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Sind Händigkeitstests wie Spurennachzeichnen und Punktieren 100%?
Gruß Cindy
Dr. Noll
30.05.2002, 10:52
Hallo Cindy,
der Nachspur- bzw. Punktiertest sind ein kleiner Bestandteil der Händigkeitstestung, so ca. 5%.
Die gesamte Beobachtung dann im Zusammenhang mit Vorgeschichte, Verhaltensbeobachten der Eltern und des Kindes sowie zahlreiche Tätigkeit runden das Bild ab.
Mfg
Dr. Noll
Hallo!
Waren wie gesagt gestern beim Test!
Laut Nachspur- bzw. Punktiertest ist unser Sohn LH!!!
Gruß Cindy
Dr. Noll
30.05.2002, 18:36
Hallo Cindy,
wie lief denn der Test ab ?
mfg
Dr. Noll
Monika Schneider
30.05.2002, 19:01
Hallo Cindy,
BINGO!!!!
Ist er umgeschulter LH? Welche Tests wurden im einzelnen gemacht? Hast du die Psychologin nach Fr. Dr. Sattler gefragt? Wie war ihre Reaktion darauf?
Zwar sind Nachspur- und Punktiertest nur EIN Teil eines Händigkeitstestes und sollten deshalb auch nicht alleine ausschlaggebend für die Bestimmung der dominanten Gehirnhälfte sein. Aber das, was du in vorangegangenen Beiträgen über deinen Sohn geschildert hast ließ die Vermutung naheliegen, dass er eventuell LH oder sogar umgeschulter LH ist.
Wie habt ihr darauf reagiert, wie fühlt ihr euch nach dieser "Untersuchung"? Und wie verhält sich euer Sohn? Akzeptiert ER das Ergebnis? Wozu hat euch die Psychologin nun geraten?
Freue mich auf Antwort..
Schöne Grüße aus Kölle.......Monika
Hallo!
So wie Sie es oben beschrieben haben!
Eine 1/4 Std. Test und eine 3/4 Std. haben wir uns über Vorgeschichte sowie den Beobachtungen in der Schule unterhalten.
Allerdings sind wir noch nicht ganz überzeugt und wollen uns noch irgendwo anders Rat einholen!
Sollte nach dieser einen Stunde wirklich klar sein das er LH ist?
Waren bei dieser Diplompsychologin : http://www.linkerhand.de/, könnt ja mal reinschauen!
Leider konnten wir nicht herausfinden ob Sie eine spezielle Zusatzqualifikation hat!
Was sagen Sie dazu?
Gruß Cindy
Hallo Monika!
Als erstes war unser Sohn überhaupt nicht begeistert, leider zeigte das sich erst auf den Weg nach Hause. Schließlich sei er ein rechtshänder und könne damit auch alles besser.
Wir sind zu Zeit mit gemischten Gefühlen allerdings nicht wegen der Lh, sondern ob dieser Test ausreicht um dies zu bestätigen!
Leider hat Sie sich weder zu Ihrer Qualifikation weder zur Testung von Fr. Dr. Sattler geäußert. Wir wissen nur das Sie Ihre Bücher gelesen hat.
Sie selbst sei eine umgeschulte LH wobei Sie sich vor 2 oder 3 Jahren selbst zurück schulte!
Was sagst Du dazu?
Monika Schneider
30.05.2002, 19:50
Hallo Cindy,
bin ja leider kein qualifizierter LH-Berater, aber weshalb genau reicht dir dieser Test zusammen mit dem Gespräch nicht aus? Dass die Psychologin die Sattler-Literatur gelesen hat und sich nach eigener Aussage selbst zurückgeschult hat, spricht meiner Meinung nach für sie. Denn dadurch ist sie ja mit dem Thema als solchem und der Problematik des Um- bzw. Rückschulens im besonderen anscheinend vertraut.
Aber ich gebe auch zu, dss ich/wir damals nach Claras Test ebenfalls ETWAS unbefriedigt und/oder zweifelnd gewesen sind, denn wir als Laien konnten ja nur das eine oder andere Testkriterium wirklich nachvollziehen oder beurteilen. Aber da ich schon sehr lange WUSSTE, dass Clara eigentlich LH ist, habe ich mich direkt am nächsten Tag ganz und gar dazu "bekannt" und habe das Ergebnis voll akzeptiert! Seit diesem Tag hat sich unser aller Leben sicherlich verändert, aber die Erfolge, die Clara macht, bestätigen uns täglich und motivieren uns zum Durchhalten und zur Konsequenz. Clara geht es inzwischen auch viel leichter "von der Hand". Aber manchmal sagt sie immer noch - insbesondere, wenn sie uns ärgern möchte -, dass sie keine LH sei, sondern RH!!!!
Diese Haltung des Rückschülers erschwert die ganze Rückschulung zusätzlich, denn rein logisch-verbal-medizinisch kann sie es natürlich nicht verstehen. Inzwischen sind wir davon ab, ihr die Vorteile oder die Gründe der Rückschulung explizit zu erläutern, wir haben es so oft getan, dass ich irgendwann nicht mehr wußte, ob ich "Männlein oder Weiblein" bin. Wir sagen ganz einfach, dass die Schwung-, Nachspur- oder Schneideübungen eben täglich gemacht werden MÜSSEN, so wie Zähneputzen.
