Vollständige Version anzeigen : Liliane - ich brauche noch einmal deine Hilfe
Hallo Liliane,
ich benötige mal wieder deine Hilfe. Wie du weisst, bin ich RH und mein Soh LH in RS. Er hat eine Hochbegabung in Mathe. Dennoch ist Mathe sein absolutes Horrorfach. Wir haben in der letzten Woche Mathe nach Zeit geübt, um ihm die Angst vor dem Zeitfaktor zu nehmen. Zu Hause wie immer alles i.O., Mathearbeit eine 4 er hatte noch 20 Minuten Zeit, dennoch hat er versagt. Hilf mir bitte dies zu verstehen. Ich weiß nicht mehr weiter. Spätestens im kommenden Schuljahr, wenn Chris aufs Gymnasium geht - geht er so defininitiv baden. Neben Üben, Angst rauswerfen, Mut zu sprechen, Motivieren - was kann ich noch tun, damit er entlich die Erfolgserlebnisse erfährt, die er braucht, damit er mir nicht an der Sache zerbricht. Liliane - ich glaube du kannst dies nachvollziehen - hilf mir bitte.
LG Conny
Liebe Conny, such mal den Akupunktur Punkt direkt unter dem Auge. Das ist einer von zweien, der Angst löscht. Und dann würde ich mal bei seiner Ernährung gucken. Ist er viel süßes? Fragt man sich erstmal, was soll das. Aber (leider, denn ich liebe süße sachen) verstärken Süßigkeiten Angst.
Ich würde die Angst mit dem Punkt unter dem Auge und wenn das nix bringt, noch mit dem unter der Achse beklopfen. Und schau mal ob er nach so zwei drei Durchgängen tiefer atmet.
Ich erlebe bei der Rückschulung und auch schon davor auch, dass meine Energien durch die Umschulung wirklich durcheinander gebracht waren. Und auf der Strecke bleibt die Selbst wahrnehmung. Und das macht auch Angst, bzw erhöht den Prüfungstress.
Wenn Du merkst, da tut sich nix, würde ich ihn mit der Trauma Klopffolge beklopfen. Er soll dabei an garnichts spezifisches denken, das ist ja der Vorteil von dieser Methode, er kann an das denken, was ihm gerade einfällt. Und er sollte Wasser trinken davor. Ich würde ihn täglich eine viertelstunde beklopfen. Und ich würde das Dir selbst auch empfehlen. Trinken ist immer gut. Und auf den Atem gucken ist gut. So holst Du Dich von Stress runter und kannst ihm lockerer begegnen, was ihm wiederum den Rücken stärkt.
Und ich würde gucken, was er sonst so macht mit links. Wenn ich zu meiner Rückschulung gucke und wie ich meinen Körper bewohne, da merke ich, ich brauche noch mehr Stimmulanz für meine linke Seite. Kann er nicht irgendwas kneten. Back mit ihm doch Kuchen. Oder keine Ahnung. Ich gehe mit so einem selbstgebastelten Knetdings spazieren. Ich denke mal, dass ein Junge sich da blöd vorkommt. Man muß wohl experimentieren und gucken, was für einem angenehm ist und gleichzeitig die Feinmotorik fordert. Mein Hirn braucht, um die richtigen neuronalen Vernetzungen zu bauen, Stimulanzen verschiedenster Art. Vielleicht bastelt er gerne. Da ich selber keine Kinder habe, fehlen mir die Ideen. Ich glaube aber, Du weißt, was ich meine. Jedenfalls wird man mit wachsener richtiger Hirnverschaltung wohl in sich ruhender und Stress fester.
Ich wünsche Dir viel Glück
Hallo Liliane,
vielen Dank für die Tipps. Hast du auch noch eine Idee, wie man die Konzentrationsfähigkeit auf die Schnelle fitt macht?
LG Conny
Hallo Liliane,
vielen Dank für die Tipps. Hast du auch noch eine Idee, wie man die Konzentrationsfähigkeit auf die Schnelle fitt macht?
