Vollständige Version anzeigen : Was für Folgen hat die Rückschulung auf die linke Hand?
Vor einiger Zeit habe ich mir von der Linkshänderberatungsstelle Adresssen von Linkshänderberattern geben lassen.
Leider ist es so, das sich die Linkshänderberaterin mehrere hundert Kilometer von mir entfernt befindet.
Ich habe daher kaum Möglichkeiten mich bei der Rückschulung von ihr helfen zu
lassen, außer eventuell telefonisch.
Es ist auch so, das ich viele Dinge schon mit der Hand tue bis aufs Schreiben oder Schläger beim Sporthalten fast alles.
Was für Folgen sind denn bei euch eingetreten als ihr euch auf die linke Hand umgeschult habt, z.B. beim Schreiben. Was für Folgen treten da auf bzw kennt ihr?
Was passiert überhaupt bei der psychologischen Beratung während der Umschulung?
Wie sieht die Hilfestellung da aus abgesehen von Gesprächen ??
Hallo Carsten,
jetzt wird es Zeit, dass du eine Antwort auf deine Fragen bekommst.
So weit mir das als Nicht-Linkshänderberaterin möglich ist, tue ich es gerne. Die Linkshänderberater/innen hier im Forum und die, mit der du schon Kontakt hattest, können dir noch andere Antworten geben. Ich selbst habe mich im Alter von 37 Jahren selbst zurückgeschult - ohne Begleitung. Es war nicht einfach aber für mich absolut lohnend. Ich hatte nur gelegentlich Kontakt mit einem Freund, der mir ein halbes Jahr voraus war und die Rückschulung auch in Eigenregie angegangen war, als lebendiges Vorbild, dass es offensichtlich möglich ist, das zu tun.
Telefonische Begleitung oder per Email ist mehr als keine Begleitung. Man muß nicht alles auf die harte Tour machen. Denn das ist genau, was LH bei der Umschulung auf die rechte Hand gelernt haben: gegen ihre eigenen Bedürfnisse zu handeln. Es gibt auch Rückschulungs-Mailinglisten. Wenn Du zurückschulst, dann - meine ich - nur, wenn du selbst davon überzeugt bist, dass es für dich der richtige Weg ist. Denn Tun und Verantworten wirst du es auch letztendlich alleine. Bei mir kam - relativ rasch - ein Punkt, an dem es kein Zurück auf die Rechte mehr gab. Es gab auch Tiefs, an denen mir so gar nicht wohl war, weil ich nicht wusste, wie sich das in mir so weiter entwickeln wird. Aber ich konnte damals auch niemanden richtig fragen. Weil ich aber aus meinem Innersten heraus von der Rückschulung überzeugt war, habe ich alles gut überstanden
Wenn du zurückschulst, wird es nicht nur einen Bereich betreffen: Schreiben ODER Sport, sondern beide Bereiche gleichzeitig. Meine Vermutung.
Jetzt zu Deiner Hauptfrage:
>Was für Folgen sind denn bei euch eingetreten als ihr euch auf die linke Hand umgeschult habt, z.B. beim Schreiben. Was für Folgen treten da auf bzw. kennt ihr? <
Die Folgen/Veränderungen waren bei mir auf verschiedenen Ebenen gewaltig.
1. physisch ( Körperebene )
Der gesamte Schultergürtel und Nackenbereich wurde in lange vergessener und damit ungeübter Weise eingesetzt und belastet. Es war einerseits eine enorme Erleichterung, weil endlich Bewegungsabläufe und Muskeleinsatz der natürlichen Anlage entsprachen und das Schreiben an sich wesentlich leichter fiel. Es war das erste Mal, dass ich meine Schrift als die meine empfand, egal wie krickelig-kindlich ( Stand 2. Klasse GS ) die anfangs aussah. Andererseits muß man die Muskulatur der "richtigen" Körperseite erst wieder trainieren und die Feinmotorik üben. Je nachdem, wie früh du umgeschult wurdest und wie viel du in deinem Leben oder Beruf rechtshändig geschrieben/gearbeitet hast oder noch schreibst, ist die Umstellung eben größer oder nicht ganz so groß. Eventuell kann dein Sport bei der Umstellung auch unterstützen.
