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Vollständige Version anzeigen : Leseprobleme


christiane-Gast
29.04.2006, 14:57
Hallo,


meine Tochter(7 Linshänder) hat große Probleme mit dem Lesen, es ist ein wahrer Kampf mit den Buchstaben und es dauert sehr lange bis sie einzelnen Wörter entziffert hat, hinzu kommt noch das sie auch verschiedene Buchstaben wie z.B. B und D, M und N nur schwer unterscheiden kann. Das Interessante ist das sie mit dem lesen von Spiegelschrift keine Probleme hat, wobei noch dazu gesagt werden muß das sie bis vor sechs Monaten auch in Spiegelschrift geschrieben hat.

Die Lehrerin meinte das wir aufpassen müssen, das es nicht zu einer Lese-Rechtschreib-Schwäche kommt, besonders da Linkshänder in dieser Richtung gefährdet wären.

Wer hat ähnlichen Erfahrungen gemacht, oder kann mir Tipps geben wie man da weiter vorgehen soll/kann.


Wäre für alle Anregungen dankbar.


Gruß Christiane

Chrissi
29.04.2006, 18:43
>Hallo,

>meine Tochter(7 Linshänder) hat große Probleme mit dem Lesen, es ist ein wahrer Kampf mit den Buchstaben und es dauert sehr lange bis sie einzelnen Wörter entziffert hat, hinzu kommt noch das sie auch verschiedene Buchstaben wie z.B. B und D, M und N nur schwer unterscheiden kann. Das Interessante ist das sie mit dem lesen von Spiegelschrift keine Probleme hat, wobei noch dazu gesagt werden muß das sie bis vor sechs Monaten auch in Spiegelschrift geschrieben hat.

>Die Lehrerin meinte das wir aufpassen müssen, das es nicht zu einer Lese-Rechtschreib-Schwäche kommt, besonders da Linkshänder in dieser Richtung gefährdet wären.

>Wer hat ähnlichen Erfahrungen gemacht, oder kann mir Tipps geben wie man da weiter vorgehen soll/kann.

>Wäre für alle Anregungen dankbar.

> Gruß Christiane


Ist es vielleicht auch möglich das sie einen Sehfehler hat? Ich habe im Bekanntenkreis jemanden der zur Sonderschule mußte, da er die Buchstaben dreigeteilt sah.Er selbst konnte es ja nicht mitteilen und keiner wußte Bescheid. Nun hat er eine Primenbrille und alles geht. Besser wärs gewesen er hätte dieses Problem nicht so lange mit sich herumgeschleppt.

Chrissi

Susanne mit neunjähriger Tochter
05.05.2006, 01:31
Hallo,


was meint denn die Lehrerin mit "es kommt zu eine Lese-Rechtschreibschwäche"? Entweder sie hat es oder sie hat es nicht, und das auf alle Fälle jetzt schon! Und ich finde, es klingt zwar teilweise wie typische Leselernprobleme von Schulanfängern und von Linkshändern, aber ich würde da kein Risiko eingehen - aber es ist an Dir, sie möglichst schnell qualifiziert testen zu lassen, damit ihr eine Förderung zuteil werden kann. Der Prozeß, erst mal einen Termin zu einer Testung zu bekommen und dann einen Förderplatz, und die Frage der Finanzierung zu klären, dauern üblicherweise über ein Jahr (außer bei teuren privaten Instituten), man rennt also der Zeit hinterher, denn bis eine Förderung was bringt, dauert es ja auch mindestens zwei Jahre. Die Schule ist ev. auch zur Förderung verpflichtet, das hängt aber auch vom Bundesland etc. ab.


Die Schule ist nicht daran interessiert, früh einen Förderbedarf festzustelllen, Du musst das also auch gegen den Rat der Lehrerin durchsetzen und dich selber darum kümmern, im Interesse deines Kindes. Die Schule rät oft zu lange zum Abwarten. Am besten informierst du dich mal über Legasthenie. Wichtig für Dich zu wissen ist, dass die Ansicht, dass es "Legasthenietypische Fehler" gibt, weitgehend überholt ist, wobei du jedoch Legasthenietypische Fehler beschrieben hast.


Legasthenie ist übrigens per Definition ein Zeichen von Intelligenz, nämlich eine Diskrepanz zwischen vorhandener Intelligenz und der "Leistung". Zu unterscheiden ist auch zwischen Lese-Rechtschreib-Schwäche und Lese-Rechtschreib-Störung.




Viele Grüße

Susanne mit neunjähriger Tochter