind")
2. Fluss Gihon ("fließt um das Land Kusch")
3. Fluss Hiddekel, angeblich der Tigris
4. Fluss Euphrat.
Euphrat und Tigris gibt es ja auf jeden Fall wirklich.
LG
AylineNatürlich gibt es Euphrat und Tigris "wirklich". Eine Elberfelder Übersetzung dürfte auch denkbar ungeeignet sein an den Ursprung der Wortbedeutung zu gelangen, warum ich das meine sh dazu die Ausführungen in dem anderen posting. Deshalb habe ich darauf hingewiesen dass mensch, um den tieferen Sinn des AT zu verstehen, die vielfältigen und vor allem ursprünglichen Bedeutungsebenen der Sprache betrachten muss, anderenfalls wird er durch die Bibel mehr in die Irre geführt als zu dem was er daraus eigentlich wissen wollte. (Nun, manche wollen ja nicht wissen sondern es genügt dass jemand anderes ihnen sagt was sie zu denken haben, das ist aber nicht so mein Stil. Jeder halt wie er mag.) Das AT "versteckt" sozusagen höhere oder wenn man mag metaphysische Bedeutungen, so wie unsere Märchen dieses ebenfalls tun. Das zum einen, dann muss man auch berücksichtigen dass sich "gesellschaftlich mehrheitlich akzeptierte Assoziationen" ebenfalls verändern. Dazu braucht man nur in die eigene Sprache über zwei oder drei Generationen blicken. :) (Ich bin bspw. ziemlich geschockt dass Jugendliche derzeit Kumpels und Kumpelinnen als "armes Mobbingopfer" bezeichnen.) Sprache also verändert sich, deshalb ist es umso wichtiger an die Ursprungsbedeutungen zu gelangen.
Und zwar besonders, weil gerade die Bibel bereits am Anfang feststellt welche Macht das Wort hat. Ergo, liegt es an uns Worte in der Bedeutung zu erkennen - und auch zu verwenden! -, oder aber den Zugang zu verlieren - und/oder anderen zu verbauen. Nicht umsonst steht ebenfalls in der Bibel, dass die (weiss das genaue Wort nicht mehr) dass die Pfaffen sehr wohl um die Tür/Pforte/Eingang wissen, aber selbst nicht hineingehen und auch keinen anderen eintreten lassen.
Dass mir gelungen sei den echten oder tatsächlichen Sinn genauestens erfasst zu haben wage ich nicht zu behaupten. Dennoch verstehe ich damit einen tieferen Sinn hinter Worten, die in der bisherigen Auslegung / Übersetzung / Interpretation wirklich rein gar keinen Sinn machen. :p
Und wenn sie keinen Sinn machen - wem nützt das dann?
Grüssle,
Emily
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Das war gerade das naheliegendste in Farsi was ich gefunden habe. Guckt doch mal, sogar die Neigung der Buchstaben ist eher für einen LH als einen RH geeignet.
Und hier (http://biblos.com/genesis/1-1.htm) kann man an die hebräischen Ursprungsworte heran. Auch wenn ich zumindest hier die Schrift betrachte - man könnte ja mal Experimente wagen - dann kommt sie mir durchaus so vor als sei sie weitaus leichter mit links als mit rechts zu schreiben:
בְּרֵאשִׁ֖ית בָּרָ֣א אֱלֹהִ֑ים אֵ֥ת הַשָּׁמַ֖יִם וְאֵ֥ת הָאָֽרֶץ׃
Es gab mal eine Version in der die vielfältigen Bedeutungen aus dem Hebräischen angezeigt wurden, ich nehme an das ist bei der Überarbeitung irgendwie verloren gegangen. Falls es jemand findet, bitte melden! :) Auf jeden Fall bin ich damit Nächte gesessen nur um einzelne Absätze die ich verstehen wollte, zu hinterfragen und auf alle möglichen Arten nochmals zusammenzusetzen. :D Ausserdem darf man mit in Betracht ziehen dass etliche Worte des Hebräischen auch im Kontext mit anderen Kulturen welche beeinflussend mitwirkten zu sehen sind, um an eine mögliche ursprüngliche Bedeutung zu gelangen. Gutes Gelingen! :)
LG
Emily
KerstinB
10.02.2010, 09:31
... Man kann in seiner eigenen Seele wühlen, man kann nach Macht, Reichtum und Anerkennung streben und sonst alles Mögliche anstellen in dieser Welt, wenn man jedoch keinen Glauben hat, was bleibt dann am Ende... so richtig am Ende, ---genau... Nichts und sonst gar nichts. Deswegen kann man Menschen ohne Glauben eigentlich nur bedauern und ich bin auch froh, daß es noch andere Menschen gibt die ähnlich denken wie ich.
Michael
??? Hm. Wie meinst Du das genau, Michael, auf den Glauben an einen Gott, einen Allah usw. bezogen oder überhaupt etwas zu glauben im Sinne von Hoffnung, Herz, Menschlichkeit, Optimismus, Perspektiven? Es gibt doch so viele Möglichkeiten - wie es letztlich Menschen gibt. Ich finde Eure ganzen Beiträge hier nämlich, gerade auch in meiner Eigenschaft eher als "Freigeist-mit-Hoffnung-und-Herz", wirklich sehr interessant und richtig gut, sozusagen kulturgeschichtlich, philosophisch, sprachwissenschaftlich usw.
Zum "Glauben" hier mal ein Zitat aus einem Beitrag, auf den ich zufällig gerade stieß: "Auch Atheisten sind Gläubige, weil sie daran ‚glauben‘, daß es keinen Gott gibt, sondern die Wirklichkeit ein komplexes etwa ist, daß durch niemand geschaffen wurde, sondrn immer wieder neu entsteht . . ."