Klingt hart, ist aber erfolgreich. Denn es bringt unserer Erfahrung nach gar nichts, sich in eine Diskussion mit einer 5 1/2-Jährigen über Sinn und Zweck dieser Entcheidung zu verstricken.
Falls nicht, dann solltet ihr wirklich einen nochmaligen Test bei einem zertifizierten LH-Berater machen lassen und euch die eventuellen Unterschiede der einzelnen Testpunkte/-verfahren erklären lassen. Danach sollte das Ergebnis allerdings nicht mehr angezweifelt werden, auch wenn es euch oder deinem Sohn schwerfallen sollte.
Bedenke immer, welche Folgen eine Umschulung auf die nicht dominante Hand haben KANN. Das eine oder andere "Problem" deines Sohnes kann bereits daraus resultieren. Und es könnten leider noch mehr negative Erscheinungen hinzukommen, sollte er weiterhin mit seiner nicht dominanten Hand schreiben.
Konnte ich dir hiermit helfen?
Viele Grüße........Monika
Monika Schneider
30.05.2002, 19:59
Hallöchen nochmal,
du kannst ja auch Fr. Dr. Sattler oder Fr. Braun (bei hier haben wir den Test machen lassen) zu der Psychologin befragen. Vielleicht ist sie dort be- und/oder anerkannt? Im Übrigen suchen beide Damen immer nach neuen Fachkräften/Ärzten/Ergotherapeuten/Logopäden/Motopäden, die an diesem Thema interessiert sind und sich eventuell weiterbilden wollen, um aufzuklären und Betroffenen effiziente Hilfe zu leisten.
Schöne Grüße......Monika
ursula-Gast
30.05.2002, 21:09
Hallo Cindy!
Wir hatten vor ca. 1 Jahr das gleiche Problem mit unserem Sohn. Wir haben ihn bei einer Mototherapeutin nach der Methode von Dr. Sattler testen lassen, mit dem Ergebnis, dass er umgeschulter LH ist. Auch wir waren trotz des Testes im Zweifel, ob er wirklich LH ist. Wir haben ihn zusätzlich mittels Akupunktur (schmerzlos, weil mit Laser) testen lassen, mit dem gleichen Ergebnis. Nachdem ich im Buch von Dr. Sattler gelesen habe, dass Akupunkturtests nicht absolut aussagefähig seien, sondern kinesiologische Methode sicherer wäre, sind wir nun vor 2 Monaten zu einer Heilpraktikerin und Kinesiologin und haben ihn zum 3. Mal testen lassen, wieder mit dem Ergebnis, dass er LH ist. Und nun glauben wir es wirklich und haben auch keinen Zweifel mehr. Unser Sohn hat sich anfangs total gewehrt gegen eine Rückschulung, so dass auch der Ergotherapeut die Behandlung abgebrochen hat. Seit 2 Monaten macht er nun kinesiologische Übungen (Überkreuzbewegungen, liegende 8 malen) und wir merken, dass er nun von sich aus, bzw. von seinem Gehirn aus merkt, dass die linke Hand seine dominante Hand ist. Und es gibt von ihm nun auch keinen Widerstand mehr.
MatthiasW
30.05.2002, 23:35
Hallo Cindy,
mit dem Nachspur- bzw. Punktiertest (HDT) teste ich in der Regel eine Tätigkeit die dem Kind gezeigt wurde und durch die Umschulung fallen die Werte für die nicht dominante Hand besser aus und verfälschen das Bild.
Ich kann an Hand dieses HDT bestenfalls einen Hinweiß darauf bekommen wie weit das Kind die nicht dominante Hand schon geschult und treniert hat.
Nachspuren bzw. punktieren sind keine spontan erlernten Handlungen.
Auch Zähneputzen ist wenn die Eltern dem Kind beim Zähneputzenlernen die Hand geführt haben nicht Aussage kräftig.
Bei einem guten Test wird das Kind über einen langen Zeitraum (2-3 Std.) beobachtet.
Selbst in den Testpausen, ich habe dann für Kinder dort Duplo oder Legosteine auf einem Teppich liegen und beobachte mit welcher Hand sie sich abstützen und mit welcher sie greifen, wie sie sitzen und welche Hand die Steine zusammen setzt. Die Kinder fühlen sich unbeobachtet und kontrollieren sich beim Spiel weniger.
Liebe Grüße
Matthias
Monika Schneider
30.05.2002, 23:45
Hallo Ursula,
wie alt ist denn dein Sohn? Wurde er auch umgeschult? Bist du selbst auch LH?
Schöne Grüße.......Monika
Hallo Cindy,
also ich hätte mit diesem Ergebnis auch keinerlei Probleme, denn imerhin ist sie ausgebildete Diplomphsycologin und hat sich auch intensiv anhand der Bücher von Frau Sattler mit dem Thema beschäftgt.
Aber als weit wichtiger sehe ich, dass Du nun endlich auch die Ursache für die gravierende Rechtschreibschwäche (und eventuelle schulische/außerschulische andere Probeme) Deines Sohnes hast!!!
Also nimm es einfach als gegeben an, würde ich vorschlagen.
Olli
Dr. Noll
31.05.2002, 09:10
Hallo Cindy,
hoffentlich ahben Sie sich nicht nur eine 3/4-Stunde über I h r e Beobachtungen betreffs der Händigkeit unterhalten, sondern haben es das Kind auch m a c h e n lassen.