Wenn du deine Rückschulung angehst, dann plane dir eine ruhigere Zeit über mehrere Wochen ( Monate ) ein, in der du genügend Pausen machen kannst, um die Muskeln wieder zu entspannen. Wenn du intensiver Sport treibst, kann es ähnlich sein, wie bei mir, dass der Körper sich nach einer Weile Rückschulung plötzlich eine komplett neue Körpermitte austariert. Nämlich seine Richtige. Durch die chronische Fehlbelastung bei der Umschulung werden - m. E. - LH aus ihrer Körpermitte bzw. ihrem natürlich veranlagten körperlichen Gleichgewicht gebracht. ( Was einen dann auch seelisch oft aus dem Gleichgewicht bringt ) War eine irre Erfahrung, plötzlich wieder "im Gleichgewicht zu sein".
Was bei mir noch auftrat waren: Vorübergehende Schwindelgefühle, wenn ich mich beim Schreiben überanstrengte, 2 mal Schlüssel in der Wohnung vergessen ( sonst nie passiert ), vorübergehend im Gehirn kribbeln und Wärmegefühle, was mich auf eine bessere Durchblutung der bis dahin gequälten Gehirnareale schließen ließ, Muskelschmerzen im Schultergürtel und linken Arm wegen der mangelnden Übung. ( Da helfen dann schon Pausen, heiße Bäder und was Sportler sonst noch an Tricks haben, die ich als Unsportliche nicht kenne. ) Es gab Phasen, da habe ich in meiner Freizeit fast nur noch geschlafen. Die Gedankenrisse (black-outs) wurden bald weniger; Konzentrationsfähigkeit nahm bald wieder zu; absolut positiv: Ich kann jetzt, wo mir meine Grundendergie wieder frei zur Verfügung steht, manches leichter wegarbeiten. Ich bekam überhaupt wieder ein Gespür für meinen mir völlig entfremdeten Körper und begann mich darin zu Hause zu fühlen. Anders kann ich es nicht nennen.
2. Seelisch/soziale Kontakte:
Mit der Rückschulung kamen viele Erinnerungen nicht so angenehmer Natur hoch. Es gab Zeiten, in denen in mir eine enorme Wut hochkochte, was eigentlich die Leute, denen ich als Kind vertraut hatte, mit mir angerichtet haben. Wohl wissend, dass sie es nicht besser wussten, wäre ich gerne besser behandelt und nicht so "be-/geschädigt" worden. Wenn man unverschuldet von einem Auto angefahren wird, dann ist man auch nicht erst mal empathisch mit dem Autofahrer. Der den Unfall auch nicht wollte. Eh klar. Und kein Mensch verlangt vom Unfallopfer erst mal Verständnis für den Schädiger. Auch logisch.
Also bei mir war/ist jedenfalls klassische Trauerarbeit angesagt: Schock - Verleugnen - Wut - Versöhnung mit dem Unabänderlichen - Entwicklung neuer Perspektiven. Diese Phasen der Trauerarbeit sind wissenschaftlich belegt und wenn man keinen Punkt auslässt, dann kommt man zu einem guten Ergebnis. Zumindest ich bin sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen.
Wut werden umgeschulte LH eher gerne auslassen. Wut, die haben wir bei der Umschulung am meisten unterdrückt und zumeist gegen uns selbst gerichtet. ( mit der Folge eigener Unsicherheit, manchmal Depression, etc. ) Deshalb macht Wut oft große Angst ( Wut/Angst sind komplementäre Gefühle ). Unterstützt wird es auch durch unsere Gesellschaft, die Aggressivität verleugnet. Was, wenn man sich umschaut, entsprechende Blüten treibt.
