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Vollständige Version anzeigen : Linkshänderklavier unvereinbar mit meinem linken Taktfuß


Frank
13.06.2004, 11:16
Hallo!


Habe mit Erstaunen gelesen, dass einige Linkshänder auf ein Linkshänderklavier umstellen wollen.


Ich stelle mir das schwierig vor, wenn ich das reguläre rechte Fußpedal mit dem linken Fuß bedienen sollte. Schließlich ist mein Taktfuß der Linke, sprich der dominante und damit ein nicht unerheblicher Faktor beim Spielen.


Schon mal dran gedacht, dass dieses "Linkshänder"instrument diese Tücke hat?


Musikalische Grüße


Frank

Jeannine
13.06.2004, 21:34
Hallo Frank,

das sehe ich überhaupt nicht als Tücke, sondern als ein Vorteil! Am üblichen RH-Klavier habe ich immer Probleme mit dem rechten Pedal(daher lasse ich es wenn es möglich ist weg). Die Koordination hat über Jahre einfach nicht hingehauen! Dann habe ich mal spasseshalber den linken Fuß verwendet und es hat besser funktioniert! Das sah natürlich komisch aus (wie Blasenschwäche {-;! Jedenfalls habe ich erst mit dem linken Fuß geübt bis das Rhythmusgefühl automatisiert war und danach mit dem rechten Fuß übernommen...

Gruß von Jeannine

Frank
14.06.2004, 09:21
Hallo!


Genau das wäre bei mir aber das Problem würde ich mit dem linken Fuß das Pedal benutzen, hätte ich keinen freien linken Fuß mehr um den Takt zu schlagen (ein Taktel oben auf dem Klavier empfinde ich als störend und daher nehme ich meinen linken Fuß).


Taktische Grüße


Frank

Jeannine
14.06.2004, 10:06
Hallo Frank,

zuerst wird doch ein Klavierstück (Etappenweise) ohne Pedal gelernt, bis der Rhythmus und die Technik stimmt und anschließend kommt der Feinschliff mit Pedal und Ausdruck?! Jedenfalls habe ich das so gelernt...und diese Herangehensweise finde ich auch ganz in Ordnung (Schrittweise). Ansonsten würde bei mir ein ungenauer Brei entstehen! Am Anfang habe ich das Metronom auch als störend empfunden. Nach meiner Rückschulung auf die linke Hand hat sich die Koordination meiner Hände stark verbessert und das Metronom wurde sehr nützlich. Vor allem ist der Körper durch das „Rumgehampel mit dem Fuß“ nicht mehr so verspannt! Ich zähle jetzt immer in Zahlen mit (halbiere oder verdoppel-> je nach Tempo). Außer beim Gesang geht mein linker Zeh den Takt noch mit, weil da ja noch der Text hinzukommt (-: Singe doch einfach das Stück in der Rhythmussprache oder die Melodie mit dem Metronom mit, bis es koordiniert. Ein Mitklatschen hilft auch, dann kannst Du es auf die Hände übertragen!

Und was machst Du, wenn beide Pedale bedient werden?


Viele Grüße von Jeannine

Frank
14.06.2004, 11:32
Hallo Jeannine,

oh, Oh, mitzählen ist für mich nicht drin, dafür habe ich den Rhythmus im Blut (Gott sei Dank). Mein Klavierlehrer (selbst Linkshänder) hat von Beginn an gemerkt, dass mich die Zählerei aus dem Konzept bringt. Nun, ich bin auch ein Spätzügler, habe erst mit 40 angefangen am Klavier. Beide Pedale? Mein Klavier hat nur eins zum Leiserspielen, welches man feststellen kann und eines für den Schall.

Was, singen soll ich auch noch? Mädchen, das ist zu viel für einen alten Mann.


Viel Spaß beim Spielen!

Schöne Grüße,

Frank

Frank ULH, IRS
15.06.2004, 10:10
Hallo Namensvetter (-:


Ich kann dich da verstehen.


Ich habe hier im Forum mich schon mal zum Linkshänderklavier geäusert und verstehe immer noch nicht so ganzwas das Ding für eien Sinn machen soll.


Ich spiel Hobbymäßig Keyboards aber mehr schlecht als recht ähhh Links (-:, nur so zum Spaß.


So ein Kalvier kostet num mal nicht gerade wenig Geld und nicht jeder kann sich das leisten.


Bei Synthesizern kannst du das garnicht umstellen wenn die Geräte älter sind.