Ich habe eine große Spielzeugkiste, wo ich die Kinder wahllos, aber schnell, Alltagssituationen mit erlernten und nicht erlernten Bewegungsabläufen zuschaue, wie Sie es machen, aber auch aus psychologischer Sicht Kind und Mutter beobachte, wie ist da das Verhältnis ? Tut das Kind der Mutter was zu Gefallen, oder scheucht die Mutter mit kleinen Hinweisen auf die andere Hand und und und.
Also nochmal antworten, bitte.
mfg
Dr. Noll
ursula-Gast
31.05.2002, 10:52
>wie alt ist denn dein Sohn? Wurde er auch umgeschult? Bist du selbst auch LH?
>Schöne Grüße.......Monika
Hallo Monika,
mein Sohn ist 6 Jahre alt, kommt im Herbst in die Schule. Wir haben von September 2001 bis Januar 2002 versucht, ihn umzuschulen (Ergotherapeut). Nachdem er sich aber psychisch sehr dagegen gewehrt hat (weil seine beiden älteren Brüder RH sind), haben wir die Behandlung abgebrochen, ihn ein viertel Jahr komplett in Ruhe damit gelassen. Im April haben wir dann mit den kinesiologischen Übungen begonnen. Er hat zusätzlich auch noch Bachblüten von der Heilpraktikerin bekommen und auf einmal hat es klick gemacht. Er macht nun alles automatisch mit links und hat es auch akzeptiert und verinnerlicht. Nun versuchen wir halt, mit Übungen ihn für die Schule fit zu machen. Denn die linke Hand ist natürlich noch nicht so fit, da sie ja 6 Jahre lang nicht so trainiert wurde. Aber er malt jetzt zumindest gerne (ungefähr auf dem Stand eines 4Jährigen), was er bisher immer verweigert hat. Ich selbst bin RH, habe aber manchmal auch die Vermutung, dass ich vielleicht umgeschult bin. Wenn das mit meinem Sohn alles gut läuft, werde ich mich an meine Händigkeit herantasten und evtl. testen lassen. Wir haben allerdings sehr viele LH in der weiteren Verwandtschaft. Von meinen Cousins und Cousinen sind ein Drittel LH, und deren Kinder z.T. auch wieder. Mein Sohn hat vermutlich seine LH nicht durchkommen lassen, weil er schon immer so sein wollte wie seine beiden älteren Brüder und sie nachgeahmt hat. Die habe ich mittlerweile übrigens auch testen lassen - sie sind aber beide RH.
Gruß
Ursula
Monika Schneider
31.05.2002, 12:50
Hallo Ursula,
schön, dass dein Sohn jetzt mitmacht und sich nicht mehr gegen LH-sein sträubt.
Kannst du mir bitte mehr über diese kinesiologischen Übungen sagen (oder GUTE Literatur hierzu nennen?), denn Claras linkes Händchen könnte auch noch mehr Training hinsichtlich Feinmotorik gebrauchen.
Der LH-Anteil in eurer Familie scheint ja sehr hoch zu sein, deshalb könntest du mit deiner (umgeschulten) LH Recht haben. Welche Hinweise hierauf hast du denn bei dir entdeckt?
Unsere Tochter malt auch nicht gerade wie eine 6-Jährige, sondern "hängt" ca. 6 Monate hinterher (wenngleich ich denke, dass man das soooo pauschal gar nicht sagen kann, denn man kann und soll ja auch nicht immer mit anderen kids vergleichen und dadurch womöglich schon Leistungsdruck ausüben, oder?). Das stört uns aber überhaupt nicht, denn Malen ist für sie - neben Rollenspiel - die wichtigste Beschäftigung und daher macht sie ständig Fortschritte.
Sie muss ja auch nicht "Künstlerin" werden oder "Kalligraphin", und außerdem ist jedes Kind ein eigenständiges Individuum mit unterschiedlichen Neigungen...
Schöne Grüße......Monika
Hallo Ursula!
Wie lange war denn Euer Sohn RH?
Und wie seid Ihr darauf gekommen das er LH sei?
Gruß Cindy
Hallo Monika!
Es geht auch hauptsächlich darum das unser Sohn im Leistungssport (Eiskunstlauf) ist, da er bis jetzt alles wie ein RH gemacht hat, wäre es auch schwierig Ihn umzuschulen! z.B. bei den Sprüngen: die RH springen links herum, anders herum kann er garnicht springen (haben wir schon ausprobiert)!
Mit der linken Hand zu schreiben wäre für Ihn akzeptabel!
Aber die Psychologin meint das er dann in Zukunft alles mit links tätigen müßte und das möchte er nun überhaupt nicht!
Ausserdem stört uns an den Rückschulungssitzungen das sie 50,-€ pro Std. bzw. Sitzung kosten würden!
Was habt Ihr bezahlt?
Gruß Cindy
Hallo Dr.Noll!
Das ist es ja, sie hat sich eben kein Bild von unseren Sohn gemacht. Er hat zwar noch etwas gemalt und das war es.
Auf Ihr Frage ob es mit der linken Hand zu malen bzw. zu schreiben angenehmer wäre antwortete er mit ja, gleich im Auto erklärte er uns das er absoluter RH sei und damit alles besser könne!