(Zitat aus http://aka.blogsport.de/2008/05/23/religion-ist-opium-fues-volk-lenin/ , dort in der Antwort vom 06.02.09 v. B. J. an P. F., aber auch der ganze eigentliche Ausgangsbeitrag ist recht - hm, na vielleicht unterhaltsam;)...)
Ok, aber ich wollte hier nicht ganz den Diskussionsstrang unterbrechen, den lese ich mehr mit...:)
lG KerstinB
Auch wenn Deine Frage an Michael ging, möchte ich meine Version der Antwort dazu geben... Das wollte ich schon heute früh unter der Dusche, weil mir unser Gespräch hier wieder durch den Kopf gegangen ist.
Zwischen "irgendetwas" glauben, damit man "was hat" und "einen Weg gehen", wie es Gläubige auf der ganzen Welt praktizieren, liegt der Unterschied ja auf der Hand. Nun gibt es viele Wege nach Rom, aber wie viele mag es wohl geben, um zu Gott zu kommen? Die Frage beantworten die monotheistischen Religionen mit: "ein" Weg. Jesus beanspruchte für sich: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich." (Joh. 14,6) Wenn ich dies ernst nehme, dann ist die christliche Botschaft: Der einzige Weg zu Gott ist Gott. Problem ist, das die Christen dies selbst zwar predigen, aber das Gegenteil leben. Sie haben sich dadurch so sehr ritualisiert, das der ursprüngliche Weg nicht mehr zu erkennen ist. Man muß also heute sagen: Willst Du etwas über den christlichen Glauben erfahren, frag besser keinen Christen. Das verwirrt unnötig und setzt Dich, mit einem sehr großen Wahrscheinlichkeitsfaktor, auf eine völlig falsche Fährte.
Dies ist kein Missionsforum, dem Herrn sei's gepriesen, so das es mir nicht darum geht, für die christliche Botschaft zu werben. Ja, sie stellt mein Fundament dar, und ja, ich habe meine Fragen, an das, worauf ich stehe. (Oder wie ein Amerikaner sagen mag: "Auch wenn's ab und zu mal wackelt - ich lebe in San Francisco.")
Wir sind hier nun sehr gebildet an all da herangegangen. Dummheit ist nicht unbedingt das Gegenteil von Wissen, es gibt sehr viel dummes Wissen, das mal nur am Rande. Ich möchte also nicht sagen, das die Schreiberlinge, mich eingeschlossen dumm sind, wenn sie an Bücher wie die Bibel mit einer menschlich neugierigen Wissenshaltung herangehen. Dummheit gibt es viel häufiger auf der anderen Seite.
Stellen wir uns aber auch die Frage, wie das Ganze von Gottes Seite aussieht? Seine Absichten und Intentionen - ja, wie er so "drauf" ist - und was er damit sagen will, das bestimmte Botschaften klar sind, andere versteckt in der Tiefe der Zeit. Was er sich dabei denkt, Dinge klar zu sagen, wohl wissend das diese irgendwann völlig verdreht werden...
"Der Weg ist schmal, und weige sind, die darauf gehen" - versus "Kommt her zu mir ALLE... u.s.w."
Emily. Ich muß nicht eine Sprache lernen, um zu verstehen, was dahintersteckt, das kann nicht jeder, so tief in Dinge hineingehen. Aber es muß die Menschen geben, die das tun, die darin suchen und die sich trotzdem und gerade deshalb einen Glauben nicht nur bewahren sondern ihn dort finden.
So wie ich Gott verstanden habe, ist er ganz versessen auf die persönliche Beziehung, die Liebe zu ihm und von ihm und zum Nächsten. Und dann wird es es leicht gemacht haben. Und wir werden es wieder schwer gemacht haben. Und an der Nuss knacke ich selbst, denn ich mache Dinge gerne schwer. Wenn ich persönlich an "Christus" als "den Weg" glaube, so gibt es auch und gerade mit ihm so viele Wege, wie es Menschen gibt, die ihm begegnen möchten.
Ich habe in diesem Text ganz viel nicht gesagt, weil es da irgendwo in mir schwingt aber noch keinen Ton geben mag. Ich denke, vieles gehört auch nicht hier hinein. Sprechen wir von "unserem" Glauben, dann ist das auch immer etwas, das wir uns auf einem langen Weg erkämpft haben, wo wir geirrt und uns umorientiert haben, da gibt man nicht gerade mal schnell etwas von auf, ändert es... Wer versteht das nicht? Gerade der "Glaube der Atheisten", von dem Kerstin sprach, ist einer der fundamentalistischen Glaubensrichtungen die ich kenne.
Gefunden/Auf der Suche
Euer Stefan
Micha.el
10.02.2010, 11:00
Hallo Kerstin,
ja doch, warum soll man es nicht Gott, oder Allah oder sonst wie nennen, --ja daran glaube ich. Historisch mit Blick auf z.B. die Bibel, war Gott uns eben früher räumlich gesehen sozusagen näher. --denke jetzt auch an z.B. den germanischen Donnergott, Tor war das, glaube ich.
Mittlerweile durch die Erkenntnisse der Wissenschaften ist das Göttliche eben etwas weiter weggerückt, ---räumlich.
Im Zentrum unserer Galaxie befindet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein sog. schwarzes Loch, ebenso endet unser Raum-Zeit Kontinuum natürlich am Rande unseres etwa 15 Milliarden Lichtjahre großen Universums. Genau hier befindet sich auch das Ende unseres geistigen Vorstellungsvermögens. Raum, Zeit und Masse/Materie, die Begriffe, mit denen die Menschen in den letzten 10.000 Jahren gelernt haben umzugehen und zu kalkulieren, lösen sich quasi auf.