LG Conny
Hallo Conny,
Du hast zwar Liliane direkt um Hilfe gebeten,
aber trotzdem möchte ich hier gern antworten.
In etwa 30 km Entfernung von Magdeburg gibt es 2 zertifizierte Linkshandberater nach Methodik Dr. Sattler.
Carola Lange, Diplom-Sozialpädagogin, Zertifizierte Linkshand-Beraterin nach
Methodik Dr. Sattler
Beratung und Tests von Kindern und Erwachsenen
in: Beratungsstelle für Kinder, Paare und Familien, Einr. d. Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Süplinger Str. 35, 39340 Haldensleben
Tel 03904-41468,
Email:Carola.Lange@t-online.de
Günther Schröder, Schulpsychologe (Beratung, Tests)
www.linkshaendige-kinder.de (http://www.linkshaendige-kinder.de),
Staatliches Schulamt Gardelegen,
39638 Gardelegen
Email gueschroeder@web.de
Vielleicht können die Dir weiterhelfen.
Die Konzentrationsfähigkeit kann man sicherlich nicht auf die Schnelle verbessern.
Da muss dann auch die Zeit ein bißchen für einen arbeiten.
Ich denke, Dein Sohn ist 10 bis 11 Jahre alt, da helfen dann allerhand konzentrationsfördernde Spiele, die ausserdem auch Spass machen.
z.B. Memory
oder: 10 Gegenstände auf den Tisch legen.
Dein Sohn darf sich das 1 Minute lang ansehen, dann wird ein Tuch über die Gegenstände gelegt.
Nun soll er aufschreiben, an welche Teile er sich erinnert.
Für jeden richtigen gibt es eine Belohnung.
Oder Ihr macht das als Wettbewerb.
Er legt 10 Teile für Dich aus, und Du musst dann erinnern.
Wer gewinnt?
Ganz wichtig ist, dass erstmal der Stress weggenommen wird, dass das alles wieder spielerisch gemacht wird, und er nicht das Gefühl hat, dass ein Druck auf ihn ausgeübt wird.
Wenn er eine Hochbegabung in Mathe hat, lass ihn doch mal "Mathe"-Spiele spielen.
Martin Gardner - Mathematischer Karneval
http://www.amazon.de/gp/product/3548352960?ie=UTF8&tag=httpmengeccli-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3548352960
oder hier auf der Seite: Knobeln, Rechnen und Raten
http://www.spiele.menge.cc/raetsel.html
Was er dringend braucht sind Erfolgserlebnisse.
Ich wünsche Dir und Deinem Sohn alles Gute.
Das mit der Zeit ist so eine Sache. Wir haben im letzten Jahr mehrfach die Erfahrung gemacht, dass die Blackouts selten auftreten, wenn keine Zeit vorgegeben ist. Sobald man jedoch zur Uhr greift - wird Chris panisch. Nach Rücksprache mit einer psychologischen Beraterin haben wir begonnen nach Zeit zu üben.
Wie bereits gesagt - zu Hause klappt das ganz ordentlich. Klar, es gibt ja auch keine schlechte Note. Ich hatte gehofft, dass die positiven Erfahrungen, die er durch die Übungen zu Hause machte, er entspannter in den Arbeiten ist. So richtig funktioniert dies nicht. Jetzt war er, wie schon erwähnt, 20 Minuten vor den anderen fertig, traute sich dann aber nicht Korrektur zu lesen, da er ja oft an sich und seine Leistungen selber zweifelt. Dadurch hatte er alles geschaft, allerdings viele Flüchtigkeitsfehler (sicherlich auch wieder, weil er sich ja so beeilt hat).
Ich habe ihn bereits oft gefragt, was er spürt oder wie man sich die Situation vorstellen kann. Leider kann er es (oder will es vielleicht auch nicht) nicht erklären. Ich beobachte verstärkt, dass er negative Empfindungen oder Erlebnisse einfach versucht auszublenden. Sie sind einfach im Nachhinein nicht mehr da. Er macht sich so zu sagen selber etwas vor.
