Vollständige Version anzeigen : Schnelle Ermüdung
Hallo liebe Forum-LeserInnen,
die im Buch "Der umgeschulte Linkshänder" beschriebenen Folgen der Händigkeits-Umschulung kann ich fast ausnahmslos bei mir feststellen.
Besonders belastend ist für mich die schnelle Ermüdung, die dazu führt, daß ich fast nur am Wochendende Kraft für Freizeitaktivitäten aufbringe. Werktags ist der Tag für mich mit dem Feierabend weitgehend abgeschlossen.
Der folgende Originaltext aus dem Buch ist eine treffende Beschreibung für das Scheitern meiner letzten Beziehung:
"Allen Umgeschulten ist aber gemeinsam, daß sie abends meist sehr erschöpft sind, am liebsten früh schlafen gehen, was oft auf völliges Unverständnis beim jeweiligen Partner stößt. Und oft schlafen sie beim Fernsehen ein und sind überhaupt nicht mehr fähig, zu fortgeschrittener Stunde z.B. Grundsatzdiskussionen durchzustehen."
Mich würde interessieren, ob es einigen von Euch ähnlich ergeht und wie Ihr damit umgeht.
Als Antwort auf: <a href="1070.htm">Schnelle Ermüdung</a> geschrieben von Jürgen am 21. April 2002 17:11:27:
Hallo Jürgen,
das kann ich voll unterschreiben.
Seit meiner Rückschulung hat es sich stark gebessert, aber an sehr stressigen Arbeitstagen geht es mir immer noch so.
Das war unter anderem auch der Grund, daß ich nach dem Erziehungsurlaub vor nunmehr 5 Jahren angefangen habe, Teilzeit zu arbeiten (30h wö.), obwohl uns das Geld von Zeit zu Zeit sehr fehlt. Die 2 Stunden, die ich täglich weniger arbeite, verbrauche ich an schlimmen Tagen komplett, um mich so weit zu regenerieren, daß ich das Nötigste im Haushalt machen und mich um meine Kinder kümmern kann.
Aber heute ist ein sehr guter Tag :-)
Manchmal versuche ich das Problem zu ignorieren und tue alles, was ich mir vorgenommen habe,wobei ich von vornherin versuche, daß es nicht zuviel wird, aber das endet nach spätestens einer Woche mit einem kompletten Zusammenbruch (d.h. bei der kleinsten unangenehmen Überraschung raste ich komplett aus und muß mich dann auch ausheulen - GottseiDank passiert das nur noch zu Hause)
Ich habe das auch mit der Müdigkeit auch schon von anderen umgeschulten Linkshändern gehört, die für sich aber keinen Zusammenhang mit der Umschulung herstellen.
Wie ich damit umgehe: Alles unumgängliche (Behördengänge u.s.w., Organisatorisches für die Schule) muß natürlich gemacht werden.
Dafür kommt bei mir der Haushalt so kurz, wie es irgend geht, ohne daß es unhygienisch wird. Dafür unternehme ich dann lieber was mit meiner Familie oder gucke ins LH-Forum. Meine Hobbys sind kaum terminabhängig (manches mache ich monatelang nicht) bzw. den Chor kann ich auch ab und zu mal ausfallen lassen.
Was sich an Hausarbeit vor den Fernseher verlagern läßt, tue ich abends (bügeln, Kinderhosen flicken z.B)
Und mein persönlicher Trick: schnurlose Kopfhörer auf ,Lieblings-CD rein, dann geht der Haushalt schneller, weil ich mich irgendwie besser konzentrieren kann und mich nicht so verzettle. Mehr Spaß machts auch.
(Nach)mittagsschlaf ist nicht so gut, weil ich dann nicht wieder in die Gänge komme.
liebe Grüße Jana
>Hallo liebe Forum-LeserInnen,
>die im Buch "Der umgeschulte Linkshänder" beschriebenen Folgen der Händigkeits-Umschulung kann ich fast ausnahmslos bei mir feststellen.
>Besonders belastend ist für mich die schnelle Ermüdung, die dazu führt, daß ich fast nur am Wochendende Kraft für Freizeitaktivitäten aufbringe. Werktags ist der Tag für mich mit dem Feierabend weitgehend abgeschlossen.