Nun hat er schon selbständig mit der linken Hand gemalt bzw. geschrieben, sieht zwar nicht so schön aus, aber das müßte man noch üben.
Doch bevor wir nicht vollkommen überzeugt sind bringt das gar nichts!
Ausserdem sollen die Rückschulungssitzungen 50,-€ kosten!
Was sagen Sie dazu?
Gruß Cindy
Dr. Noll
31.05.2002, 15:06
Hallo Cindy,
absolut Finger weg von dieser Wahrsagerin, eine Psychologin kann sie eigentlich nicht sein (auch wenn sie vielleicht ein Diplom hat).
Eine solche Testung ist teuer bezahlter Humbug.
Falsch auch die Aussage, amn müsse bei einer Rückschulung a l l e s mit links machen (auch wenn Matthias es nicht gern hört).
Es geht bei einer Rückschulung im aller wesentlichsten um das Schreiben !!
Meiner (und übrigens auch Barbara Sattlers Meinung ist, dass fest eigefahrene Bewegungsabläufe im Gehirn quasi eingebrannt werden (auch das Schreiben), und eine komplette, alles umfassende Rückschulung zu cerebralen Katastrophen führen kann.
Und noch eines: wenn Ihr Sohn auch nur ein Quentchen nicht will, wird die Sache schief gehen ( Monika: da sehe ich auch Gefahren bei Ihrer Tochter, die, wie ich es verstehe, rückschulen m u s s (Ihre Wortwahl !) und eigentlich nicht will).
Lassen Sie sich dringends von einem kompetenten Linkshandberater beraten (Adressen gibt es wirklich nur in München bei Dr. Sattler).
Ich bezweifele sehr, dass Ihre Psychologin dort war. Mailten Sie mir doch einmal den Namen der Dame (linkshaender@teleos-web.de), dann werde ich Frau Sattler nach deren Referenzen fragen.
Passen Sie gut auf !
fh
Dr. Noll
Monika Schneider
31.05.2002, 19:55
Grundsätzlich und vor allen Dingen geht es -lt. Fr. Dr. Sattler - darum, dass nur die dominante Hand SCHREIBEN soll, da dieser Vorgang der kompexeste ist, den das menschliche Gehirn zu leisten hat.
Natürlich wäre es toll und zweckmäßig und natürlich konsequent, würde dein Sohn künftig nicht nur mit links schreiben, sondern auch viele andere Tätigkeiten mit links verrichten.
Ich persönlich vertrete aber die Ansicht, dass man sich peu à peu an die "neue" Seite herantasten sollte, denn so eine Rückschulung ist für alle Beteiligten sehr sehr anstrengend und nervenaufreibend und natürlich auch Zeit intensiv. Rückschläge kommen immer wieder vor, aber die Abstände zwischen ihnen werden immer länger.
Ich denke, dass es schon super ist, dass er sich bereit erklärt hat, mit links schreiben zu trainieren. Unterstützt ihn so gut es geht darin und ihr werdet sehen, nach ein paar Monaten wird er fast "automatisch" die ein oder andere Tätigkeit ebenfalls mit links verrichten, war bei Clara auch so...
Zwingt ihn nicht dazu, ab sofort oder mit Beginn der Rückschulung ALLES und JEDES mit der dominanten Linken zu tun, es wird nix nützen und er macht vermutlich "zu".
Nehmt euch Zeit, wenngleich man gerade diese bei einer RS nicht oder nur wenig zu haben scheint, denn man möchte ja schließlich, dass die "Probleme" aufgrund der umgeschulten Händigkeit endlich abflauen oder besser noch - ganz verschwinden. Aber das ist ein Prozess, der je nach Alter und individueller Disposition verschieden lang ausfallen kann.
Von Rückschulungssitzungen zu diesem Preis habe ich bislang noch nichts gehört.
Die Schwung-, Nachspur- und Schneideübungen kann man doch prima zu Hause machen und kontrollieren!!!!! Machen wir auch so!!!! Laßt euch die für einen LH korrekte Blattlage, Stift- und Körperhaltung zeigen, ebenfalls die Richtung für Schneidearbeiten etc. Kauft euch das "Übungsheft für Linkshänder" von Dr. Sattler (Auer-Verlag), eine LH-Schere, weiche Bleistifte und nach Möglichkeit noch eine Schreibtischunterlage für LH und los geht's!!!!
Clara fährt mit meinem Mann 1 x im Monat zu der LH-Beraterin Fr. Braun (machte damals auch den Test!!!) zum so genannten LINKSTREFF. Dort malt und schneidet sie 1 Stunde lang mit Kindern, die ebenfalls zurückgeschult werden. Manche sind wie sie im Kiga (also zwischen 3 und 6 Jahre alt), andere gehen bereits in die Schule, teilweise auch schon in die 3. Klasse!!! Für diese Stunde bezahlen wir 4,-- (in Worten: vier) Euro!!! Die Anzahl der Kinder pro Stunde variiert zwischen 3 und 6. Den Preis finde ich okay! Hast du dich vielleicht verhört bei dem Betrag? Hat eure Psychologin vielleicht 5,-- anstatt 50,-- Euro gesagt?