Zeitverlängerung hatte er übrigens im ersten Jahr. Mit Beginn des 4. Schuljahres wurde dies nicht mehr gewährt. Sicherlich auch richtig, denn er muss es ja auch lernen. Witzig ist nur, das erst Halbjahr lief wunderbar. Seine Noten hatte er auf dem Zeugnis alle auf 2 gebracht und somit auch die Schullaufbahnempfehlung erhalten.
Ich hatte gehofft, wenn er die hat (es war sein großer Wunsch), dann wird alles einfacher und er hört auf sich Druck zu machen.
Aber genau das Gegenteil ist eingetreten.
Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee, wie man die Situation entspannen kann. Die Psychologen sind im Moment ratlos - mit den Worten wir würden ja schon alles machen. Die Ängste sind nicht nachvollziehbar.
Liebe Grüße Conny
als Gast Bärbel
03.05.2007, 19:07
Hallo Conny,
um ein Verhalten (z.B. bei Angst, Panikstörung) zu verändern gibt es therapeutische Hilfe.
Bei Erwachsenen benötigt man eine Heilmittelverordnung: (Indikations-Katalog unter www.heilmittelkatalog.info )
EN2 ZNS-Erkrankungen nach Vollendung des 18. Lebensjahres
Schädigung/Funktionsstörungen
1.der Körperhaltung, Körperbewegung und Koordination
2. der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
Leitsymptomatik
4.im Verhalten
Ziel: Verbesserung der Belastungsfähigkeit und der Ausdauer
Heilmittel-VO im Regelfall:
A1 sensomotorisch perzeptive Behandlung
ggf. erforderliche ergotherapeutische Schienen sind gesondert zu verordnen.
Verordnungsmenge je Diagnose:Erst-VO bis zu 10x/VO
Gesamtverordnungsmenge des Regelfalls: bis zu 40 Einheiten
Frequenzempfehlung: 2x wöchentlich
Für diese Heilmittelverordnung ist keine psychiatrische Eingangsdiagnostik erforderlich, vor der die Patienten zurückschrecken.
Die Behandlung wird von Ergotherapeuten durchgeführt. So ist der Ablauf bei Erwachsenen. Sein Kinderarzt kennt sicher eine Ergotherapeutin, die sich auf Kinder spezialisiert hat.
Viele Grüße Bärbel
Hallo Bärbel,
danke für die Tipps. Ich werde mich mal schlau machen.
Gruß Conny
Hallo Lotteflue,
"du schreibst, er macht sich druck. was sagt er, wenn du ihn fragst, warum er sich druck macht?"
- er zuckt mit den Schultern
Tja, das mit Mathe - könntest Recht haben - ist auf dem Gebiet hochbegabt. Ich weiß auch, dass dies kein Garant für gute Noten ist. Er leidet jedoch darunter.
"was ist nach dem ersten halbjahr passiert?"
Wenn ich das wüsste, ware ich ein großes Stück weiter. Vielleicht hat er aber nun doch Angst davor, dem Gymnasium nicht gewachsen zu sein. Ich habe ihm schon mehrfach gesagt, dass er auch auf eine IGS (Gesamtschule auf der man auch bis zur 12. Klasse gehen kann) kommen kann, wenn er dies wünscht. Er will jedoch auf dieses besagte Gymnasium. Vielleicht wird es besser, wenn er im September dort dann auch angekommen ist und merkt, dass er dort auch klar kommt.
Eins ist für mich komischt. Mit Beginn des 2. Halbjahres haben wir ihm erklärt, er möge den Druck rausnehmen, da er sich sonst kaputt macht. Er hat schließlich so viel erreicht. Er könne stolz sein und der Rest wird schon werden. Vielleicht war dies ja falsch. Im 1. Halbjahr war der Druck furchtbar (habe selbst ich als Mutter so empfunden). Da klappe es extrem gut. Vielleicht braucht ja Druck? Gut, klingt nicht unbedingt logisch. Aber wer weiß???