--Haben die meisten sicher mal gelesen, daß am Rande und beim Eintritt in ein schwarzes Loch die Masse jedes beliebigen Körpers unendlich groß wird und die Zeit immer langsamer vergeht um schließlich stehen zu bleiben. Experten hierfür sind der gute, alte Albert Einstein und natürlich auch Steven Hawkins.
Zur Zeit beginnt für mich jedenfalls an diesen Stellen unseres Universums der Glaube. ---was wir nicht begreifen können, müssen wir schlichtweg glauben, denn die Welt ist jenseits dieser Grenzen sicherlich nicht zu Ende, --es wäre lächerlich dies zu anzunehmen. Dabei denke ich nur an das Weltbild der Menschen im Mittelalter, wo Menschen noch annahmen, daß die Erde eine Scheibe sei, --oder meint irgendjemand hier, daß diese Leute weniger intelligent waren als wir? ---Ja, sie wußten nur einfach etwas weniger.
So geht's uns heute genauso,--wir wissen noch nichts von der Welt außerhalb unseres Raum-Zeitkontinuums und müssen deshalb unsere relativ kurze Reise duch die Zeit in Unkenntnis durchleben.
Für mich ist die Welt, so wie wir sie sehen und begreifen können, eine Manifestation oder ich würde auch sagen eine Materiewerdung Gottes. Gott steckt also überall drin, -egal was man betrachtet.
Schließlich endet unser Vorstellungsvermögen ja nicht nur im Makro- sondern genauso im Mikrokosmos, oder was glaubt irgendjemand hier im Forum warum man in Cern Milliarden in einen Teilchenbeschleuniger investieren muß? ---Sicher nicht nur um endlich die Kernfusion auf unserem Planenten zu realisieren.
Geradezu phantastisch bis verrückt finde ich die Vorstellung, daß wir Menschen in unserer Galaxie das einizige intelligente Leben sein sollen. Es gibt tatsächlich dafür Argumente, wie z.B. daß zum Galaxiezentrum hin eher riesige Sonnen mit nur kurzer Lebensspanne existieren, während am Rande die Materiezusammensetzung nur selten der in unserem Sonnensystem entspricht.
Kurze Sternlebensdauer ermöglicht keine Evolution wie sie bei uns stattfand, --ebenso ist die Vielfalt der chemischen Elemente genauso Grundvorraussetzung für höheres Leben.
--Natürlich will ich niemanden verurteilen, der an so gar nichts glaubt, ich würde nur ganz vorsichtig sagen, daß wenn man die Natur anfängt zu begreifen, daß man dann automatisch anfängt an so etwas wie Gott zu glauben, --es bleibt einem eigentlich gar nichts anders übrig.
Für mich selbst gilt es z.Zt. die Linkshändigkeit in alle ihren Facetten zu verstehen und zu begreifen.
LG
Michael
Marina Neumann
10.02.2010, 11:35
Hallo Michael H,
eben habe ich mich ausführlich mich zu Religion und Spiritualität geäußert,
aber der Beitrag ist vorm Absenden verschwunden.
Ich versuche es noch mal.
Liebe Grüsse von Marina Neumann
Micha.el
10.02.2010, 15:35
Hallo Marina, und alle die sonst noch hier lesen und schreiben,
Schade, daß Dein Beitrag ins Nirvana verschwunden ist, hoffentlich findest zu die Zeit, um das, was Du zum Besten geben wolltest, nochmal neu hier, --man sagt ja--, ---zu posten.
Emily's Kenntnisse der Sprachen aus dem orientalischen Raum sind schlichtweg beeindruckend. Welche Energie muß man aufbringen um gerade diese völlig unterschiedlichen Zeichen und Schreibweisen zu verstehen?!
Brauch' ich als Sprachkretin mit meinem bißchen Englisch und Latein erst gar nicht zu probieren. Die weibliche Variante der Spezies Homo Sapiens ist eben doch erheblich sprachbegabter.
Naja und dann sind wir ULH's ja noch ganz besondere Fälle.
Letztlich scheint es aber unsere kühne Hypothese zu untermauern, daß Christus LH war und die lieben ihm nachfolgenden Kirchenväter ein bißchen etwas übersehen und mißverstanden haben, ---mit wirklich fatalen Konsequenzen, --denn ich meine wir leiden noch immer unter diesem Mißverständnis.
LG
Michael
Hallo,
Letztlich scheint es aber unsere kühne Hypothese zu untermauern, daß Christus LH war
Ich habe mich bisher hier nicht beteiligt, aber fleissig und interessiert mitgelesen.
Michael, ich habe eine ganze Menge herausgelesen, aber gerade das nicht.
Wie kommst Du denn darauf? Und...ist es wichtig?
Wer von Euch, die hier mitgeschrieben haben, kann mir die Frage nach der Händigkeit beantworten?
Über den "Menschen" Jesus ist doch gar nicht so viel bekannt.
Wir berichten doch über Christus "Gottes Sohn".
Wenn ich ein Ebenbild Gottes bin, hat er doch beide Händigkeiten, alle Hautfarben.
Ich verstehe es nicht.
Pauline
Micha.el
10.02.2010, 18:03
Hi Pauline,
ja, also ich lese es heraus, wenn Du es nicht herausliest, kannst Du ja oben noch mal anfangen, ----wenn Du magst.
Natürlich sehen, verstehen und glauben wir auch immer das, was wir sehen, verstehen und glauben wollen.