Was "bietet" sie denn in dieser Rückschulungssitzung für den Preis? Wie lange dauert eine Sitzung? Wieviele hat sie für deinen Sohn veranschlagt? Wie oft soll das stattfinden? 1 x die Woche, 1 x im Monat?
Der eigentliche Händigkeitstest bei fr. Braun hat uns übrigens für Clara 130,-- DM gekostet, inwzischen sind das 70,-- Euro. Auch noch gerechtfertigt, wie wir meinen.
Tschüss aus Kölle.......Monika
Dr. Noll
31.05.2002, 20:36
Hallo Monika,
wie, aus wissenschaftlicher Hinsicht, kommen Sie auf Ihre "persönliche" Aussage, Sie würden "peu a peu" alles auf die "richtige" Seite zurückschulen.
Welche wissenschaftlichen Arbeiten liegen dieser Ihrer Meinung zu Grunde ?
Ich kenne keine, außer der von Dr. Sattler bislang unveröffentlichten Arbeiten, dass das, was Sie vorschlagen, sehr gefährlich ist...
Also, bitte argumentieren Sie konkret, was Sie in dieser Hinsicht nachweisen können oder was Ihre subjektive Einschätzung ist !
Dennoch liebe Grüße,
der Warner (aber zurecht, mit vielen Fallbeispielen)
Dr. Noll
Monika Schneider
31.05.2002, 20:44
Hallo Herr Dr. Noll,
>Es geht bei einer Rückschulung im aller wesentlichsten um das Schreiben !!
>Meiner (und übrigens auch Barbara Sattlers Meinung ist, dass fest eigefahrene Bewegungsabläufe im Gehirn quasi eingebrannt werden (auch das Schreiben), und eine komplette, alles umfassende Rückschulung zu cerebralen Katastrophen führen kann.
Richtig: Führen KANN nicht zwangsläufig MUSS.
Und Clara konnte zum Zeitpunkt des Beginns der Rückschulung gerade mal eben ihren Namen schreiben, also kann man hier noch gar nicht vom "richtigen" Schreiben sprechen, oder? Frau Braun sagte uns, dass es deshalb eigentlich auch keine "echte" Rückschulung sei, da das Schreiben ja noch gar nicht angefangen hätte, bis eben auf ihren Namen.
>Und noch eines: wenn Ihr Sohn auch nur ein Quentchen nicht will, wird die Sache schief gehen ( Monika: da sehe ich auch Gefahren bei Ihrer Tochter, die, wie ich es verstehe, rückschulen m u s s (Ihre Wortwahl !) und eigentlich nicht will).
Hhmmmmmm, richtig, sie sagte anfangs: "Ich WILL keine LH sein!!!", weil die kids im Kiga sich negativ über LH-Tum geäußert haben, aber inzwischen kommen diese Aussagen von ihr nur noch, wenn sie uns ärgern möchte bzw. ihre Wut über irgendetwas (was wir z.B. verboten haben, oder was ihr nicht auf Anhieb gelingt, oder ganz einfach, wenn sie müde oder schlecht gelaunt ist) zum Ausdruck bringen möchte. Dann benutzt sie die Rückschulung bzw. die Schwungübungen, die sie mittlerweile langweilig findet, als Druck- oder Trotzmittel und gegenüber. Darauf lassen wir uns aber nicht ein, und deshalb sagen wir völlig wertfrei aber konsequent und überzeugt: "Die Übungen werden gemacht, genauso wie Zähneputzen!".
Wie sollen wir uns denn Ihrer Meinung nach in solch einer Situation verhalten?
Wir haben sehr sehr viele und lange Diskussionen und Erklärungsversuche mit ihr geführt, aber Sinn und Zweck bzw. Folgen kann sie doch noch gar nicht in vollem Umfang verstehen!!??
Frau Braun sieht sie ja monatlich beim Linkkstreff und meint, dass sie eine sehr gute Stifthaltung hätte und auch die Blattlage schon so gut wie verinnerlicht hätte. Ich hoffe doch stark, dass Frau Braun das auch beurteilen kann, und das nicht bloß sagt, um uns zu bestätigen oder Clara weiterhin zu ermutigen. Mein Mann ist selbst manchmal bei dieser Stunde zugegen und berichtet mir dann oft, wie schwer sich andere (oftmals ältere Kinder) mit der Rückschulung tun. Sicher, man sollte sich besser an Besseren orientieren, aber lt. seiner Aussage sei Clara in der Regel diejenige, die diese Stunde völlig selbstverständlich und auch selbstsicher "durchführt". Einige andere Kinder beteiligen sich wenig oder kaum daran, oder diskutieren schier endlos herum, um die Zeit "totzuschlagen". Wieder zurück zu Hause zeigt Clara ihre dort gemalten Bilder und sagt jedesmal, es hätte ihr gefallen. Nach ein paar Tagen möchte sie UNBEDINGT JETZT UND SOFORT wieder dorthin. Ist es dann wieder soweit, möchte sie DOCH NICHT mehr hin(ist dann meistens nach dem Kiga sehr erschöpft und schläft im Auto schon mal ein).
Tja, wie soll man unsere Situation bewerten? Wir alle (auch Clara) sehen Erfolge, die uns weiter motivieren. Manchmal gibt es aber auch "Durchhänger".
Sollten wir deshalb die Rückschulung abbrechen und alle eventuellen (Spät-) folgen einer damaligen Umschulung als null und nichtig abtun?