Ach ja, auf deine Frage, ob er sich im Bezug auf Geschwindigkeit nicht angestrengt hat -- ein klare "nein". Chris wusste ja, er hat Zeit. Man kann ihm nicht nur beim Laufen die Schuhe besohlen. Glaub mir, das ist kein Witz. Chris hatte als RH eine super Handschrift. Da er die auch mit der linken Hand haben wollte - malt er die Buchstaben. Traumhaft schön - allerdings gewinnt man damit keine Blumentopf.
Er vermeidet gern schnelles Schreiben. Wenn man ihn darauf anspricht - muss er selber grinsen. Schnelligkeit ist manchmal Hexerei. Er kann es übrigens schon, z.B. wenn er zum Fußball oder etwas spielen will.
Gruß Conny
als Gast Bärbel
04.05.2007, 20:30
Hallo Conny,
durch das Selbsthilfeservicebüro habe ich die Möglichkeit an Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Die Informationen gebe ich anschließend an die Selbsthilfegruppe weiter. Ein Seminar befaßte sich mit den ganz alltäglichen Ängsten.
Was passiert bei einem Angstgefühl?
Bedrohung = Stress
Angst = Vorbereitung des Körpers
Auflösung = Handlung
Die Angst besteht aus drei Komponenten
körperliche Anzeichen
gedanklicher, gefühlmäßiger Anteil
eigenes Verhalten
Bei den Angsterkrankungen gibt es drei Arten
Panikstörung = Angst vor der Angst
generalisierte Angst = anerzogen
Phobien
Um den Teufelskreis zu unterbrechen, bedarf es einer Verhaltenstherapie. Zum Erfolg einer Therapie gilt auch hier:
welche Therapieform, welcher Therapeut?
Eine Therapie in kleinen Schritten oder eine Schocktherapie?
Bis zu diesem Seminar hätte ich eine Ergotherapiebehandlung nie im Zusammenhang mit einer Verhaltenstherapie gebracht und auch keine Verbindung zwischen Angst und Umschulung vermutet. Als ich mich zur Rückschulung entschloß und mich im Forum und den Büchern von Frau Dr. Sattler informierte, konnte ich mir deshalb nie erklären, warum jemand von sich sagt, er bricht die Rückschulung ab oder er versucht es zum xtenmal. Besteht da ein Zusammenhang?? Ist es die Angst, die einen Knoten oder Blockade errichtet?
Eine Frage: Wird die Rückschulung immer als Einzeltherapie durchgeführt oder wird auch eine Gruppentherapie in bestimmten Fällen in Betracht gezogen? Gemeinsam geht manches leichter.
Ein schönes Wochenende
Bärbel
Hallo Conny,
ich glaube, bin mir so aus der Ferne aber naürlich nicht sicher, dass ich verstehe, was Dein Sohn da erlebt. Und wenn ich mit meiner Annahme recht haben sollte, müßte ich trotzdem nicht, was da konkret helfen könnte.
Ich vermute, dass er sich mit einer bestimmten Angst rumplagt, die durch die Umschulung entsteht. Meiner Erfahrung nach werden die eigenen seelischen Grenzen irritiert während des Umschulungsprozesses. Man wird sozusagen durchlässig. Und beim Umschulen kommt es außerdem zu neuronalen Vernetzungen im Gehirn, die nicht dem natürlichen Verlauf entsprechen. Und die stören sehr die Gefühlswahrnehmung und vorallem die Gefühlsverarbeitung. Das alles kann ich nicht belegen, sondern habe mein Wissen von der Beobachtung bei mir selbst und bei anderen Umgeschulten gesammelt. Obwohl man mittlerweile dem Gehirn beim Arbeiten zusehen kann, dass hießt, die aktiven Areale messbar sind, wird das bei den Umschulungsfolgen und dem Rückschulen nicht getan. Es gibt dieses Thema bei den entsprechenden Wissenschaftlern nicht.