Mir wurden auch viele Situationen bewusst, in denen ich von anderen völlig unzutreffende Reaktionen bekam, z. B. wenn ich mich bei den Hausaufgaben beim besten willen nicht mehr konzentrieren konnte, weil schon völlig überanstrengt, und jemand mir sagte, ich sollte mich halt einfach mal ein wenig mehr anstrengen. Oder wenn ich eine 2 heimbrachte und man mir sagte: "Gut, dann kannst du beim nächsten mal sehen, dass es eine 1 wird." Klar hätte ich das von der Intelligenz her alles gekonnt, aber eben wegen der Umschulung nicht. Auch dass ausgerechnet ich immer die war, die in der Schule die schwächsten Klassenkameradinnen unterstützen musste. Rückblickend eine etwas schizophrene Situation. Wie auch immer: wenn mir solche Situationen bewusst wurden, dann hatte ich das Gefühl, im verkehrten Film zu sein. Diese Verwirrung machte mir manchmal Angst. Aber sobald ich mir die passende Wut gestattete, legte es sich wieder. ( Man muß die Wut ja nicht den Betreffenden an den Kopf schleudern. Man kann sich auch seinen Teil beim Spaziergang oder Sport denken und abreagieren. )
Mit dem Ganzen hat meine Selbstsicherheit zugenommen, auch wenn sie noch ausbaufähig ist. In der Arbeit bin ich klarer im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten geworden. Ich sage schon mal deutlicher, was mir nicht gefällt und lasse mir nicht mehr alles aufbuckeln. Wenn mir jemand Verantwortlichkeiten unterjubeln möchte, die eigentlich seine/ihre sind, dann sage ich das schon mal deutlich oder wehre mich auf andere Art erfolgreich dagegen.
Bis hier hin, das ist schon eine ganze Menge Infos. Jetzt müssen die anderen `ran. Was in Beratungen bei Rückschulungen passiert, das weiß ich auch nicht. Es würde mich aber einfach so aber auch aus beruflichen Gründen sehr interessieren.
Dir einen schönen Sonntag. Bei Fragen einfach schreiben. Eh klar.
Gruß
Birgit
Jeannine
26.08.2002, 08:08
Hallo Carsten,
ich muss sagen, das mir die LH-Beratungsstelle weiter geholfen hat.
Nach einigen Jahren Irrweg, habe ich es endlich angepackt mich zurückzuschulen.
Durch die Testergebnisse wurde gleichzeitig festgestellt, wo bei mir die Probleme liegen, welche durch die Umschulung entstanden sind. Ich bekam eine Brille mit Prismagläsern, um die Augendominanz wieder herzustellen. Wegen der Hörverarbeitungsstörung (keine Schwerhörigkeit) wurde mir empfohlen, einen körperlichen Ausgleich zu schaffen.
Zum Bsp. bei langen Vorlesungen, nebenher irgend etwas zu malen oder zu hantieren.
Die Testung dauerte ca. 4 Stunden. Das war ein einmaliger Besuch und ich bekam die Auswertung zugeschickt. Telefonisch gab es auch zwei längere Gespräche. Nebenher habe ich eine ganz normale Psychotherapie zu laufen, welche auch empfohlen wird , wegen der Aufarbeitung der Gefühle, bzw. deren Verarbeitung. Eine Linkshändertherapeutin habe ich als Begleitung nicht. Ich hatte mich zwar mit einer in Verbindung gesetzt, diese wäre dann im Endeffekt in Selbstfinanzierung ausgegangen. Als Studentin kann ich mir so etwas über einen längeren Zeitraum nicht leisten. Durch das Auswertungsgespräch in der LH-Beratungsstelle, bekam ich viele Tipps mit auf meinen Rückschulweg, so das es mir nicht schwergefallen ist, damit selbständig umzugehen!
Das wichtigste ist aber, viele Erholpausen einzusetzen und sich durch Mitmenschen nicht in Stress verleiten zu lassen!!! Denn dadurch können die sogenannten Nebenwirkungen (Verspannung, Schwindelgefühle...) noch eher auftreten. Ich bin aber sehr optimistisch mit meiner Rückschulung, weil ich mir sage, jede Art von Training /Therapie hat einige Nebenwirkungen. Ein Sportler bekommt am Anfang des Trainings meistens einen Muskelkater und in einer Psychotherapie wird die Vergangenheit auch wieder aufgearbeitet, nach Operationen müssen die entsprechenden Körperteile langsam in der Physiotherapie in die frühere Beweglichkeit gebracht werden. Und jede Maßnahme hat im Endeffekt seinen jeweiligen Erfolg. Die Gehirnforschung ist ja auf dem Gebiet der Unfallrehabilitation so weit, das eine geschädigte Hemisphäre, durch die Intakte ersetzt werden kann. Daher kann ich mir auch gut Vorstellen, das sich bei einer Rückschulung neue Verknüpfungen zwischen beiden intakten Hemisphären bilden. Ich hoffe, du wirst den für dich richtigen Entschluss finden.