Weiterhin spielt die Händigkeit für den Glauben, wie Stefan oben schrieb' in der Tat keine Rolle. Wie gesagt, mir ging es ausschließlich um das Negativimage der Linkshändigkeit.
Ich sehe eben auch eine gewisse Problematik in dieser Form der Kommunikation. Das geschriebene Wort hat in gewisser Weise eine höhere Wertigkeit als das gesprochene und somit geraten Diskussionen, ich würde sagen, leicht in einen Zustand einer sehr kontrollierten Überhitzung, ----weiß nicht wie ich's jetzt, und hier vor allem, ausdrücken soll.
Die schriftliche Unterhaltung in Foren bleibt entweder vielfach auf einem banalen Level oder aber es es überschlägt sich regelrecht. ---Ist jedenfalls mein Eindruck.
Kann auch gut sein, daß wir alle mit unseren linkshändigen Dickschädeln das alles besonders heiß geredet respektive geschrieben haben. Was grundsätzlich Falsches oder Abwegiges kann ich jedoch in dem ganzen Thread nicht erkennen.
LG
Michael
Ich denke mal auch, man kann aus diesem Thread alles herauslesen - nur nicht ein Ergebnis für die Händigkeit von Jesus. ;)
So, wie er eine Hautfarbe hatte, ein Geschlecht, einen Beruf... nun, so hatte er auch eine Händigkeit. Nicht irgendeine, sondern eine bestimmte Händigkeit. Jetzt können sich alle anderen Berufsgruppen (ausser den Zimmerleuten) mal überlegen, was sie verkehrt machen.
In der Offenbarung hat Johannes eine Vision, und da sieht er Jesus mit sieben Sternen in der rechten Hand. Von der linken Hand wird an der Stelle nicht gesprochen. Das sagt über die Händigkeit aber auch nichts aus, denn der auferstandene, hier visionärere Jesus, ist ja nicht Gegenstand der Diskussion. Ich habe gerade noch mal ein wenig recherchiert... Jesus hatte zwei Hände. Mehr wird nicht gesagt.
Im übrigen bin ich seit den 70er Jahren den merkwürdigsten Christen und Predigern und komischen Lehrern und Freaks und all dem begegnet - ein Studium, mit mir als Versuchsobjekt quasi. Kein einziges Mal, Null mal, habe ich auch nur eine einzige kleine negative Bemerkung zum Thema Händigkeit gehört.
So what?
Im übrigen fand ich die Diskussion hier sehr ausgewogen, dafür das es um Glaubensfragen ging und ich gleich am Anfang schon weg wollte. :rolleyes:
Einen schönen Abend wünscht
Stefan
Micha.el
11.02.2010, 10:25
Hallo zusammen,
natürlich, ---sicher ist gar nichts. Ich kann mich halt nur wiederholen. Seit Äonen wird rechts geschrieben. Mit den Schreibweisen im frühen Orient hatte ich mich nie beschäfftigt und fest steht doch wohl, daß auch die Moslems ebenfalls rechts schreiben, worauf wir, insbesondere Emily, Ayline und Andreas feststellten, daß man die von rechts nach links geschriebenen Sprachen doch erheblich besser mit der linken Hand zu Papier bringen konnte und kann. Wer die Bedeutung dessen nicht erkennt, sollte sich vielleicht am Besten erinnern, als sie oder er anfing sich rückzuschulen bzw. es einfach tun.
Fest steht für mich auch, daß das Schreiben eine sehr große Wirkung auf unsere Psyche, wer will kann auch Seele sagen, hat.
Die Beweisführung, --das ist eben immer wieder das Problem bei der ganzen LH-Angelegenheit.
Nach nunmehr mehr als drei Monaten würde ich immernoch am liebsten mit der linken Hand Spiegelschrift schreiben und gerade wenn ich müde bin und es eilig habe ist das normale Schreiben mit links wahrlich wenig vergnüglich, ---aber ich mach's trotzdem.
Gruß an alle
Michael
KerstinB
11.02.2010, 10:56
Hallo, v. a. an Michael und Stefan,
danke für Eure Antworten oben.
@Michael: Ja, das kann ich so nachvollziehen, besser verstehen, auch wie vielschichtig Du vieles offenbar siehst. Respekt.
Da Du auch das Raum-Zeit-Kontinuum, das Universum und noch vieles andere Interessante dazu ansprachst: In Cambridge oder Oxford, weiss es leider nicht mehr genau, wird wohl dazu geforscht bzw. darüber nachgedacht, inwiefern wir selbst nur eine Projektion einer "anderen Welt" sein könnten..., ich muss das aber noch Mal eruieren und melde mich ggf. noch Mal dazu.
lG Kerstin
Micha.el
11.02.2010, 12:22
@Michael: Ja, das kann ich so nachvollziehen, besser verstehen, auch wie vielschichtig Du vieles offenbar siehst.
Hallo Kerstin,
danke, --tut auch mal ganz gut, wenn man liest, daß so manche es auch positiv empfinden, was man so schreibt. Bei Vielen spüre, oder besser glaube ich immer eher etwas zu spüren, was so etwa heißen könnte: "Was schreibt denn der da, der Spinner!"
Kann mich aber nicht wirklich belasten.
Ich habe heute so ein Erfolgserlebnis mit meiner linkshändigen Schreiberei, daß ich mich in einem regelrechten Freudentaumel befinde, der im Moment meine Finger über die Tastatur fliegen läßt. Endlich schriebe ich richtig mit der linken Hand mit nach links geneigter Schrift und das mit einer Geschwindigkeit von der ich gestern Abend noch nicht zu träumen wagte und die an meine Schreibgeschwindigkeit mit der rechten Hand durchaus herankommt, ---und die war Vorlesungserprobt.