Bwvor ich weiterschreibe und Du vielleicht einen Schrecken kriegst. Ich erlebe wegen meiner Rückschulung in kleinen Bereichen bereits ein Verschwinden dieser Störung. Und wenn ich andere Berichte hier von erfolgreichen Rückschulungen richtig gelesen habe, behebt sich da sehr viel bis hin, dass es ganz verschwinden kann.
Für den Gefühls Aspekt gibt es keinen Platz in der herkömmlichen therapeutischen Ausbildung. Und Frau Sattler hat, weil selbst nicht zurückgeschult, meiner Meinung nach auch keinen Blick (was ich nicht böse meine) dafür. Wenn mich nicht alles täuscht, behandeln Verhaltenstherapeuten Ängste nach Rechtshänder Sichtweise. Was also bei Rechtshändern zu Störungen führt und dann mit entsprechendem Handwerkzeug behoben werden kann, kann bei umgeschulten Linkshändern zu nix führen (außer zum Frust, weil man sich irgendwie nicht versanden fühlt. Ich denke, es ist wahrscheinlich schwer auszuhalten, sich klar zu machen, wie wenig da an Hilfe bisher da ist, weil schlicht das Thema Umschulung von Linkshändern nicht erforscht wird von herkömmlichen Therapeuten, Medizinern, Wissenschaftlern und Sozialpädagogen. Frau Barbara Sattler hat gegen die größten Widerstände damit begonnen. Allgemein nimmt man das Thema Umschulungsfolgen nicht ernst. Man sieht es schlicht nicht.
Und wir Umgeschulten kriegen bisher keinen freundlichen Umgang miteinander hin, in dem wir uns gegenseitig unterstützen. Meine Vermutung ist, weil die Verletztlichkeit auch verschüttet ist und ganz viel Zugang zum Fühlen verbaut ist. Ich bringe mal ein eigenes Beispiel von dem nicht Wahrnehmen von Schwere. Meine Rückschulung bringt mittlerweile kleine Erfolge. Vor einen Jahr noch habe ich bei der Äußerung "diese blöde Rechtshänderwelt, immer muß ich drumrumgreifen, um an die Sachen ranzukommen, ich hasse die ganzen Sachen für Rechtshänder" innerlich die Augen verdreht und gedacht, och, da stellt sich jemand aber an. Mittlerweile denke ich genauso und kann nicht mehr begreifen, dass ich den Ärger über die ständigen Umständlichkeiten nicht verstehen könnte.
Es gibt das Phänomen, dass ähnlich Verletzte besonders hart miteinander umgehen. Das erlebt man immer, wenn statt Mitfühlen verglichen wird >bei mir ist es aber schlimmer/nicht so schlimm.
Ich habe überlegt, was ich hilfreich finden würde, oder was mir bereits geholfen hat. Wovon ich immer noch zehre, obwohl es über 40 Jahre her ist, sind die schönen Ausflüge eines Opas mit anderen Kindern und mir. Wir sind einfach losgefahren und hatten eine schöne Zeit. Dieser Genuß hat mir die Augen geöffnet für die Wichtigkeit, Pausen von allem zu machen und mich um schöne Erlebnisse zu kümmern, egal, wie komisch das vonaußen beurteilt wird. Und damit baue ich mich immer wieder auf. Vielleciht findest Du ja was, womit Ihr Euch belohnen könnt. Schließlich ist es schon ein Angang, so ein Rückschulen. Das sollte man auch anerkennen.
Ich glaube an die Selbstheilungskräfte. Und ich erlebe nach so vielen Jahrzehnten Veränderungen, dann geht es bei einem Kind noch schneller. ICh denke mal, es bracuht einfach Zeit.
Ich wünsche Euch eine schöne Zeit
Liliane
Hallo Liliane,
vielen Dank für deine Sicht der Dinge. Ich denke du hast Recht! Warum soll eigentlich ein RH oder LH gefühlsmäßig verstehen, wie eine RS abläuft. Wie man sich fühlt, warum man Ängste hat usw.