Falls man sich wirklich für ein Linkshänder Klavier entscheidet und man noch andere Keboard besitzt sehe ich da eher ein Problem damit.


Stell dir vor du bist umgeschult, spielst das Li. Kalvier und kommst nicht mehr mit dein alten Kkeyboards klar oder verwechselst dan die Füße



Gruß

Frank F.

Jeannine
15.06.2004, 20:41
Hallo Frank,

<oh, Oh, mitzählen ist für mich nicht drin, dafür habe ich den Rhythmus im Blut (Gott

<sei Dank). Mein Klavierlehrer (selbst Linkshänder) hat von Beginn an gemerkt, dass

<mich die Zählerei aus dem Konzept bringt. Nun, ich bin auch ein Spätzügler, habe

<erst mit 40 angefangen am Klavier.>


Ich denke das "Mitzählen" benötigt auch so seine Übungszeit, da beide Gehirnhälften zusammen koordinieren müssen. Am Übungs-Anfang läuft bei mir auch gerne die Intuition, das mitzählen und das Metronom unterstützt dann meine Konzentration. Es ist ja auch nur eine kurzfristige Übungsphase, denn sonst wirken die Stücke nachher Statisch und ohne Gefühl! Bei mehrstimmigen Bachstücken bietet sich das mitzählen (zur Sortierung der Stimmen) sehr gut an -> ich "Singzähle" dann (-: Jedoch hatte ich mal einen Klavierlehrer, den das auf die Nerven ging...Ich finde das "Mitsingen" immer entspannend. Menschen haben natürlich unterschiedliche Übungseinstellungen...


<Beide Pedale? Mein Klavier hat nur eins zum Leiserspielen, welches man feststellen kann und eines für den Schall.>


Das linke Pedal zum Leiserspielen meine ich auch! Zum Beispiel bei Stücken von Erik Satie wird mit dem rechten Pedal gebunden und mit dem linken Pedal für ein schönes Pianissimo gedämpft. Am Flügel wird zum Bsp. durch das linke Pedal die Tastatur verschoben, so das das Hämmerchen nur eine Saite anschlägt.


<Was, singen soll ich auch noch? Mädchen, das ist zu viel für einen alten Mann.

Viel Spaß beim Spielen!>


Mit dem Singen meinte ich auch nur eine Trockenübung mit dem Metronom ohne Klavier! Das Metronom schlägt Grundschlag oder Metrum und der Schüler klatscht mit den Händen nach. Als Steigerung kann dann zum Klatschen die Melodie des Stückes rhythmisch mitgesungen/gesummt werden oder wem das nicht so liegt nur der Rhythmus des Stückes zum Metronom mitgesprochen werden. Das fördert die Konzentration und auch das unterschiedliche Rhythmusempfinden. Danach kann das alles aufs Klavier übertragen werden, dann stört das Metronom auch nicht mehr so arg, weil der Körper mitempfindet. Das hört sich am Anfang sehr schwer an und sollte auch mit einfachen Übungen begonnen werden. Ich habe das Klavierspiel auch erst im Erwachsenenalter mit 20 angefangen. Es ist auch im Alter noch einiges möglich (-:


Viele Grüße von Jeannine

Loso,Geza
30.06.2004, 20:36
>>Hallo!

>>Habe mit Erstaunen gelesen, dass einige Linkshänder auf ein Linkshänderklavier umstellen wollen.

>>Ich stelle mir das schwierig vor, wenn ich das reguläre rechte Fußpedal mit dem linken Fuß bedienen sollte. Schließlich ist mein Taktfuß der Linke, sprich der dominante und damit ein nicht unerheblicher Faktor beim Spielen.

>>Schon mal dran gedacht, dass dieses "Linkshänder"instrument diese Tücke hat?

>>Musikalische Grüße

>>Frank


>Hallo Frank,

>das sehe ich überhaupt nicht als Tücke, sondern als ein Vorteil! Am üblichen RH-Klavier habe ich immer Probleme mit dem rechten Pedal(daher lasse ich es wenn es möglich ist weg). Die Koordination hat über Jahre einfach nicht hingehauen! Dann habe ich mal spasseshalber den linken Fuß verwendet und es hat besser funktioniert! Das sah natürlich komisch aus (wie Blasenschwäche {-;! Jedenfalls habe ich erst mit dem linken Fuß geübt bis das Rhythmusgefühl automatisiert war und danach mit dem rechten Fuß übernommen...

>Gruß von Jeannine


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Mit freundlichen Grüßen

Geza Loso