Ich habe in dem Thread von Benjamin (http://www.linkshaenderforum.org/forum/showthread.php?t=15418) Marinas Tip mit der nach links geneigten Schrift gelesen, es probiert und aufeinmal flutscht es beim Schreiben. Es ist wie als wenn ein Knoten in meinem altersschwachen Hirn geplatzt wäre, --bin ganz von den Socken.
Mit Sicherheit hab' ich das auch schon bei der Sattlerin gelesen oder wo auch immer, --daß man als Lh die Schrift nach links neigen soll, war aber wohl dickköpfig und habe gedacht, mein Schriftbild müsse links in etwa so werden wie rechts.
So und jetzt Schluß mit der Euphorie, bestimmt kommt jetzt wieder ein Admin und schimpft innerlich, weil dies nicht in diesen Thread gehört. ---Schließlich herrschen hier strenge Sitten. Grammatikfehler, Kontext, Abschweifen vom Thema, Nettiquette, --Vergehen werden strengstens geahndet.:D:D
Gruß
Michael
Bei Vielen spüre, oder besser glaube ich immer eher etwas zu spüren, was so etwa heißen könnte: "Was schreibt denn der da, der Spinner!"
Kann mich aber nicht wirklich belasten.Eine stark von Selbstmitleid durchzogene Phase, wenn man von DEN anderen redet und ihnen unterstellt, was sie denken KÖNNTEN um sich dann gleichzeitig von ihnen zu distanzieren, weil man ja wohl recht hat.
Das kann Dich nicht belasten? Glaub ich Dir nicht! Denn nachdem Du einmal pauschal auf Deinen Diskussionspartnern herumgehackt hast, ohne wirklich konkret zu werden, so das Dir ja keiner was kann, machst Du mit den Admins weiter. Sonst noch jemand dran, heute?
Micha.el
11.02.2010, 13:02
Lieber Stefan,
ich kann Dir nur freundlichst empfehlen Deine Händigkeit testen zu lassen und ggf. links schreiben zu üben, dann sieht die Welt alsbald anders aus. Du weißt wahrscheinlich nicht was ich bereits für Erfahrungen hier im Forum gesammelt habe, deswegen der kleine Scherz mit den Admins, den sie bestimmt verstanden haben, --hoffe ich jedenfalls.
Wenn man dann richtig Spaß hat am linkshändigen Schreiben passiert wirklich ein kleines Wunder!
Weiterhin, ---wenn ich schreibe, daß die oder derjenige Eine oder Andere eventuell etwas denken könnte, dann kann das doch keine Unterstellung sein, ---oder? ---Und, --wie kann ich in einer Selbstbemitleidungsphase sein, wenn ich mich gerade wirklich sehr über meinen Erfolg freue, --paßt auch nicht!
Du hast wirklich so toll und intelligent reflektiert geschrieben, daß ich richtig froh war, daß auch mal ein weiterer männlicher Vertreter hier aktiv ist. Ich halte nämlich das Verhältnis von Damen zu Herren hier manchmal für etwas zu unausgewogen. --weiß der Kuckuck woran das liegt.
Ich hatte, wenn man das so nennen kann, am Anfang den größten Ärger hier, weil ich meine, daß das männliche Gehirn irgendwie anders funktioniert als das weibliche, --natürlich meine ich dabei doch nicht das eines dieser beiden Hirne besser ist. --So wurde es jedoch z.T. anscheinend verstanden. Es ist manchmal schlimm, wie aus dem absoluten Nichts entstehen Mißverständnisse und schaukeln sich Diskussionen hoch, die zumindest so nicht sein müßten.
Und jetzt ist der Stefan sauer auf mich, --kam wirklich überraschend.
Du bist zwar nicht ins Detail gegangen, jedoch war zumindest zu erkennen, daß Du in anderen Foren ähnliche Erfahrungen gemacht hast.
Also "nix for ungut" sagt der Hesse
mfG
Michael
Hallo Michael,
für mich stellen sich deine Äußerungen so da, als würdest du unter starken Selbstzweifel leiden. Da können wir ULH doch auch ein Lied von singen.
Es soll ein gut gemeinter Gedankenanstoss sein. Nur wenn man sich dessen bewußt wird, kann man daran auch arbeiten.:confused::)
Gruß
Hedwig
KerstinB
11.02.2010, 14:09
Ich habe heute so ein Erfolgserlebnis mit meiner linkshändigen Schreiberei, daß ich mich in einem regelrechten Freudentaumel befinde, der im Moment meine Finger über die Tastatur fliegen läßt.
@Michael:
Freut mich mit den positiven Erlebnissen zur Schrift und zum Schreiben.;)
@ansonsten an uns alle: Wir schreiben uns doch hier "nur" - und sehen, fühlen, riechen usw. uns ja nicht, d. h. der Sinn, das Verstehen erschliesst sich wahrnehmend nur über das pc-geschriebene Wort. Und auch dies ist ja nur ein winziger Ausschnitt von den Gedanken des jeweils anderen. Dies ist meine Anregung zum Diskurs...;)
Aber wie sagt man auch so schön: Wo gehobelt wird, fallen Späne.:D
lG KerstinB
Micha.el
11.02.2010, 15:35
Hi Stefan,
Hatte nur geschrieben, daß Du eigentlich keinen Grund hast auf mich sauer zu sein und ich es auch nicht auf Dich bin, --hatte Dir eigentlich auch nur zu einem Händigkeitstest geraten.
Ylvy, Deine Partnerin, ist auch ULH?! Ich sag's doch immer, die ULH's finden sich in völliger Dunkelheit über kilometerweite Entfernungen, --fast wie bei den Schnaken!