Viele Grüße von Jeannine
Katja Allani
27.08.2002, 16:33
Hallo Carsten,
ich bin ab und zu etwas provokativ, "gib mir eins auf die Nase" wenns zu viel ist:
Wenn du schon fast alle Tätigkeiten mit links machst, wozu musst du dich denn überhaupt noch umschulen? Bist du nicht auf dem richtigen Wege, dir selbst das Sinnvollste anzutun? Welche Rolle spielt das "Handschreiben" im täglichen Leben für dich?
Tipp: Vielleicht kannst du dich in deinem Alltag selbst beobachten und aufschreiben, welche Tätigkeiten du mit li oder re machst.
Viele Grüße Katja Allani
Hallo Jeannine,
das ist ja interessant!
>Wegen der Hörverarbeitungsstörung (keine Schwerhörigkeit) wurde mir empfohlen, einen körperlichen Ausgleich zu schaffen.
>Zum Bsp. bei langen Vorlesungen, nebenher irgend etwas zu malen oder zu hantieren.
Meine Kollegen amüsieren sich regelmäßig in den Dienstberatungen, weil ich ständig am Kritzeln bin (meist karikiere ich meinen momentanen Gemütszustand).
Die Zeichnungen aus meiner Fortbildung habe ich sogar ausgeschnitten und gesammelt.
Irgendwie war/ist das ein innerer Drang, wenn ich mir einen längeren Vortrag anhören muß. Wenn ich nicht malen kann, werde ich unruhig.
Jetzt kommt mir eine leise Ahnung, wieso.
Was komisch ist: das Gefühl, daß mir die Kritzelei gut tut und ich besser aufpassen kann, habe ich erst seit Beginn meiner Rückschulung.
Liegt wohl daran, daß ich vorher nicht nur mit rechts geschrieben, sondern auch gemalt habe.
liebe Grüße
Jana
Jana schrieb:
>>Meine Kollegen amüsieren sich regelmäßig in den Dienstberatungen, weil ich ständig am Kritzeln bin (meist karikiere ich meinen momentanen Gemütszustand)[...]Irgendwie war/ist das ein innerer Drang, wenn ich mir einen längeren Vortrag anhören muß. Wenn ich nicht malen kann, werde ich unruhig.<<
Hahaha, da zeigt sich, wie die die Leute durch die Rückschulung wieder bei sich selbst ankommen! Ich habe da im Geist so eine inoffizielle Liste von typischen Linkshänderhobbies zusammengestellt;
da findet sich z.B.
*das beinahe manische [und für Rechtshänder (sowie offenbar leider für einige wenige in ihrer Rückbewegung steckengebliebene Linkshänder)unbegreifliche]Verdrehen von Wortsilben, die Herstellung von Quatschwörtern, Schüttelreimen, die Produktionen von Tier-und-anderen-Grunz-Geräuschen usw.
*vollkommen unplanmässiges Sich-verlieren in irgendwelchen Betätigungen, die dann z.B. 4 Stunden dauern, statt 15 Minuten [jawoll, das ist ein Hobby].
aber eben auch:
*Zeichnerei in der Schule, während Konferenzen, Ausbildungstagen, eventuell beim Telefonieren, und zwar unabhängig davon, ob jemand sonst gerne zeichnet [tat ich früher wohl, heute weniger; aber die Aufzeichnungen bei allen möglichen Treffs gibt's immer noch] oder nicht.
Das hat allerlei Funktionen, mal abgesehen vom simplen Lustfaktor. Erstmal kann man sich [das gilt für Rechtshänder auch] eben länger am Stück konzentrieren, wenn man was zum Fummeln hat. Darüberhinaus ist die Denkordnung, der Denkrythmus, und die Diskussionsweise von Rechtshändern für uns Linkshänder oft doch ein hartes Stück Arbeit, manchmal ist daher der Verlauf einer Konferenz potentiell frustrierend, oder aggressionsfördernd, und Zeichnen entspannt dann. Aber Janas Hinweis auf den Gemütszustand lässt mich vermuten, dass hier auch wieder die Hirnhälften im Spiel sind, dass der Linkshänder in rationell "belegten" Situationen mit irgendetwas dafür sorgen muss, dass der Kontakt zum Gefühlsmässigen hergestellt wird. Interessant...
Tilman
Jeannine
27.08.2002, 21:39
Hallo Jana und Tilman,
wenn ich an meine Grundschulzeit zurückdenke, dann stand in meinen Beurteilungen immer: "beschäftigt sich mit anderen Dingen, zeigt Desinteresse".