Bei einem Telefonat mit Fr. Dr. Sattler sagte diese, dass es durchaus auch sehr willensstarke Kinder gäbe, bei denen eine RS abgebrochen werden sollte/müsste/könnte. Selbst wenn sie in der Schule (nach eventuellem Abbruch der RS) mit rechts schreiben würde, sollten wir die täglichen Schwungübungen mit links kontinuierlich weitermachen, um die Hand zu trainieren. Im Falle des Auftretens von schulischen Problemen in späteren Klassen, könnte man dann erneut eine RS versuchen. Die Schwungübungen seien in diesem Falle als Option für eine RS zu sehen.
Monika Schneider
31.05.2002, 21:03
>Hallo Monika,
>wie, aus wissenschaftlicher Hinsicht, kommen Sie auf Ihre "persönliche" Aussage, Sie würden "peu a peu" alles auf die "richtige" Seite zurückschulen.
>Welche wissenschaftlichen Arbeiten liegen dieser Ihrer Meinung zu Grunde ?
>Ich kenne keine, außer der von Dr. Sattler bislang unveröffentlichten Arbeiten, dass das, was Sie vorschlagen, sehr gefährlich ist...
>Also, bitte argumentieren Sie konkret, was Sie in dieser Hinsicht nachweisen können oder was Ihre subjektive Einschätzung ist !
>Dennoch liebe Grüße,
>der Warner (aber zurecht, mit vielen Fallbeispielen)
>Dr. Noll
Hallo Herr Dr. Noll,
keine wissenschaftlichen Arbeiten, sondern meine Intuition, auf die ich mich bislang immer verlassen konnte, bzw. mein "gesunder" Menschenverstand, der mir sagt: "Nichts überstürzen, immer schön langsam machen..."
Im Übrigen macht Clara diese Schritte von selbst. Sie fängt von sich aus an, Tätigkeiten, die sie mit rechte machte, nun mal versuchsweise mit links zu machen. WIR ZWINGEN SIE NICHT dazu, falls Sie das impliziert haben??
Wenn sie sich selbst dazu entscheidet lassen wir das allerdings nicht unkommentiert, sondern verstärken sie ANSCHLIESSEND positiv darin. Erachten ie das als falsch?
Ich wiederhole es nochmals: Das Schreiben ist doch das Wichtigste bei einer RS, richtig? Und da sie bislang nur ihren Namen schreiben kann, dafür aber viel und gerne malt, macht sie das jetzt mit links, ebenso schneiden. ALLES ANDERE kann und darf sie auch mit rechts machen!! Stört Sie das Wort "darf"? Wie kann ich ein umgeschultes LH-Kind zurückschulen, dass noch nicht schreiben kann? Da kann man doch nur beim Malen und/oder Schneiden anfangen, oder? Wenn das medizinisch-wissenschaftlich NICHT erwünscht ist, habe ich Dr. Sattlers Literatur falsch verstanden. Und dann sehe ich keinen Sinn in der RS von Kiga-Kindern!!
Hoffe auf Ihre geschätzte Antwort (ist ernst gemeint!!)
Schöne Grüße....Monika
Dr. Noll
01.06.2002, 11:19
Hallo Monika,
verstehen Sie es richtig, mein Posting ist eine lieb gemeinte Warnung.
Ich kann Ihnen keinen konkreten Rat geben, weil ich da ich Clara nicht kenne. Täte ich es , begäbe ich mich auf das Niveau der von Cindy beschriebenen "Psychologin".
Frau Sattler Aussage, Schwungübungen bei zu behalten, quasi wie in einer Versicherung für einen monatlichen Beitrag eine Option zu erhalten, zu den früheren Bedingungen ohne erneute Nachprüfung wieder einsteigen zu können, das finde ich sehr wertvoll.
Sie kennen Ihr Kind am besten, aber manchmal ist eine neutrale "Fremdmeinung" sicher auch sehr wertvoll. Oder eine 2. Meinung neben der von Frau Braun (womit ich nichts gegen Frau Braun sagen will !).
Ich habe meine yweite Tochter noch vor der Grundschule rueckgeschult, und auch sie sagte den beruehmten Satz, ich will kein LH sein. Aber ansonsten bot sie einiges an Primaer/Sekundaerstoerungen. Es war eine sehr harte Zeit fuer sie
und fuer uns, aber es hat sich wirklich gelohnt. Dennoch habe ich an Abbruch gedacht, weil sie anfangs so viel frustrierter war als vorher. Dass es letztendlich geklappt hat, sie ist Klassenbeste und herrlich ausgeglichen mit nur noch seltenen Rueckfaellen und Wutanfaellen, ist einer sehr schwierigen Ueberzeugungsarbeit meinerseits mit erheblichem Zeitaufwand zu verdanken.
Da muss jeder selber wissen...
Ich hoffe, Sie verstehen, welche Intention ich Ihnen mitteilen moechte.
Beobachten Sie gut und stellen gegebenfalls die RS yurueck, wenn Sie neue oder Verstaerkung der Primaer/Sekundaerstoerungen bemerken, und sprechen Sie mit Ihrem LHBerater offen auch ueber Yweifel.