Meine Gemahlin ist auch ULH.
Du bist somit zumindest stark verdächtig!
Friedliche Grüße
Michael
Hi Michael,
Hatte keinen Stress mit Dir, nur Deine Aussage wollte und konnte ich so nicht stehen lassen... Aber das ist jetzt irgendwie verpufft, wenn Du magst belassen wir es dabei. Ich würde drauf zurückkommen, wenn Du noch mal so was sagst *böse-guck-und-droh*.
Es geht ganz schön auf die Substanz, plötzlich eine zweite Hand zu haben und noch nicht einmal zu wissen, ob das lauter Empathie ist (davon habe ich eine Menge) oder ob es tatsächlich so ist, dass meine Hemisphären so geschaltet sind. Wir werden sehen, Ylvy hat es gut - die weiß es schon.
Hatte nur geschrieben, daß Du eigentlich keinen Grund hast auf mich sauer zu sein und ich es auch nicht auf Dich bin, --hatte Dir eigentlich auch nur zu einem Händigkeitstest geraten.
Okay, das Erste habe ich beantwortet, das Zweite: Der Test wird ja gemacht. Nur liegen die Kosten in den Angeboten dafür noch erheblich auseinander und ich muß da noch ein paar Dinge abchecken, vorher.
Bin arm, wie eine Kirchenmaus. <- Bezug zum Topic :)
Ylvy, Deine Partnerin, ist auch ULH?! Ich sag's doch immer, die ULH's finden sich in völliger Dunkelheit über kilometerweite Entfernungen, --fast wie bei den Schnaken!
Meine Gemahlin ist auch ULH.
Du bist somit zumindest stark verdächtig!
Stark verdächtig bin ich für vieles :cool:
Ylvy ist definitiv ULH. Aber wir hatten unsere starke Anziehung zueinander eher den ostpreussischen Wurzeln zugeschoben. Ostpreussen finden sich auch immer - irgendwie. Als wir uns kennengelernt haben war Ylvy am Niederrhein und ich im Kreis Schleswig. Weiter ging es kaum. Nun, bald wissen wir mehr - jetzt erstmal Verwandtschaft besuchen und Depression davonjagen. Nicht umgekehrt. *Notiz mach*.
Liebe Grüße
Stefan
Micha.el
12.02.2010, 13:45
für mich stellen sich deine Äußerungen so da, als würdest du unter starken Selbstzweifel leiden. Da können wir ULH doch auch ein Lied von singen.
Es soll ein gut gemeinter Gedankenanstoss sein. Nur wenn man sich dessen bewußt wird, kann man daran auch arbeiten.
Hallo Hedwig,
nööö, ---also Selbstzweifel, was soll das überhaupt sein? Zweifel an meiner Existenz oder an meinem Glauben oder an mir selbst?
Wenn es Letzteres wäre, dann wäre ich ja ein Suizidkandidat! ---Mitnichten!
Am Glauben zu zweifeln ist meiner Meinung nach sehr gesund und richtig, --mache ich aber nicht, da ich in dieser Hinsicht mit mir völlig im Reinen bin, ich ordne mich eindeutig der christlichen Fraktion zu, ohne ein Kirchgänger zu sein, und habe auch immer brav meine Kirchensteuer bezahlt. Sekten sind mir suspekt, --habe ich, glaube ich, auch schon mal hier geschrieben.
Es ist richtig, ---ich schule mich zurück und dies ist, wie ja hier alle wissen, nicht ganz "ohne". Oftmals empfinde ich dann überflüssige Diskussionen sogar eher als belastend.
Mir ging es in der Tat darum das "schriftliche Gespräch" (ich vermeide jetzt bewußt das Wort Diskussion) hier ein ganz klein bißchen in eine bestimmte Richtung zu lenken, in erster Linie aus, --ich weiß, man kann's kaum glauben-, uneigennützigem Interesse.
Ich bin wie alle anderen auch nicht allwissend und habe es sehr geschätzt einiges durch diesen Thread hinzu zu lernen.
Wie gesagt, ich bin davon überzeugt, daß die Negativbesetzung der Lh-igkeit durch einen bedauerlichen Irrtum bzw. durch ein Mißverständis bei den Religionen entstanden ist und wollte auch mal ausprobieren, ob die alte Sokratestatik noch funktioniert, indem man versucht die Gesprächspartner von alleine auf des Pudels Kern kommen zu lassen.
Ging ja auch ansatzweise. Das was ich für diesen Kern halte ist auch bereits oben gesagt worden, jedoch ging es durch diesen ellenlangen Thread wohl ziemlich unter. Explizit aussprechen kann man dies hier nicht, man muß es umschreiben, vermutl. würde eine solche Aussage von der Forenadministration nicht tolerieret werden. --Habe mir halt hier schon mal den Mund bzw. den PC- verbrannt.
Es geht einfach um die unreine Hand, jedoch muß man die psychologischen Konsequenzen hierbei genauestens betrachten und dann wird's gefährlich aber auch umso interessanter.
Das J.C., für mich zumindest, jetzt mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Linkshänder gewesen sein könnte war ebenso das Ziel. --Schön wäre es gewesen, wenn jemand etwas von irgendwelchen, fraglichen, schriftlichen Überlieferungen gewußt hätte, jedoch war das, was oben von Emily, Ayline, Andreas und Stefan beigetragen wurde, durchaus schon sehr beeindruckend.
Wie ich auf diese Idee der Betrachtung dieser Möglichkeit (J.C. Lh), --muß ich ja vorsichtigst sagen, kam, ---steht oben.
