Vollständige Version anzeigen : Rhythmus - und Händigkeit
Also ich hätte da ne Frage: Ich höre gerne Musik mit nem guten Rhythmus und klopfe den so vor mich hin. Wenn man zwei verschiedene Takte mit den Händen klopft geht das bei mir nur in "eine Richtung". Mit der rechten Hand klopfe ich den schnellen ( ich glaube achtels) und mit der linken Hand steige ich ein und klopfe den halben dazu (also viertels). Wenn ich es anders herum versuche geht das nicht! Hängt das auch mit Rechts- und Linksschwäche zusammen? Oder ist das auch ein Indiz für Linkshändigkeit oder vielleicht auch beides?
Freue mich auf Eure Antworten! Liebe Grüße, Julia
Annette V.
26.08.2008, 12:53
Hallo und guten Morgen,
nun sitze ich hier vor dem Computer und habe nachgetrommelt, was Du da beschrieben hast.
Ich erinnere gerade meine Zeit als Stimmtrainerin in der funktionalen Stimmtherapie zurück. Da lernt und arbeitet man auch mit Rhythmus-Gesängen, wo man klatscht, singt, sich bewegt in alle Richtungen. Für manche ist das total kompliziert. Ich kann so was ganz gut. Also was ich sagen will ist folgendes: ich kann den Rhythmus mit beiden Händen trommeln. Das Gefühl dahinter und da lausche ich dann genau hin ist das ein anderes. Es ist als wenn Du zwei verschiedene Sprachen sprichst.
Vielleicht probierst Du noch einmal.
Viel Spaß dabei
Annette
Charlotte
27.08.2008, 23:29
Hallo,
ich bin durch und durch RH und kann nur rechts schnell und links langsam. Ich habe es andersrum probiert- das ist ein furchtbares unkoordiniertes Chaos.
Charlotte
Also erst mal vielen Dank an Euch! So ok ich hab das auch noch ein paar mal probiert und hab es dann auch anders herum geschafft, aber nur mühsam. Dann hab ich, als ich rechts schneller und links langsamer geklopft habe, den Fuß mit einbezogen und den dritten Rythmus noch mitgemacht, das war wieder der halbe zur langsamen linken Hand. Es hat schon ein paar Minuten gedauert aber es hat letztendlich mit viel Konzentration hingehauen. Auch hier hab ich den linken Fuß benutzt, was meint ihr dazu, geht das bei Euch auch?
Hallo,
Also mit einem Fuß einbeziehen hab ich das noch nicht probiert, aber nur mit den Händen funktioniert es bei mir mit beiden Arten.
Egal ob die linke oder die rechte Hand den schnelleren Takt klopft funktioniert es genauso gut. Ich muss mich ziemlich konzentrieren und neige dazu hin und wieder durcheinander zu kommen, aber einen Rythmus oder Takt zu halten war noch nie meine Stärke.
Ich denke das ist alles nur eine Frage der Übung. Welche Hand den schnelleren und welche Hand den langsameren Takt übernimmt, kommt vermutlich auch darauf an, wie gut die jeweilige Hand trainiert ist.
Umgeschulte Linkshänder haben ja meistens in der rechten Hand die bessere Motorik, weil diese Hand einfach mehr anspruchsvollen Tätigkeiten durchführt, dadurch dürfte dann auch die Koordination der Hände eher zum Vorteil der rechten Hand ausfallen.
Bei Teilumgeschulten Linkshändern und Rückgeschulten Linkshändern dürfte die Motorik in beiden Händen recht gut sein, sodass auch die Koordination der Hände für beide Hände gut ist und diese abwechseln können, mit welcher Hand sie welchen Takt schlagen.
Mit ausreichend Übung sollte es kein Problem sein, sich selbst auszusuchen welche Hand welchen Takt übernimmt und dann sollte es auch kein Problem sein einen dritten Takt mit dem Bein mitzumachen.
Das Wichtigste ist bei der ganzen Sache, wie gut die Koordinationsfähigkeit ist.
Gruß
Körby
Viceversa
28.08.2008, 23:18
Hallo,
ganz intuitiv klopfe ich auch mit der Linken den Grundrhythmus, und mit der Rechten die leichteren, schnelleren Schläge. Das ist, als ob die Linke die andere Hand führt, wie eine Mutter ihr Kind, was ja auch schnellere Schritte macht.
Aber ich kann's auch umgekehrt, ich spiele mehrere Instrumente und bin dadurch vielleicht auch eher zur Beidhänderin geworden.
Dazu hätt ich noch ne Frage: ich halt mich schon für sehr musikalisch, kann mir ganz leicht Melodien einprägen und Stücke aus'm Gehör nachspielen. Nur mit einer Sache hatte ich immer ein kleines Problem: Dem Rhythmus. Gerade wenn es darum ging (schwierigere) Sachen von Noten zu spielen, bestimmte Zählzeiten einzuhalten, hat's bei mir oft ausgesetzt. Ich bin in Mathe auch immer ziemlich schlecht gewesen (oft wusste ich die Lösung, aber konnte den Lösungsweg nicht konstruieren), und das mit dem Nachzählen, den Ton in ein Maßband zu stecken also, das hat mich immer irritiert. Ich kann auch nicht mit nem Metronom üben.
Kennt das eine(r) von euch? Hat das vielleicht auch was mit den Gehirnhälften zu tun? Grüße, V.
Hallo,
ganz intuitiv klopfe ich auch mit der Linken den Grundrhythmus, und mit der Rechten die leichteren, schnelleren Schläge. Das ist, als ob die Linke die andere Hand führt, wie eine Mutter ihr Kind, was ja auch schnellere Schritte macht.
Man kann auch den schnelleren Takt klopfen und den langsameren Grundrythmus daran orientieren, jenachdem, welchen Takt/Rythmus man zuerst einsetzen lässt.
Bei mir funktioniert beides ohne Probleme...ich nutze wenn möglich aber den schnelleren Takt zuerst, weil ich es als leichter empfinde mich an diesem zu orientieren.
Gruß
Körby
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