>Der folgende Originaltext aus dem Buch ist eine treffende Beschreibung für das Scheitern meiner letzten Beziehung:
>"Allen Umgeschulten ist aber gemeinsam, daß sie abends meist sehr erschöpft sind, am liebsten früh schlafen gehen, was oft auf völliges Unverständnis beim jeweiligen Partner stößt. Und oft schlafen sie beim Fernsehen ein und sind überhaupt nicht mehr fähig, zu fortgeschrittener Stunde z.B. Grundsatzdiskussionen durchzustehen."
>Mich würde interessieren, ob es einigen von Euch ähnlich ergeht und wie Ihr damit umgeht.
Katja Allani
24.04.2002, 16:40
Als Antwort auf: <a href="1070.htm">Schnelle Ermüdung</a> geschrieben von Jürgen am 21. April 2002 17:11:27:
Hallo Jürgen, ich bin rechtshändig, aber habe aber auch oft die gleichen Befindlichkeiten wie du sie beschreibst. Es scheint also auch Rechtshänder zu treffen... . Bei mir hilft Mittags ein Ruhepäuschen und ein mehrmaliges "ganz alleine Sein" für ein paar Minuten am Tag. Und wenn ich meine Müdigkeit einfach zulasse, Pausen einlege, weniger schaffe, ist es auch schneller wieder vorbei.
Auf die innere Uhr und den eigenen Rhytmus achten, das ist, was mir am besten hilft. Gruß Katja
Als Antwort auf: <a href="1073.htm">Re: Schnelle Ermüdung</a> geschrieben von Jana am 22. April 2002 15:08:52:
Hallo Jürgen und Jana, ...
ich kann das von euch gesagte nur unterstreichen. Denn gerade die letzten Jahre (tja, das ist so,wenn man älter wird) merke ich jeden Stress und jede Anspannung ungemein, so dass ich nach der Arbeit zu wirklich nichts mehr komme. In solchen Situationen hilft bei mir manchmal (wie diese Woche auch wieder) nur noch schlafen, schlafen, schlafen. Und erst danach geht es mir wieder besser und ich fühle mich einigermaßen den Aufgaben gewachsen.
Wie man dem entgegen wirken kann? Nun, ich weiß es nicht. Bei mir hilft nur zeitiges zu Bett gehen, und leider hat in dieser Situation meine Rückschulung bisher auch nichts gebracht.
Olli
Als Antwort auf: <a href="1083.htm">Re: Schnelle Ermüdung</a> geschrieben von Olli am 24. April 2002 23:59:07:
Hallo, Olli,
Hast Du das gut, Du kannst früh ins Bett gehn...
Habe ich mehrmals probiert, ging jedesmal schief, d.h. ich bin mitten in der Nacht oder exakt die entsprechende Anzahl Stunden eher aufgewacht und nicht wieder eingeschlafen. Ausgerechnet bei solchen Versuchen passiert es auch meistens, daß die Nachbarn lautstark feiern oder mein Sohn mit Wachstumssschmerzen aufwacht.
Was solls, ich muß halt zusehen, wie ich am Tag halbwegs klar komme.
Wenn mal keiner außer mir zu Hause ist, versuche ich es mit Entspannungsübungen
("so was wie "Arme und Beine werden gaaaanz schwer"), das ist nicht übel, aber wann bin ich schon mal ganz allein zu Hause...
Letztendlich hilft nur Humor und Riesengeduld mit sich selbst und manchmal ein Tritt in den eigenen Hintern (wenn nämlich der höhere Energieverbrauch als Ausrede herhalten soll...)
Ein schönes Wochenende wünscht Dir
Jana
(PS: Habe übrigens grade erfolgreich den "Knoten im Gehirn" verborgt :-) )
>Hallo Jürgen und Jana, ...
>ich kann das von euch gesagte nur unterstreichen. Denn gerade die letzten Jahre (tja, das ist so,wenn man älter wird) merke ich jeden Stress und jede Anspannung ungemein, so dass ich nach der Arbeit zu wirklich nichts mehr komme. In solchen Situationen hilft bei mir manchmal (wie diese Woche auch wieder) nur noch schlafen, schlafen, schlafen. Und erst danach geht es mir wieder besser und ich fühle mich einigermaßen den Aufgaben gewachsen.
>Wie man dem entgegen wirken kann? Nun, ich weiß es nicht. Bei mir hilft nur zeitiges zu Bett gehen, und leider hat in dieser Situation meine Rückschulung bisher auch nichts gebracht.
>Olli
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