Meine Schulunterlagen waren mit den merkwürdigsten Karikaturen übersät.Damals wurde es als "Fehler" abgestempelt, obwohl ich schulisch kein Problemkind war.
Aber wohltuend war es allemal, vor allem das amüsieren über das endstandene Kunstwerk.
Tilman es stimmt, das LH/ULH die merkwürdigsten Hobbys haben können ;-}
Viele grüße von Jeannine
Jeannine schrieb:
>>wenn ich an meine Grundschulzeit zurückdenke, dann stand in meinen Beurteilungen immer: "beschäftigt sich mit anderen Dingen, zeigt Desinteresse".
Meine Schulunterlagen waren mit den merkwürdigsten Karikaturen übersät.Damals wurde es als "Fehler" abgestempelt, obwohl ich schulisch kein Problemkind war.
Aber wohltuend war es allemal, vor allem das amüsieren über das endstandene Kunstwerk.<<
Na, ich will mal nicht von all den Lehrerkarikaturen erzählen, die da seit 25 Jahren in dem Karton auf dem Dachboden meiner Eltern 'rumstauben...kurz vor dem Abi gab's in meinen Aufzeichnungen im Grunde nur noch doofe Sprüche und Männeken...Stimmt also, mit den speziellen LH Hobbies.
Achja, und ich kenne solche doofen Beurteilungen aus der Schule auch dauernd: immer wurde man in eine verkehrte Schublade gestopft; am tollsten war's wo die Volksschullehrerin irgendwann in der 3. Klasse oder so meiner Mutter ganz entnervt erzaehlte ich sei so kompliziert, weil ich "nicht mit den anderen über einen Kamm zu scheren" sei. Das war also ein Negativum...Dabei war auch ich eigentlich nicht ein Problemkind, aber immer hatten die Lehrer mich auf dem Kieker und wollten, dass ich was anderes machte, als was ich gerade machte. Na dann gute Nacht. Aber links schreiben durfte ich...
Ciao, Tilman
Hallo Tilman und alle anderen,
dass sind ja wieder ganz neue Gesichtspunkte, die ich da zu lesen bekomme (und ich freue mich, dass ich nicht alleine stehe, mit diesen "Skurilitäten").
Auch ich war (und bin es auch heute noch) in der Schule ständig am kritzeln von Lehrerkarikaturen, oder am dahinschreiben von irgendwelchen Worten die irgendwann einmal in der Unterrichtstunde gefallen waren, und die ich dann schmuckvoll verziert, plastisch dargestellt usw. usw. habe.
Außerdem bin ich sehr froh, dass ich zur Zeit kleine Kinder habe, bei dennen ich mich voll in dem - vom Tilman angesprochenen - Tier-und-anderen-Grunz-Geräuschen-machen auslassen kann und statt eines mißbilligenden Blickes freudig strahlende Kinderaugen und ein ausgelassenes Lachen ernte.
Auch das Zeitlose beschäftigen mit irgendwelchen Dingen (mitunter absolutes Dahintreiben) kommt mir irgendwie bekannt vor.
Ich bin also wirklich erstaunt, wie gleichartig doch bestimmte "Verhaltensweisen" sind.
Olli
MatthiasW
29.08.2002, 00:05
Hallo zusammen,
auch ich übe mich im Randgestalten meiner Notizblöcke und Zettel.
Besonders gerne male ich Rechenkästchen aus und kaufe deshalb nurnoch karierte LH-Blöcke.
Gerade während und nach einer Rückschulung sind diese Schrafier- und Schwungübungen
während langatmieger Konferenzen gute Ausgleichstätigkeiten
Gruß aus Münster
Matthias
Hallo Tilman,
faszinierend, Deine Ausführungen, ich zeichne sonst überhaupt nicht gerne, jedenfalls nicht auf Papier.
Aber Spaß an Wörtern hab ich. In Streßsituationen (sofern ich noch gut gelaunt bin) kann es durchaus mal vorkommen, daß ich in Reimen spreche oder ständig einen passenden Liedtext parat habe, wenn´s sein muß, auch gesungen.
(Mein letzter Zahnarzt hatte übrigens einen Nachnamen, mit dem sich eine Menge anfangen ließ... )
Bei den Tierstimmen beschränke ich mich auf Katzen, das aber ziemlich gut.
Schönen Abend noch
wünscht Dir Jana
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