Ich kann ja auch nichts dafür, daß ich so ein besessener Ergründer bin. Das liegt eindeutig an meinem Beruf und auch meinen sonstigen Hobbyaktivitäten. Ein Großteil meines Technikerdaseins habe ich mit Fehlersuche verbracht.
Da muß man auch ständig zweifeln, wer das nicht tut hat verloren.
Selbstzweifel wären natürlich fatal bei solchen Tätigkeiten.
Der Spruch ist bestimmt nicht von mir, jedoch habe ich ihn mir eingeprägt:
"Ohne Zweifel keine Erkenntnis".
Wenn Stefan oben etwas irgendwie mißverstanden hat, dann tut es mir leid und die Admins haben, glaube ich, meinen kleinen Scherz durchaus richtig verstanden.
Und jetzt bin ich mal ganz gespannt, in welches Fettnäpchen ich jetzt wieder getreten sein könnte. ---Ich krieg' die Schuhe überhaupt nicht mehr sauber.......
LG an Alle
Micha.el
12.02.2010, 14:15
Hi Stefan,
klingt gut. Sei froh, daß Du auch so eine arme Kirchenmaus bist wie ich, das hat für eine evtl. Rückschulung geradezu gewaltige Vorteile.
Hast Du schon in alten Fotos mit Ablichtungen Deines frühen Selbst gestöbert? --Kann recht (link) aufschlußreich sein.
Bei Ylvy und Dir könnte es genau umgekehrt sein wie bei uns, d.h. bei meiner Frau und mir war es umgekehrt, wir sind beide zweifelsfrei ULH, jedoch bin ich der Vorreiter bei der Rückschulung.
Vielleicht kommst Du noch ganz alleine drauf, halt ich persönlich für das Beste. In unserem Wahnsinnsneokortex ist alles fein säuberlich abgespeichert, nur kommt man eben nicht so leicht an die Daten ran, --geht aber dennoch.
Immer wieder nicht minder l'le G's
Michael
Hallo Hedwig,
nööö, ---also Selbstzweifel, was soll das überhaupt sein? Zweifel an meiner Existenz oder an meinem Glauben oder an mir selbst?
Wenn es Letzteres wäre, dann wäre ich ja ein Suizidkandidat! ---Mitnichten!Hi hi,
sich selbst zu hinterfragen ist meines Erachtens schlicht Voraussetzung, im Sinne des Erwach(s)en-Werdens.
Ich weiss, das Wortspiel versteht jetzt nur ein Teil der Leser - der eben mag - aber auch die Annahme dass man immer so schreiben muss dass alle einen verstehen halte ich schon lange für irrig. Manchmal schreibe ich bspw. auch für den unbekannten Mitleser, dem gerade dieses Puzzleteilchen fehlt. Darüber bin ich mir sehr bewusst. :p
Am Glauben zu zweifeln ist meiner Meinung nach sehr gesund und richtig, --mache ich aber nicht, da ich in dieser Hinsicht mit mir völlig im Reinen bin, ich ordne mich eindeutig der christlichen Fraktion zu, ohne ein Kirchgänger zu sein, und habe auch immer brav meine Kirchensteuer bezahlt. Sekten sind mir suspekt, --habe ich, glaube ich, auch schon mal hier geschrieben. Ich finde sogar dass auch am Glauben zu zweifeln immer wieder richtig ist. Für meinen Teil mache ich das mit "meinem Gott" selbst aus, aus einer Position des fragenden und suchenden Kindes. Ich habe noch nie erlebt dass "Gott" einem darüber böse wäre. :)
Es ist richtig, ---ich schule mich zurück und dies ist, wie ja hier alle wissen, nicht ganz "ohne". Oftmals empfinde ich dann überflüssige Diskussionen sogar eher als belastend.Auch das ist mir nicht unbekannt. Es hat aber meines Erachtens nicht nur mit der Rückschulungsphase zu tun, sondern man kommt irgendwann an den Punkt an dem gewisse Formen des reinen "Sozialisierens" als solche erkannt werden. Sprache zur Herstellung von Sozialbindungen oder zur tatsächlichem Kommunikation zu verwenden sind einfach zwei Paar Stiefel.
Mir ging es in der Tat darum das "schriftliche Gespräch" (ich vermeide jetzt bewußt das Wort Diskussion) hier ein ganz klein bißchen in eine bestimmte Richtung zu lenken, in erster Linie aus, --ich weiß, man kann's kaum glauben-, uneigennützigem Interesse.
Ich bin wie alle anderen auch nicht allwissend und habe es sehr geschätzt einiges durch diesen Thread hinzu zu lernen.Jede/r von uns ist nicht allwissend, doch können wir uns gegenseitig sehr viel geben, und was dem einen als Puzzleteilchen fehlt mag der andere gefunden haben. So erst entsteht das gemeinsame Puzzle, und jede/r sieht mehr. :)
Wie gesagt, ich bin davon überzeugt, daß die Negativbesetzung der Lh-igkeit durch einen bedauerlichen Irrtum bzw. durch ein Mißverständis bei den Religionen entstanden ist [...]
Ich denke, da wurde gezielt dran geschraubt. :D
[...]und wollte auch mal ausprobieren, ob die alte Sokratestatik noch funktioniert, indem man versucht die Gesprächspartner von alleine auf des Pudels Kern kommen zu lassen.
Ging ja auch ansatzweise. Das was ich für diesen Kern halte ist auch bereits oben gesagt worden, jedoch ging es durch diesen ellenlangen Thread wohl ziemlich unter.
Nun, auf eine Neues!