Mfg
Dr. Noll
Dr. Noll
01.06.2002, 11:56
>keine wissenschaftlichen Arbeiten, sondern meine Intuition, auf die ich mich bislang immer verlassen konnte, bzw. mein "gesunder" Menschenverstand, der mir sagt: "Nichts überstürzen, immer schön langsam machen..."
>Im Übrigen macht Clara diese Schritte von selbst. Sie fängt von sich aus an, Tätigkeiten, die sie mit rechte machte, nun mal versuchsweise mit links zu machen. WIR ZWINGEN SIE NICHT dazu, falls Sie das impliziert haben??
Es hörte mich tatsächlich für mich so an, als ob Sie sie "zwingen" würden (du machst das jetzt genau so wie Zähneputzen).
Wenn es Gott sei Dank nicht so ist, ist aus meiner Sicht alles in Ordnung.
>Wenn sie sich selbst dazu entscheidet lassen wir das allerdings nicht unkommentiert, sondern verstärken sie ANSCHLIESSEND positiv darin. Erachten ie das als falsch?
Nein ! Positive Verstärkung, sprich Belohnung ist das Entscheidende, negative Belohnung = strafen ist Kindesmisshandlung.
>Ich wiederhole es nochmals: Das Schreiben ist doch das Wichtigste bei einer RS, richtig?
Ja ! Bei einem Kiga-Kind ist es malen.
Und da sie bislang nur ihren Namen schreiben kann, dafür aber viel und gerne malt, macht sie das jetzt mit links, ebenso schneiden. ALLES ANDERE kann und darf sie auch mit rechts machen!! Stört Sie das Wort "darf"? Wie kann ich ein umgeschultes LH-Kind zurückschulen, dass noch nicht schreiben kann? Da kann man doch nur beim Malen und/oder Schneiden anfangen, oder?
Siehe oben.
Wenn das medizinisch-wissenschaftlich NICHT erwünscht ist, habe ich Dr. Sattlers Literatur falsch verstanden. Und dann sehe ich keinen Sinn in der RS von Kiga-Kindern!!
>Hoffe auf Ihre geschätzte Antwort (ist ernst gemeint!!)
>Schöne Grüße....Monika
Ich denke, wir sind gar nicht so weit von einander entfernt.
Da ich jedoch als Arzt auch die fehlgeschlagenen Rückschulungsmenschen sehe, ist meine Einstellung zur Rückschulung öfter zurückhaltend.
Im Forum melden sich im wesentliche die Leute, bei denen es geklappt hat, die anderen sehen sich als Versager und wollen das nicht auch noch öffentlich machen.
Hier im Forum wird die Rückschulung allgemein gesehen z u p o s i t i v besprochen !
In meiner Praxis empfehle ich nur in ca. 20% der Fälle eine Rückschulung; das "Nicht-Empfehlen" hat unterschiedlichste Gründe.
Damit liege ich, nach einem Telefonat mit Barbara Sattler, etwas auf ihrem "Empfehlungsniveau". Gerade sie hat eben auch die weit weit zahlreicheren Erfahrungen mit missglückter Rückschulung !
Das ist etwas, was hier im Forum, nicht so evident heraus kommt.
Daher warne ich eben öfters, als es manche vielleicht gut finden.
Danke, dass Sie meinen Rat schätzen, natürlich freut es auch mich, positiv verstärkt (also gelobt) zu werden.
Mfg
Dr. Noll
ursula-Gast
01.06.2002, 13:58
Hallo Cindy!
Mein Sohn war bis vor kurzem RH, also 6 Jahre lang. Wir sind darauf gekommen, weil mich vor ca. 1 Jahr die Kindergärtnerin darauf aufmerksam gemacht hat, dass er absolut ungern malt, bastelt und schneidet. Er sei ca. auf dem Stand eines 3Jährigen, hat sie damals gemeint. Ich habe mir dann noch nicht viel dabei gedacht, denn er ist halt ein Kind, das sehr gerne draußen ist, viel Fußball spielt, Sand matscht etc. Ich wollte ja keinen Maler oder Künstler aus ihm machen. Mir war es damals wichtiger, dass er sich viel draussen bewegt. Fast zur gleichen Zeit war dann in der Grundschule meines älteren Sohnes ein Vortrag über Linkshändigkeit (von einer Mototherapeutin, die mit Fr. Dr. Sattler eng zusammenarbeitet). Eigentlich wollte ich gar nicht hingehen, weil es mich nicht betrifft (dachte ich). Aber dann bin ich meiner Cousine zuliebe mitgegangen, weil sie eine LH Tochter hat (auch 6 Jahre alt). Wir dachten, vielleicht bekommt sie noch ein paar gute Tips zur Einschulung. Ja, und dann hat die Referentin eben sehr viele primäre und sekundäre Folgen einer Umschulung erwähnt, und da haben die meisten auf meinen Sohn gepasst. Sie hat auch viele Tips gegeben, z.B. dass LH bei einem Bild die Sonne in die rechte Ecke malen, etc. Und ganz entscheidend, was ich bis dahin nicht wußte, war der Hinweis, dass eben viele LH Kinder die Eltern oder ältere Geschwister nachahmen und dann eben die RH nehmen. Und mein Sohn ist so ein Kind, der unbedingt so sein will wie seine beiden älteren Brüder. Und so hat sich bei uns dann auch langsam der Verdacht erhärtet. Ich habe ihn dann 4 Wochen später bei dieser Mototherapeutin testen lassen. Das war letztes Jahr im Juli. Und seit 2 Monaten nun ist er definitiv LH.