Der Gedanke macht meines Erachtens Sinn. Wenn ein Therapeut nicht persönlich manche Dinge durchlaufen ist - ist Hilfe sicherlich schwer. Sicherlich trift diese Aussage pauschal nicht immer zu. Aber wenn ich die Phsychologin vor mir sehe, die mir erklärt, sie könne sich die Ängste nicht erklären, es gäbe keine Gründe ..." Dann weiß sie zwar das er RS ist, weiß aber nicht, mit welchen Gefühlsschwankungen der Betroffene zu kämpfen hat.
Auch ich als Mutter kann es nicht verstehen, bzw. nachempfinden. Ich muss es akzeptieren und mit Gelassenheit an die Sache herangehen. Man - das ist schwer. Aber es ist wichtig, um Ruhe und Halt zu bieten.
Zumindestens merke ich bei mir, wenn ich mir die Sache so versuche zu erklären, werde ich innerlich ruhiger.
Noch mal Dank an alle, die mir versucht haben, die Augen zu öffnen.
Vielleicht kann ja jemand bei Gelegenheit aus dem "Nähkästchen" plaudern und mir vertellen, wie und was man bei einer RS so gefühlsmäßig erlebt.
Liebe Grüße Conny
Hallo Ursula,
entschuldige bitte, dass ich erst heute auf deinen Beitrag reagiere, aber das ist mir leider weggerutscht. Vielen Dank für die lieb gemeinten Hinweise bzgl. der LHB im Raum Magdeburg.
Chris hat bei Carola Lange auch seinen Test sowie die Schreibkurse durchgeführt. Ich kenne Carola bereits seit 15 Jahren (wir haben damals zusammen gearbeitet) und wir verstehen uns prima. Chris hat ihr auch sehr viel zu verdanken. "Leider" ist sie RH - sie hat schon oft versucht ihn zu stärken, stößt allerdings auch hier auf Grenzen, denn wie hier schon von anderen beschrieben - man kann viele Gefühlsausbrüche nicht nachvollziehen und somit ist Hilfe oft auch nur begrenzt möglich.
Die Einzige, die Chris versteht ist seine Gitarrenlehrerin (hatte ich ja schon einmal hier im Forum beschrieben). Bedauerlicher Weise hat sie aber im Moment mehr mit ihrer eigenen Händigkeit zu tun und auch nicht die Möglichkeit ihm den Rücken zu stärken.
Was würde ich dafür geben einen Therapeuten zu finden, der vielleicht selber ULH einschließlich RS-Erfahrungen ist. Aber so etwas gibt es wohl nicht. Deshalb müsst ihr auch immer meine Sorgen ertragen.
Gruß Conny
Hallo Ursula,
"Leider" ist sie RH - sie hat schon oft versucht ihn zu stärken, stößt allerdings auch hier auf Grenzen,...
Was würde ich dafür geben einen Therapeuten zu finden, der vielleicht selber ULH einschließlich RS-Erfahrungen ist. Aber so etwas gibt es wohl nicht. Deshalb müsst ihr auch immer meine Sorgen ertragen.
Gruß Conny
Hallo Conny, ich denke deshalb treffen wir uns hier in diesem Forum, weil jeder ein Problem mit der Händigkeit hat, der eine mehr, der andere weniger.
Und ich hoffe, dass wir uns auch weiterhin gegenseitig beistehen wollen und können.
Ich bin ja so naiv, ich habe überhaupt nicht realisiert, dass es auch RH Linkshandberater gibt.
Du sagst ja, dass sie sich mit allen Kräften bemüht, aber wer dieses Gefühl nicht gespürt hat, was wir "linken" ja fast alle kennen, kann der das dann begreifen und vermitteln?
Ich spüre an Deinen Beiträgen, wieviele Sorgen Du Dir um Deinen Sohn machst.
Vielleicht hilft es für eine Zeit, wenn man einen "Status Quo" schafft, wo man erstmal alles so lässt, wie es gerade ist.
Dann hat man die Chance, dass sich alles etwas beruhigt, und der grosse Druck nicht mehr so auf einem lastet.
Ich wünsche Dir viel Kraft, und bin sicher, Du wirst das richtige tun.
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