Explizit aussprechen kann man dies hier nicht, man muß es umschreiben, vermutl. würde eine solche Aussage von der Forenadministration nicht tolerieret werden. --Habe mir halt hier schon mal den Mund bzw. den PC- verbrannt.
Es geht einfach um die unreine Hand, jedoch muß man die psychologischen Konsequenzen hierbei genauestens betrachten und dann wird's gefährlich aber auch umso interessanter.
Das J.C., für mich zumindest, jetzt mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Linkshänder gewesen sein könnte war ebenso das Ziel. --Schön wäre es gewesen, wenn jemand etwas von irgendwelchen, fraglichen, schriftlichen Überlieferungen gewußt hätte, jedoch war das, was oben von Emily, Ayline, Andreas und Stefan beigetragen wurde, durchaus schon sehr beeindruckend.
Wie ich auf diese Idee der Betrachtung dieser Möglichkeit (J.C. Lh), --muß ich ja vorsichtigst sagen, kam, ---steht oben.Im Thomasevangelium gibt es eine Stelle an der Jesus von einem Jünger gefragt wird, ob Gott nun links oder rechts sei. Jesus antwortet, Gott sei keines von beiden. Sollten wir nochmal recherchieren!
Aus dem liesse sich dann fortsetzen welche Bedeutung man der Aussage zumessen man, dass in der Bibel darum gebeten wird, an Gottes "rechter Seite" Platz nehmen zu dürfen.
Ich kann ja auch nichts dafür, daß ich so ein besessener Ergründer bin. Das liegt eindeutig an meinem Beruf und auch meinen sonstigen Hobbyaktivitäten. Ein Großteil meines Technikerdaseins habe ich mit Fehlersuche verbracht.
Da muß man auch ständig zweifeln, wer das nicht tut hat verloren. Selbstzweifel wären natürlich fatal bei solchen Tätigkeiten.
Der Spruch ist bestimmt nicht von mir, jedoch habe ich ihn mir eingeprägt:
"Ohne Zweifel keine Erkenntnis".
Eben.
Wenn Stefan oben etwas irgendwie mißverstanden hat, dann tut es mir leid und die Admins haben, glaube ich, meinen kleinen Scherz durchaus richtig verstanden.
Und jetzt bin ich mal ganz gespannt, in welches Fettnäpchen ich jetzt wieder getreten sein könnte. ---Ich krieg' die Schuhe überhaupt nicht mehr sauber.......
LG an Alle
Sie es locker und betrachte es auch so: 80-90% dessen was in Anderen scheinbar entdeckt wird, ist Projektion. Man muss sich wohl bewusst sein dass jeder Mensch in einer Glaskugel sitzt. Am Anfang ist diese glasklar, im Laufe des Lebens aber wird diese durch Konditionierung an vielen bis fast allen Stellen blickdicht oder aber gar verspiegelt. Je nachdem, und das ist Lebensaufgabe, können wir diese Glaskugel stückchenweise sauberkratzen: Erst dann sehen wir wirklich was im Aussen geschieht.
Lieben Gruss,
Emily
Micha.el
14.02.2010, 05:15
Ach so, --ja Stefan,
irgendwie muß ich ja auch mein verdammtes Ego retten, --also wenn ich mir den ganzen Thread nochmal angucke, so meine ich, daß ich doch nur geschrieben habe, daß für mich sozusagen die prozentuale Wahscheinlichkeit, daß J.C. LH war, gestiegen ist.
Du schreibst so nett(iquette) : "Böse guck und droh", --gefällt mir, mußte wirklich mehrfach darüber schmunzeln und lachen, aber dennoch trotz allem. ---Es ist eben so wie es ist, --in diesem Thread haben sich offenbar die Gemüter etwas, wenn auch nur ansatzweise oder wie auch immer erhitzt.
Ist aber doch auch schön. Es zeigt mir, daß es viele Menschen gibt, die wirklich intensiv über all diese Dinge wie Philosophie, Psychologie und Religion nachdenken. Für mich, und ich will niemanden meine Meinung aufschwatzen, gibt es allerdings eine sehr enge Verbindung zwischen ULH und Religion. Nur zu gerne würde ich das wie Luther damals an irgendeine Tür posten, jedoch hat sich leider erwiesen, daß dies hier leider nicht möglich ist. Jetzt würden wahrscheinlich wieder einige kommen und sagen, --oben schreibt er, es sei überzeugter Christ und jetzt hier das, ist doch ein Widerspruch! --Ist es aber nicht! Wenn jemand richtig mitgelesen hat, wie auch Kerstin B. dann sieht sie/er sicher den Unterschied.
Kerstin hat sehr treffend forumliert, daß man doch nur einen kleinen Ausschnitt seiner Gedanken hier äußern kann und hinzu kommt doch noch viel erschwerender, daß man ständig daran denken muß andere nicht zu verletzen und auch, daß dies hier ja quasi ein öffentlcher Raum ist und wir wollen ja auch das Forum nicht in irgendeiner Weise schädigen.
Ich für meinen Teil beende jetzt meine Beiträge in diesem Thread, im Sinne Deines Gedankens, daß der Initiator eines Threads dies eigentlich tun sollte, der war nämlich wirklich ich. Natürlich kann jede oder jeder hier noch etwas schrieben, das kann und will ich schließlich niemandem verwehren, jedoch werde ich mich dazu nicht mehr äußern.
---man "sieht" sich
Michael
Micha.el
20.02.2010, 20:12
Sorry, hier fehlt jetzt der Verweis auf Matthäus 25, 31 - 46, im Zusammenhang mit dem Dürerbildnis "Die kleine Passion" bzw. das jüngste Gericht,---weiß' auch nicht wie der verschütt' gegangen ist....
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