Gruß
Ursula
Hallo Ursula!
Wie seid Ihr zu dieser Mototherapeutin gekommen?
Und was für ein Test wurde denn gemacht und wurde er von der Kasse getragen?
Und macht Dein Sohn jetzt alles mit links?
Gruß Cindy
Monika Schneider
02.06.2002, 00:29
>Beobachten Sie gut und stellen gegebenfalls die RS yurueck, wenn Sie neue oder Verstaerkung der Primaer/Sekundaerstoerungen bemerken, und sprechen Sie mit Ihrem LHBerater offen auch ueber Yweifel.
>Mfg
>Dr. Noll
Alles klar, hab wohl verstanden, was sie zu bedenken geben.
Haben auch schon über Abbruch nachgedacht, als ständig dieses "Ich will kein LH sein" kam. Aber NOCH halten wir durch, und sie sagt es ja kaum noch, nur eben in manchmal für sie ungünstigen Momenten. Und inzwischen hat sie auch gemerkt, wie gut ihre linke Hand geworden ist, und dass sie durchaus mit ihrer "besten" RH-Freundin (malerisch)mithalten kann...
Das lange dauernde Nägelkauen von Clara hat übrigens 2 Wochen nach Beginn der RS aufgehört und ist BIS HEUTE!!!!! nicht wieder aufgetreten. Auch weiß sie jetzt GENAU wo li und re ist. Ihre Merkfähigkeit (Memoryspiel) hat sich auch sehr verbessert. Sie malt inwischen (wieder) total gerne. Täglich bekommen wir 5-10 Werke von ihr geschenkt: teils welche aus dem Kiga, andere wurden zu Hause angefertigt. Basteln mag sie nicht (mehr)soooo besonders, da ihre neue Gruppenleiterin sehr sehr sehr viel basteln läßt, und dabei auch noch strikte Anweisungen gibt, welche Farbe der Karton haben muss etc. Das passt Clara nun ganz und gar nicht. Ihrer Phantasie (gut ausgeprägt)widerspricht das völlig, sie fühlt sich gegängelt und entzieht sich deshalb (so vermuten wir jedenfalls, und so argumentiert Clara uns gegenüber auch - natürlich in kindlicheren Worten - ) nach Möglichkeit von diesen "Zwangshandlungen" im Kiga.
Grundsätzlich vermisse ich in der päd. Arbeit sowieso die Individualität, Spontaneität und Flexibilität, die sich der Kiga allerdings lt. eigener Aussage "groß auf die Fahne geschrieben hat", aber das ist wieder ein anderes Thema...
Danke für Ihre "Warnung"....aber ich denke, dass wir z.Zt. "im grünen Bereich" sind....
Schöne Grüße, und nochmals Danke für Ihre Offenheit..(irgendwie verliert man schon mal im allgemeinen Gewusel des Alltags den Überblick bzw. den nötigen Abstand).....Monika
ursula-Gast
05.06.2002, 16:43
>Hallo Ursula!
>Wie seid Ihr zu dieser Mototherapeutin gekommen?
>Und was für ein Test wurde denn gemacht und wurde er von der Kasse getragen?
>Und macht Dein Sohn jetzt alles mit links?
>Gruß Cindy
Hallo Cindy!
Die Mototherapeutin hat bei meinem älteren Sohn in der Grundschule einen Vortrag gehalten. Organisiert hatte das eine andere Mutter, deren Kind sich in der Rückschulung von rechts auf links befand. Der Test dauerte ca. 1 1/2 Stunden. Es waren verschiedene Händigkeitstests (nach Steingrüber/Lienert und Dr. Sattler) und grobmotorische Tests. Sie hat mit ihm gemalt, gebastelt, Fußball gespielt, jongliert, Ball zugeworfen, mit Büroklammern hantieren, er mußte schrauben, fädeln, Stäbchen auf eine Dose legen, Gegenstände der Größe nach sortieren, etwas einordnen, hüpfen, nachspuren und noch einiges mehr. Wir Eltern mußten in der Zwischenzeit einen umfangreichen Fragebogen mit unseren Beobachtungen über ihn ausfüllen und dann hatten wir noch ein Gespräch über ihre Erkenntnisse aus den Tests. Mir kam der Test sehr umfangreich und genau vor, im Vergleich zu so manch anderen, von denen ich gehört hatte. Mein Sohn malt und schneidet jetzt mit links, fährt Roller wie ein LH (das tat er aber schon immer), wirft den Ball links. Essen tut er abwechselnd mit rechts oder links.Gruß Ursula
ursula-Gast
05.06.2002, 16:46
Hallo Cindy,
hatte vergessen zu schreiben: Der Test kostete 160,00 DM und wir haben erst vor kurzem die Rechnung bei unserer Krankenkasse eingereicht. Ich weiß noch nicht, ob die etwas davon übernimmt. Gebe dir Bescheid, wenn ich was gehört habe.
Gruß Ursula
Hallo Ursula!
Danke für Deine Antwort!
Wir haben am Dienstag einen Termin beim Ergotherapeuten. Als erstes eine Sitzung mit uns Eltern und dann werden wir weitersehen.
Ich melde mich dann wieder!!!
Gruß Cindy
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